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Dortmunds Ousmane Dembélé: Junior in der Chefrolle
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Borussia Dortmund hat Marco Reus und Pierre-Emerick Aubameyang. Wichtigster Spieler ist derzeit aber Ousmane Dembélé, der 19-jährige Franzose wird mehr und mehr zur prägenden Figur des BVB.

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petz64 09.02.2017, 14:41
1. die Mannschaft des BVB

Vom glücklichen Ausgang abgesehen, konnte man über die 120 Min. an einer Nebensache gut das Problem erkennen (neben der mangelnden Chancenverwertung, aber das gehört wohl zu diesem BVB wie Watzke und die Südtribüne :-) : Die Kapitänsbinde, die als Wanderpokal durch die halbe Mannschaft ging. Ein Führungsspieler wie Hummels ist nicht so leicht zu ersetzen, und weder Reus noch Auba noch auch Dembele (oder Sokratis ? Spaß beiseite) können diese Rolle gegenwärtig übernehmen, nicht Schürrle, nicht Götze, Weigl oder Ginter oder oder oder - diese Mannschaft hat viele geniale Spieler, aber keinen Kopf.

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die Stechmücke 09.02.2017, 15:48
2. Faszinierend

Ousmane spielen zu sehen. Es ist Aufgabe der Schiedsrichter solche Künstler zu schützen und ihm einen Leidensweg wie der von Marco Reus zu ersparen.

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Pless1 09.02.2017, 16:10
3.

Zitat von petz64
Vom glücklichen Ausgang abgesehen, konnte man über die 120 Min. an einer Nebensache gut das Problem erkennen (neben der mangelnden Chancenverwertung, aber das gehört wohl zu diesem BVB wie Watzke und die Südtribüne :-) : Die Kapitänsbinde, die als Wanderpokal durch die halbe Mannschaft ging. Ein Führungsspieler wie Hummels ist nicht so leicht zu ersetzen, und weder Reus noch Auba noch auch Dembele (oder Sokratis ? Spaß beiseite) können diese Rolle gegenwärtig übernehmen, nicht Schürrle, nicht Götze, Weigl oder Ginter oder oder oder - diese Mannschaft hat viele geniale Spieler, aber keinen Kopf.
In den aller wenigsten Spitzenmannschaften gibt es den einen "Kopf", den Leitwolf, der sein Team alleine führt. Das war so im Fußball 1.0, in den 80er, 90er Jahren und ist heute weitgehend passé. Nehmen wir den FC Bayern: Kapitän ist Lahm, aber andere Führungsspieler drücken dem Spiel mindestens genau so ihren Stempel auf: früher Schweinsteiger, heute Vidal, aber auch Boateng und bald wohl Hummels, daneben auch "Robbery" wenn sie fit sind. So geht Fußball heute.

Dass es gestern beim BVB vier (!) Träger der Binde gab hat mit mangelnder Führungsstärke nichts zu tun, denn die Leute mussten ja nach und nach angeschlagen raus.

Aus meiner Sicht fehlt nicht ein "Kopf" im Sinne von Führungsspieler sondern eher das kreative Moment von hinten heraus - das, was in der Vorsaison Gündogan und Mhkitarjan darstellten. In der Offensive ist Borussia fulminant besetzt, aber es fehlt noch an der Unterfütterung von hinten mit kreativen Ideen. Diesbezüglich kann Bartra nicht an Hummels heranreichen (Spieleröffnung) und auch Weigl scheint etwas an Unbekümmertheit eingebüßt zu haben, spielt eher auf Sicherheit.

Ich finde es bringt nichts, wenn alle Offensivkräfte in und um die Box agieren bei gut gestaffeltem Gegner. Der Ball kommt oft zu langsam, zu kompliziert nach vorne, dann ist die gegnerische Abwehr formiert. Ich würde in der Defensivabteilung auf kreativere Köpfe setzen, die das Spiel von hinten heraus lesen und beschleunigen können um die guten Jungs vorne schneller zu bedienen. Dafür würde ich beispielsweise Castro weiter nach hinten beordern. Der agiert aktuell eher als 10er. Als offensiv ausgerichteter 6er könnte er aus der Defensive heraus eher den tödlichen Pass spielen als ein Sokratis oder ein Bartra. Sokratis ist defensiv einer der besten IV der Liga, nach Boateng vielleicht sogar der Beste. Aber beim Spiel nach vorn ist er dann doch ziemlich limitiert. Der klassische Abräumer eben. Weigl wird ein ganz großer, aber er braucht einen Partner neben sich, sonst reduziert sich seine Rolle auf die eines Staubsaugers vor der Abwehr.

