Forum: Sport
Doping in Russland: "Sie leugnen, leugnen, leugnen"
AP

Am Dienstag entscheidet das IOC, ob Russland von den Winterspielen in Südkorea ausgeschlossen wird. Für den ehemaligen Chefermittler der Staatsdoping-Affäre, Richard McLaren, gibt es nur eine Lösung.

Seite 8 von 11
heinrich.busch 03.12.2017, 11:56
70. Reicht es nicht langsam?

Niemand nimmt die Inquisitoren der Neuzeit mehr ernst, weil sie auf mindestens 2 Augen generell blind sind-China ins die USA.
Das sind politische Entscheidungen die zu solchen Berichten führen und das auf der Basis eines von den USA bezahlen Schwätzers Ros......
Auf der gleichen Ebene liegt hier in Deutschland der Versuch von einer Frau Grossinquisitorin Geibel den DDR Sport auf Doping zu reduzieren und den sicherlich Besten Radsportler Aller Zeiten, Herrn Schur,
madig zu machen.

Beitrag melden
horstenporst 03.12.2017, 12:03
71.

Zitat von fördeanwohner
Wie Sie darauf kommen, so etwas "staatlich" zu nennen, weiß ich nicht. Ich finde es überhaupt reichlich schräg, die Russen damit zu verteidigen, dass auch in Deutschland einzelne Sportler dopen. Und zu behaupten, dass der deutsche Staat systematisch vertuscht, ist für mich nicht angemessen. Es sei denn, Sie können Ihre Behauptungen beweisen. Leider gibt es in Russland sehr große Missstände, und zwar nicht nur was Doping angeht. Der Weg Russlands aus dem Sozialismus ist zu meinem größten Bedauern überhaupt nicht gelungen. Schade.
"Und zu behaupten, dass der deutsche Staat systematisch vertuscht, ist für mich nicht angemessen. Es sei denn, Sie können Ihre Behauptungen beweisen." Hier die gewünschten Beweise:
http://www.spiegel.de/sport/sonst/studie-der-humboldt-universitaet-systematisches-doping-in-der-brd-a-914597.html
http://www.sueddeutsche.de/sport/bericht-der-humboldt-universitaet-berlin-wie-die-bundesrepublik-jahrelang-doping-foerderte-1.1737918
http://www.zeit.de/sport/2013-02/freiburg-uni-klinik-doping-aufarbeitung-paoli
http://www.zeit.de/sport/2013-08/doping-ddr-brd-vergleich
In den USA sieht es auch nicht besser aus:
http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/dopingfaelle-vertuscht-und-entschuldigt-1101143.html

Beitrag melden
steingärtner 03.12.2017, 12:03
72. Die Beweise sind eindeutig

Man muss sich nur ein Bild machen.
1. Saubere Sportler
https://goo.gl/images/9gLMtT

2. Eindeutig gedopte Sportler (Medaillen aberkannt !)
https://goo.gl/images/ijum6T Russen

Wahrheit ist immer konkret.

Beitrag melden
hei-nun 03.12.2017, 12:11
73. Freiburg war in den 70-er Jahren

Zitat von horstenporst
Der Vergleich mit den Vorgängen in Freiburg ist nicht so weit hergeholt wie sie glauben. SPON schrieb 2015: "Radfahrer, Leichtathleten, Fußballer: Freiburg galt jahrzehntelang als Zentrum der Sportmedizin - und des Dopings. Lange Zeit wurde dies mindestens stillschweigend geduldet. Auch die Politik gab ihren Segen." http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-skandal-in-freiburg-spritzen-aus-der-schwarzwaldklinik-a-1021509.html Die Zeit schrieb: "Freiburger Sportmediziner haben vier Jahrzehnte lang gedopt. Der eigentliche Skandal: Der Staat, Sportpolitiker und Funktionäre ließen sie gewähren" http://www.zeit.de/sport/2015-03/freiburg-doping-kluemper-uni Wie bereits geschrieben, in Russland ist Doping staatlich organisiert, andernorts toleriert.
und es soll hier nicht beschönigt werden. Aber was hat das mit dem heutigen Thema zu tun ohne davon abzulenken zu wollen? In den 70-er Jahren hat noch die DDR nachgewiesen flächenmäßig gedopt !

