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Diskus-Weltmeister: Harting kritisiert Ex-Weltmeister Riedel
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Erst der WM-Sieg, nun die Attacke auf den Ex-Star: Diskus-Goldmedaillengewinner Robert Harting hat den früheren Weltmeister Lars Riedel scharf kritisiert. Dieser hätte nichts für die Zukunft des Sports getan und nur "das Geld gezogen".

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spon-facebook-1477217020 18.08.2013, 16:03
10. Gerechtigkeit

Gerne hört man, wenn jemand etwas für "die" Gerechtigkeit tun will. Aber jene ist nunmal immer schwieriger zu finden, sowohl in der Welt als auch im Sport. Es gibt wenige Länder auf der Erde, in denen die Voraussetzungen für eine Sportkarriere besser sind als im reichen Deutschland. Für arme Länder, in denen so etwas wie Profisport gar nicht erst existiert, weil dafür überhaupt kein Geld vorhanden ist, dürfte sich also Herr Hartings Ruf nach Gerechtigkeit und finanzieller Unterstützung für deutsche Sportler in Not ziemlich grotesk anhören.

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saubereLuft 18.08.2013, 16:04
11.

Zitat von Byrdy100
hat recht. Ich würde auch so denken. Denn wenn die Karriere zu Ende ist interessiert sich kein Mensch mehr für die ehemaligen Sportler.
... es sei denn der ehemalige Sportler kümmert sich weiter um seine ausgeübte Sportart bzw. den Sport i.A
... oder läßt sich von Evil Jared im Ring vermöbeln bzw. tanzt beim intellektuellen Vorzeigesender RTL herum.

Niemand kann Lars Riedel vorschreiben, was er zu tun hat oder was nicht. Nur hat Harting wohl Recht mit dem, was er sagt, Lars Riedel bestätigt seinen Egoismus mit seiner "Interessiert mich nicht" - Antwort und nur Egoisten, denen wir ja das friedliche Miteinander unserer verantwortungsvollen Gesellschaft zu verdanken haben, denken, sagen oder schreiben, dass Riedels Verhalten richtig sei.

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spon-facebook-1477217020 18.08.2013, 16:06
12. Gerechtigkeit

Gerne hört man, wenn jemand etwas für "die" Gerechtigkeit tun will. Aber die ist nunmal immer schwieriger zu finden, sowohl in der Welt als auch im Sport. Es gibt wenige Länder auf der Erde, in denen die Voraussetzungen für eine Sportkarriere besser sind als im reichen Deutschland. Für arme Länder, in denen so etwas wie Profisport gar nicht erst existiert, weil dafür überhaupt kein Geld vorhanden ist, dürfte sich also Herr Hartings Ruf nach Gerechtigkeit und finanzieller Unterstützung für deutsche Sportler in Not ziemlich grotesk anhören. Nichts für ungut, Herr Harting...und alles Gute zum Olympiatitel.

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calexico55 18.08.2013, 17:04
13. Naja...

Ich mag "Den Harting" mit seiner Art eigentlich schon ganz gerne. Aber evtl. sollte man halt auch akzeptieren dass nicht jeder sein Sendungsbewußtsein hat. Riedel hat seinen Sport gemacht, war erfolgreich und skandalfrei. Das sind doch nun mal die Basics, wenn einer mehr will: um so besser, aber doch kein muss.

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TS_Alien 18.08.2013, 17:34
14.

Das Fördermodell ist zu kritisieren. Soweit ich weiss, hängt die finanzielle Förderung bei den Leichtathleten von den Plazierungen in internationalen Wettbewerben ab. Dabei ist ein 8. Platz in einer "merkwürdigen" und leistungsschwachen Disziplin sicher nicht so wertvoll wie ein 8. Platz beim 100-Meter-Sprint. Das müsste geändert werden.

Darüber hinaus sollte bei Leichtathleten ein Halbtagsjob durchaus möglich sein, zumindest für einen Großteil des Jahres. Eine solche Abwechslung macht auch den Kopf frei und hilft enorm, Perspektiven für die Zeit nach der Sportkarriere zu entwickeln.

