Forum: Sport
Eishockey in Deutschland: Unterkühltes Geschäft
Simon Hofmann Getty Images

Eishockey ist in Deutschland ein Minusgeschäft. Viele Klubs sammeln Verbindlichkeiten in Millionenhöhe und sind von großen Geldgebern abhängig. Ohne die Zuschüsse würde der Sport kaum funktionieren.

Seite 2 von 4
sven2016 18.04.2019, 21:19
10. Ich finde, Eishockey lebt vom Erlebnis

im Stadion. Im TV ist das zu steril und leblos.

Die Liga kann sich freuen, dass Sport1 und Magenta für Übertragungen zahlen.

Bei den geringen Einnahmen müssten die Aufwendungen der Vereine angepasst werden. Dann eben Amateurliga, wenn es sein muss.

Eine Liga, die aus Privatclubs von Millionären besteht, wie in den USA, ist, genau betrachtet, absurd.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 18.04.2019, 21:32
11.

In der Champions Hockey League hat es dieses Jahr ein Team bis ins Finale geschafft. So schlecht kann also die Liga nicht sein. Wie viel konnte man darüber bei SPON lesen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flars1985 18.04.2019, 22:03
12. Komische Kommentare hier...

Eishockeyspieler sollen also laut einiger Kommentatoren hier als Amateure spielen und neben der Arbeit 2 mal täglich trainieren, weil sie auf Mäzene angewiesen sind. Zeitgleich sind die gleichen Summen beim Fußball in einer dritten Liga selbstverständlich.

Dann können wir ja gleich alle Sportarten außer Fußball einstampfen und die Sponsorengelder der anderen Sportarten auch noch dem Fußball zukommen lassen.

Ich bin sehr dankbar, dass es auch noch Personen und Firmen gibt die ander Sportarten wie Eishockey, Handball und Eishockey am Leben halten, vielleicht sogar Wasserball, Volleyball oder noch weniger präsente Sportarten.

Und wer Eishockey mit einer Massenschlägerei gleichsetzt hat einfach keine Ahnung. Natürlich geht es manchmal turbulent zu, aber jeder den den Sport selbst einmal betrieben hat weiß, dass es sich beispielsweise vor dem Toren nach dem Pfiff ziemlich klare Abläufe gibt. Das löst sich auf und nach dem nächsten Bully geht es normal weiter.
Vielleicht für viele Anhänger von Sportarten, bei der jeder Kontakt für einen Einsatz des Mannschaftsarztes sorgt, kaum vorstellbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alt-nassauer 18.04.2019, 23:52
13. Was ist komisch an den Kommentaren?

Zitat von flars1985
Eishockeyspieler sollen also laut einiger Kommentatoren hier als Amateure spielen und neben der Arbeit 2 mal täglich trainieren, weil sie auf Mäzene angewiesen sind. Zeitgleich sind die gleichen Summen beim Fußball in einer dritten Liga selbstverständlich. Dann können wir ja gleich alle Sportarten außer Fußball einstampfen und die Sponsorengelder der anderen Sportarten auch noch dem Fußball zukommen lassen. Ich bin sehr dankbar, dass es auch noch Personen und Firmen gibt die ander Sportarten wie Eishockey, Handball und Eishockey am Leben halten, vielleicht sogar Wasserball, Volleyball oder noch weniger präsente Sportarten. Und wer Eishockey mit einer Massenschlägerei gleichsetzt hat einfach keine Ahnung. Natürlich geht es manchmal turbulent zu, aber jeder den den Sport selbst einmal betrieben hat weiß, dass es sich beispielsweise vor dem Toren nach dem Pfiff ziemlich klare Abläufe gibt. Das löst sich auf und nach dem nächsten Bully geht es normal weiter. Vielleicht für viele Anhänger von Sportarten, bei der jeder Kontakt für einen Einsatz des Mannschaftsarztes sorgt, kaum vorstellbar.
Es wurde festgestellt - Eishockeyspieler verdienen im Durchschnitt 150.000 Euro. Wären pro Monat 12.500 Euro. Wobei es ja Saisons-Spieler sind. Weil ziemlich lange Spielpausen! Hab ja das Beispiel gebracht das sich Spieler schon "arbeitslos" gemeldet haben.

Fußball 3. Liga mit Profi-Verträgen liegt die Spann breite Verdienst Monatlich zwischen 2000 und 10.000 Euro pro Monat. Wobei es nicht wenige Spieler gibt, die Tatsächlich noch einer Arbeit nach gehen. Sowie es der Trainingsplan und der AG es zulässt.

So und jetzt kommt es, die 3. Fußball-Liga in D ist genauso Pleite, eben so ein Verlustgeschäft wie das Eishockey. Im Prinzip das gleiche in Grün. Nur das der DFB/DFL wohl als reichster Verband bzw. den schwarzen Peter den Vereinen zuschiebt.

Rot-Weiß Erfurt hat im letzten Jahr Insolvenz angemeldet und spielt nun vierte Spielklasse Regionalliga Nordost und somit Amateure.

