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Dortmund gegen Bayern: Im Wahn des Kahn
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Wenn Dortmund auf den FC Bayern trifft, wird es hitzig. Beide Clubs lieferten sich in den vergangenen Jahren harte Kämpfe mit denkwürdigen Szenen. Kung-Fu-Tritte, zerstörte Brillen, Vampir-Attacken und ein gefeierter Torwartstürmer - die besten Momente aus den Duellen BVB gegen den FCB.

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tercerapodo@web.de 11.04.2012, 15:38
10. --------

Die Reporter sollten fairerweise erwähnen, dass das Überholen des BVB in den 90ern nur durch das finanzielle va banque Spiel der Hasardeure Niebaum und Meier möglich war. Glück für den BVB, dass er als Club und Fanmagnet zu wichtig für die Liga war, als das ein objektives Lizenzierungsverfahren ihn in die Amateurliga geschickt hätte. Davon abgesehen, dass Bayern bis heute als seelenloser Kapitalverein verunglimpft wird, jedoch Dortmund erster an der Börse war.
Die Erfolge des FC Bayern rühren nicht aus diesem Größenwahn und dies bleibt der ewige Unterschied zu BVB, S04 oder auch Barcelona und Madrid.

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bakero 11.04.2012, 16:28
11.

Zitat von Zaphod63
Dann schauen sie sich mal das Video an und halten bei 56 Sek. Restzeit an. Dann sehen sie wie "knapp" es tatsächlich war. Es ist kein Zufall dass sämtliche Wiederholungen stets aus der Seitenansicht erfolgen. Dort ist die Entfernung nicht wahrnehmbar und es wirkt viel spektakulärer.
Lassen wir das.

Die Aktion war mindestens gelbwürdig, egal ob aus der Seitenansicht, von vorne oder von hinten.

Oder hätte Kahn dazu Chapuisat erst treffen müssen?

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cheguevara73 11.04.2012, 17:12
12. wer sagt,

Zitat von Ausfriedenau
Kahn war das größte Torwarta....loch aller Zeiten und ist heute ein Langweiler auf dem Bildschirm. Kaum zu ertragen!!!! Außerdem hat er den WM-Sieg in Japan verspielt, weil er in entscheidenden Momenten miserabel gehalten hat. Lehman war tatsächlich der bessere Torwart.
das wir mit lehmann überhaupt soweit gekommen wären?

welcher mensch macht keine fehler? sie ?
man mag zu kahn stehen wie man will (ich halte seine kommentarversuche im fernsehen auch nicht gerade für gelungen), doch als torwart hat er es überhaupt ermöglicht in einem finale zu stehen, wo es das losglück mit deutschland sehr gut gemeint hat.

diese mannschaft hatte es überhaupt nicht verdient im finale zu stehen.
das in entscheidenten momenten auch mal der "titan" schwächen zeigte, ist wohl nur menschlich. und im fußball entscheiden immer fehler über sieg oder niederlage. ich denke sie sind mr. perfekt und haben noch keinen fehler gemacht, bzw. jemals fußball gespielt.

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hagpell 11.04.2012, 17:30
13. Der Größenwahn der Hasardeure kam SPÄTER!

[QUOTE=tercerapodo@web.de;9999173]Die Reporter sollten fairerweise erwähnen, dass das Überholen des BVB in den 90ern nur durch das finanzielle va banque Spiel der Hasardeure Niebaum und Meier möglich war.

