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DFB zur Causa Özil: Es geht um uns
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Reinhard Grindel hat Nationalspieler Mesut Özil kritisiert. Was der DFB-Präsident verkennt: In der Debatte geht es um weit mehr als Sport - es geht um die Frage, welche Menschen Deutschland repräsentieren.

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kraftmeier2000 09.07.2018, 14:50
80. Es lag nicht an

Özil, das die DFB Elf aus dem Turnier geflogen ist, da haben alle Spieler Anteil dran, und an aller erster Stelle der Bundestrainer, der nicht in der Lage war diese Mannschaft richtig vorzubereiten.
Und die einzigen welche zurück treten sollten, sind der DBF Präsident, ein Oliver Bierhof, und natürlich der Herr Jogi Löw. Auch deshalb weil bei diesem Trainer Leistung nicht zählt, das sieht man an der Torwart Auswahl die getroffen wurde.

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squire0815 09.07.2018, 14:50
81. Einer ist immer schuld oder muss schuldig sein

Özil ist leider nicht "der" Torschützenkönig und hat beim Besuch von Erdugan hat er sich zwar korrekt verhalten, -
er gab ihm nur ein signiertes Trikot, ohne Widmung "meine Presiden" - aber er wurde in Kollektivhaft genommen.
Es ist tragisch, dass er nun zum Sündenbock für eine nicht funktionierende Mannschaft gemacht wird. Denn auch wenn mache Kommentatoren der Meinung sind, dass das "nationale" bei der deutschen Mannschaft im Fordergrund stehen sollte und ein Punkt darstellt, warum "das Team" es nicht über die Vorrunde geschafft hat.
Es lag nur eibfach daran, dass die Mannschaft nicht funktioniert hat, alle haben eher wie Roboter als kreative Weltklassespieler gespielt. Warum? Das liegt sicher am Doppelpass oder am Migrationshintergrund oder dem falschen Stand eines Sterns. Also, wer Özil zum Sündenbock macht oder den "Multikultimix" der Nationalelf, der verschließt die Augen vor anderen Problemen der Mannschjaft bzw. versucht dsie Lapalie für seine Zwecke zu misbrauchen.

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Pless1 09.07.2018, 14:51
82.

Zitat von antelatis
Wer Wahlwerbung für einen Autokraten macht, der es mit den Menschenrechten nicht so genau nimmt, der hat in einem Team, dass demokratische Werte und Ansichten vertritt, nichts zu suchen!
Das mag man so sehen.

Aber wie will ein Verband darauf pochen, wenn er anschließend zur WM in ein Land eines noch deutlich schlimmeren Autokraten aufbricht und so dabei mithilft, dessen Regime ein besseres Image zu verleihen? Wie können wir von den einzelnen Fußballern persönlich etwas verlangen, was nicht einmal der Verband als ganzes hinbekommt? Das ist doch total scheinheilig!

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schwaebischehausfrau 09.07.2018, 14:51
83. @Jeg: Genau darum geht's..

Zitat von jeg
Vielleicht sollten die Jungs auch noch wie Soldaten vereidigt werden bevor „wir“ ihnen gestatten für uns zu spielen. Und bitte eine No-Foto-Liste, nur für Spieler mit Migrationshintergrund - auch wenn in Deutschland geboren. Oder besser doch für Alle um Aufregung für die empfindlichen Seelen der DEUTSCHEN zu vermeiden. Was ist eigentlich aus dem Radikalenerlass geworden?
Vor Özil sind schon diverse andere Nationalspieler wegen viel geringerem Fehlverhalten nachhause geschickt worden. Effenberg wegen einem im Vergleich dazu völlig harmlosen "Stinkefinger" im Affekt/Frust und nach Zuschauer-Beleidigungen gegen ihn gleich nach Abpfiff eines verlorenen Spiels. Kevin Kuranyi (und da gab's auch kein Mimimi nach dem Motto "hier wird ein Exempels statuiert, weil er "Migrant" ist) weil er sich das Spiel der Mannschaft nicht bis zum Ende von der Tribüne aus anschauen wollte und das Stadion verlassen hat. Und Toni Schuhmacher, weil der DFB dessen Autobiographie nicht so toll fand. Alles Peanuts im Vergleich zu Özil + Gündogan's Fehlverhalten.

Özil's (+ Gündogan's) unsägliches Verhalten wird/wurde doch nicht nur vom DFB auf's Schärfste kritisiert, sondern von Spitzenpolitikern ALLER Parteien. Incl. Cem Özdemir von den GRÜNEN und türkisch- bzw. kurdisch-stämmigen Bundestags-Abgeordneten der LINKEN. Dass Özil, der ja sogar mal den "Integrations-Bambi" verliehen bekommen hat , dem Thema "Integration" einen Bärendienst erwiesen hat, ist doch unbestreitbar. Und dass der DFB seine ganzen TV-Werbespots mit der N11 als "Integrations-Vorbild" jetzt in die Tonne kloppen kann, weil sie nur noch unfreiwillig komisch wirken, ebenso.
Zuerst hatte Özil die Chance, sein unsägliches Verhalten zu erklären. Hat er nicht genutzt. Im Gegenteil: Er hat als einziger beim "Medien-Tag" im Trainingslager Interviews verweigert. Dem DFB kann man höchstens anlasten, dass er Özil spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte nachhause schicken sollen - anstatt darauf zu hoffen, dass Özil und "Die Mannschaft" durch viele Tore und Siege den ganzen Skandal einfach vergessen machen. Das Gegenteil ist leider der Fall gewesen.