Weshalb sollte das nicht auch für Eishockey gelten. Geld der Reichen oder Mäzene reicht nicht. Lohngefüge der Profis ist zu Hoch. Also sollten diese Herren neben dem Sport auch mit Arbeiten gehen für ihren Lebensunterhalt sorgen.. In der 3. Fußball Liga ist es auch nicht immer der Fußball, der zum Lebensunterhalt genügt.

Wenn es dem so ist, ist auch die 3. Liga irgendwann Geschichte als Profi-Liga! Letztendlich alle Sportarten die sich keine Profi-Sportler leisten können....

Ich frage mich schon bei einigen Gehältern - Fußball so wie so weshalb man auch im Handball 30.000 Euro pro Monat kassieren kann. Von mir aus nennen sie es Neid. Nein es ist für mich die Verhältnismäßigkeit... Außer Lohn gibt es ja für besonders gute Sportler auch noch weitere Einnahmequellen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der_rookie 19.04.2019, 06:33
14. Hm

Ein Hoch auf die Mäzene im Deutschen Sport. Mir ist es allemal lieber wenn diese Ihr Geld hierzulande an einen Verein ihrer Wahl verschenken (ob mit Sinn und Verstand ist mir egal) als es in Steueroasen zu verstecken!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rechtschreibprüfer_der 19.04.2019, 08:41
15.

Zitat von flux71
Wer mal ein Spiel live gesehen hat und das mit einem Fußballspiel vergleicht, dem fällt die Langeweile auf, die Fußball verströhmt.
Und ich "langweile" mich beim Eishockey. Das liegt an unterschiedlichen persönlichen Interessen und nicht daran, ob ein Sport per se lang- oder kurzweilig ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuechenchef 19.04.2019, 09:14
16. Nicht mal das,

Zitat von coasttocoast
Ein tendenziöser Artikel...
sondern vor allem ein sehr schlecht recherchierter Artikel. Wenn ein Journalist ohne Hintergrundwissen ausgerechnet auf Quellen wie die aus Hannover und Straubingen trifft...genau so gut könnte man den SPON-Hobbykoch bei der Lega Nord zur Lage der Sozialdemokratie in Schweden recherchieren lassen, das Ergebnis wäre kaum weniger niederschmetternd hinsichtlich der Werthaltigkeit.
Hopp ist kein Mäzen, da wird Geld verdient, die Halle bespielt (die, das nur nebenbei, über 30 Jahre von der Stadt abbezahlt wird und dann, wenn abbruchreif, in deren Besitz übergeht...). Die braune Limonadenfirma aus Fuschl am See ist kein Mäzen, Red Bull München ist eine Konzerntochter. AEG ist kein Mäzen der Eisbären, siehe Hopp/Halle und RB/Konzerntochter (das hätte man sich aber erarbeiten können als Journalist, wurde man doch in der Frage der Halle (Ankermieter in Hannover schon mit der Nase daraufgestoßen).

Darüber hinaus gibt es dann noch Sponsoren und Gesellschafter, und bei letzteren dürfte hier und da auch das Thema Steuervermeidung eine Rolle spielen. Mäzenatentum jedenfalls ist längst eher die absolute Ausnahme (wenn bspw der mit den Haaren in Nürnberg einen Spieler unbedingt haben will, und Vertrags-Angebote erhöht, obwohl er rechtlich gar keine Funktion in Nürnberg ausübt (zum Glück aber gibt es in der DEL natürlich keine verlogenene "50+1 mit der Ausnahme als"-Regel wie bei den Fußlümmlern, daß man sich da echauffieren müsste)). Wie es das auch nicht mehr in der DFL gibt, wo es noch bis in die 90er Jahre Gang und Gäbe war, das Transfers und Gehälter auch schon mal von echten Mäzenen übernommen wurden (vor TPO und nachfolgenden Konstrukten).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Buchungsknecht 19.04.2019, 09:44
17. Zu DEL und deutschem Eishockey hätte man viel schreiben können

