Forum: Sport
Dopingverfahren gegen Contador: Schlag ins Gesicht

Der Dopingfall um den dreifachen Tour-de-France-Sieger Alberto Contador wird mehr und mehr zu einer Farce.*Die Verhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof ist erneut verschoben*worden. Sehr viel nützen dürfte dies dem Spanier aber nicht.

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Häretiker 28.07.2011, 11:49
60. Ich glaube Sie haben mein Posting nicht verstanden..

Zitat von Robert Rostock
Und ich bin über Ihr Verhältnis zum Rechtsstaat entsetzt. Frage: Welches Verbrechen ist schlimmer: a) Mord oder b) Doping? Ich hoffe, Sie antworten mit a). Dann die zweite Frage: Stimmen Sie mir zu, dass die Polizei weitaus schneller diese Verbrechen aufklären könnte, wenn es eine zentrale Datenbank gäbe, in der Fingerabdrücke, DNS-Profil und die lückenlosen Telefon-, Mobilfunk- und E-Mailverbindungsdaten jedes Bundesbürgers abgespeichert sind? Wenn ja, warum gibt es diese Datenbank dann nicht? Weil sich die Polizei im Rahmen des Rechststaates bewegen muss! Und das hat bitteschön auch für die Dopingfahndung zu gelten. Die jetzigen Methoden verstoßen eklatant gegen grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien.
..bitte noch einmal lesen und den Kontext beachten!
;-)
Ein Tipp: Es geht nicht um die Methoden der Dopingfahndung an sich..
:-0

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diga zero 28.07.2011, 11:49
61. fakten fakten fakten

Zitat von Medien-Kritiker
Alberto Contador ist gegen Ende der Tour 2010 positiv getestet worden.Am Tag vor der positiven Dopingprobe hat er damals das gelbe Trikot übernommen.Dder Träger des gelben Trikots wird täglich kontrolliert.Die Probe, die man einen Tag vorher genommen hat war aber negativ!Gerade die Topfahrer werden während einer Tour mehrfach kontolliert.Unter anderem müssen alle fahrer vor der Tour blut- und Urinproben abgeben.Hätte Contador sich bewusst vor der Tour mit Clenbuterol gedopt, hätte man auch da schon Rückstände von Clenbuterol finden müssen.Eine Aufnahme einer derart geringen menge über die Nahrung erscheint mir sie schlüssigste Erklärung. Conatador musss nur deshalb vor einer Verurteilung Angst haben, weil in einem Doping-Prozess die Beweislast grundsätzlich beim Athleten liegt.Nicht dem Sportler muss die Schuld nachgewiesen werden, sondern der Sportler muss seine Unschuld beweisen.
hier mal die fakten. viele scheinen sich damit hier etwas schwer zutun.

contador wurde am 2ten ruhetag positiv auf clenbuterol getestet. gleichzeitig wurde auch festgestellt, dass der anteil der plastischen weichmacher in seinem blut an diesem tag ca 10mal höher war, als an den tagen davor.

weichmacher hat jeder in seinem blut. die frage ist aber jetzt. warum stieg sie bei contador so plötzlich an.
fairerweise muss man aber sagen, dass die sache mit dem weichmacher noch nicht relevant für die sportgerichtsbarkeit ist.

jetzt noch mal etwas zu der tatsache, dass die konzentration an clenbuterol so gering ist. viele argumentieren dann so, dass das ja keine wirkung hätte - also auch kein doping sei.

das stimmt so nicht. die annahme ist eh folgende. contador hat sich vor der tour mit clenbuterol gedopt, dann hat man ihm blut für ein späteres blutdoping abgenommen und war sich am ruhetag sicher, dass das wieder zugefügte blut "sauber" war. dem war leider nicht so. es befand sich noch eine geringe restkonzentration in seinem blut.
und weil blut in plastikbeutel gelagert wird, wäre auch die sache mit den weichmachern logisch.

ansonsten ist auch bekannt, dass gerne am ruhetag gedopt wird. weil man da nämlich seine ruhe hat. :-))

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Häretiker 28.07.2011, 11:59
62. Danke, für die Zustimmung..

Zitat von fred82
Eben, nicht nur im Radsport! Ein viertel aller Studenten pushed sich inzwischen mit leistungssteigernden Mitteln um den Anforderungen an den Universitäten gewachsen zu sein... Auch hier wird sich auf unerlaubte Weise ein Vorteil verschafft ... Aber was interessieren schon die Millionen "Betrüger" an der Uni, wenn man auf einer Hand voll Sportler herumhacken kann ... Übrigens bei der Masse ist die Wahrscheinlichkeit garnicht mal so gering, dass sich unter diesen Studenten jemand aus ihrem Umfeld, oder aus dem Umfeld anderer Steineschmeißer befindet... Natürlich beschönigt das das Doping im Radsport und anderen Sportarten nicht, es verdeutlicht aber sehr stark das von ihnen angesprochene "fehlende Problembewusstsein"! Und vorallem die fehlende Relation, um Doping als das einzuordnen, was es ist... Ausdruck des Erfolgswahns unserer Leistungsgesellschaft ... Und da wird gnadenlos alles ausgereizt! ÜBERALL!!!
..der Fokus, der jedoch bei diesem Thema auf dem Profiradsport liegt, hat dieser sich selbst zu verdanken!
Es hilft also nix, hier eine Opferrolle zu sehen, und somit wieder zu relativieren (..weil es ja andere auch machen)
anschließend zur Tagesordnung über zu gehen.. und sich an der Veranstaltung zu freuen.

