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Dortmunds Trainer Favre: Doch ein Kerl
Bernd Thissen DPA

BVB-Trainer Lucien Favre wird vorgeworfen, er habe nach dem Revierderby den Titel aufgegeben. Die Debatte spiegelt aber mehr die Vorurteile seiner Kritiker wider als die tatsächliche Arbeit des Trainers.

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Oihme 30.04.2019, 11:19
60. Hähh?

Zitat von rambazamba1968
Favre neigt dazu defensiv zu spielen und die Spiele taktisch zu gewinnen. Und das ging gegen Schalke schön nach hinten los. Nach vorne spielte Reus und Götze. Das ist zu wenig in meinen Augen. Pulisic und Alcacer auf der Bank zu lassen, führte zu zu wenig Unterstützung für Reus und Götze, so dass das Spiel von Dortmund zu durchsichtig war.
Die Taktik des BVB gegen tiefstehende, fast nur verteidigende Mannschaften ist in der gesamten Saison immer die gleiche gewesen: Den Gegner 60 Minuten lang müde spielen und dann die entscheidenden Tore machen.

Genau deshalb spielt Götze bis etwa zur 60 Minute, und genau deshalb kommen erst dann die neuen Spieler für die BVB-Schlussoffensive.
Mag sein, dass das durchsichtig ist, erwies sich aber bislang als ungeheuer effektiv, wie die Spitzenposition des BVB bei den Toren der eingewechselten Spieler belegt.
Ich war sicherlich nicht der einzige BVB-Fan, der sich bis zur roten Karte gegen Reus und dem anschließenden Freistoß-Tor der Schalker aufgrund der bisherigen Saison-Erfahrungen sicher war, dass es dem BVB gelingt, das Spiel noch zu drehen.

Es waren die Platzverweise gegen Reus und Wolf, aber bestimmt nicht die Taktik von Favre, die dem BVB die Derby-Niederlage brachten.

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kopi4 30.04.2019, 11:42
61.

Das Draxler eine Entlassung fordert ist die Garantie das Favre bleibt. Ein Adabei der übleren Sorte der sich darin sonnt das ihn der Franz,der Uli und der Clemens in ihrer Nähe dulden. Das er ihnen im Gegenzug via Kolumne beisteht wenn es mal eng wird ( WM-Affaire,Steuerhinterzieher, bevorstehende Wahl des Aufsichtsrats) ist doch bekannt.

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shortyschmid 30.04.2019, 12:03
62. Genau

Zitat von botschinski
Der "Focus" wusste, Favre "beweist nach dem Derby-Desaster, warum er keine Titel kann"....Das sieht man beim FC Zürich ganz anders. Jeder Fussball Fan sollte sich einmal folgendes vorstellen: letztes Spiel der Saison, 1ster gegen 2ter, man spielt Auswärts, der 2te braucht einen Sieg um die Meisterschaft zu holen, es steht 1:1 und in der 93sten Minute fällt das Siegtor und man ist Meister. Geschehen 2006, wenn jemand weiss wie man in letzter Sekunde einen Titel gewinnt, dann ist das Herr Favre, er wird für immer in bester Erinnerung bleiben in Zürich.
An dieses Spiel damals in Basel hatte ich auch gedacht. Den Titel zu holden indem man als Zweiter beim Ersten in der 93.Minute gewinnt - ich würde sagen - der kann Titel holen. Ganz zu schweigen von dem tollen Fussball den damals der FC Zürich unter Favre gespielt hat !

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friedenreich 30.04.2019, 12:05
63. Stalingrader Phrasenrecycling

„nie aufgeben“ „kämpfen bis zum Untergang“ „sein Leben geben für seine Farben“ ... im Fußball trauen sich die Wagners dieser Welt, die Durchhalteparolen und die Männerbilder aus der Nazizeit noch hoch zu halten.
Dass das heute genauso schwachsinnig ist wie damals, kommt ihnen offensichtlich nicht in den Sinn.
Man sieht an diesem Geblöke jedenfalls, dass die ideologischen Versatzstücke nie ganz weg waren aus der Mitte der Gesellschaft, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen.

