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Dortmunds Saisonbilanz: Sehr gut, aber
Sascha Steinbach/EPA-EFE/REX

21 Punkte mehr als in der Vorsaison holte Vizemeister Dortmund - und dennoch schwingt die Erkenntnis mit: Es wäre mehr drin gewesen. Marco Reus nennt Gründe, warum es nicht geklappt hat.

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retterdernation 19.05.2019, 13:09
10. Die Übermannschaft der Vorrunde

hat sogar mir Spaß gemacht. Der Ball lief gut und niemals war dieser krasse Formeinbruch zu erwarten. Im Gegensatz dazu die Münchner. Im Umbruch verlor man Form und Titelambition. Ja - in der Hinrunde erschien es nur noch eine Frage von Wochen, bis Dortmund die Meisterschaft unter Dach und Fach hat. Die Tränen der Dortmunder: wer die Borussia beobachtet, der wusste um die Schwächen des Systems. Keine echten Kämpfer im Kader, die Witsel und Delany ersetzen konnten. Dazu ein Heer von Schönwetterspielern. Was dann solange gut aussah, solange Temperaturen und andere Faktoren wie Regen und tiefer Boden nicht angesagt waren. Auf einmal war es mit der Herrlichkeit vorbei. Wie ein Konstrukt aus der Vergangenheit brach das System BVB zusammen. Als sich die Rahmenbedingungen änderten. Das tut weh. Ungefähr vergleichbar mit der Pein des BundesligaAbstiegs. Vor gefühlten Jahrhunderten. In der Saison 1971/72 zog es die Borussia nach unten. Damals habe ich als Kind wie ein kleiner Schlosshundwelpe geheult, mich überhaupt nicht mehr eingekommen. Obwohl es die Herthaliebe schon damals gab! Daran habe ich mich gestern erinnert. Nichts ist also wie es scheint. Auch wenn manche sich im Worte irritieren lassen. Was ganz klar zum Spiel gehört. Also Kopf hoch - auch wenn nah dran, halt nur nah dran ist. Und man meinen könnte, die Bayern haben irgendwie gespielt mit dem BVB.

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Jimi 19.05.2019, 13:54
11. Weniger Bescheidenheit wäre besser...

Le Favres Ansage „wir wollen auch nächste Saison versuchen, alles offen zu halten... es ist ambitioniert“ ist zu wenig. Es muss ein selbstverständlicher Anspruch sein.
Typen wie Delany, der immer alles gibt, hatte der BVB noch zu wenige, Herzen in der Hose dafür umso öfter. Da fehlten Erfahrung und Biss. Die Bayern hatten ihn. Die oft guten Einkäufe müssen analysiert werden. Es gab junge Rohdiamanten wie Sancho, Hakimi, Zagadou, die sicher zulegen können und stabiler werden. Delany und Witsel riesige Verstärkungen.... aber es gab sich Flops und Mittelmaß.... Schulz ist sicher eine Verstärkung.

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quincy1964 19.05.2019, 13:59
12. Wahrheit oder Irrglaube

Diese Saison hat der FC Bayern München eine gute Saison gespielt.
Der BVB kann es nicht nutzen und sollte schleunigst seinen Kader im Defensiv Bereich verstärken, ja das kann 100 Millionen kosten oder 2 oder 3. oder 4...5... bleiben. Jetzt lamentieren, das 1. Sieg gefehlt hätte, ist zu billig und einfältig.Der FC Bayern München hat zig Spiele vergurkt, und keiner hat es genutzt.

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spon1899 19.05.2019, 14:32
13.

Bayern wird aufrüsten und dann wird es fast unmöglich sein irgendwann nochmal Meister zu werden. 9 Punkte darf man einfach nicht verspielen, 4-5 Punkte ja, aber nicht 9. In der Rückrunde war es auch oft Kopfsache. Erst prima gespielt und dann noch diverse Spiele hergeschenkt.

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spmc-131456386838485 19.05.2019, 15:02
14. Der BVB sollte aber auch nicht vergessen, dass es

auch Spiele gab, die man mit einer gehörigen Prise Glück durch späte Tore gewonnen hat obwohl man nicht die bessere Mannschaft war. Bei 34 Spieltagen kann es nie nur an 1-2 Spielen gelegen haben.

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Oihme 19.05.2019, 15:09
15. Bei ...

Zitat von retterdernation
hat sogar mir Spaß gemacht. Der Ball lief gut und niemals war dieser krasse Formeinbruch zu erwarten. Im Gegensatz dazu die Münchner. Im Umbruch verlor man Form und Titelambition. Ja - in der Hinrunde erschien es nur noch eine Frage von Wochen, bis Dortmund die Meisterschaft unter Dach und Fach hat. [...] Auf einmal war es mit der Herrlichkeit vorbei. Wie ein Konstrukt aus der Vergangenheit brach das System BVB zusammen. Als sich die Rahmenbedingungen änderten. Das tut weh. Ungefähr vergleichbar mit der Pein des BundesligaAbstiegs.
... ... diesem Beitrag fehlen leider die Ironie-Zeichen!

Ich fasse mal zusammen: Selbstverständlich waren die Münchener mit ihren zwei Neuzugängen mitten im Komplett-Umbruch und deshalb ohne jede Titelambitionen, während vom als haushohen Favoriten in die Saison gestarteten BVB niemand, wirklich niemand erwartete, dass diese erfahrene, seit Jahren eingespielte schwarzgelbe Truppe im Titelrennen noch Punkte lässt und von der Saisonüberraschung aus Münche noch knapp überholt werden könnte ....

Haha, diese Dortmunder lassen sich ausgerechnet von den Umbruch-Bayern, von denen daswirklich niemand erworten konnte, den vor der Saison großspurig angekündigten Titel abnehmen, diese schwarzgelben Loser!

