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Die Saison in der Einzelkritik: Die Durchschnittsliga
Alex Grimm Getty Images

Die Aufregung übers Handspiel, das Titelduell, die Jungstars - Geschichten hatte diese Bundesligasaison genug. Dennoch war es keine Spielzeit, die lange in Erinnerung bleiben wird: die Saison in der Einzelkritik.

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Oihme 19.05.2019, 21:28
30. Nein!

Zitat von widower+2
Die Bundesliga war jedenfalls noch nie so unausgeglichen wie in den letzten 8-9 Jahren. Die Bayern siegen die Liga zu Tode. Mit steigender Qualität und Überlegenheit der Bayern nimmt die Qualität der Bundesliga kontinuierlich ab.
Die Qualitätsschwelle verschiebt sich momentan ziemlich deutlich zum Mittelfeld der Tabelle, seit Jahren haben die Mannschaften des ersten Tabellendrittels nicht mehr so viele Punkte geholt wie in dieser Saison.
Die Aussage, dass die Bayern die Liga zu Tode siegen und das zu einem Qualitätsverlust führt, ist so nicht mehr haltbar.

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widower+2 19.05.2019, 21:49
31. Wie bitte?

Zitat von Oihme
Die Qualitätsschwelle verschiebt sich momentan ziemlich deutlich zum Mittelfeld der Tabelle, seit Jahren haben die Mannschaften des ersten Tabellendrittels nicht mehr so viele Punkte geholt wie in dieser Saison. Die Aussage, dass die Bayern die Liga zu Tode siegen und das zu einem Qualitätsverlust führt, ist so nicht mehr haltbar.
Ihre Aussage stimmt ja, dass die Mannschaften des obersten Tabellendrittels seit Jahren nicht mehr so viele Punkte geholt haben. Ich interpretiere das aber als Qualitätsverlust bezogen auf die gesamte Liga, da die Mannschaften aus der unteren Hälfte immer weniger in der Lage sind, den "Großkopferten" Paroli zu bieten.

Warum sollte die Qualität der Liga steigen, wenn die untere Hälfte immer schwächer wird? Nochmal: Wir sind da wohl auf unterschiedlichen Pfaden unterwegs. Ich meine die Qualität der Bundesliga. Sie wahrscheinlich die internationale Konkurrenzfähigkeit der Bundesligisten. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Und bis auf Frankfurt, haben sich die ach so starken Bundesligisten in den internationalen Wettbewerben teilweise nach Kräften blamiert. Zum Beispiel Hoffenheim und Leipzig.

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mbu66 19.05.2019, 23:00
32.

Ich glaube, es ist da erste Mal, dass ich den Foristen Oihme mal Recht geben muss. Es ist doch nicht die Aufgabe der Spitzenclubs, für eine ausgeglichene Liga zu sorgen, sondern die der übrigen Vereine, die sich, so ist das nun mal im Sport, an der Spitze messen lassen müssen.
Im übrigen halte ich Thesen, dass das Mittelfeld der Bundesliga gegen die meisten Teams der zweiten englischen Liga keine Chance hätten, für sehr gewagt. Und wenn man sich den Vorsprung Liverpools und ManCitys auf den Rest der Liga anschaut, ist das keineswegs spannender als die Bundesliga, zumal zwei der drei Premier League Absteiger schon seit drei bis vier Wochen feststehen. Das widerspricht auch der These der Ausgeglichenheit in der PL

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doppelnass 20.05.2019, 07:02
33. Eine Frage der Betrachtung