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Sal.Paradies 30.04.2019, 12:05
64. Aber natürlich gibt es diese Clickbait-Artikel

Zitat von amasan
Sie müssen aber bitte den Unterschied zwischen Fans und Privatpersonen und Journalisten berücksichtigen. Das kann einfach nicht der Anspruch vom Spiegel sein. Ich erwarte keine Lobeshymnen auf einzelne Vereine, sondern qualitativ hochwertigen (Sport)journalismus und den sehe ich hier nicht und das ärgert mich. Ich vermute, die Artikel gibt es nur um UNS zum fleißigen Streiten und unsachlichem diskutieren anzuregen damit WIR Clicks generieren. Das ist mit sachlich fundierten Artikeln vllt nicht möglich, weil uns dann das Zündholz genommen wird? Außerdem sind sie mit dem falschen Fuß aufgestanden? Mal sind Sie ganz sachlich und dann kommt so ein Post von Ihnen, auch wie im anderen Thread, den ich kommentiert hatte- Schade!
und was deine Erwarungen an seriösen Sport-Journalismus angeht, teile ich diese. Aber unbesehen davon, muss man sich durch jene Artikel nicht auf eine rein emotionale Ebene drängen lassen und Kovac als einen Trainer zeichnen, der den FCB über den Abrund schiebt. Nachdem ich jetzt "euren" Trainer faktisch über Monate verteidigen musste, kann ich mir schon erlauben, ein leidlich realistisches Bild zu zeichnen. Ich spreche nicht über diese Trolle, die hier nur Stunk machen. Was du hier als "Kritik" bezeichnest, habe ich temporär als Mobbing empfunden, weil hier Ansprüche an einen neuen Trainer gestellt wurden, die man einfach nur als absurd bezeichnen kann. Du kannst dir sehr gerne selbst die Mühe machen und diese "Kritik" nochmals recherchieren. Da wird jeder nicht sofort verständliche Wechsel als Beweis der Ahnungslosigkeit bezeichnet und einem Menschen das Recht abgesprochen Fehler zu machen, die er natürlich auch machte. Und? Die haben alle vor ihm tätigen Übungsleiter auch gemacht, selbst der grandiose Pep hatte seine Macken und ein J. Heynckes hatte in seiner Tainerkarriere gerade am Anfang üble Böcke drin. Und auch dich darf ich darauf hinweisen, dass es UH+KHR gewesen sind, die N. Kovac jegliche Einkäufe negierten. Der musste mit dem arbeiten was er bekam und er tat dies ohne Murren. Da hättest du mal Pep erleben sollen, wenn sie ihm so etwas zugemutet hätten. Aber zurück zum Thema. Du kannst gerne über Hr. Ahrens meckern, aber bleib bitte fair und richte auch einen Blick auf die eigenen Leute. Denn wenn man Solidarität verlangen kann, dann nicht von Ahrens, sondern von den eigenen Leuten, oder....;-)

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lhagel 30.04.2019, 12:34
65. Der Abstiegskandidat Schalke hätte daheim "überrollt" werden müssen.

Das war die Fortsetzung des Bayern-Spiels, Hasenfuß eben. Keine Taktik erkennbar, ein unseliges, langweiliges Ballgeschiebe.

Das wird nicht besser werden, vor allem, wenn man hört, dass ein Hazard verpflichtet werden soll. Dazu noch Leute wie Witsel und Delaney. Das kann heiter werden.

Ich wiederhole mich: Hoffen und sich freuen auf RB, Leverkusen, Gladbach(ohne Hazard!) oder Frankfurt. Oder auch Bremen, wenn die ihre Leute zusammenhalten können.

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amasan 30.04.2019, 13:07
66.

