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DFB-Team in der Einzelkritik: Neuer war der Beste - und das ist schlecht
John Sibley / REUTERS

Eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause hat die DFB-Elf in Nordirland noch einmal vor Schlimmerem bewahrt. Dennoch ist es selten ein gutes Zeichen, wenn sich der Torwart besonders auszeichnen kann.

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polza_mancini 10.09.2019, 07:34
1. O.K., Herr Ahrens,

aber zu einer fairen Gesamtbewertung gehört dann wohl auch, dass das nordirische Gegenstück gestern ebenfalls mindestens im siebten Torwarthimmel war und einige Hochkaräter weggepflückt hat - mit dem ein oder anderen Tor hätte das Spiel vielleicht dann anders ausgesehen...

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retterdernation 10.09.2019, 08:13
2. Bochum - Deutschland 0:2 ...

denn viel besser als der tapfere VfL waren die ebenfalls mutigen Nordiren nicht. Von daher ein Pflichtsieg. Der keine Aussage hat. Schon gegen den nächsten starken Gegner wird Manuel Neuer oder sein Vertreter noch mehr zu tun haben. Doch eins bleibt den Deutschen wenigstens erhalten: der Status Quo. Das erwachen aus diesem , könnte irgendwann schmerzhaft werden. Aber vielleicht war dieser grandiose Sieg gegen die Übermannschaft aus Nordirland die Wende. Man weiß es nicht wirklich ...

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gnarze 10.09.2019, 08:48
3. Pro Neuer

So wie die Abwehr spielt, ist Neuer die besser Wahl zu Ter Stegen, der fußballerisch schlechter ist,
Neuer ist sogar am Ball besser als Ginter und Co.

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doppelnass 10.09.2019, 09:38
4. Einzelkritik

"Kimmich fehlt das Tempo, um das Spiel schnell zu machen".
Soll er mit dem Ball nach vorne rennen? Was soll das werden? Bolzplatz? Ein Sechser muss nicht rennen, um das Spiel schnell zu machen, er muss Pässe spielen, die das Spiel schnell machen. Das übrigens kann er sehr gut. Nur bewegte sich vorne keiner. Vor allem Brandt, Reus und Werner standen meistens auf der Stelle. Und man muss es so deutlich sagen: Gerade diese drei haben sehr schwach gespielt. Für mich waren Neuer, Kimmich, Süle und Halstenberg die besten Spieler gestern. Und über Kroos war ich erschrocken.

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Leibdschor 10.09.2019, 09:57
5. Überbewerteter deutscher Fußball

Ich kann es nicht mehr hören in den Medien. Harwartz, Gnabry, Reus, Brandt, Werner. Alles sicher hochbegabte Spieler, aber nur Durchschnitt und noch lange keine Weltklasse. Werden sie wohl auch nie. Das Problem des deutschen Fußball ist es, dass es keine Spielertypen mehr gibt, denen mal auf dem Platz was einfällt, der den genialen Pass spielt. Das Spiel und die Spieler sind sowas in das vorgegebene Spielsystem eingeengt, dass keinem was einfällt, wenn es mal nicht funktioniert. Ich habe auch keinen auf dem Feld gesehen, der mal eine "Ansage" macht. Alle murmeln nur in sich hinein und sind wohl nur mit sich beschäftigt. Kein Tempo um Umschaltspiel, Fehlpässe ohne Ende und ohne Not. Da haben wohl alle auf dem Platz Angst, ja keinen Fehler zu machen und spielen völlig verkrampft. Mit diesem Gespiele jedenfalls kommt man vielleicht zur EM, aber nicht mal einen Blumentopf wird man dann dort gewinnen. Aber das ist ein Problem des gesamten, vor allem deutschen Fußball, dass nur noch Systemspieler rangezogen werden ohne Individualitäten von Trainern, die nur noch am Laptop sitzen und Schach spielen.

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phrasenmaeher 10.09.2019, 10:22
6. @doppelnass

Zitat von doppelnass
"... Ein Sechser muss nicht rennen, um das Spiel schnell zu machen, er muss Pässe spielen, die das Spiel schnell machen. Das übrigens kann er sehr gut. ..."
Ja, das kann er, der Kimmich. Nur gestern konnte er das nicht. Wie selbst der gewöhnlich eher euphorisierte RTL-Reporter nüchtern feststellte, telegrafierte er den bevorstehenden Pass meist zum entsprechenden Kollegen. Wurde dann natürlich nichts, die Aktion. Aber damit befand er sich gestern in bester Gesellschaft. Haarsträubende Fehlpässe waren der Standard, Werner hing - mal wieder - im luftleeren Raum, Reus fand nicht statt, und Gnabry hat zwar wieder was für seine Quote getan, was definitiv für ihn spricht, rannte sich aber auch vorzugsweise in der Mitte fest. Auch Kroos ist mir nur aufgefallen, weil er am Auffälligsten beim Schiedsrichter reklamieren kann. Ginter wünscht man natürlich gute Besserung, aber bis auf Weiteres besser auch keine Einsätze mehr. Neben den guten ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte war das Spiel der "Mannschaft" einfach ein Totalausfall. Schön anzusehen war maximal, wie sie sich vom gegnerischen Strafraum mit Kurzpassspiel in den eigenen zurück kombinierten. Und wir reden hier von einem Gegner, der nun wahrlich nicht ganz oben auf den Wettzetteln für den nächsten Europameistertitel steht. Neuer stand meist sicher, schönes Tot zum 1:0 - und die Messe ist eigentlich auch schon gelesen. Spricht nicht gerade für den Auftritt der deutschen Nationalelf. Die nächsten Spiele werde ich mir wohl getrost schenken dürfen.

