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DOSB-Haltung zum E-Sport: "Fifa" hui, Shooter pfui
DPA

Der Deutsche Olympische Sportbund hat auf seiner Mitgliederversammlung seine ablehnende Position zum E-Sport bekräftigt. Der E-Sport-Bund Deutschland spricht von einer "vertanen Chance".

Sibylle1969 01.12.2018, 15:08
1.

Auch wenn der sogenannte E-Sport mittlerweile ein Zuschauermagnet und damit hochinteressant für Sponsoren ist, so finde ich aber nicht, dass E-Sport in den DOSB aufgenommen gehört. Bei Olympischen Spielen ist sowas auch fehl am Platz. Denn Sportarten, die olympisch sind, sollten immer zumindest entfernt etwas mit "Schneller, höher, weiter" zu tun haben.

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Tom77 01.12.2018, 15:32
2. E-Sport hat nichts mit Sport zu tun

Auch wenn viele (vor allem junge Leute) gerne Zocken und Anderen dabei zusehen - Gaming hat nichts mit Sport zu tun. Nicht alles, was Konzentration, Geschick und Präzision erfordert ist Sport. Kreuzworträsel lösen ist ebenso wenig Sport wie Spielkarten zielgenau in einen Hut werfen, fehlerfreies Schnell-Lesen oder 24 Stunden ohne Regung auf einem Bein stehen. Dass richtige Sport-Vereine sogar E-Sport-Teams haben, die dort Fifa oder NFL zocken, ist schon lächerlich, da das Drücken von Knöpfen auf einem Controller mit dem eigentlichen Spiel mal so gar nichts gemein hat.
Jeder soll natürlich das machen, was ihm Spaß macht und die Szene wird auch weiter wachsen. Aber sie sollte sich nicht immer mit dem Wort "Sport" schmücken. Ist Mahjongg spielen Brain Sport? Und wenn jemand perfekt Klavier spielen kann, ist das dann Finger Sport? E-Sport ist PC oder Console Gaming. Ganz einfach. Nichts mehr und nichts weniger. Und wenn es professionalisiert wird, dann ist es eben Pro PC oder Pro Console Gaming. Und kein Sport.

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DrStrang3love 01.12.2018, 15:41
3.

Zitat von Sibylle1969
Bei Olympischen Spielen ist sowas auch fehl am Platz. Denn Sportarten, die olympisch sind, sollten immer zumindest entfernt etwas mit "Schneller, höher, weiter" zu tun haben.
Auch wenn da "olympisch" im Namen des DOSB steckt, ist dieser Verband bei weitem nicht nur für olympische Sportarten zuständig: der DOSB ist aus einer Fusion aus Deutschem Sportbund und NOK hervorgegangen, und damit zuständig für alle Sportarten.

Das heißt dann auch, dass zu den vom DOSB "betreuten" Sportarten unter anderem Tanzen, Billard, Darts und Schach gehören. Haben auch nicht wirklich viel mit "Schneller, höher, weiter" zu tun, nicht wahr?

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m82arcel 01.12.2018, 16:01
4. @Tom77

Wenn E-Sport nichts mit Sport zu tun hat, da die körperliche Aktivität zu gering ist, wie ist das denn dann zum Beispiel mit dem Motorsport (zB Formel 1) oder dem Sportschießen? Oder mit dem Schach, welches gemeinhin ebenfalls als Sport akzeptiert wird?
Wenn Organisationen wie der DOSB sich weiter dagegen wehren, sich auch neuen Formen des Sports zu öffnen, werden sie sich nicht wundern müssen, wenn ihnen auch weiter der Nachwuchs (sowohl bei Mitgliedern, als auch Zuschauern) davonlaufen wird. Aber dann kann man sich ja immer noch beschweren, wie schlimm die Jugend von heute ist...

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torsten_raab 01.12.2018, 16:20
5. Die Jungs sind der Lacher...

"Der DOSB begründet diese Entscheidung damit, dass der E-Sport "kommerziellen Verwertungsinteressen" folge und der Schritt eine "Verwässerung des Sportbegriffs" darstellen würde."

Das heißt dann für die olympischen Spiele, die komplette Fußballschiene und was weiß ich noch, dass sie auch eine Verwässerung des Sportbegriffs darstellen?

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DrStrang3love 01.12.2018, 18:03
6.

Zitat von m82arcel
Wenn E-Sport nichts mit Sport zu tun hat, da die körperliche Aktivität zu gering ist, wie ist das denn dann zum Beispiel mit dem Motorsport (zB Formel 1) ...
Die körperliche Belastung beim Motorsport, insbesondere Formel 1, ist nicht zu unterschätzen.

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sharkymoto 02.12.2018, 12:01
7. Die Diskussion ist sinnlos

Leute, die von der Materie keinen blassen Schimmer haben, sollten sich, wie überall, besser nicht äussern.

E-Sport hat mit "vor der Konsole sitzen" in etwa so viel zu tun, wie Fan-sein mit Fußballspielen. Nehmen wir mal "richtigen" e-Sport - Counter Strike z.B, wenn man sich dort die Profiszene anschaut, gibt es weniger Adipöse Menschen, als im Gesellschaftsmittel. Das liegt daran, dass man für echten e-Sport durchaus körperliche Fitness benötigt. Profiathleten haben Fitnesstraining als festen Bestandteil im Alltag eingebaut! Um es in Perspektive zu setzen, bei Tournieren muss mitunter 3-4 Stunden maximale Konzentration und Koordination abgerufen werden, ein "fauler Fettsack" kann das nicht.

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kepplerd 06.12.2018, 00:37
8. teilweise richtig

Zitat von sharkymoto
Leute, die von der Materie keinen blassen Schimmer haben, sollten sich, wie überall, besser nicht äussern. E-Sport hat mit "vor der Konsole sitzen" in etwa so viel zu tun, wie Fan-sein mit Fußballspielen. Nehmen wir mal "richtigen" e-Sport - Counter Strike z.B, wenn man sich dort die Profiszene anschaut, gibt es weniger Adipöse Menschen, als im Gesellschaftsmittel. Das liegt daran, dass man für echten e-Sport durchaus körperliche Fitness benötigt. Profiathleten haben Fitnesstraining als festen Bestandteil im Alltag eingebaut! Um es in Perspektive zu setzen, bei Tournieren muss mitunter 3-4 Stunden maximale Konzentration und Koordination abgerufen werden, ein "fauler Fettsack" kann das nicht.
dieser Kommentar gleicht einem Kommentar den ich unter den vorigen Artikel geschrieben habe, allerdings kommen wir eher zu unterschiedlichen Schlüssen. Meiner Meinung sollte man E-Sports trotzdem nicht als richtigen Sport anerkennen, da es keine größere körperliche Bewegung beinhaltet (genau wie z.B. Schach weswegen ich dieser "Sportart" den Status auch aberkennen würde). Die Profis sind natürlich fit (bin übrigens auch CS Fan), aber sie werden eben nicht fit durchs spielen, sondern durch "richtigen" Sport, den sie z.B, im Gym betreiben. E-Sports ist sicher keine "Gefahr für die Gesellsschaft" aber eben auch kein richtiger Sport.

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