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Oihme 09.02.2017, 16:27
4. Gut erkannt!

Zitat von Pless1
Aus meiner Sicht fehlt nicht ein "Kopf" im Sinne von Führungsspieler sondern eher das kreative Moment von hinten heraus - das, was in der Vorsaison Gündogan und Mhkitarjan darstellten
Deshalb bleibe ich Ich bei meiner Vermutung, dass dieses neue Kreativzentrum im Mittelfeld spätestens ab der kommenden Saison von Weigl, Castro und Götze gebildet wiird.

Götze ist körperlich und mental noch nicht so weit, denn auch für ihn ist es nach drei Jahren München wieder ein Eingewöhnungsprozess. in ein Team, das längst nicht mehr das ist, welches er 2013 verlassen hat.
Wie ich ohnehin die Kritik an den Neuzugängen nicht verstehe, auch in anderen Klubs sind Neuzugänge, die sich innerhalb von Wochen zum Leistungsträger mausern, eher die große Ausnahme.

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frey85 09.02.2017, 16:28
5.

Zitat von Pless1
In den aller wenigsten Spitzenmannschaften gibt es den einen "Kopf", den Leitwolf, der sein Team alleine führt. Das war so im Fußball 1.0, in den 80er, 90er Jahren und ist heute weitgehend passé. Nehmen wir den FC Bayern: Kapitän ist Lahm, aber andere Führungsspieler drücken dem Spiel mindestens genau so ihren Stempel auf: früher Schweinsteiger, heute Vidal, aber auch Boateng und bald wohl Hummels, daneben auch "Robbery" wenn sie fit sind. So geht Fußball heute. Dass es gestern beim BVB vier (!) Träger der Binde gab hat mit mangelnder Führungsstärke nichts zu tun, denn die Leute mussten ja nach und nach angeschlagen raus. Aus meiner Sicht fehlt nicht ein "Kopf" im Sinne von Führungsspieler sondern eher das kreative Moment von hinten heraus - das, was in der Vorsaison Gündogan und Mhkitarjan darstellten. In der Offensive ist Borussia fulminant besetzt, aber es fehlt noch an der Unterfütterung von hinten mit kreativen Ideen. Diesbezüglich kann Bartra nicht an Hummels heranreichen (Spieleröffnung) und auch Weigl scheint etwas an Unbekümmertheit eingebüßt zu haben, spielt eher auf Sicherheit. Ich finde es bringt nichts, wenn alle Offensivkräfte in und um die Box agieren bei gut gestaffeltem Gegner. Der Ball kommt oft zu langsam, zu kompliziert nach vorne, dann ist die gegnerische Abwehr formiert. Ich würde in der Defensivabteilung auf kreativere Köpfe setzen, die das Spiel von hinten heraus lesen und beschleunigen können um die guten Jungs vorne schneller zu bedienen. Dafür würde ich beispielsweise Castro weiter nach hinten beordern. Der agiert aktuell eher als 10er. Als offensiv ausgerichteter 6er könnte er aus der Defensive heraus eher den tödlichen Pass spielen als ein Sokratis oder ein Bartra. Sokratis ist defensiv einer der besten IV der Liga, nach Boateng vielleicht sogar der Beste. Aber beim Spiel nach vorn ist er dann doch ziemlich limitiert. Der klassische Abräumer eben. Weigl wird ein ganz großer, aber er braucht einen Partner neben sich, sonst reduziert sich seine Rolle auf die eines Staubsaugers vor der Abwehr.
sehr guter Beitrag. Aber gerade den vertikalen und oft auch riskanten Ball von hinten auf die 8 oder 10 hab ich gestern zum Glück wieder öfter gesehen. Das Spiel gestern war ein Schritt in die richtige Richtung, was man auch an den vielen und oft erstklassigen Chancen auch sehen konnte. Bleibt zu hoffen, dass der BVB den Rest der Saison weitere Schritte nach vorne geht und genug Selbstvertrauen tankt um öfter mal den riskanten Pass zu spielen.