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ZoeHollister 19.05.2019, 15:26
16. Ein Sieg mehr und...

Ja, Dortmund hat Spiele wie in Bremen vergeigt, hatten aber auch bei einigen Spielen Glück, noch Punkte (teils 3) geholt zu haben. Sie haben hier und da Punkte gelassen, aber Bayern auch (bspw. das 1:1 gegen den Tabellenletzten Nürnberg). Wenn man einfach ehrlich zu sich ist, dann hat Dortmund keine gute Rückrunde gespielt und die Punkte die sie geholt haben sind im Vergleich zu ihrer Leistung auf dem Platz Schönfärberei. Beschämend das 0:5 in München. DAS Spiel war für die Motivation enorm wichtig und hat den Bayern gezeigt, dass sie die bessere Mannschaft sind.

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konterspieler 19.05.2019, 15:45
17. zu 9. Oihme: "zweitbeste Abwehr" reicht eben nicht um Meister zu werden!

Schauen Sie einfach mal, wer als "zweitbeste Verteidiger" alles auf der Bayern-Bank sitzt, da kann auch die beste Verteidigung des BVB nicht mithalten.
Warum ist das aber so? Warum konnte der BVB z.B. Süle nicht verpflichten, als das noch möglich gewesen wäre, usw. usf.
So ziehen sich durch die gesamte Personalpolitik des BVB der letzten Jahre reihenweise Ungereimtheiten, gerade in der Defensive! Spätestens nach dem Weggang von Hummels hätte man zwei beste Verteidiger verpflichten müssen. Rätselhafter Weise tat man dafür aber nichts.
Und so ist man jetzt eben mit einer Verteidigung, die nur eine Saisonhälfte "zweitbeste" war, am Ende Zweitbester geworden. Das ist der trockene Fakt.
Und jetzt? Macht man so weiter, oder zieht man die notwendigen Konsequenzen? Und diese könnten nur lauten: vier beste Verteidiger zu verpflichten, mag es soviel kosten wie es kostet, und selbst wenn man die Rendite seiner Aktionäre für drei Jahre auf den Inflationssatz festzurren muss! Denn die sollten einsehen, das der BVB vor der Wahl steht, jetzt europäische Spitze zu werden, oder weiter als "zweitbester Bundesligaverein" stecken zu bleiben.
Und internationale Spitze kann man in diesem Geschäft nicht mehr werden, wenn man einem "Sparkassendenken" verhaftet bleibt.

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Oihme 19.05.2019, 16:26
18. Lichtenberg ...

Zitat von spon1899
Bayern wird aufrüsten und dann wird es fast unmöglich sein irgendwann nochmal Meister zu werden. 9 Punkte darf man einfach nicht verspielen, 4-5 Punkte ja, aber nicht 9.
... hat einmal festgestellt, dass das, was alle Welt für eine ausgemachte Sache hält, am meisten verdient, einmal kritisch überprüft zu werden.

Pardon, lieber Mitforist, aber seit wann ist es ein Naturgesetz, dass der FC Bayern bald wieder einsam und unangefochten an der Tabellenspitze steht?
Anscheinend haben sich viele Fußballfans so sehr an die ständige Bayern-Dominanz dieses Jahrzehnts gewöhnt, dass niemandem mehr auffällt, dass diese Dominanz bezüglich Dauer und Intensität eigentlich die große Ausnahme ist, und eben nicht der Liga-Normalfall.
Dafür mussten auch bei den Bayern eine Menge glücklicher, weil so nicht voraussehbarer Faktoren zusammenkommen!

Und was soll dieses Gerede von "9 Punkte auf den Gegner darf man einfach nicht verspielen"?
9 Punkte Vorsprung kann man logischerweise nur dann aufholen, wenn man sie vorher aus eigenem Unvermögen liegen gelassen hat, oder etwa nicht? Gilt dafür das hier gerne bemühte Schimpf-und Schande-Kriterium etwa nicht mehr?

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immerfroh 19.05.2019, 16:39
19.

Zitat von konterspieler
Schauen Sie einfach mal, wer als "zweitbeste Verteidiger" alles auf der Bayern-Bank sitzt, da kann auch die beste Verteidigung des BVB nicht mithalten. Warum ist das aber so? Warum konnte der BVB z.B. Süle nicht verpflichten, als das noch möglich gewesen wäre, usw. usf. So ziehen sich durch die gesamte Personalpolitik des BVB der letzten Jahre reihenweise Ungereimtheiten, gerade in der Defensive! Spätestens nach dem Weggang von Hummels hätte man zwei beste Verteidiger verpflichten müssen. Rätselhafter Weise tat man dafür aber nichts. Und so ist man jetzt eben mit einer Verteidigung, die nur eine Saisonhälfte "zweitbeste" war, am Ende Zweitbester geworden. Das ist der trockene Fakt. Und jetzt? Macht man so weiter, oder zieht man die notwendigen Konsequenzen? Und diese könnten nur lauten: vier beste Verteidiger zu verpflichten, mag es soviel kosten wie es kostet, und selbst wenn man die Rendite seiner Aktionäre für drei Jahre auf den Inflationssatz festzurren muss! Denn die sollten einsehen, das der BVB vor der Wahl steht, jetzt europäische Spitze zu werden, oder weiter als "zweitbester Bundesligaverein" stecken zu bleiben. Und internationale Spitze kann man in diesem Geschäft nicht mehr werden, wenn man einem "Sparkassendenken" verhaftet bleibt.
Für die mickrige Dividendenzahlung der letzten Jahre bekommt man nicht mal einen mittelmäßigen Verteidiger.
Der Versuch konstruktiver Kritik und konstruktiver Vorschläge scheitert leider regelmäßig an der Art Anekdoten.

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