Forum: Sport
Eishockey: Der miese Job der Prügelprofis

Eine*Serie von Todesfällen erschüttert die nordamerikanische Eishockeyliga NHL. Die Männer gehörten zum Spielertyp des "Enforcers", sie treten bei*Schlägereien auf den Plan. Kollegen und Ligachefs*sind schockiert, nun fragen sich viele: Braucht der Sport diese professionellen*Prügelknaben?

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TomBlatt 04.09.2011, 13:42
1. Bitte?

400.000 Euro ist doch völlig genug. Ich würde eher sagen, die anderen verdienen zu viel! Aber im Sport sind die Relationen sowieso völlig abgehoben, wenn einmal die Einnahmen mit den Spielergehältern korreliert werden. Kein Wunder das halb Fußballeuropa verschuldet ist, und ebenfalls kein Wunder, dass dann die dubios reich gewordenen Osteuropäer, Araber kommen und hier ihre Spielchen treiben. Wer seine Seele verkauft...

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alexan- 04.09.2011, 14:10
2. ohhh, die armen Haudegen...

Also ich verstehe die Aufregung nicht so ganz..!!! Diese Prügelknaben halten freiwillig auf gut Deutsch gesagt "ihre Fresse" hin und kassieren dafür fast eine halbe Millionen Dollar!!! Was soll der Blödsinn, diese Herrschaften als arme Kreaturen darzustellen???... Diese Typen könnten genausogut einen anderen, weniger "gefährlichen" Job ergreifen.. Wie heißt es so schön "Jeder ist seines eigenes Glückes....."

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rainer_d 04.09.2011, 14:12
3. Naja

Zitat von TomBlatt
400.000 Euro ist doch völlig genug. Ich würde eher sagen, die anderen verdienen zu viel! Aber im Sport sind die Relationen sowieso völlig abgehoben, wenn einmal die Einnahmen mit den Spielergehältern korreliert werden. Kein Wunder das halb Fußballeuropa verschuldet ist, und ebenfalls kein Wunder, dass dann die dubios reich gewordenen Osteuropäer, Araber kommen und hier ihre Spielchen treiben. Wer seine Seele verkauft...

Das ist relativ.
Den Job hätten die Leute sowieso nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter machen können, da stimmen Sie mir doch zu?
Und ob die dann nach der "Karriere" noch zu was anderem fähig sind, ist die andere Frage.
Also sind 400k eher auf niedrigen Seite.
Allerdings ist vor dem Hintergrund, dass man hinterher potentiell ein Fall für die Klapse ist, so ziemlich jedes Gehalt zu wenig, fürchte ich.

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Kalix 04.09.2011, 14:24
4. Jagt sie aus dem (Geld) Tempel.

Zitat von alexan-
Also ich verstehe die Aufregung nicht so ganz..!!! Diese Prügelknaben halten freiwillig auf gut Deutsch gesagt "ihre Fresse" hin und kassieren dafür fast eine halbe Millionen Dollar!!! Was soll der Blödsinn, diese Herrschaften als arme Kreaturen darzustellen???... Diese Typen könnten genausogut einen anderen, weniger "gefährlichen" Job ergreifen.. Wie heißt es so schön "Jeder ist seines eigenes Glückes....."
Die Recherchen sind korrekt; seit 15 Jahren spielen in jeder Mannschaft Vertreter, deren einzige Aufgabe es ist, den Spielmacher der gegnerischen Mannschaft durch körperverletzende Fouls auszuschalten. Für mich sind das die perfiden Auswirkungen des NHL-Systems, welches zum Glück in Deutschland gescheitert ist; die DEL ist fix und fertig. Es geht um zuviel Geld, für die Vereine, für die Spieler und für die Aufrechterhaltung des NHL - Systems.
Wie ist die Realität in der NHL: a) 70% der Plätze werden von Firmen gekauft; in der Vorrunde beträgt die Auslastung der Stadien unter 50%. b) die Spiele sind so langweilig, daß mit den Freikarten Mitarbeiter und Kunden/Lieferanten "belohnt werden". b) Dann kommen die Play-Offs; die Werbeeinnahmen steigern sich in ungeahnte Höhen; die Spieler steigern sich in ungeahnte Euphorien. Ab sofort geht es nur noch um's GeLd und fast alles ist erlaubt. Der schönste, historisch der älteste Sport wird zerstört; der Stanley Cup verkommt zum Kaugummiautomaten.