Ich kann mir kaum vorstellen, dass dieser Artikel so geschrieben worden wäre, wenn es der BVB noch geschafft hätte, Meister zu werden. Da schwingt große Enttäuschung mit und deshalb tritt man den Bayern ihre Sandburg kaputt. Die ach so hochgelobte Premier League muss man mal anders, unaufgeregter betrachten. Ja, an der Spitze ist es spannend. Das war es in der BL allerdings auch. Leipzig hatte bis kurz vor Schluss auch noch Chancen auf den Titel. Gladbach anfangs auch. Und England? Natürlich gibt es dort mehr Topclubs. Die haben einfach unfassbar viel Kohle. Liverpool und Tottenham in allen Ehren, aber niemand aus der BL kann dort monetär Mithalten. Schon gar nicht kann sich jemand die Tickets leisten. Die BL kann da nicht mithalten, weil an 50+1 festgehalten wird. City, Liverpool und Co. kaufen halt Spieler, die sich hier niemand leisten kann. Ausserdem gibt es in der PL jedes Wochenende so viele grottenmiese Spiele. Nur bekommt man das hier nicht mit, wenn der 13. gegen den 9. spielt. Man kann nicht alles wollen, aber dafür alle so lassen wie bisher. Hier wird so viel von Tradition geschrieben. Was heisst das? Alter des Clubs? Was hat denn bis aufs Alter Liverpool, Chelsea, City und Co. mit Tradition zu tun? Das sind Scheichclubs! 500 Pfund für eine Karte sind keine Tradition. Diese Liga ist ein Vermarktungsmonster, eine riesige Geldmaschine. Tradition? Und wo sind denn die internationalen Erfolge der Engländer? Dieses Jahr mal, aber davor? Fehlanzeige.
Aus diesem Artikel klingt sehr viel Enttäuschung mit. Nicht, weil die Saison schlecht war, sondern weil nicht der Herzclub Meister wurde.

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syldron 20.05.2019, 08:53
34. Das Interesse schwindet immer mehr

Das war wohl die letzte Bundesligasaison, die ich noch halbwegs verfolgt habe - halbwegs, denn gesehen habe ich vielleicht 2-3 mal die Sportschau, das ist alles. Passiert eh jedes Jahr das gleiche. Es passiert so viel Interessanteres im Sport. Gerade dieses Frühjahr hatte ich da ein echtes Aha-Erlebnis. Ich durfte die Euphorie miterleben, die entsteht, wenn eine echte Sensation stattfindet. Und mitten drin dabeisein. Dagegen ist die Bundesliga so spannend wie ein verfilmtes Telefonbuch.

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hafnafjoerdur 20.05.2019, 10:11
35. Absolute Zustimmung

Zitat von doppelnass
Ich kann mir kaum vorstellen, dass dieser Artikel so geschrieben worden wäre, wenn es der BVB noch geschafft hätte, Meister zu werden. Da schwingt große Enttäuschung mit und deshalb tritt man den Bayern ihre Sandburg kaputt. Die ach so hochgelobte Premier League muss man mal anders, unaufgeregter betrachten. Ja, an der Spitze ist es spannend. Das war es in der BL allerdings auch. Leipzig hatte bis kurz vor Schluss auch noch Chancen auf den Titel. Gladbach anfangs auch. Und England? Natürlich gibt es dort mehr Topclubs. Die haben einfach unfassbar viel Kohle. Liverpool und Tottenham in allen Ehren, aber niemand aus der BL kann dort monetär Mithalten. Schon gar nicht kann sich jemand die Tickets leisten. Die BL kann da nicht mithalten, weil an 50+1 festgehalten wird. City, Liverpool und Co. kaufen halt Spieler, die sich hier niemand leisten kann. Ausserdem gibt es in der PL jedes Wochenende so viele grottenmiese Spiele. Nur bekommt man das hier nicht mit, wenn der 13. gegen den 9. spielt. Man kann nicht alles wollen, aber dafür alle so lassen wie bisher. Hier wird so viel von Tradition geschrieben. Was heisst das? Alter des Clubs? Was hat denn bis aufs Alter Liverpool, Chelsea, City und Co. mit Tradition zu tun? Das sind Scheichclubs! 500 Pfund für eine Karte sind keine Tradition. Diese Liga ist ein Vermarktungsmonster, eine riesige Geldmaschine. Tradition? Und wo sind denn die internationalen Erfolge der Engländer? Dieses Jahr mal, aber davor? Fehlanzeige. Aus diesem Artikel klingt sehr viel Enttäuschung mit. Nicht, weil die Saison schlecht war, sondern weil nicht der Herzclub Meister wurde.
Es wird geradezu grotesk, wenn gleichzeitig die Bayern wegen ihrer finanziellen Möglichkeiten verteufelt und die englischen und spanischen Clubs gefeiert werden. Da wird dann national eine Umverteilung gefordert, während international noch mehr Geld reingepumpt wird. Ich denke, dass nahezu alle übereinstimmen, dass eine bessere Regulierung des Fußballs überfällig ist. Theoretisch gibt es durch das FFP die Regeln auch bereits, sie werden nur nicht konsequent angewendet. Letztlich profitiert die Bundesliga nicht davon, wenn man den Bayern (und logischerweise dann auch dem BVB) mehr Geld wegnimmt, sondern wenn man international für Chancengleichheit sorgt. International starke Bayern (Dortmunder, Schalker, Leipziger usw.) helfen der Bundesliga mehr als eine gleichstarke Liga auf dem Niveau von Schweden, Österreich oder der Schweiz.