Harting sehe ich nicht als Leitfigur für eine neue Art von Förderung. In erster Linie geht es wohl ums Geld (Sponsoren!). Dabei ist Geld gar nicht das Hauptproblem. Ganz im Gegenteil. Die Nationen, in denen sich die Sportler regelrecht durchboxen müssen, sind ziemlich erfolgreich. Und wozu viel Geld führt, sieht man bei den deutschen Fußballern: die liefern regelmäßig schwache Leistungen ab. Oder ist ein 3:3 gegen Paraguay etwa stark?

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littleella 18.08.2013, 18:29
15. Harting

Darf ja gerne Probleme ansprechen und ein eigenes Zeichen setzen, gegebenenfalls auch die wirklichen Verantwortlichen kritisieren, aber was hat das mit Riedel zu tun? Der Egomane Harting soll mal noch paar Shirts kaufen und für gute Zwecke zerreißen...

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#Nachgedacht 18.08.2013, 19:27
16.

Zitat von Loddarithmus
Wenn Harting nach seiner Karriere im Verband aktiv werden möchte, oder meinetwegen als Trainer im Verein, dann wäre das der richtige Weg. Aber sich hinzustellen und zu tun, als habe er allein das richtige Konzept, und ehemalige Sportler als geringwertiger (= schlechtere Menschen als der große Harting) darzustellen, ist zumindest arrogant. Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, oder so.
Manche Menschen handeln ohne ausehend zu erregenn andere brauchen den großen Bahnhof.
Mir sind die ruhigen Macher lieber. Am Ende zählt das Resultat.
Harting töst wie immer und die Frage ist was für ihn politische Hindernisse sind.
Leider ist Herr Harting nicht in der Lage die leisen Töne wahrzunehmen. Kein Wunder, diese sind auf besondere Weise mit dem Herzen verbunden und wer mit dem Herzen spricht erreicht mehr als die tönernen Trompeten.
Herr Riedel macht es richtig.
Das Getöse ignoirieren und abwarten was wirklich kommt.
#Nachgedacht

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ghostwriter 18.08.2013, 20:34
17. Lars Riedel

...hat einiges hinterlassen. Neben diversen Presseerklärungen hat er unter anderem eine Autobiografie (,,Mein Leben ist eine Scheibe'') veröffentlicht, in der er - wer hätte es gedacht - Verbände und Funktionäre kritisiert.
http://www.welt.de/sport/article2170751/Lars-Riedel-rechnet-mit-Doping-Kontrolleuren-ab.html

Ob sein Versuch, etwas zu ändern nun nachhaltiger war/ist als der des Herrn Harting, das wird die Zeit zeigen.

Fest steht jedoch, dass in der Förderung nahezu aller Sportarten ausser Fussball (und mit Abstrichen andere Ballsportarten) einiges schief läuft. Man sollte sich hier nicht mit Äthiopien oder Kenia vergleichen, sondern mit ähnlich veranlagten Industrienationen - Hartin hat oft erwähnt, dass zb ein griechischer Olympiasieg mit 150k dotiert ist, im Vergleich zu 10k (?) in Deutschland. Die Sportförderhilfe hat in etwa die Höhe von Bafög/Hartz 4. Kombination von Ausbildung und Studium ist oft erschwert. Die vielzitierten Sportstipendien in den USA hingegen decken zb. neben Studiengebühren auch Wohnraum, Verpflegung und Material ab. Alles was der Staat in Deutschland sonst noch anbietet, sind Stellen bei der Bundespolizei oder Bundeswehr - da passen sicherlich einige, aber halt nicht alle rein. Das einzige große Unternehmen, von dem ich mal gehört habe, dass eine Sportler halbtags ein- und zu Wettkämpfen freistellt, ist die Deutsche Bahn.
Wenn Harting mit seiner Popularität beziehungsweise Medienpräsenz dazu beitragen kann, dass sich andere Unternehmen bereiterklären, Sportlern eine Perspektive und angemessene Ausbildung zu ermöglichen, dann ist dies höchst lobenswert.
Schließlich hat selbst der DFB mit seiner Kampagne ,,Ein Stern für Deutschland'' ein DAX 50 Unternehmen im Boot - darüber hat sich noch niemand beschwert.

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quickbornera 18.08.2013, 22:00
18. return of investment

Ich denke es ist durchaus zu erwarten, das der Sportler der jahrelang Leistungen empfängt dem System etwas zurückgibt.

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lauterniemand 19.08.2013, 00:09
19. Der gute Deutsche.

"Da sind auch Dax-Unternehmen mitbeteiligt."

Brav.

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