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gman537 28.07.2011, 12:08
63. Schwarz/Weiss

Solange man die lockeren, teils inexistenten Kontrollen in Sportarten wie Fussball, Leichtathletik, Wintersport duldet oder es z.B. keinen Aufreger wert ist , wenn ein Tennisspieler im Interview erzählt dass er nur dank Cortisonspritzen noch im Turnier ist; solange kann ich die Empörung beim Radsport(vor allem die der Medien) nicht wirklich ernst nehmen.

Seit gut 6 Jahren hat man vor allem in Deutschland den Radsport als Buhsport entdeckt wo sich alle empört austoben können um dann bei Grossveranstaltungen anderer Sportarten 'guten Gewissens' zuzuschauen.

Das macht den Radsport zwar nicht besser, sagt aber Einiges über die Meinungsmache der Medien, sowie den Lemming-Trieb der Zuschauer aus.

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big t 28.07.2011, 12:44
64. titel

Zitat von diga zero
hier mal die fakten. viele scheinen sich damit hier etwas schwer zutun. contador wurde am 2ten ruhetag positiv auf clenbuterol getestet. gleichzeitig wurde auch festgestellt, dass der anteil der plastischen weichmacher in seinem blut an diesem tag ca 10mal höher war, als an den tagen davor. weichmacher hat jeder in seinem blut. die frage ist aber jetzt. warum stieg sie bei contador so plötzlich an. fairerweise muss man aber sagen, dass die sache mit dem weichmacher noch nicht relevant für die sportgerichtsbarkeit ist. jetzt noch mal etwas zu der tatsache, dass die konzentration an clenbuterol so gering ist. viele argumentieren dann so, dass das ja keine wirkung hätte - also auch kein doping sei. das stimmt so nicht. die annahme ist eh folgende. contador hat sich vor der tour mit clenbuterol gedopt, dann hat man ihm blut für ein späteres blutdoping abgenommen und war sich am ruhetag sicher, dass das wieder zugefügte blut "sauber" war. dem war leider nicht so. es befand sich noch eine geringe restkonzentration in seinem blut. und weil blut in plastikbeutel gelagert wird, wäre auch die sache mit den weichmachern logisch. ansonsten ist auch bekannt, dass gerne am ruhetag gedopt wird. weil man da nämlich seine ruhe hat. :-))
Genausogut könnte aber auch nach den anstrengenden Etappen direkt vor der Blutabnahme eine Kcohsalzlösung genommen worden sein und er etwas falsches gegessen haben.

Leider handelt es sich um einen Radsportler, deswegen ist er per se ein Betrüger und schlimmeres.

Wenn ich mal Zeit ahbe, geh ich ins Fußballstadion mit einem großen "Fußballer sind Scheiß-Doping-Affen" - Plakat.
Einfach nur weils stimmt und mal gesagt werden muss.
Die Aufregung will ich sehen.

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fred82 28.07.2011, 12:44
65. Aha...

Zitat von Häretiker
..der Fokus, der jedoch bei diesem Thema auf dem Profiradsport liegt, hat dieser sich selbst zu verdanken! Es hilft also nix, hier eine Opferrolle zu sehen, und somit wieder zu relativieren (..weil es ja andere auch machen) anschließend zur Tagesordnung über zu gehen.. und sich an der Veranstaltung zu freuen.
Das müssen Sie mir genauer erklären ...
Meinen Sie er hat es sich deshalb selbst zu verdanken, weil sie Sünder auffliegen lassen und sperren???

Also jetzt mal im Vergleich zu den "gedopten" Studenten...
Was machen die besser, dass sie nicht in der Opferrolle sind?

Und ich weiß nicht, wie oft man hier in den Foren noch verssuchen soll, leuten wie ihnen aufzuzeigen, dass INZWISCHEN im Radsport so hart durchgegriffen wird, wie nirgends sonst...
Sicher noch ausbaufähig, nur sollte man das langsam auch mal anerkennen! Ansonsten wünscht sich im Radsport bald jeder nurnoch die "guten alten Zeiten" zurück, wo dort auch noch, so wie heute an anderer Stelle völlig unbehelligt eingeworfen wurde, was gerade so da gewesen ist und alle waren glücklich!
Glauben Sie mir, die meißten der Radprofis sind froh darüber, dass sich da einiges geändert hat...


Nennen Sie mir doch bitte mal EINEN Anhaltspunkt dafür, woran Sie festmachen, das Doping im Radsport immer noch nicht ernstgenommen wird ...