Zitat von Sal.Paradies
und was deine Erwarungen an seriösen Sport-Journalismus angeht, teile ich diese. Aber unbesehen davon, muss man sich durch jene Artikel nicht auf eine rein emotionale Ebene drängen lassen und Kovac als einen Trainer zeichnen, der den FCB über den Abrund schiebt. Nachdem ich jetzt "euren" Trainer faktisch über Monate verteidigen musste, kann ich mir schon erlauben, ein leidlich realistisches Bild zu zeichnen. Ich spreche nicht über diese Trolle, die hier nur Stunk machen. Was du hier als "Kritik" bezeichnest, habe ich temporär als Mobbing empfunden, weil hier Ansprüche an einen neuen Trainer gestellt wurden, die man einfach nur als absurd bezeichnen kann. Du kannst dir sehr gerne selbst die Mühe machen und diese "Kritik" nochmals recherchieren. Da wird jeder nicht sofort verständliche Wechsel als Beweis der Ahnungslosigkeit bezeichnet und einem Menschen das Recht abgesprochen Fehler zu machen, die er natürlich auch machte. Und? Die haben alle vor ihm tätigen Übungsleiter auch gemacht, selbst der grandiose Pep hatte seine Macken und ein J. Heynckes hatte in seiner Tainerkarriere gerade am Anfang üble Böcke drin. Und auch dich darf ich darauf hinweisen, dass es UH+KHR gewesen sind, die N. Kovac jegliche Einkäufe negierten. Der musste mit dem arbeiten was er bekam und er tat dies ohne Murren. Da hättest du mal Pep erleben sollen, wenn sie ihm so etwas zugemutet hätten. Aber zurück zum Thema. Du kannst gerne über Hr. Ahrens meckern, aber bleib bitte fair und richte auch einen Blick auf die eigenen Leute. Denn wenn man Solidarität verlangen kann, dann nicht von Ahrens, sondern von den eigenen Leuten, oder....;-)
Ich verlange keine Solidarität, sondern Artikel die fundiert und gut recherchiert sind. Jeder Fan oder Antifan darf seine Meinung haben und auch kundtun auf seinem Niveau, auch Trainer Entlassungen. Mann muss sie ja nicht ernst nehmen oder kommentieren. Aber ein Journalist kann nicht einfach aus dem Bauch heraus Unsinn schreiben. Ahrens spricht fast nur im Konjunktiv und sein Fazit ist dann willkürlich. Er schlussfolgert man könne Favres Arbeit nicht in Frage stellen durch seine Äußerung, dass der Titelkampf beendet ist, weil man ihm den Titelkampf als Leistung zurechnen muss. Und doch kann man sehr wohl. Vergleichen Sie wie die Bayern mit dem Rückstand umgegangen sind und was da für Äußerungen kam. Favre hätte sagen können: Natürlich hat sich die Ausgangslage verschlechtert, aber wir schauen nur auf uns und versuchen die bestmögliche Punkteausbeute zu bekommen und sehen dann welchen Platz wir erreichen - im Fußball ist vieles möglich". Das ist absolut realistisch und trotzdem nicht so sich selbst aufgegeben wie seine Äußerung. Schauen sie wie die Mannschaft damals bei Pep reagiert hat, als er die Bundesliga als beendet erklärt hatte.
P.S. Ich bin selber nicht von Kovac überzeugt die Offensive scheint mir nicht genug Laufwege einzustudieren. Ich denke Clubs wie Bayern, BVB u.ä. mit Titelambitionen sind eine Nummer zu groß für ihn. Auch wenn ich ihn menschlich sympatisch finde. Aber das ist ein anderes Thema :)

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nextgen 30.04.2019, 13:23
67. kommi 50

Genau so ist es ! das habe ich auch schon angemerkt,die Bayern spielen wieder eine bomben Saison!!!Wie soll da jemand anders Meister werden?

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benno_seubert 30.04.2019, 13:26
68. Favre total überschätzt

Favre ist einer der am meisten überschätzten Trainer. Wo hat Favre bisher eigentlich mit seinen Vereinen mehr erreicht als ein Hecking, Labbadia? Favre ist einer dieser klassischen Understatement-Trainer, die es gefühlt wie Sand am Meer gibt. Diese Trainer haben eine Zeit lang Erfolg. Aber kurze Zeit später geht die Kurve nach unten, wobei ich Hecking und Labbadia sogar noch vor Favre sehe. Es hat doch seinen Grund, warum er noch nie bei Bayern, Chelsea oder AC MIlan war. Seine Taktik ist relativ leicht auszucoachen, da er ohne klassische Flügelspieler und Mittelstürmer agiert. Da reibt sich jeder Gegner die Hände, der einfach nur die Räume zustellt. Dortmund profitiert einzig und allein von der individuellen Klasse einzelner Spieler.

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oaonorm1 30.04.2019, 13:49
69. Druck weg!

Genau richtig gehandelt! Meine erstes Gefühl bei der PK war auch "och ne" als er das sagte, aber dann stellte sich schnell eine Art Erleichterung ein.
Bayern muss eins Verlieren oder 2 Unentschieden kassieren damit Dortmund das mit Siegen bis zum Schluss noch drehen kann.
Sehr unwahrscheinlich, also warum Irrationaler "Jetzt Aber!" Mist. Sowas ist demotivierend! Sollten sich viele Chefs mal merken...

Mit rationaler Betrachtung und einem "aja ne würden wir nicht zu sagen" kommt man in der Situation sicherlich weiter.
Wer da was anderes sagt, ist wohl noch nie gerannt und hat versucht demotiviert schneller zu werden. Das funktioniert nicht, Hirn>Muskel
Wenn die nicht alle schlagartig Meditationsgurus werden, bleibt das auch so.

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