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spiegelneuronen 09.07.2018, 14:52
84. Das ist gerade nicht der Fall gewesen.

Zitat von misterknowitall2
Das sollen andere tun. Soldaten, Politiker, Beamte....wer auch immer, aber doch nicht die Fußballer der Nationalmannschaft. Die sollen vornehmlich erfolgreich Fußball spielen. Nur dann kann die Nationalmannschaft auch das darstellen, was man von ihr erwartet. Ist die Nationalmannschaft erfolgreich, gibt es auch keine Diskussion. Man kann es sehen sie man will, man legt ......
Bei der Aussage "Für meinen Präsident" geht es nicht um Fußball.
Das Trikot der deutschen Nationalmannschaft wurde an den türkischen Staatspräsidenten übergeben, nicht an den türkischen Fußball-Verbandspräsidenten. Und zwar von DFB-Spielern. Der DFB-Präsident heißt aber Grindel, was auch Özil und Gündogan bekannt ist.

Dieses Foto ist absolut auf die türkische Politik ausgerichtet und Deutschland hat diese beiden DFB - Nationalspieler dabei offensichtlich überhaupt nicht interessiert. In der Türkei kam das Foto nämlich super gut an.

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misterknowitall2 09.07.2018, 14:52
85. Genau andersherum

Zitat von zetaf
Wenn wir die sportlichen Aspekte mal aussen vor lassen dann war das was Özil und Gündogan gemacht haben natürlich auch ein Signal an die Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Wir sind Türken, unser Präsident sitzt in Ankara nicht.....
Die Herren des DFB machen Özil zum Sündenbock, der sicher wenig dafür kann, und DAS ist Gift für die Intergration. Junge Deutschtürken werden sich mit Özil und Gündogan solidarisch zeigen und wieder sich wieder ein Stück mehr davon entfernen sich in unsere Gesellschaft zu integrieren.
Özil hat einen blöden Fehler gemacht. Falsch mit dem Thema umgegangen sind aber die Herren Bierhoff und Grindel.

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Johannes60 09.07.2018, 14:52
86. Der Ball ist schuld

Es ist doch prima, dass Özil sich so verhalten hat. Sonst müsste man sich ja einen anderen Sündenbock suchen.
Ich bin dafür, dass wir alles dem Ball zuschieben. Der hätte doch nun wirklich auch mal per Eigentor oder so ins gegnerische Tor fliegen können.

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nixkapital 09.07.2018, 14:52
87. ...

Zitat von antelatis
Wer Wahlwerbung für einen Autokraten macht, der es mit den Menschenrechten nicht so genau nimmt, der hat in einem Team, dass demokratische Werte und Ansichten vertritt, nichts zu suchen!
Ein demokratischer Wert ist z.B. die Meinungsfreiheit. Wenn Özil Sympathien für Erdogan hegt und er das äußert, ist das sein gutes Recht. Meinungsfreiheit darf nicht nur dann gelten, wenn uns die Meinung passt. Da er noch nicht einmal ein DFB Shirt an Erdogan weitergereicht hat, verstehe ich die Aufregung nicht. Das Ganze ist doch total hysterisch.

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pariah_aflame 09.07.2018, 14:52
88. Unwürdig & schäbig

Viele Foristen hier argumentieren, das Foto hätte nichts mit dem sportlichen Abschneiden zu tun. Ich sehe das ganz anders. Denn wie sich im Nachgang nur allzu häßlich zeigt, hat der DFB eines komplett vergessen:
You will never walk alone!
Als entweder schmeißt Löw Gündogan und Özil vor dem Turnier aus dem Kader und steht dazu.

Wenn er sie aber mitnimmt, dann gehören sie zum Team - ohne wenn und aber! Das dies nicht der Fall war zeigt ja das sportliche Auftreten ja nur allzudeutlich. Niemand ist die extra Meile fürs Team gegangen, weil es keines gab. Das ist Löws und Bierhoffs Totalversagen.

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ironbutt 09.07.2018, 14:53
89. Das Problem "miese WM" und das Problem Özil

werden gleichzeitig diskutiert, hängen aber nur bedingt zusammen. Die Nationalmanschaft sollte nur Spielern offen stehen, die sich auch mit Deutschland vollumfänglich identifizieren. Das kann Özil nicht, das wollte er nie, und daher gehört er - trotz guter fussballerischer Fähigkeiten - nicht in die N11. Da DARF es überhaupt keine Fragen geben.

Özil ist aber nicht am frühen Ausscheiden Schuld. Das war eine mieserable Mannschaftsleistung und die Schuld trifft ganz klar Löw und seine grenzenlos arrogante Dummheit, trotz mieserabler Testspiele weiter an seinem System festzuhalten. Ozil hätte - wie Gündogan - nie mit nach Russland fahren dürfen. Als sie dann auf dem Platz standen, waren sie aber nie die sichtbar schlechtesten Spieler. Dass Wagner und Sané zuhause bleiben mussten, zeigt ein Versagen des DFB und Löws.

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