Und jetzt kommen Sie mir nicht mit Contador, denn der internationale Radsportverband setzt sich ja dafür ein, dass die Sache geklärt wird und dass die spanische Sportpolitik generell sehr protektionistsisch ist hat nichts mit derm Radsport zu tun!!!

Mann kann hier und in anderen Forendiskussionen tausende Beispiele dafür finden, wie im Radsport inzwischen versucht wird hart durchzugreifen und wie es in anderen Sportarten immernoch zugeht, wie im Radsport vor 10 Jahren ...

Von Leuten, wie ihnen kommen aber nie konkrete Argumente, warum im Radsport angeblich nach wie vor alle die Augen verschließen?!?!?!

Kein Mensch glaubt doch, dass im Radsport nie gedopt wurde und das jetzt alle fahrer sauber sind!!!
Aber wer infornmiert ist, der erkennt, dass der Kampf gegen Doping im Radsport inzwischen ernstgenommen wird!!!

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luzifer26 28.07.2011, 12:47
66. Lernen von anderen Sportarten

In der Weltspitze des Schachs sind Dopingkontrollen ganz normal und gehören zum Spieleralltag. Trotzdem ist mir bis jetzt kein Fall bekannt, bei dem ein Schachspieler leistungssteigernde Substanzen zu sich genommen hat. Und das, obwohl die Verbände das stark kontrollieren und bei Dopingfällen sicher auch hart durchgreifen werden.

Es lebe die Aufklärung im Sport!

Nebenbei: bei den diversen Betrugsfällen durch Zuhilfenahme von Schachcomputern wird bislang nicht viel getan. Wie sich die "Aufklärungsbemühungen" doch über alle Sportarten gleichen...

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diga zero 28.07.2011, 12:51
67. ....

Zitat von big t
Genausogut könnte aber auch nach den anstrengenden Etappen direkt vor der Blutabnahme eine Kcohsalzlösung genommen worden sein und er etwas falsches gegessen haben. Leider handelt es sich um einen Radsportler, deswegen ist er per se ein Betrüger und schlimmeres. Wenn ich mal Zeit ahbe, geh ich ins Fußballstadion mit einem großen "Fußballer sind Scheiß-Doping-Affen" - Plakat. Einfach nur weils stimmt und mal gesagt werden muss. Die Aufregung will ich sehen.
nein, das kann nicht. ausserdem wären infusionen auch nicht erlaubt.

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diga zero 28.07.2011, 12:59
68. ...

Zitat von luzifer26
In der Weltspitze des Schachs sind Dopingkontrollen ganz normal und gehören zum Spieleralltag. Trotzdem ist mir bis jetzt kein Fall bekannt, bei dem ein Schachspieler leistungssteigernde Substanzen zu sich genommen hat. Und das, obwohl die Verbände das stark kontrollieren und bei Dopingfällen sicher auch hart durchgreifen werden. Es lebe die Aufklärung im Sport! Nebenbei: bei den diversen Betrugsfällen durch Zuhilfenahme von Schachcomputern wird bislang nicht viel getan. Wie sich die "Aufklärungsbemühungen" doch über alle Sportarten gleichen...

doping im schach gibt es auch. dabei geht es aber nicht darum, dicke beine zu bekommen. :-))

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Systemrelevanter 28.07.2011, 13:44
69. @gekkox

Zitat von gekkox
Das ist nun mal die erste dafür zuständige Instanz. Wenn Dir das nicht passt, musst Du diese rechtliche Vorgehensweise im Sport anprangern.
Zuvorderst erlauben Sie mir die Bemerkung, dass die Sie-Form nicht obligatorisch ist. Fehlt da Erziehung oder Respekt?

Zu Ihren Einlassungen: Was wollen Sie sagen? Es ist so, also kritisieren wir diese Zustände nicht? Herrlich, Sie sind ein deutscher Untertanenmensch wie er im Buche steht.


Zitat von gekkox
Du schaust selten Radrennen, oder?
Argumentativ ganz weit vorn. Aber vielleicht dennoch einen Kommentar: Es handelt sich dabei um einen strafrechtlich relevanten Sachverhalt, aus dem ihn auch kein spanischer Kumperneiverband an der Justiz vorbei Ablass erteilen kann.


Zitat von gekkox
Und genausoviele (oder vielleicht sogar mehr) jubeln ihm zu - was sollen wir nun machen? Dir würde ich vorschlagen mal über Deinen Tellerrand zu schauen.
Tja, da lassen Sie sich mal sagen: Ich war an vielen Etappenorten persönlich dieses Jahr und weiß, dass ihm da niregnds zugejubelt wurde. Selbst in den Übertragungen (zumindest im franz. und britischen Fernsehen hörte man, wie er ausgebuht wurde) Da war wohl bei Ihnen der Wunsch Vater des Gedanken.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es Ihnen schwer fällt, sich von Ihrem spanischen Idol zu lösen, doch etwas Reflexion und eine Probebohrung in der Realität sollte da helfen.

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