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TommyCheung 04.09.2011, 14:28
5. Hit Somebody!

Geld hin oder her -- aendern tut sich nix "as long as the crowds eat it up". Warren Z schrieb vor langen Jahren dies:

Hit Somebody! (The Hockey Song)

He was born in Big Beaver by the borderline
He started playing hockey by the time he was nine
His dad took the hose and froze the back yard
And Little Buddy dreamed he was Rocket Richard
He grew up big and he grew up tough
He saw himself scoring for the Wings or Canucks
But he wasn't that good with a puck

Buddy's real talent was beating people up
His heart wasn't in it but the crowd ate it up
Through pee-wee's and juniors, midgets and mites
He must have racked up more than six hundred fights
A scout from the flames came down from Saskatoon
Said, "There's always room on our team for a goon
Son, we've always got room for a goon"

There were Swedes to the left of him
Russians to the right
A Czech at the blue line looking for a fight
Brains over brawn - that might work for you
But what's a Canadian farm boy to do
What else can a farm boy from Canada to do
But what's a Canadian farm boy to do
What else can a farm boy from Canada to do

Hit somebody! was what the crowd roared
When Buddy the goon came over the boards
"Coach," he'd say, "I wanna score goals"
The coach said, "Buddy, remember your role
The fast guys get paid, they shoot, they score
Protect them, Buddy, that's what you're here for

Protection is what you're here for
Protection - it's the stars that score
Protection - kick somebody's ass
Protection - don't put the biscuit in the basket just
Hit some, Buddy! it rang in his ears
Blood on the ice ran down through the years
The king of the goons with a box for a throne
A thousand stitches and broken bones
He never lost a fight on his icy patrol
But deep inside, Buddy only dreamed of a goal
He just wanted one damn goal

... und mehr. Buddy darf das Tor schiessen. Das kostet allerdings ...

check it out http://www.youtube.com/watch?v=ufEtQcisrgg

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Strai 04.09.2011, 14:28
6. Kein Sport

Prügeln gehört also dazu? Und das nennt sich Sport? Da bin ich doch froh, dass bspw. in der Fußball-Bundesliga schon der Versuch des Nachtretens mit einer Sperre geahndet wird.

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Wellington 04.09.2011, 14:29
7. Was ist der Zweck dieses Artikels?

in Deutschland protestieren die Fans in den Stadien gegen dieses inzwischen langweilige DEL - Eishockey, hervorgerufen durch zu scharfe Regelauslegungen. Eishockey ist eine kampf - und körperbetonte Sportart, bei der auch Auseinandersetzungen vor Ort ausgetragen werden. Dies hat nichts mit der Fairnis in anderen Sportarten zu tun, den es ist unehrenhaft sich einem Kampf zu entziehen. Ein Spieler der dies tut, die gabe es auch, hatte keine Freunde mehr im eigenen Team.

Natürlich muss die medizinische Betreuung der Spieler nach Kopfverletzungen stimmen um Folgeschäden zu vermeiden, aber muss man deshalb gleich das System des Sports in verruf bringen?

Die Spieler werden gut bezahlt und ein normaler Arbeitnehmer in Nordamerika braucht mit Sicherheit 10-15 Jahre um Brutto das zu erarbeiten, was diese Profispieler in einer Saison erhalten. Man darf nicht vergessen, es sind Ergänzungsspieler und nicht die Top-Leistungsträger in den Teams.
Die Risiken dieses Jobs sind bekannt. Wer es nicht aushält muss es in Europa versuchen, da geht es beschaulicher zu.

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Linden70 04.09.2011, 14:32
8. Fighter

Leider wurde in dem Beitrag nicht genau gesagt, was es bedeutet, Fighter in der NHL zu sein: die Jungs kämpfen mit den b l a n k e n Fäusten, gehen nicht selten daher blutend auf die Strafbank oder direkt in die Kabine. Wenn du, wenn es hoch kommt 5 Spiele die Woche hast und jeden dieser Abende kämpfst, geht das extrem an die Substanz.

