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Die Farce-Rundfahrt - ist die Tour de France jetzt tot?

Großes Tour-Fiasko: Dopingfälle in Serie, Teams ziehen sich zurück, der Sieger ist umstritten. Ist die Tour noch zu retten?

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Berg 28.07.2007, 18:21
1.

Zitat von sysop
Großes Tour-Fiasko: Dopingfälle in Serie, Teams ziehen sich zurück, der Sieger ist umstritten. Ist die Tour noch zu retten?
Es ist doch eigentlich ganz einfach: gedopte Fahrer werden ausgeschlossen. Die restlichen fahren um den Sieg. Ergebnis: immer wieder andere neue Sieger. - Die Medien werden nicht mehr Sieger-Astrologie betreiben müssen, die sog. Wasserträger werden vollwertige Sportler, das Startum wird reduziert, die Sponsoren brauchen nicht so viel zu zahlen, die bezahlten Tross-Mitglieder müssen sich andere Arbeit suchen, alles eine Nummer kleiner, die Geschwindigkeiten am Berge etwas langsamer.

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Umberto 28.07.2007, 18:23
2.

Zitat von sysop
Großes Tour-Fiasko: Dopingfälle in Serie, Teams ziehen sich zurück, der Sieger ist umstritten. Ist die Tour noch zu retten?
Ich bin sicher, dass auch in den nächsten Jahren regelmäßig im Juli eine Tour de France stattfinden wird.

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eisenschwein 28.07.2007, 18:55
3.

Zitat von Umberto
Ich bin sicher, dass auch in den nächsten Jahren regelmäßig im Juli eine Tour de France stattfinden wird.
Stimmt, nur dass ich mich im nächsten Jahr noch weniger dafür interessieren werde.

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Seifert 28.07.2007, 19:55
4. Le tour wird leben

Zitat von Umberto
Ich bin sicher, dass auch in den nächsten Jahren regelmäßig im Juli eine Tour de France stattfinden wird.
"Le tour" wird auferstehen.
Der Veranstalter und diese lauwarme UCI werden 'ne Weile über Kreuz liegen.Vielleicht sind die bei der UCI agierenden "Anti-Doping-Fachleute" irgendwann mal in der Lage,ernsthaft Doping im Radsport entgegenzutreten.Was McQuaid & Co derzeit abziehen,ist Schmierentheater übelster Sorte.Die handeln momentan so,als wenn der Besitz eines Messers unter Strafe steht,Mord wird hingegen toleriert.
Angesichts der französischen Antidopinggesetze(dei durchaus noch verschärft werden könnten)hat dort der Radsport langristig noch 'ne Chance.

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wkmgh 28.07.2007, 20:20
5.

Zitat von sysop
Großes Tour-Fiasko: Dopingfälle in Serie, Teams ziehen sich zurück, der Sieger ist umstritten. Ist die Tour noch zu retten?
Ja.
Die TdF ist eines der größten Sportereignisse Frankreichs - man wird nicht darauf verzichten wollen.

Glaubt man den jüngsten Außerungen der Tourleitung, so soll ja in Zukunft alles besser werden.
Wenn man tatsächlich durchführt, was man ankündigte, so besteht eine Chance. Aber eben nur dann.

Schließt man von der Vergangenheit auf die Zukunft: dann hat die TdF keine Chance. In der Vergangenheit galt (nicht nur bei der Tdf): Verleugnen, vertuschen, alles in Abrede stellen, und immer leere Versprechungen abgeben.
Damit wird man nicht mehr weit kommen.

Ich denke allerdings, daß es nicht nur von den Veranstaltern der TdF abhängt, vielmehr müssen auch die diversen Radsportverbände radikal umdenken.

