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Eiskunstlauf bei Olympia: Das ist Kunst, das kann weg!
AFP

Warum ich Eiskunstlauf hasse.

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schewatz 23.02.2018, 08:19
1. Dieser Kommentar

zeigt exemplarisch die ganze Misere unserer effizienzbasierten neuen Zeit.
Wenn man sich ernsthaft mit dieser Kurzsichtigkeit beschäftigen wollte, müsste man genauso fragen, wie wissenschaftlich optimierte Technik im Material zur Sportlichkeit passt im Wettkampf der Ingenieure und Mediziner.

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Maverlized 23.02.2018, 08:22
2. und curling ist ein Spiel …

… kein Sport.
Sonst könnte man auch Skat und Schach olympisch werden lassen, hm?
Sehen Sie, wie unsinnig und polemisch Ihr Beitrag ist?
Zu Olympia gehört eben auch eine gewisse Tradition. Und Eiskunstlauf ist ein olympischer Klassiker mit Emotionen, der die Spiele trägt. Man erinnere sich nur an unsere Paarläufer. Der sog. „Olympische Gedanke“ beinhaltet nicht nur das „Schneller, Höher, Weiter“
Noch ein Aspekt: Wo Kunst benotet wird, hat Doping viel weniger Einfluss. Schon deshalb ist diese SPORTART olympischer als viele andere.

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steph_der_r 23.02.2018, 08:24
3. Richtig so.

viel mehr gibt's dazu wohl nicht zu sagen. verhält sich ähnlich mit Turmspringen, Synchronschwimmen und dieser Trippel-Trappel-Kür auf dem Pferd im Sommer.

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neurobi 23.02.2018, 08:30
4.

Volle Zustimmung.
Mir fallen da noch die Haltungsnoten beim Skispringen ein, die mitunter dazu führen das jemand am weitesten springt und trotzdem nicht gewinnt.

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Larnaveux 23.02.2018, 08:33
5. Agent provocateur

Irgendwie scheint mir, dass Herr Helms den Auftrag bekommen hat, mal was ganz Provokantes zu schreiben. Und dann hat er gegrübelt, und dann ist dieses recht konfuse Werk hier herausgekommen.
Wohlgemerkt, jedem ist es natürlich selbst überlassen, was man schön findet und was nicht, was man mag und was nicht. Ich kann zum Beispiel verstehen, wenn es Leute gibt, die sagen: "Ich mag keine dauerlächelnden Eiskratzer in Pailletten." Warum auch nicht? Ich schaue mir das auch nur selten an, weil es mir auf die Nerven geht, ein oder zwei Leute über das Eis schrammen und von Zeit zu Zeit hochhüpfen zu sehen, während irgendeine Melodie im Hintergrund dudelt, die aber in der Darbietung selten wirklich beachtet wird. Man könnte bei den allermeisten Vorführungen die häufig einfach nervende Musik austauschen, und es würde an der Darbietung der Läufer vermutlich überhaupt nichts ändern.
Aber wie kommt Herr Helms darauf, dass es ein Grundversprechen des Sports ist, dass man aussehen kann, wie man will? Das ist doch vollkommener Humbug. Neben vollständig messbaren Wettkämpfen im Stile von höher-weiter-schneller gab es immer schon auch Wettbewerbe, in denen die Ästhetik mindestens teilweise eine große Rolle spielt. Eiskunstlauf ist eine der ältesten Disziplinen des modernen Sports, und Herr Helms beschreibt ja auch sehr schön, was für eine sportliche Höchstleistung die Läufer da vollbringen. Wenn auch in Pailletten.
Und Ästhetik soll keine Rolle spielen? Da bringt der Artikel die Halfpipe-Wettbewerbe, die angeblich in ihrer Wertung nur mit Höhe, Schwierigkeit, Ausführung und Vielfalt zu tun haben, Eiskunstlauf aber zusätzlich mit Komposition und Interpretation. Und da muss ich wirklich schmunzeln, denn was sind denn die Halfpipe-Kriterien "Ausführung" und "Vielfalt"? Genau: "Vielfalt" ist auch eine Art von Komposition der Gesamtvorführung, und "Ausführung" ist nichts anderes als ein subjektiv gefallendes Kriterium, das in angeblich objektivierende Wertungskriterien gepresst wird. Im Prinzip gilt das auch für die Wertung der Sprungelemente. Warum ist Sprung A soviel wert, Sprung B aber nur soviel? Genau, weil es irgendwann einmal Leute subjektiv entschieden haben. Originell ist hierbei, dass oftmals Halfpipe-Wettbewerbe so stylish sind, dass man sie auch noch unter dröhnender Musik ertragen muss. Lustig: Ein Wettkampf, in dem Leute gleiten und springen und danach bewertet werden, alles zu irgendeiner Musik. Man könnte an Eiskunstlauf denken. Aber es ist Halfpipe.
Ähnlich ist es beim Skispringen. Da gibt es sogar Haltungsnoten für die verschiedenen Phasen des Sprunges bis zum Auslauf. Es gewinnt bei weitem nicht derjenige, der am weitesten springt! Da gibt es Punktrichter, die BEWERTEN den Sprung. Wie auch die Leistung der Eiskunstläufer bewertet wird. Oder die der Halfpipe-Künstler.
Herr Helms, Sie können gerne Eiskunstlauf blöd finden. Ich find's manchmal auch blöd (wobei ich zugeben muss, dass ich mir die Kür von Savchenko / Massot bestimmt ein Dutzend Mal angeschaut habe. Sensationell!!!). Ihr Argument allerdings, dass Eiskunstlauf sich von allen anderen Sportarten bei den Olympischen Spielen unterscheidet, ist hanebüchen, weil es einfach nicht stimmt.

