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Eiskunstlauf bei Olympia: Das ist Kunst, das kann weg!
AFP

Warum ich Eiskunstlauf hasse.

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troll-ex 23.02.2018, 16:29
100. Jaja, die Mit-Glieder wieder.

Zum Artikel bleibt eigentlich nur zu sagen, dass Erich etwas ratlos zurück lässt. Soll es Satire sein? Oder wenn er ernst gemeint ist, wieso dann so plump und nicht noch schärfer?

Zum Rest der Kommentatorenmeute: Ich gehe mal stark von einem 95–99% Anteil Männern aus, die sich hier wieder auslassen und sich mit stolzgeschwellter Brust gegenseitig versichern müssen, dass alles, was nicht irgendeiner heteronormativen Sicht auf sportlichen Wettkampf entspricht natürlich und widerspruchslos doof sein muss (Natürlich gibt es zum Glück auch ein paar Leute mit Eiern, die dem trotzdem widersprochen haben). Wenn aber nur eine/r mal Fussball, Handball, Eishockey in Frage stellen würde, kämen hier wieder Vergleiche, die den Zeit-Artikel mit der Sixtinischen Kapelle in den Schatten stellen würden.

Aber wen zum Teufel soll es interessieren, wenn man die eigene Blasiertheit zur Schau stellt und sich dabei auch noch anscheinend als doller Kerl fühlt?

Und für die Leitmedien wäre es auch ein schöner Auftrag, im Vorfeld mal mehr über die Kniffe und Hintergründe einzelner Sportarten zu berichten, die sonst nicht im medialen Fokus stehen. Da muss ich gerade der New York Times ein großes Lob aussprechen, die sehr anschauliche Features bereithalten.

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torstenschäfer 23.02.2018, 17:07
101. Interessanter Ansatz, Christian Helms!

Aber wenn, dann bitte konsequent. Bei der Olympiade werden alle Turn-Disziplinen abgeschafft. Und im Journalismus werden Artikel nur noch dann honoriert, wenn darin ein echter Nährwert zu entdecken ist. Entweder Infos oder zumindest ein Mindestmaß an geistreicher Unterhaltung.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: gewiss muss es auch einen Platz geben für Kolumnen wie diese von Christian Helms. Aber nicht auf der Internetseite eines namhaften Nachrichtenportals. Warum? Weil dieses Werk mit einem Grundanliegen des Journalismus bricht: du sollst nicht dummes Zeug von dir geben.

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REI 23.02.2018, 18:54
102. ...welche ein Zufall..

..nachdem die russischen Frauen sowohl Gold als auch Silber abgeräumt haben, kommt jetzt natürlich die Frage auf, ob Eiskunstlauf noch in Olympia gehört. Diese Frage kommt natürlich auch jetzt auf und nicht etwa nachdem das "deutsche Paar" Gold kassierte. Das ist ja so erbämlich. Und die anderen geistlich schwachen denken darüber auch noch nach.

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rbrodersen89 23.02.2018, 18:58
103. peinliche Kommentare als neue olympische Disziplin an Stelle von Eis ?

Sie ständen ganz sicher ganz oben auf dem Siegertreppchen Herr Helms. Empfindliche Naturen die zu Fremdscham neigen könnten sich ja ausklinken.

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linnek 23.02.2018, 19:27
104. Gegen wen geht das hier?

gegen die Russen oder den Einskunstlauf? Ist das ein Propagandastück, eine einfache Bösartigkeit, eine Anmaßung (nur ich weiß, was Sport ist), oder das Ergebnis falsccher Medikamenteneinnahme. Oder nur ein Witz? Dass es zur Veröffentlichung freigegeben wurde, läßt Schlimmes erahnen.

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fixik 23.02.2018, 21:21
105.

Eiskunstlauf gehört zu Olympia dazu. Es gibt mindestens 10 Sportarten die vorher ausgewählt sollten. Eiskunstlauf hat aber große Tradition, es ist tatsächlich Sport und außerdem wird im Eiskunst fast schon gemessen und nicht gewertet. Da gibt es klare regeln, welcher Sprung was bringt auf welchem Fuß man landen muss.
Wobei ich zugeben muss, dass es im Wintersport Sportarten gibt, was ich nicht verstehe. Dem eben angesprochenen Eis wischen. Ich wäre dafür das abzuschaffen, ich verstehe aber auch nichts von dieser Sportart. Vielleicht übersehe ich einiges.
Diese Olympia ist aber eh für den Arsch. Einzige richtige Sportart ist dieses Mal nicht richtig dabei. Beim Eishockey sind alle top-nationen mit dem C-Team dabei. Russland ist allgemeinem mit der C-Mannschaft angetreten. Die größten Stars fehlen.

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profeline 23.02.2018, 22:02
106. Mit einem Wintersport kann ich allerdings nichts anfangen: Eiskunstlau

Was für ein unglaublich arroganter Kommentar. Wenn Sie Eiskunstlauf hassen, ist das ja wohl Ihr Problem. Sie müssen es sich ja nicht ansehen. Es gibt auch eine Menge Leute wie z.B.,mich, für die Eiskunstlauf sogar der mit Abstand interessanteste Wintersport ist und so ziemlich das einzige, was ich mir bei Winterspielen ansehe.

Sie sollten mal einen Tag in einem Eiskunstlauf-Trainingscamp verbringen, um einen Eindruck davon zu bekommen, welche sportlichen Hochleistungen hinter diesem Sport (!) stehen.

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myonium 23.02.2018, 22:29
107.