O.K., irgendjemand mit schlechter Laune hat sich in Niedersachen verlaufen, musste noch einen Artikel abgeben und verirrte sich an den Tresen von Herrn Stichnoth.
Keine Sportart außer Erst- und Zweitligafußball kommt in Deutschland ohne Sponsoren aus. Das ist doch nichts Neues.
Bevor ich vor ein paar Wochen meinen VHS-Videorekorder entsorgt habe, habe ich mir noch einmal ein Spiel aus den 90er Jahren angesehen. Die Liga hat sich stark zum Positiven verändert. Allerdings gibt es mindestens drei Qualitäts-Klassen von deutschen Spielern in der DEL. Die „Ausgeglichenheit“ der Liga wird dadurch hergestellt, dass bei den „kleinen“ Mannschaften und langsamen deutschen Verteidigern (Reul …), die Fouls (Haken, Halten, Behinderung …), die das Spiel verlangsamen, nicht geahndet werden.
Ich würde es begrüßen, wenn Checks gegen den Kopf- und Nackenbereich und Faustschläge härter bestraft würden. Das liegt in den Händen von Boos, Brüggemann und den Schiedsrichtern, die alle einen schlechten Job machen. Nur darf keiner darüber sprechen. Es besteht ein DEL-Magenta-Sprechverbot. Das ist ein Skandal! Dazu kommt, dass die – ehrlich – geschätzten Fachkommentatoren Renz und Goldmann, die nicht wirklich für Ihre läuferischen Qualitäten und ihre feine Klinge berühmt waren, Sätze heraushauen wie: Das ist Play-Off-Härte, die Spieler sollen entscheiden, Blah. Trotzdem gibt es auf jedem Schützenfest, bei jeder Kirmes mehr Schlägereien als bei DEL-Spielen.
Seit einigen Jahren zeigt sich die deutsche Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften läuferisch, spielerisch und taktisch stark verbessert. Seit gestern sind alle DEB-Nachwuchsmannschaften wieder erstklassig. Im Rahmen der Euro-Hockey-Challenge 2019 zeigen ein neuer Bundestrainer und viele junge Spieler (Bokk/Tuomie/Bergmann …) sehr gute Leistungen. Viele deutsche Nachwuchsspieler nehmen die Herausforderung Nordamerika an und können dort bestehen. Beim diesjährigen NHL-Draft werden wieder Deutsche an herausgehobenen Positionen gezogen werden. Der zweitbeste NHL-Torschütze 2018/2019 ist ein Deutscher.
Über das deutsche Eishockey und die DEL hätte man viel schreiben können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
linus40 19.04.2019, 09:50
18. Traurig

Ich kann den Wahrheitsgehalt des Artikels nicht beurteilen, da ich noch nie bei einem Spiel war und eishockey bestenfalls bei olympia schaue. Trotzdem ist es traurig zu sehen, wie wenig ein solch (wahrscheinlich) attraktiver Sport präsent ist und wie er auch wie andere tolle Sportarten nicht gegen den allgegenwärtigen Fussball ankommt. Ich bin zwar bekennender Fussball hasser ( allein aus Angst um Leib und Leben würde ich nie einen Fuss in ein Stadion setzen), aber unabhängig davon ist gibt es win deutliches Missverhältnis in der Medienpräsenz zwischen den Sportarten. Es ärgert mich ungemein, das meine Fernsehgebühren dafür verschwendet werden, dass i.d.R. ziemlich tumben Sportlern und Stadiobesuchern ein Forum zu bieten. Der Auftrag des öffentl. rechtl. Rundfunks ist hier nur noch eine Karikatur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
clayton24 19.04.2019, 10:22
19. Schwacher Artikel

die DFL profitiert doch nur davon, das fast sämtliche öffentl. rechtl. Sportformate zu 85% Fußball und da nur zu gerne den FC Bayern bringen. Wohlgemerkt neben den Pay TV Formaten die auch exorbitante Einnahmen generieren. Da fällt die Vermarktung und somit die Generierung von hohen Werbeeinnahmen viel leichter. Mit vollen Hosen ist halt gut stinken. Mal abgesehen davon das die Gehälter im Fußball schon extrem seltsame Auswüchse angenommen haben (Preis & Leistung???) )0 Minuten Fußball und bestenfalls 10 echte Torchancen - da gähnt jeder Eishockeyfan nur...Wenn sich der Autor etwas mehr mit der Materie beschäftigen würde, käme ein differenzierter Artikel heraus. Die Sportart ist hoch attraktiv, taktisch und technisch höchst Anspruchsvoll schnell und man bekommt 60 Minuten netto Sport fesselnd wie kaum eine Mannschaftssportart der Welt. Wer mal ein DEL Spiel besucht wird das bestätigen. Raufereien finden übrigens kaum noch statt. Übrigens sind Schwalben sind verpönt und der Videobeweis funktioniert tadellos. Wenn die deutsche Medienwelt (vor allem Fernsehbilder bringen die höheren Einnahmemöglichkeiten) mal honorieren würde, dass das kleine Eishockeydeutschland Superstar wie Leon Draisaitl oder andere gestandene NHL Spieler wie Greiss, Rieder, Kühnhackl hervorbringt wäre diesem Sport sehr geholfen Selbst die Internetseite NHL.com bringt mittlerweile mehr über deutsche Eishockeyspieler und den Sport (ürigens in deutsch) als alle Meiden deutschlandweit zusammen. Ist eigentlich jemand aufgefallen das in NA die Trickots keinerlei Werbung aufweisen, Club Besitzer Geld verdienen und Spieler wie Draisaittl 8,5 Mio. $ verdienen ? Mal abgesehen davon das die Spieler eine Rente beziehen und die Gehälter offen liegen ? Die stellen spielend die DFL in den Schatten - und da rede ich nichtmal von Football, Baseball, Basketball usw. - da ist Deutschland wenn man die gesamtzahl der Clubs und budgets betrachtet dann doch noch in den Vermarktungskinderschuhen ;) ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 4