Forum: Sport
Drittliga-Aufsteiger RB Leipzig: Millionäre auf Durchreise
DPA

Das millionenschwere Projekt RB Leipzig ist im deutschen Profi-Fußball angekommen. Am Freitag eröffnet der umstrittene Verein die Drittliga-Saison - und gilt bereits jetzt als Aufstiegsfavorit. Doch der Club hat aus der Vergangenheit gelernt und gibt sich bescheiden.

Seite 8 von 16
urban4fun 19.07.2013, 14:17
70.

Zitat von sysop
Das millionenschwere Projekt RB Leipzig ist im deutschen Profi-Fußball angekommen. Am Freitag eröffnet der umstrittene Verein die Drittliga-Saison - und gilt bereits jetzt als Aufstiegsfavorit. Doch der Club hat aus der Vergangenheit gelernt und gibt sich bescheiden.
Wenn der Verein selbstironisch ist, sollte als Einlaufmusik die Titelmelodie der Gummibärenbande abgespielt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bansky 19.07.2013, 14:18
71. Brause vs. Hähnchen

Zitat von seneca007
was hat red bull mit leipzig zu tun? nichts, aber auch gar nichts. ein retorten-gebilde, das in kurzer zeit wieder in sich zusammenbrechen wird. und dann zieht die rb-karawane weiter...
Was hat Wiesenhof mit Bremen zu tun? Die nehmen die Kohle auch gerne ^^ Und dann lieber Red Bull als Wiesenhof Hähnchen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hase 19.07.2013, 14:20
72. Braunschweig ...

... als Beispiel anzuführen ist schon ziemlich lustig. Wer hat nochmal die Tirkotwerbung eingeführt? Übrigens gegen den massiven Widerstand der Traditionalisten. Und zum Thema Vereinsrecht: Wie sieht dies bei einer AG oder einer ausgegliederten Profiabteilung aus? Und wieso wandeln oder gliedern sie solche Abteilungen um und aus? Richtig - und Geld zu scheffeln und ihr Produkt zu verkaufen!

Klubs, die der Stuerzahler auffangen muss, marodierende "fans", korrupte verbände etc. - fußball ist objektiv betrachtet mittlerweile eine armselige Veranstaltung. Daher sollte jeder Klub froh über jeden Sponsor sein, der noch Geld in den Rundball pumpt. Die Traditionalisten merken anscheind nicht, dass ihre Klubs längst zu Gelddruckmaschinen verkommen sind - unter dem Deckmantel der Tradition, für die man sich aber nix mehr kaufen kann. Schon gar nicht Titel ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
WhereIsMyMoney 19.07.2013, 14:22
73.

Ich hoffe die brauchen noch 10 Jahre um in die Buli aufzusteigen. So bleibt wenigstens Zeit auch die Leipziger mitzunehmen. Wenn schon Retorte, dann sollen sie wenigstens ein volles Stadion bei den Heimspielen und eine respektable Anhängerschaft bei den Auswärtsspielen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hfftl 19.07.2013, 14:22
74. .

Zitat von liany
Geld regiert die Welt und auch den Fußball. Ob das nun Leipzig, Hoffenheim oder Bayern München ist, ist doch vollkommen egal. Da wo das Geld ist, da gehen die guten Spieler hin.
Vor allem: Da, wo das Geld ist, werden Talente optimal zu guten Spielern ausgebildet. Diesen Weg beschreitet auch RB Leipzig, dafür wird investiert. Aber natürlich ist dieser Punkt, wie so viele andere, den "Traditions"fetischisten völlig unwichtig. Schulden machen, dem Steuerzahler auf der Tasche liegen, jahre- oder jahrzehntelang immer nur nehmen, nehmen, nehmen, ohne imstande oder willens zu sein, auch nur annähernd etwas Adäquates zurückzugeben, alles egal - Hauptsache "Tradition"! Denn "Traditions"vereine, die nichts auf die Reihe kriegen, haben selbstverständlich das Opfer-Abo, und dieses zu hüten und zu pflegen ist die einzige "Leistung", deren sie noch fähig sind. Es ist einfach lächerlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mellem 19.07.2013, 14:24
75. *