Bitte nicht schon wieder. "Die auch ...". Whataboutism !

Beitrag melden
mickr 03.12.2017, 12:21
74. Ein klarer Rechtbruch

ist es, was mit den lebenslangen Sperren russischer Sportler zelebriert wird. Bei keinem einzigen dieser Sportler ist der Gebrauch von Dopingmitteln über eine positive Dopingprobe nachgewiesen worden. Diese Sportler haben zum Teil an anderen sportlichen Ereignissen teilgenommen, es dort auch auf das Siegerpodest geschafft und wurden von westlichen Labors nach Gebrauch von Dopingmitteln untersucht. Die wurden aber eben nicht gefunden.

Die McLaren-Berichjte, die ich im Unterschied zu den meisten hier gelesen habe, beinhalten keine Beweise sondern nur Mutmassungen. Wer behauptet, dass damit etwas bewiesen wäre, der weiß immer ganz genau dass die Russen schuld sind, bevor etwas überhaupt passiert ist.

Mit jedem beschuldigten Sportler, dem nichts nachgewiesen werden kann, werden die McLaren-Berichte unglaubwürdiger. Im September hat die WADA bei 64 von 65 beschuldigten russischen Sportlern die Verfahren eingestellt, weil es keinerlei Spuren von Doping gab. Aber alle waren sie auf der McLaren-Liste...

Beitrag melden
sekundo 03.12.2017, 12:24
75. Solange der ehrenwerte

Herr Mutko im noch ehrenwerteren
IOC-Exekutivkomitee sitzt und der
über alle Zweifel erhabene Thomas
Bach mit dem lupenreinen Demokraten
im Kreml kuschelt, wird sich nichts
Elementares ändern!

Beitrag melden
yossariania 03.12.2017, 12:28
76. Ich

Zitat von steingärtner
Sie haben früher gedoped, sie dopen sicher auch heute. Aber früher hat man ein Ergebnis des Dopings in Form von Siegen und Medaillen bekommen. Warum heute nicht ? Wo ist der Sinn von staatlichem russischen Doping, wenn alle anderen trotzdem besser sind ? Wo doch alle anderen per Definition sauber sind. Und für die ganz originellen hier, ich schreibe aus Deutschland.
denke, man muss da mindestens drei Ebenen unterscheiden:
Da ist zunächst einmal der Sportler selbst, der sich im Wettkampf mit anderen Sportlern befindet und durch Doping seine Position zu verbessern sucht. Da geht es um Geld, Ansehen und das persönliche Erfolgserlebnis. Es dopen auch Sportler, die eher im Mittelfeld oder auf den hinteren Plätzen zu findenn sind, weil sie sich den Anschluss an die Spitze erhoffen, egal ob das aus Aussensicht realistisch erscheint oder nicht.
Dann gibt es die Ebene der Trainer und Vereinsfunktionäre, die im Wettkampf mit anderen Trainern und Vereinen stehen. Auch hier geht es um Geld, Ansehen und das persönlicher Erfolgserlebnis. Da geht es nicht nur - wie beim Team telekom - um internationale Erfolge, sondern auch darum, seine Position im eigenen nationalen Sportverband zu verbessern und entsprechende Fördermittel abzugreifen (Sportveeine sind ja fast überall auf der Welt auf staatliche Zuwendung angewiesen).
Und drittens haben wir noch die nationale Ebene, die aus unserer Sicht nur in Russland und China eine Rolle spielt. Wir sollten aber nicht übersehen, das auch beispielsweise in den USA oder der Bundesrepublik der Sport vielfach eine Frage des öffentlichen Prestiges ist und durch staatliche Programme koordiniert und gefördert wird.
Das es direktes Doping auf der Ebene der Sportler gibt, ist zweifelsfrei nachgewiesen, erinnert sei hier nur an Sachenbacher-Stehle, Mühlegg oder Zahnpasta-Dieter Baumann. Das Vereine und Teams organisiert dopen, kennen wir nicht nur aus dem Radsport - siehe Team telekom.
Doping auf staatlicher Ebene ist da etwas heikler. Zweifelsfrei gibt es nationale Sportverbände, die das Doping ihrer Athleten organisieren und koordinieren, sie die österreichischen Bathleten in Turin oder die keniatischen Langstreckenläufer. Zweifelsfrei gibt es auch Fälle, wo indirekt über staatliche Universitäten oder Körperschaften des öffentlichen Rechts Doping organisiert und praktiziert wird - siehe die Sportmedizin an der Universität Freiburg. Hier ist es aber immer zweifelhaft, ob dies auf direkte staatliche Anweisung geschieht (in Freiburg wohl nicht) oder ob die Akteure aus vorauseilendem Gehorsam in Verbindung mit persönlichen Interessen handeln (in freiburg wohl so geschehen). Aber ich gebe ihnen Recht, eine direktes staatliche Dopingprogramm erscheint mir aus Kostem-Nutzen-Erwägungen und den Folgen bei einer Aufdeckung eher zweifelhaft, zumal ja genug Sportler, Trainer , Ärzte und Funktionäre zur Verfügung stehen, die Doping individuell und auf Verbandsebene organisieren und dabei von Universitäten und internationalen Verbänden wie der IAAF unterstützt werden, da bedarf es direkter staatlicher Einflussnahme eher weniger.

