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Einsatz der Torlinientechnologie: Die fast perfekte Premiere
REUTERS

Der 3:0-Pflichtsieg von Frankreich im WM-Gruppenspiel gegen Honduras lieferte ein historisches Ereignis: Zum ersten Mal half die Torlinientechnologie, einen Treffer zu erkennen. Die Premiere ist geglückt, dennoch herrschte auch Verwirrung.

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eco3388 16.06.2014, 10:34
40. @mimimat

Sie vergleichen hier nicht gerade die positionsbestimmung via satelit mit der torlinientechnik oder?
das hat ja mal gar nichts miteinander zu tun! ausser für den laien der sich sagt :" ahhhh muss ja ähnlich sein :D

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moritz040 16.06.2014, 10:40
41. Warum keine Originalbilder?

Ich habe mir die ausführliche Vorberichterstattung zur Torlinietechnik erspart, aber es handelt sich doch um ein Kamerasystem, richtig? Warum bekommen wir dann eine Simulation als "Beweis" zu sehen? Ich finde das System so nicht glaubwürdig.

Da erklärt der Bela lang und breit, dass das System wesentlich mehr Bilder aufnimmt und daher genauer ist als jede Fernsehkamera.

Auf dem Gegenschuss der Fernsehkameras sah es so aus, als wenn der Ball nicht drin war. Die wurden aber nur ein einziges Mal kurz eingeblendet und dann kam der Torbeweis in Form einer Computersimulation.
Das System verlangt genau so viel Vertrauen in die Technik wie vorher in die Schiedsrichterentscheidung.
Frei nach dem alten Stadionkracher: Das hat mit Fuß ... das hat mit Ball ... das hat mit Fußball nichts zu tun.

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ChristophAffric 16.06.2014, 11:59
42. Wieso spricht niemand von der Fehlertoleranz?

Wieso spricht bei dieser Millimeterentscheidung eigentlich niemand von der real vorhandenen Fehlertoleranz von GoalControl (die der Hersteller so angibt: "Genauigkeit der Torerkennung: 5mm") und wieso fragt eigentlich kein Journalist nach, wie knapp (in Millimetern) die Entscheidung tatsächlich war? Denn falls der Ball um die 5mm im Tor war, müsste die Entscheidung grundlegend in Frage gestellt werden. Übrigens: Die GoalControl "Beweisbilder" sind vom Computer erzeugte SIMULATIONSBILDER!

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Fraktaler 16.06.2014, 12:02
43.

Wir wissen letztlich nicht, welche Grafiken oder Simulationen die Zuschauer im Stadion zu sehen bekamen. Für den Fernsehzuschauer jedoch war die Flugbahn und Ballposition jederzeit nachvollziehbar und plausibel aufbereitet. Erst der Pfostenschuss (no goal), dann das Eigentor.
Nur. Und hier könnte eine Kritik ansetzen. Es bleiben Restzweifel, ob das System nicht doch 100-prozentig korrekt auf die Torlinie ausgerichtet ist, da ja bekanntlich irren menschlich ist. Auch könnte der Durchmesser des Balles in der Simulation zu klein eingestellt sein.
Nach diesen Szenen jedoch gehe ich persönlich von einem Tor aus. https://vine.co/v/MI1JbUAvuA6

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kjartan75 16.06.2014, 12:21
44.

Zitat von moritz040
Ich habe mir die ausführliche Vorberichterstattung zur Torlinietechnik erspart, aber es handelt sich doch um ein Kamerasystem, richtig? Warum bekommen wir dann eine Simulation als "Beweis" zu sehen? Ich finde das System so nicht glaubwürdig. Da erklärt der Bela lang und breit, dass das System wesentlich mehr Bilder aufnimmt und daher genauer ist als jede Fernsehkamera. Auf dem Gegenschuss der Fernsehkameras sah es so aus, als wenn der Ball nicht drin war. Die wurden aber nur ein einziges Mal kurz eingeblendet und dann kam der Torbeweis in Form einer Computersimulation. Das System verlangt genau so viel Vertrauen in die Technik wie vorher in die Schiedsrichterentscheidung. Frei nach dem alten Stadionkracher: Das hat mit Fuß ... das hat mit Ball ... das hat mit Fußball nichts zu tun.
Man hat sehr genau sehen können, dass der Ball in der Luft definitiv hinter der Linie war. Die Zeitlupe war eindeutig bei der Kamera, die direkt auf der Linie positioniert war.

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john923 16.06.2014, 14:24
45.

Zitat von ChristophAffric
Wieso spricht bei dieser Millimeterentscheidung eigentlich niemand von der real vorhandenen Fehlertoleranz von GoalControl (die der Hersteller so angibt: "Genauigkeit der Torerkennung: 5mm") und wieso fragt eigentlich kein Journalist nach, wie knapp (in Millimetern) die Entscheidung tatsächlich war? Denn falls der Ball um die 5mm im Tor war, müsste die Entscheidung grundlegend in Frage gestellt werden. Übrigens: Die GoalControl "Beweisbilder" sind vom Computer erzeugte SIMULATIONSBILDER!
Diese Toleranz von 5mm gibt es eben. Damit muss man leben und akzeptieren wenn man die Technik einsetzt.
Ganz abgesehen davon, dass die Technik mit 7 Kameras im Tor das ganze sicher besser "sieht" als ein Schiri der eben NIE auf der Linie steht und ein Assistent der ca. 30m entfernt ist und Pfosten bzw. ggf. Spieler dazwischen hat und natürlich die Szene nicht als Standbild in sein Auge einbrennen kann.