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unikatio62 10.09.2019, 10:39
7. Mit acht Feldspielern und zwei Platzhaltern ...

... in Nordirland zu gewinnen, ist doch gar nicht so schlecht. Warum die Herren Reus und Werner immer wieder anderen Spielern vorgezogen werden, um dann in prächtigster Unscheinbarkeit zu glänzen, ist nicht leicht zu verstehen. Oder eigentlich doch! Schließlich sind beide in ihren ambitionierten Clubs offensichtlich wichtige Faktoren. Was sollte also der Bundestrainer machen? Die beiden ignorieren? Wer hatte noch gleich den ersten Stein in der Hand? Somit ist die Kritik am der Aufstellung der Beiden gar nicht mal eine direkte Trainerkritik Es zeigt vielmehr, dass eben ein "erfolgreicher" Bundesligaspieler nicht auch automatisch "internationales Format" hat. Und bevor ich meinen letzten Gesanken schreibe hier die Anmerkung, dass ich keine!!! Vereinsbrille trage!!! Wie wäre das Spiel gestern wohl ausgegangen ohne das Grundgerüst Neuer, Süle, Kimmich, Gnabry? Wo verdienen die nochmal ihr Geld? Und welcher Bundesligaclub hat noch am ehesten ein gewisses internationales Format? Darüber nachzudenken führt meiner Meinung nach zu größerer Erkenntnis, als die ewig dumpfe Schimpferei auf den Bundestrainer.

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Schartin Mulz 10.09.2019, 10:40
8. Nach

dem Speile gegen die NEiderlande schien das Teám ziemlich verunsichert. Jeder wusste, eine Niederlage in Nordirland würde die EM-Qualifikation massiv gefährden. Dass das ein Spiel lähmen kann, ist nichts Neues.
Immerhin postiv, dass sie die Kurve noch gekriegt haben. WIr sollten einfach Geduld haben. EIne neue Mannschaft wächst nicht über Nacht.

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Humanfaktor 10.09.2019, 11:03
9. Das eigentliche Problem sitzt auf der Bank.

Diese Mannschaft läuft regelmäßig mit der falschen Einstellung über den Platz. Einmal kann passieren, kann eine schlechte Tagesform sein, zweimal als Folge saisonaler Überlastung und mangelnder Praxis, meinetwegen, alles andere sind aber nur noch Alibis. Und wenn man selbst gegen mittelmäßige oder unterklassige Gegner in Bedrängnis kommt, wird das zum System.
Schöne Analogie übrigens, @#2.
Was wir in Wiederholungen sehen, ist eine klassische falsche Einstellung der Mannschaft vor dem Spiel.
Das war auch schon vor der WM das eigentliche Problem. Vom Schönreden und allgemeinen Blabla über die gewachsene Spielstärke im internationale Fußball wird es nicht besser.
Einmal mehr hatte ich als Zuschauer den Eindruck, dass "Die Mannschaft" falsch eingestellt auf den Platz geschickt worden war. Die Nordiren wollten ES mehr, waren schneller, direkter, aggressiver und in allem physischen Auftreten das dominierende Team. Das darf es eigentlich gar nicht geben, wenn in einer Mannschaft mehrheitlich international erfahrene CL-Stammpieler und im anderen Team eher Underdogs, die bestenfalls durchschnittliches Liganieeau aufweisen, aufeinender treffen. Doch so war es. Und das deutet darauf hin, dass das Trainerteam "Die Mannschaft" nicht gut vorbereitet und somit im Vorfeld nicht gut gearbeitet hat. Diesen Satz aus dem Bericht finde ich daher bezeichnend: "... die deutsche Mannschaft fand nur schwer ins Spiel. Das Team schien überrascht vom hohen Pressing der Gastgeber. Sinnbildlich dafür war die siebte Minute, in der Toni Kroos tief in der eigenen Hälfte aggressiv angelaufen wurde und es nicht schaffte, den Ball zu klären." Wie kann eine gut eingestellte Mannschaft von etwas, das selbst ich als Erwartungswert einschätzen würde, überrascht sein? Die Nordiren mussten natürlich ihre Chance wittern und über den Kampf die Dominanz erzwingen wollen. Das war vorhersehbar. Und was gehört dazu? Natürlich das Pressing - und zwar hoch, direkt auf die eher als schwach eingeschätzten und verunsicherten Abwehrspieler und zentralen Mittelfeldakteure. So eine Taktik lernen die Trainer heute doch in den entsprechenden Lehrgängen. Und davon wir Löw dann überrascht? Er hat seine Mannschaft nicht darauf vorbereitet? Oder sind die Spieler nicht in der Lage, das zu adaptieren und umzusetzen? Warum klappt in de N11 nicht, was die Spieler in den Clubs, die in der CL mitmischen, wie selbstverständlich umsetzen, in den entsprechend hochklassigen Mannschaften? Ich denke, das eigentliche Problem sitzt auf der Bank. Schon seit der verkorksten WM-Vorbereitung ist klar, dass Löw zu eindimensional aufgestellt ist und sein Zenit bereits weit hinter ihm liegt. Leider hat er eine starke Lobby im DFB. Ich kann mir nicht vorstellen, dass noch vor der EM ein Wechsel kommen wird, also erwarte ich von der EM nicht viel. Löw ist unflexibel, hält zu lange an einer untauglichen Entscheidung fest, damit ist die Mannschaft leicht auszurechnen und das Trainerteam tendiert dazu, selbst die anderen Mannschaften falsch einzuschätzen - das gab es ja gestern nicht zum ersten Mal. Zusammen ist das keine gute, und hinsichtlich eines erfolgreichen Abschneidens, zukunftsträchtige Kombination, meine ich.

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