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Waldemar Peschel 23.02.2018, 08:37
6. ...imim Prinzip richtig aber!

TV ist eine visuelle Sache und nirgendwo sonst im Wintersport steht hier die visuelle Ausstrahlung im Vordergrund. Meinen Sie die in Pelle gehüllten Rodler, die mit Badekappe laufenden Eisschnellläufer, ein Skispringenden Männchen, was nur durch seinen übergroßen Anzug als solcher erkennbar ist...sind optisch eine Augenweide? Für den gemeinen Zuschauer sind Haltungsbewertungen im Skispringen kaum unterscheidbar, bekommt er beim spektakulären Freestyle schon beim Zuschauen einen Drehwurm und beim Skilanglauf hängt den Meisten der Sabber schon nach der Hälfte aus dem Mund.
Wenn uns beim EKL eine Darbietung fesselt, emotional anspricht durch Bewegung, Musik und Ausstrahlung, trotz Sturz noch gelächelt wird und zum großen Finale geblasen wird, dann erleben wir echten Sport, der sich als einziger auch Kunst nennen darf. Wie ist es denn die Schlittschuhkünste des Autors bestellt, dass er EKL mit Ballett gleichsetzt?
mit eingedrehtem Axel grüßend der A.

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djxm 23.02.2018, 08:38
7. Hhmm

Ich weiß nicht, ob ich das so schwarz/weiß betrachten würde.

Bin jetzt kein Experte für das Thema und ich störe mich auch daran, wenn ein Team in der B-Note verschaukelt wird. Harte Fakten wären da einfacher.
Aber Figure Skating (guck, im Englischen steht da das mit der Kunst gar nicht) hat global regelmäßig die höchsten Einschaltquoten - extrem populär in Nordamerika, Mittel-/Osteuropa und Asien. Die Sieger oft auch extrem verteilt. Da gewinnen nicht immer nur die Niederlande.

So schauen Typen wie ich wenigstens auch mal sowas - da kann ich meine zarte Seite kennenlernen! Wenn es nur um Blumensträuße ginge, würde ich nicht einschalten.

Und die Kür von Aljona Savtchenko und Bruno Massot hat mich schwer beeindruckt.

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ptb29 23.02.2018, 08:39
8.

Eiskunstlauf gehört zu den ersten Sportarten, die bei Olympischen Spielen ausgeführt wurden. Allein Schlittschuhlaufen ist schwer genug und dazu noch hopsen und Kringel drehen. Ich könnte dagegen sehr gut auf die Fun-Ski-Veranstaltungen verzichten.

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robertl 23.02.2018, 08:42
9. Goldmedaille für Schriftsteller?

ohhhh mann was für ein (meiner Meinung nach) unnützer Kommentar. Als ob es bei Eiskunstlauf nur darum geht, dass man schön lächelt. Einen Pulitzer-Preis werden Sie mit diesem Kommentar sicherlich nicht gewinnen.....apropos wie sind eigentlich die Kriterien für einen Pulitzer-Preis? Tippgeschwindigkeit? Länge des Textes? Wörter pro DinA4 Seite? Glaube ich nicht.....so nebenbei, der Pulitzer-Preis besteht unter anderen auch aus einer Goldmedaille ;-)

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