Beitrag melden
horstenporst 03.12.2017, 12:32
77.

Zitat von hei-nun
und es soll hier nicht beschönigt werden. Aber was hat das mit dem heutigen Thema zu tun ohne davon abzulenken zu wollen? In den 70-er Jahren hat noch die DDR nachgewiesen flächenmäßig gedopt ! Bitte nicht schon wieder. "Die auch ...". Whataboutism !
Der Fall Freiburg ging bis Ende der 90er. Stichwort Team Telekom.

Beitrag melden
fördeanwohner 03.12.2017, 12:33
78. -

Zitat von horstenporst
"Und zu behaupten, dass der deutsche Staat systematisch vertuscht, ist für mich nicht angemessen. Es sei denn, Sie können Ihre Behauptungen beweisen." Hier die gewünschten Beweise: http://www.spiegel.de/sport/sonst/studie-der-humboldt-universitaet-systematisches-doping-in-der-brd-a-914597.html http://www.sueddeutsche.de/sport/bericht-der-humboldt-universitaet-berlin-wie-die-bundesrepublik-jahrelang-doping-foerderte-1.1737918 http://www.zeit.de/sport/2013-02/freiburg-uni-klinik-doping-aufarbeitung-paoli http://www.zeit.de/sport/2013-08/doping-ddr-brd-vergleich In den USA sieht es auch nicht besser aus: http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/dopingfaelle-vertuscht-und-entschuldigt-1101143.html
Das sind für mich keine BEWEISE dafür, dass heutzutage in Deutschland staatlich gedopt wird, wie es in Russland der Fall ist. Können Sie gern anders sehen.
Ich behaupte nicht, dass es auch hier bei allen Sportlern mit rechten Dingen zugeht, jedoch erkenne ich noch die Unterschiede.

Beitrag melden
yossariania 03.12.2017, 12:35
79. Das

Zitat von hei-nun
und es soll hier nicht beschönigt werden. Aber was hat das mit dem heutigen Thema zu tun ohne davon abzulenken zu wollen? In den 70-er Jahren hat noch die DDR nachgewiesen flächenmäßig gedopt ! Bitte nicht schon wieder. "Die auch ...". Whataboutism !
stimmt nicht so ganz:
Lothar Heinrich und Andreas Schmid wurden im Mai 2007 vom Klinikum der Universität wegen der Dopingvorwürfe entlassen.
Das hier nur die alten "Kamellen" auftauchen, dürfte ganz pragamtische Gründe haben: da hier auch immer der Vorwurf des Betruges und bei Ärzten und Funktionären der Vorwurf der Körperverletzung im Raum steht, warten die Kronzeugen im Regelfall bis zum Eintritt der Verjährung, bevor sie sich an die Öffentlichkeit trauen. Und Hajo Seppelt hat Freiburg auf der Karte bislang nicht gefunden, so dass es auch von medialer Seite keine Nachforschungen zu aktuellen Fällen gibt.

Beitrag melden
Seite 8 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!