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Grammatikfreund 09.02.2017, 16:33
6. Sehe ich genauso

Zitat von petz64
diese Mannschaft hat viele geniale Spieler, aber keinen Kopf.
Es fehlt dem BVB derzeit jemand, der seinen Mitspielern auch mal in den A... tritt, wenn es nicht nach Wunsch läuft. Jemand wie Effenberg oder Schweinsteiger. Weigl und Guerreiro könnten in einigen Jahren diese Rolle ausfüllen - allerdings werden sie dann wahrscheinlich nicht mehr in Dortmund spielen.

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immerfroh 09.02.2017, 16:35
7.

Zitat von petz64
diese Mannschaft hat viele geniale Spieler, aber keinen Kopf.
Dem kann man sich anschließen,
aber warum dieser vorwurfsvolle Ton ?
Führungsspieler kann man nicht im Laden kaufen, die bilden sich heraus oder nicht.
Wenn Marco Reus seine Verletzunganfälligkeit ablegen könnte, traue ich ihm schon eine Führungsrolle zu .
Welche Führungsrolle nimmt denn jetzt z.B. Herr Hummels ein ?

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immerfroh 09.02.2017, 16:43
8.

Zitat von Pless1
In den aller wenigsten Spitzenmannschaften gibt es den einen "Kopf", den Leitwolf, der sein Team alleine führt. Das war so im Fußball 1.0, in den 80er, 90er Jahren und ist heute weitgehend passé. Nehmen wir den FC Bayern: Kapitän ist Lahm, aber andere Führungsspieler drücken dem Spiel mindestens genau so ihren Stempel auf: früher Schweinsteiger, heute Vidal, aber auch Boateng und bald wohl Hummels, daneben auch "Robbery" wenn sie fit sind. So geht Fußball heute. Dass es gestern beim BVB vier (!) Träger der Binde gab hat mit mangelnder Führungsstärke nichts zu tun, denn die Leute mussten ja nach und nach angeschlagen raus. Aus meiner Sicht fehlt nicht ein "Kopf" im Sinne von Führungsspieler sondern eher das kreative Moment von hinten heraus - das, was in der Vorsaison Gündogan und Mhkitarjan darstellten. In der Offensive ist Borussia fulminant besetzt, aber es fehlt noch an der Unterfütterung von hinten mit kreativen Ideen. Diesbezüglich kann Bartra nicht an Hummels heranreichen (Spieleröffnung) und auch Weigl scheint etwas an Unbekümmertheit eingebüßt zu haben, spielt eher auf Sicherheit. Ich finde es bringt nichts, wenn alle Offensivkräfte in und um die Box agieren bei gut gestaffeltem Gegner. Der Ball kommt oft zu langsam, zu kompliziert nach vorne, dann ist die gegnerische Abwehr formiert. Ich würde in der Defensivabteilung auf kreativere Köpfe setzen, die das Spiel von hinten heraus lesen und beschleunigen können um die guten Jungs vorne schneller zu bedienen. Dafür würde ich beispielsweise Castro weiter nach hinten beordern. Der agiert aktuell eher als 10er. Als offensiv ausgerichteter 6er könnte er aus der Defensive heraus eher den tödlichen Pass spielen als ein Sokratis oder ein Bartra. Sokratis ist defensiv einer der besten IV der Liga, nach Boateng vielleicht sogar der Beste. Aber beim Spiel nach vorn ist er dann doch ziemlich limitiert. Der klassische Abräumer eben. Weigl wird ein ganz großer, aber er braucht einen Partner neben sich, sonst reduziert sich seine Rolle auf die eines Staubsaugers vor der Abwehr.
Im Moment gibt es einfach zu viele Spieler, die ihre Rolle noch suchen. Das könnte länger dauern als vermutet. Vielleicht sogar bis in die nächste Saison hinein.
Dadurch ist die einzige Konstante die Unkonstanz.
Ich halte das nicht für verwerflich, als Fan finde ich das sogar spannend. Wir hatten schon deutlich größere Probleme in der Vereinshistorie.

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kospi 09.02.2017, 16:57
9.

Zitat von basecape-man
schade nur das der schiri gestern nicht die grösse hatte nach 119 min pokalfight auch mal ein auge zu zu drücken.
Wer nach langem ausdauerden meckern die rote Karte bekommt, darf nicht so blöd sein, weiter zu meckern und abwertende Handbewegungen machen, auch nicht nach 119 Minuten. Das ist ein Versuch, die Autorität des Schiri zu untergraben.
Die rote Karte war korrekt und überfällig.

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