Ich denke, die Zeit der Kämpfe(r) in der NHL geht ohnehin vorbei, dafür gibt es Anzeichen:
-es gibt immer mehr kleinere, schnellere, technisch versiertere Spieler (teilweise sogar weit unter 1,80m), um die Attraktivität des Spiels zu erhöhen,
-Stanley-Cup-Finalist Vancouver kam letztes Jahr weitestgehend ohne klassischen Kämpfer aus,
-krachende Checks sind eh spektakulärer als langweilige Fights, die den Spielfluss unterbrechen

Noch etwas zu de Fightern: keiner spielt in seiner Jugend (wo die NHL auf sie aufmerksam wird und sie später im Draft auswählt) wirklich diesen Job (wo es auch verboten ist), vielmehr sind diese Jungs auch allesamt gute Spieler mit vielen Toren und Vorlagen - sie werden erst zu diesem Typus, um einen Platz in der Glamour-Welt abzubekommen...

(Vergleiche mit Profi-Radsportlern, die spätestens mit dem Eintritt in den Senioren-Bereich anfangen müssen zu dopen, um einen Platz im System zu haben.)

Und bitte: der Zusammenhang zwischen dem gewaltigen öffentlichen Interesse einerseits (Medien aller Art füllen ihr Programm - würde Sky überhaupt jemand kaufen ohne Fußball ?) und dem damit einhergehenden Einnahmen sollten schon den Profis in gerechten Anteil zugehen, wenn dieses Gleichgewicht nicht mehr stimmt, gibt es halt einen Arbeitskampf, wie zur Zeit in der NBA oder vor kurzem in den spanischen Fußball-Profi-Ligen.

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Wellington 04.09.2011, 14:43
9. Stimmt nicht ganz

Zitat von Kalix
Die Recherchen sind korrekt; seit 15 Jahren spielen in jeder Mannschaft Vertreter, deren einzige Aufgabe es ist, den Spielmacher der gegnerischen Mannschaft durch körperverletzende Fouls auszuschalten. Für mich sind das die perfiden Auswirkungen des NHL-Systems, welches zum Glück in Deutschland gescheitert ist; die DEL ist fix und fertig. Es geht um zuviel Geld, für die Vereine, für die Spieler und für die Aufrechterhaltung des NHL - Systems. Wie ist die Realität in der NHL: a) 70% der Plätze werden von Firmen gekauft; in der Vorrunde beträgt die Auslastung der Stadien unter 50%. b) die Spiele sind so langweilig, daß mit den Freikarten Mitarbeiter und Kunden/Lieferanten "belohnt werden". b) Dann kommen die Play-Offs; die Werbeeinnahmen steigern sich in ungeahnte Höhen; die Spieler steigern sich in ungeahnte Euphorien. Ab sofort geht es nur noch um's GeLd und fast alles ist erlaubt. Der schönste, historisch der älteste Sport wird zerstört; der Stanley Cup verkommt zum Kaugummiautomaten.
In den 70er Jahren hat eine ganze Mannschaft mit solch einem Spielsystem den Stanley Cup gewonnen, die Philadelphia Flyers.

In Montreal und Toronto ist es so, dass die Stadien auf Jahre ausgebucht sind und zwar von Fans. Dort werden Dauerkartenplätze teilweise vererbt.

Das ganze Spiel ist, so wie in Deutschland, durch unnötige Regeländerungen "verschlechtbessert" worden. Früher gingen auch mal ganze Teams auf das Eis und haben sich mal ordentlich verprügelt. Dies ist alles nicht mehr möglich ohne eine Strafenorgie zu kassieren. Auch in der NHL wurde dies über den Kopf der Fans vom Zaun gebrochen. In den letzten 20 Jahren wurden hierüber zahlreiche Umfragen von der Fachzeitschrift The Hockey Nes veranstaltet. das Ergebnis war immer in etwas gleich, lasst die Finger von den Regeln wir wollen Kämpfe sehen. Es ist in der Tradition der NHL so seit fast 100 jahren.

Ein großer Grund für diese Situation ist die übermässige Ausdehnung in die USA und die Tarifverträge, die den Spielern mehr Wechselmöglichkeiten erlaubten. dies lies auch die Gehälter massiv ansteigen und damit auch die Manager der Spieler mehr verdienen.
Gleichzeitig haben es Teams die das Land Canada auf dem Eis repräsentieren immer schwerer, obwohl z.B. die Montreal Canadiens viel für den guten Ruf der NHL getan haben, gehören sie heute nur noch zu den Guten, aber leider nicht zu den sehr guten, da immer wieder Spieler weggekauft werden. Trotz 99%iger Auslastung der Halle.

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