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andromeda793624 20.05.2019, 11:42
36. Was wäre die Lösung?

Man könnte über die Aufhebung der 50+1 Regel nachdenken. Und ja es gibt eine Menge Interessenten,die
deutsche Klubs übernehmen wollen. Auch der Ehrgeiz den Bayern Paroli zu bieten ist groß und würde auch International für Wellen schlagen. Die Bundesliga wäre Wettbewerbsfähiger und an der Spitze spannender. Natürlich gäbe es auch Investoren die ihr Geschäft schlecht machen werden.
Neue Stars würden auch in die Bundesliga kommen.
Doch die Frage ist dann natürlich,wo bleibt dann der Fan? Die Stadionpreise würden deutlich steigen. Immer mehr "Kunden" aus den europäischen Nachbarländern würde sich Dauerkarten und Karten angeln.
Die Stimmung in den Stadien würde auf den Nullpunkt sinken. Kaum Vorstellbar,dass bei einem Derby Schalke vs BVB es so still wäre,dass man eine Stecknadel fallen hören könnte.
Was soll dann die Lösung sein? So wie bisher wird es keinen großen Niveau-Anstieg geben können + Bayern als Dauermeister.
Also müsste sich der deutsche Liga-Fußball "neu erfinden". Es müsste Kreativität gefragt sein. Doch hier haben wir vielleicht das größte Problem. Zu viele "Beton-Köpfe" sitzen in den Führungsriegen im dt. Fußball. Man müsste klein anfangen. Die Ligen müssten erstmal vergrößert werden. Die Bundesliga sollte auf 20 Teams erhöht werden(Was finanzielle Mehreinnahmen bedeuten würde). Die 2. Liga ebenfalls! Die 3. Liga auf 22 Teams,dann wäre auch das "Regionalliga-Aufstiegsproblem" gelöst. Es wäre doch mal schön,wenn man die machbaren Dige umsetzen könnte.

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pjotrmorgen 22.05.2019, 19:54
37. Bla bla, FCB und BvB have bn batürkich auch "jederzeit" 30 Spieler meh

Zitat von widower+2
Sie zitieren mich geradezu mit der Erwähnung der Mehrzahl der Wettbewerbe in der Premier League und Hin- und Rückspiel im spanischen Pokal und haben gleichzeitig die Chuzpe, diese "Behauptungen" als falsch zu bezeichnen? Das muss man erstmal hinbekommen. Sie sind ein Artist.:) Die nominelle Anzahl der Spieler im Profikader habe ich übrigens nicht gemeint, sondern die Breite in der Leistung. Und da sind die Vereine in La Liga und der Premier League den meisten Bundesligaclubs leider weit voraus, weil die ohne spürbaren Qualitätsverlust von einem auf den anderen Spieltag 5,6 oder 8 Spieler wechseln können, was die meisten Bundesligaclubs eben nicht können. Das nominell nur 25 Spieler im Lizenzspielerkader verzeichnet sind, heißt übrigens nicht , dass zum Beispiel Madrid und Barcelona nicht jederzeit 50 oer 60 Spieler haben, die in der Liga in der ersten Mannschaft spielberechtigt wären. In dieser Hinsicht halte ich es übrigens für einen Kardinalfehler, dass 2. Mannschaften von Bundesligisten nicht in der 2. Liga spielberechtigt sind. Das hat Spanien besser gelöst.
Breite in der Leistung könne Sie damit beliebig kosntruieren. Eine solche Grunddummheit muss nicht weiter kommentiert werden.

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landslide 23.05.2019, 08:08
38. Publikum? TV?

Sorry, aber kann mir jemand aus der, für diesen Artikel verantwortlichen Redaktion erklären, was der Begriff "Publikum" mit den verschiedenen TV-Sendern zu tun hat, die Bundesligafußball übertragen????
Auch ich glaube, dass man sich hier die Durchschnittsnote nicht kaputt machen wollte.
Was das Publikum angeht (das Stadionpublikum, da gibt es keine zwei Meinungen), ist die Bundesliga nämlich Weltklasse!

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