Zitat von bansky
Also so wie BAYER Leverkusen?
Wie oft denn noch? Bayer Leverkusen ist ein Werksteam. Gegründet von Mitarbeitern eines Unternehmens - und das vor 100 Jahren. Sie spielten in ihrer Freizeit Fußball gegen andere Werksteams. Der gewählte Name war ein Teil ihrer Identität und ist ein fester Bestandteil der Vereinsgeschichte.

Vergleichen Sie das bitte nicht mit Red Bull!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alnemsi 19.07.2013, 14:24
76. Lässt sich machen

Zitat von Kent
In der heutigen Fußballwelt möchte ich einen Verein in den oberen Ligen genannt bekommen der nicht kommerziell ist.
Eintracht Braunschweig. Hätten Sie wahrscheinlich nicht gedacht, dass auf Ihre rhetorische Frage tatsächlich jemand ne richtige Antwort geben kann. Beispiel: Eintracht Braunschweigs Sponsoren zahlen jährlich dafür, dass das Stadion weiterhin Eintracht Stadion heißt, und nicht in Gummibärchensprudelstadion umbenannt wird. Und nun? Was ändert sich nun dadurch, dass Sie die Einsicht gewonnen haben, dass man, auch wenn man nicht bereit ist, hohe Spielerablösen zu zahlen, in die Bundesliga aufsteigen kann?

Auch das Familienargument zieht für mich überhaupt nicht, wer mit seiner Familie einen Ausflug machen will, kann genauso gut ins Museum, auf ne Burg oder in einen Vergnügunspark fahren, zum Fußball zu gehen, und sich über die anderen Fans zu beschweren, und anschließend zu fordern, den Fußball von den Fans zu säubern und zur möglichst austauschbaren Erfahrung zu machen, ist nun wirklich mehr als unverschämt. Warum nicht Hockey, Springreiten oder Curling? In Wirklichkeit wollen die Leipziger, die jetzt zu Redbull gehen, doch nur ihr neugefundenes Selbstbewusstsein öffentlich ausleben und der restlichen Republik präsentieren, mit möglichst hohem Glamourfaktor - was passt da besser als die Bundesliga, kürzlich zur besten Liga der Welt gekrönt, ohne Ende Aufmerksamkeit, optimal geeignet zur Selbstdarstellung. Leider wird sich Leipzig jedoch als beliebig austauschbare Stadt ohne Herz und Geschichte präsentieren. Und das ist exakt der Vorwurf, den ich den selbsterklärten RB-Fans hier im Forum mache: Ihr werft eure Kultur und eure Fußballtradition für ein bisschen vermeintlichen Glamour einfach weg - Leipzig wird nicht mehr bekannt sein für seine Architektur, für seine Geschichte, sondern dafür, dass seine Identiät komplett gegen eine Marketingkampagne eines österreichischen Getränkeherrstellers einzutauschen bereit war. Statt Thomanerchor heißt es also fortan Rasenball, statt Montagsdemonstration heißt es Montagabendspiele. Bin mal gespannt, wem man sich an den Hals wirft, wenn Redbull pleite geht. Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in den Profifußball!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spruzfuzz 19.07.2013, 14:27
77.

Zitat von seneca007
was hat red bull mit leipzig zu tun? nichts, aber auch gar nichts. ein retorten-gebilde, das in kurzer zeit wieder in sich zusammenbrechen wird. und dann zieht die rb-karawane weiter...
Genauso wie in der Formel 1 oder in Salzburg?!

Endlich wird ein qualitatives Management in einem Fußballverein eingesetzt und es werden nicht nur Spieler gekauft, sondern auf lange Sicht in eine Region investiert.