Am 29. Juni 1986 wurde Gerd Niebaum Präsident des BVB, und zwar als der Verein wirtschaftlich vor dem Konkurs und sportlich kurz vor dem Abstieg aus der Bundesliga stand. Erster Höhepunkt der Niebaum-Ära war der DFB-Pokalsieg 1989. Manager Meier holte 1991 den völlig unbekannten Ottmar Hitzfeld als Trainer zu den Schwarz-Gelben. Der wurde bekanntlich zum Glücksfall für den BVB (UND später für den FC Bayern!). Auch der Erfolg der BAYERN wäre OHNE Hitzfeld so nicht denkbar (s. CL-Sieg 2001)
Mit Ottmar Hitzfeld begann beim BVB eine sechsjährige Erfolgsstory. Gleich im ersten Jahr fehlten nur vier Minuten zum Gewinn der deutschen Meisterschaft. Unter Präsident Gerd Niebaum hatte Borussia Dortmund eine enorme wirtschaftliche Kraft entwickelt. Werder Bremens Manager Willi Lemke meinte 1993 in einer Einstufung der Bundesligisten: „Klare Nummer 1 von Finanzkraft und wirtschaftlicher Potenz her ist Borussia Dortmund“ (siehe Schulze-Marmeling, Der Ruhm, der Traum und das Geld, Göttingen, Verlag Die Werkstatt, 1994). Das Erreichen des UEFA-Pokal-Finales 1993 gegen Juventus Turin spülte 25 Millionen Mark in die ohnehin schon prall gefüllten BVB-Kassen. Unter Niebaums Führung errang Borussia Dortmund drei deutsche Meisterschaften, den DFB-Pokal, die Champions League sowie den Weltpokal.
Und was viele einfach vergessen, ist die Tatsache, dass Herr Niebaum 11 Jahre!! (von 20!) als ehrenamtliches Vereinsoberhaupt tätig war und dass er zudem zwischen acht und zehn Stunden für den BVB ehrenamtlich gearbeitet hatte (und zwar nicht nur als Präsident, sondern auch als Fan des BVB).
Der Umsatz wurde unter seiner ehrenamtlichen Regie seit 1986/87 (10,9 Millionen Mark) mehr als verzehnfacht! Im Jahr 1997 konnte Herr Niebaum einen Umsatzrekord von 125 Millionen Mark präsentieren - als ehrenamtlicher Präsident! Im Januar 2002 wurde dann vom BVB verkündet, dass Herr Niebaum ab sofort hauptamtlich für den Club arbeiten sollte (und zwar als Vorsitzender der Geschäftsführung der Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA). Selbst sein Vorgänger und Nachfolger Dr. Rauball kam zu folgendem Ergebnis (O-Ton): Die Strategie (des Herrn Niebaum) war mutig, aber extrem erfolgreich. Die Rechnung ist aufgegangen. So Rauball damals. Tempi passati
Mit dieser Ansammlung von Titeln dürfte Gerd Niebaum zu den erfolgreichsten Präsidenten eines Fussballvereins in Europa gehören. In den ersten 23 Bundesligajahren von 1963 bis 1986 führten nicht weniger als neun Präsidenten den BVB. Von 1986 bis 2004 war es nur Dr. Gerd Niebaum. Das ist wohl der eindrucksvollste Nachweis seiner Kompetenz. Der Knackpunkt für die finanzielle Abwärtsspirale war der Stadionausbau Ende der 90-ziger. Ohne öffentliche Zuschüsse von Land, Bund und Kommune wurden 180 Millionen Euro in die Hand genommen. Das sieht in München oder Gelsenkirchen ganz anders aus.
Was die „Ära Niebaum“ letztendlich rückblickend bedeutet, bleibt jedem selbst überlassen. Doch sollten sich alle Kritiker davor hüten grundsätzlich alles schlecht zu reden, was Manager Meier und Präsident Gerd Niebaum für den BVB positiv geleistet haben! Deshalb gilt auch diesem Fall: „EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT!"

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emden09 11.04.2012, 17:40
14. Tatsachen

Zitat von bakero
Lassen wir das. Die Aktion war mindestens gelbwürdig, egal ob aus der Seitenansicht, von vorne oder von hinten. Oder hätte Kahn dazu Chapuisat erst treffen müssen?
Nein! Ein echter Fußballfan und wahrer Sportsman wüsste eine Tatsachenentscheidung zu würdigen. Denn anders als viele glauben bedeutet Tatsachenentscheiung ja genau das, durch die Entscheidung eines Schiedsrichters entsteht eine Tatsache.

Nur TV-Fetischisten und Reporter natürlich, die sich jede Szene 50 Mal aus 30 verschiedenen Blickwinkeln ansehen, können so wenig Sportsgeist besitzen, über Szenen von vor 15 und 20 Jahren (oder besser über das sogen. „Wembleytor“) heute noch zu diskutieren.

Die Friedenstiftende Wirkung einer Schiedsrichterentscheidung unter wahren Sportsleuten resultiert eben daher, dass diese wissen, dass man über Tatsachen nicht diskutieren kann und einen Schiedsrichterentscheidung (auch eine im TV offensichtlich falsche) eben eine solche indiskutable Tatsache herbeiführt.

Die Diskussion über Schiedsrichterentscheidungen ist eine Seuche des TV-Zeitalters. Durch sogen. Zeitlupen meinen Medienvertreter und Sportunkundige Zuseher und Chipsfressende, alkoholisierte TV-Konsumenten, sich über das Geschehen auf dem Platz erheben zu können, das „hätte“, „wäre“ und „wenn“ diskutieren zu können, statt zu kapieren, dass der Satz "Fußball ist auf dem Platz" alles sagt und das letzte Wort und zwar schon vor Beginn dieser unsinnigen Diskussionen sein muss.

Das Interesse der Medienvertreter dabei ist übrigens evident. Deren Beruf gäbe es ohne diese Diskussionen nicht, sie wären keine Stars und nicht prominent und könnten nicht für teils wirklich aberwitzig dumme „Kommentare“ horrende Honorare einstreichen. Das Interesse der TV-Konsumenten an Bequemlichkeit statt Stadionatmosphäre ist auch verständlich. Die Diskussionen, die dann folgen „kotzen“ aber wirklich jeden, der einmal Sportsgeist geatmet hat ausschließlich an.

Eine Regelwidrige Handlung wird IN JEDER SPORTART zum Foul, wenn der Schiedsrichter sie ahndet und nicht, wenn irgendein Piefke in der 50. Zeitlupe im Frame 23 der 2. Sekunde vor dem Pfiff meint etwas erkannt zu haben, das vorher noch niemand gesehen hat. So einfach ist übrigens auch die Abseitsregel ohne jeden Spaß zu erklären: „Abseits ist wenn der Schiedsrichter pfeift“ – alles andere, dieses Linienziehen auf dem Bildschrim etc. ist kleingeistige Masturbation vorm TV.

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