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OHWS 28.07.2007, 22:26
6. Doping und dieTour

Die Sache ist nicht neu. Jedes Jahr das gleiche. Gedopte Fahrer werden erwischt oder auch nicht. Die Funktionäre und Ihre Verbände machen einen großen Aufschrei, ei wie schlimm, aber wenn einer sechs oder sieben Jahre fast ununterbrochen gewinnt, auf ganz aussergewöhnliche Weise, ist es eine tolle Leistung. Fazit, bloss nicht erwischen lassen. Newcomer merken Talent reicht nicht und sind im Zwiespalt, Doping oder nicht?
Hier muss die Ernsthaftigkeit rein. Die Zuschauer und die Sponsoren müssen konsequent handeln, wenn der Sport sauber sein soll. Denn der Erfolgsdruck kommt daher, daß so viel zu gewinnen ist. Wenn die Sportler merken das nur die ehrliche Leistung zählt dann ändert sich was. Was sollen jugendliche Sportler sonst denken. Ist ja nicht so schlimm, alle machen das so. Sportler die Doping betreiben sind Betrüger und sollten nach einer Verwarnung aus dem Profisport verbannt werden. Betrüger nicht erwünscht!!!

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wühlmaus_reloaded 29.07.2007, 00:11
7.

Zitat von wkmgh
Ich denke allerdings, daß es nicht nur von den Veranstaltern der TdF abhängt, vielmehr müssen auch die diversen Radsportverbände radikal umdenken.
Für McQuaid und Scharping war der Mist, den sie bisher verzapft haben, wohl schon der Gipfel ihrer intellektuellen Möglichkeiten - da erwarte ich gar nichts mehr. Und die ASO-Schlümpfe werden auch erst mutig, wo's um nichts mehr geht. Ich denke, am Ende werden's die Sponsoren richten; der Kreis derer, die ihre Produkte mit einem Doping-Image vereldeln möchten, dürfte eher begrenzt sein. Wenn die ihr Geld verdummen wollen, kennen sie bestimmt prickelndere Möglichkeiten...

Das soll nicht heißen, daß die Sponsoren ihre Hände in purer Unschuld waschen können. Die haben auch ihren Teil dazu beigetragen, daß es ist wie es ist. Was sie aber nicht hindern wird, das sinkende Schiff als allererste zu verlassen - ganz wie die sprichwörtlichen possierlichen Vierbeiner.

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Thommy1979 29.07.2007, 03:32
8.

Die Tour wird wohl kaum nicht mehr stattfinden.
Allerdings bin ich davon überzeugt, dass sie -nie- zu 100% sauber sein wird. Sobald neue Substanzen entwickelt werden, die dann aktuell nicht nachweisbar sind, werden wohl einige Fahrer diese auch benutzen. Viehlmehr glaube ich, dass die Tour zumindest zu 95-99% sauber werden könnte.

Provokation, nicht so ganz ernst gemeint:
Was wäre die Tour ohne ihre Skandale? Will ich 3 Wochen eine "langweilige" Tour sehen, ohne täglich neue Dopinggerüchte? Herrlich, wie gedopte Fahrer am Berg vollgepumpt mit irgendwas und Schaum vorm Mund sportlich verrecken bzw. allen davonfahren. Immer dabei gespannt, wer als erster halbtot vom Rad fällt.

Ich weiß durch andere Foren, dass viele so denken, ich allerdings nicht. Mir ist es seit diesem Jahr dennoch schnurz egal, wie die Tour gewonnen wird. Ich werde mich wohl nächstes Jahr darauf beschränken, die Landschaft anzuschauen, und nur die schwierigen Bergetappen zu gucken.

Die Tour, so wie sie in jetziger Form ist, mit den ganzen Statuten usw., ist tot. Wenn man bedenkt, dass jetzt sogar diese "3-verpasste-Tests-Regel" sogar entschärft werden soll, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Wer in Zukunft die Tour gewinnt, der hat sowieso den Ruf weg, dass er nur nicht erwischt worden ist. Ich glaube als Radrennfahrer würd ich freiwillig nicht mehr mitmachen.

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rosebud55 29.07.2007, 04:19
9.

Zitat von sysop
Großes Tour-Fiasko: Dopingfälle in Serie, Teams ziehen sich zurück, der Sieger ist umstritten. Ist die Tour noch zu retten?
Bei Beibehaltung der grassierenden Moralvorstellungen nicht!
rosebud

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