In Leipzig existiert eine Sportuni mit einem guten Ruf, nur die guten Fußballer trafen sich woanders in der Welt.
Auch existiert ein DFB-Förderzentrum, welches RB mit seinem Jugendzentrum hervorragend ergänzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
labbimen 19.07.2013, 14:30
78. Nun mal langsam.

Immerhin hat es erst einer Regionalliga auf Oberliganiveau bedurft, bis RB in die 3. Liga aufsteigen konnte.
Trotzdem hege ich großen Respekt und große Sympathie für Herrn Rangnick und würde ihm persönlich den Erfolg von Herzen gönnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uw78 19.07.2013, 14:30
79. RB ist die Antwort auf alle negativen

Warum ist RB Leipzig im Osten so beliebt?

Dass RB Leipzig beliebt ist beweisen Fakten: Beim Zuschauerschnitt in der RL 2012/ 13 belegt RB mit 7500 Zuschauern im Schnitt deutschlandweit Platz 2 unter den Regionalligen. Nur bei RW Essen kamen mit 8000 Zuschauern im Schnitt mehr. Der MDR verzeichnete mit der Live-Übertragung der beiden Relegationsspiele gegen die Sportfreunde Lotte die höchste TV-Quote seit 10 Jahren. 30 000 Zuschauer, davon 25000 Anhänger von RB, kamen zur Relegation gegen einen nicht unbedingt namhaften Gegner ins heimische Stadion, 2500 Leipziger fuhren zum Auswärtsspiel nach Lotte. Mit knapp 25 000 Zuschauern beim Lokalderby gegen Lok in der Saison 2012/ 13 wurde ein neuer deutschlandweiter Viertliga-Zuschauerrekord aufgestellt, der durch das Relegationsspiel noch getoppt wurde. Wer behauptet, RB sei deutschlandweit der unbeliebteste Verein bewegt sich in Sphären der Hardcore-Fußballfans.

Misswirtschaft, Insolvenzen, eine zermürbende Rivalität zweier Vereine in der Stadt und regelmäßige exzessive Gewaltausbrüche. Die Folge: Der nach der Pleite des VfB Leipzig neu gegründete Regionalligaclub 1. FC Lokomotive Leipzig schrammte jüngst gerade knapp an der Insolvenz vorbei, die Gefahr scheint noch nicht gebannt. Und um den Titel „offizieller Nachfolger“ des pleite gegangenen Vereins FC Sachsen Leipzig streiten sich gleich 2 Vereine, die sich gegenseitig das Leben schwer machen und in EINEM Stadion spielen. Der eine Verein hält sich in der Landesliga, der andere ist nach mehreren Derbys Grünweiß gegen Grünweiß gerade in die Bezirksliga abgestiegen. Gute Voraussetzungen für erfolgreichen höherklassigen Fußball?

Die Leipziger sind des ach so tollen Traditionsfußballs überdrüssig, begrüßen RB Leipzig nicht trotz fehlender Traditionen samt ihrer (negativen) Begleiterscheinungen begeistert, sondern wegen dieser fehlenden Tradition. Der Fußball-Osten wird es ohne RB kaum dauerhaft in die 1. Bundesliga schaffen, dazu fehlen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Hauptsponsoren der Bundesliga sitzen im Westen der Republik und betreiben im Osten nur Dependancen, Hauptsponsoring dieser Firmen bei einem Ostverein gibt es nicht.

RB Leipzig wird im Osten der Verein werden mit dem höchsten Zuschauerschnitt. RB wird für den Fußball-Osten das Sinnbild werden für das „Wir können es doch, ätsch“. RB Leipzig überschreitet Grenzen, in vielerlei Hinsicht. Aber es gilt vor allem eins: Bei RB wird Fußball gespielt und die Fans erleben Emotionen, friedlich. Ist das nicht die Hauptsache?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 16