Wie nun die Technik eingestellt/geeicht wird weiß ich natürlich nicht, vielleicht wird "goal" erst angezeigt wenn laut System der Ball MEHR als diese 5mm drinne ist. So wie der Schiri auch nur pfeifen darf wenn er sich sicher ist, bei Zweifeln geht das Spiel weiter (lt. Regeln), nicht nur bei Tor/Nicht-Tor sondern eben auch bei Abseits, Hand, Foul, etc.
Wie weit der Ball drinne war (laut dem Simulationsstandbild von Goalcontrol) kann jeder mit einem Bildbearbeitungsprogramm annäherungsweise selbst herausfinden.
Wenn der Ball ca. 21cm Durchmesser hatte und der Ball Maßstabsgerecht auf dem Simulationsbild ist (wovon man ausgehen kann/muss), dazu den Abstand zwischen Torlinie und äußerstem Rand des dargestellten Balles nachmisst, dann war der Ball mMn etwas über 1cm im Tor. Also sehr sehr knapp.

Und natürlich sind die Bilder Simulationsbilder, da die Hochgeschwiindigkeitskameras im Tor eben aus 7 verschiedenen Ansichten die Postion des Balles zur Torlinie ausrechnen, so wie im Tennis eben seit Jahren auch schon, die Technik funktioniert auch dort einwandfrei.
Wenn es mit einer einzelnen Kamera ginge, dann bräuchte man keine 7 Stück. Und logischerweise ist dann das dargestellte Bild eine Simulationsbild, weil eben keine der eingesetzten Kameras für sich alleine eine so exakte und perfekte Darstellung erzeugen kann.

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Sumiciu 16.06.2014, 15:06
46. So ein Glück

Ich hatte schon Schlimmes befürchte, als ich diese Animation zum ersten Mal beim Spiel Spanien-Holland im TV gesehen habe, wo zweifelsfrei "bewiesen" werden konnte, dass Xabi Alonsos Elfer drin war - hätte ja auch sonst keiner mitbekommen -, und ich hatte Angst, dass das ab jetzt bei jedem noch so deutlichen Tor nochmal durchgespielt würde... Jetzt war es tatsächlich mal ein Fall wie gemacht für die Befürworter der Technik, und anscheinend hat alles bestens funktioniert.

Aber als Frage bleibt z.B., warum man denn dann nicht Nägel mit Köpfen macht und auch den Mexikanern die zwei Tore aus dem Kamerun-Spiel anerkennt - die waren ja noch deutlicher drin und wurden fälschlicherweise aberkannt. Oder gibt es etwa Fehlentscheidungen erster und zweiter Klasse? Zumal eine Situation wie jetzt für Frankreich im Laufe eines großen Turniers im Normalfall höchstens ein- bis zweimal vorkommt; da gibt es andere, wesentlich häufigere Probleme...

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etheReal 16.06.2014, 15:41
47. Technologie hilft

Zitat von ckone72
Die Technik ist schön, aber ich bin kein Freund davon. (...) Wenn alles technisiert wird: Wo bleibt dann der Spaß und die Leidenschaft ?
Wie kommt es dann, dass bei Sportarten wie Eishockey, Basketball oder American Football die Leidenschaft immer noch da ist? Laut ihrer These müssten diese Sportarten seit vielen Jahren total langweilige "Roboter-Matches" geworden sein, weil sie mannigfaltige Technologien zur Unterstützung der Schiedsrichter nutzen.
In der Realität tragen solche Hilfen aber zur Fairness des Spiels bei, und machen das Ganze eher spannender - weil es nämlich wirklich auf das Spiel der Mannschaften ankommt, und nicht darauf, dass man vielleicht einen "gnädigen" (oder blinden) Schiri erwischt!

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Robert_Rostock 16.06.2014, 16:46
48.

Zitat von ckone72
Torlinientechnik schön und gut. Der Ball war drin. Gut erkannt. Und wie hilft sowas bei falschen Elfmetern (1:0 für Spanien) oder dem Foul am Torwart, in dessen Folge es das 3:1 für NL gab ? Die Technik ist schön, aber ich bin kein ......
Genau! Weg mit den ganzen technische Hilfsmitteln! Aber bitte konsequent, also auch weg mit der Armbanduhr. Ein guter Schiri hat es im Gefühl, wann eine Halbzeit um ist.
Und wenn ein Schiri mal 3 Spiele lang keinen Fehler macht, sofort sperren. Weil - der macht das Spiel, den Spaß, die Leidenschaft kaputt.

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Robert_Rostock 16.06.2014, 16:50
49.

Zitat von Sumiciu
... Aber als Frage bleibt z.B., warum man denn dann nicht Nägel mit Köpfen macht und auch den Mexikanern die zwei Tore aus dem Kamerun-Spiel anerkennt - die waren ja noch deutlicher drin und wurden fälschlicherweise aberkannt. Oder gibt es etwa Fehlentscheidungen erster und zweiter Klasse? Zumal eine Situation wie jetzt für Frankreich im Laufe eines großen Turniers im Normalfall höchstens ein- bis zweimal vorkommt; da gibt es andere, wesentlich häufigere Probleme...
Bei den aberkannten Toren der Mexikaner ging es nicht darum, ob der Ball im Tor war oder nicht, sondern um Abseits oder/und Foul. Und das ist mit technischen Hilfsmitteln nicht zu entscheiden.

Im Falle Abseits ist es eigentlich auch von Menschen kaum hundertprozentig exakt zu entscheiden. Weil ein Mensch nicht gleichzeitig in zwei Richtungen gucken kann: Zum Stürmer (ist der nun vor dem Abwehrspieler oder nicht) und zum ggf 20-50-70 Meter weiter hinten befindlichen Passgeber (wann genau ist der Moment der Ballabgabe).

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