Zitat von Larnaveux
Aha, ich verstehe, Sie lesen also keine Fachkommentare, sondern Sie bevorzugen Unsinn. ;) Und zu Ihrem "Basta": Natürlich können Sie die Meinung des Kommentators teilen, aber bitte schauen Sie sich doch mal meine diesbezüglichen Gegenargumente in #5 an. Wieso hat der Kommentator also in Ihren Augen recht? Sie wollen doch zur Diskussion eingeladen werden. Also bitte los, ich lade Sie ein, argumentieren Sie mal. :)
"Fachkommentare" suche und lese ich zumindest nicht auf Spiegel Online, und schon gar nicht im SPON-Forum (da bin ich in der Tat ausschließlich zur Unterhaltung auf der Suche nach Unsinn ...).

Einen Punkt haben Sie nicht verstanden: Es hat einfach keinen Sinn, ernsthaft darüber zu diskutieren, ob eine Sportart zu Olympia "gehört" oder nicht. Ich teile die Meinung des Kommentators - aber natürlich sind seine genannten Argumente Pseudo-Argumente. Es ist und bleibt eine Meinung. Und ebenso kann ich Ihre Argumente in #5 nicht argumentativ widerlegen, teile sie aber auch nicht. In der Tat haben Sie dort noch eine ganze Reihe anderer Sportarten aufgezählt, die ich genau wie Eislaufen am liebsten nicht bei Olympia sehen will. So lange ich nicht IOC-Präsident werde, sollte das für Sie aber kein Problem sein ;-)

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kajoter 24.02.2018, 09:10
108. Mehr Kunst im täglichen Leben

Der Autor ist natürlich einer dieser widerlichen Kulturbanausen, ein Opfer dessen, dass unser Alltagsleben immer mehr entkunstet wird.
Früher baute man nicht nur einfache Brücken von A nach B - nein, man gestaltete sie so kunstvoll wie möglich. Heute wirft man lieblose, mit Geländern versehene Stege in die Landschaft und wenn´s etwas netter sein soll, bekommt ein garantiert kunstfernes Gremium den Auftrag, dafür eine sogenannte Kunst am Bau auszuwählen.
Gleiches gilt für Häuser, Autos, Staubsauger oder Salzstreuer - eigentlich für alles, was erst gebaut oder erstellt werden muss. Aber nicht nur das. Früher besaß man ein Berufsethos, das auch das erwähnte "Wie" umfasste. Fischer warfen ihre Netze mit einem unnachahmlichen, eleganten Schwung in´s Wasser, Lehrer holten mit erstaunlicher Geschwindigkeit einen Rohstock aus dem Jackettärmel, um einem Schüler die wohlverdiente Tracht Prügel zu versetzen, oder Bäcker pflegten den Teig derartig souverän zu kneten, dass man meinen konnte, ein Töpfer sei gerade auf der Suche nach einer ganz besonders surrealen Form.
Nein, die Kunst muss wieder zurück in unser Alltagsleben und auch zurück in den Sport. Das 3. Tor der deutschen Eishockeymannschaft gegen die kanadische hätte wegen großer Kunstfertigkeit mindestens doppelt zählen müssen. Beim Skislalom sollte auch die Eleganz der Hüftschwünge gewertet werden und bei den Biathleten sollten die Standorte beim Schießen dergestalt variiert werden, dass die Sportler auch in Positionen schießen, wie wir sie aus guten, alten Western-Filmen kennen.
Daneben muss endlich Schluss sein mit einer rein zweckmäßigen Sportkleidung. Ich möchte Eleganz und Fantasie sehen. Rohe Kraftausübung, konditionelles Durchhalten oder mechanisch korrekte Ausführungen können auch Roboter leisten. Aber der Mensch ist zu dem entscheidenden "Mehr" in der Lage und das heißt natürlich "Wie".

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Larnaveux 24.02.2018, 10:12
109.

Zitat von myonium
"Fachkommentare" suche und lese ich zumindest nicht auf Spiegel Online, und schon gar nicht im SPON-Forum (da bin ich in der Tat ausschließlich zur Unterhaltung auf der Suche nach Unsinn ...). Einen Punkt haben Sie nicht verstanden: Es hat einfach keinen Sinn, ernsthaft darüber zu diskutieren, ob eine Sportart zu Olympia "gehört" oder nicht. Ich teile die Meinung des Kommentators - aber natürlich sind seine genannten Argumente Pseudo-Argumente. Es ist und bleibt eine Meinung. Und ebenso kann ich Ihre Argumente in #5 nicht argumentativ widerlegen, teile sie aber auch nicht. In der Tat haben Sie dort noch eine ganze Reihe anderer Sportarten aufgezählt, die ich genau wie Eislaufen am liebsten nicht bei Olympia sehen will. So lange ich nicht IOC-Präsident werde, sollte das für Sie aber kein Problem sein ;-)
Ich habe Sie schon sehr richtig verstanden und den Finger in die Wunde gelegt. Sie sagten, dass der Kommentator Recht habe. Nun haben Sie diese Aussage revidiert und als Meinungsäußerung gekennzeichnet.

Dass man Meinungen nicht teilen muss, da stimme ich mit Ihnen vollkommen überein. Meine Frage an Sie bezog sich allein darauf, wie jemand - laut Ihnen - Unsinn reden und trotzdem Recht haben kann. Das haben Sie ja nun richtig gestellt, dass das nicht geht, da der Autor, wie Sie richtig sagen, Pseudo-Argumente verwendet und seine Äußerung eine Meinung ist und bleibt.

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