Forum: Sport
Eklat auf Schalke: "Es ist richtig, dass die Polizei nicht mehr im Stadion ist"
DPA

Polizisten sollen der Schalke-Arena fernbleiben: Mit dieser Ankündigung hat NRW-Innenminister Jäger für viel Trubel gesorgt. Die Dortmunder Polizei prüft, ob auch das BVB-Stadion betroffen ist. Mainz-Manager Heidel kritisiert die Maßnahme, ein Fananwalt begrüßt sie.

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zensorsliebling 13.09.2013, 13:13
180. Warum geht der auch ins Stadion....

Zitat von troll-fce
Hans Müller und sein 12jähriger Sohn jubeln dem BVB im Stadion zu. ....
da lernt der Bengel eh nur die Randale und das Gegröle der Fußballdeppen kennen. Bei keiner anderen Mannschaftssportart braucht es Polizei in der Sportstätte. Nicht beim Handball, Basketball, Volleyball oder Eishockey. Alle Fußballstadien für 4 Wochen komplett für's Publikum dichtmachen. Dann tut sich endlich was, garantiert.

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sachgerecht 13.09.2013, 14:33
181. Befugnisse für Ordnungsdienste reichen aus

Zitat von Traffical
wie ist da eigentlich so die Rechtsgrundlage? Knüppel, Pfefferspray, Ausrüstung, Handschellen, in Gewahrsam nehmen? (Manchmal würd ich ja bei dem ein oder anderem Zeitgenossen) Und das sollen also die Ordner und priv. Sicherheitsdienste machen?


Warum sollen die vom Veranstalter beauftragte Ordnungsdienste nicht dessen Interessen und Ordnungspflichten unter gewissen Voraussetzungen, bei Wahrung der Verhältnismäßigkeit notfalls sogar unter Gewaltanwendung durchsetzen können???

§ 229 BGB regelt die Durchsetzung berechtigter privater Interessen, worüber Störer aus dem Stadion entfernt werden können und §127 BGB deckt die Festnahme durch jedermann bei aktuellen Straftaten, wie z.B. Körperverletzung und Landfriedensbruch (§ 125 StGB), bis die sofort benachrichtigte Polizei übernehmen kann. In anderen Fällen kann der Ordnungsdienst auch im Rahmen der Notwehr oder Nothilfe (§ 32 StGB) verhältnismäßige Gewalt anwenden. Die berechtigte Gewaltanwendung kann notfalls auch mit Hilfsmitteln, im Bedarfsfall sogar durch den Einsatz von Pfefferspray ausgeübt werden, sie muss nur verhältnismäßig sein.
Damit haben auch private Ordnungsdienste die notwendigen Befugnisse um ihre Aufgabe wirkungsvoll zu erfüllen. Es müssen dafür sicher nicht bei kommerziellen Fußballveranstaltungen ganze Hundertschaften der Polizei über 7-8 Stunden gebunden werden, die allemal wichtigere gesellschaftliche Aufgaben zu erfüllen haben, als den privaten Fußballvereinen dabei zu helfen ihre Betriebskosten zu minimieren.

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benmartin70 13.09.2013, 14:51
182.

Zitat von widower+2
Mindestens 95% der in diesem Forum sich Anti-Fußball äußernden Menschen haben bestimmt in den letzte 10 oder 20 Jahren kein Bundesliga-Spiel mehr besucht. Gewalt ist heutzutage ein Problem der unteren Ligen. Die Bundesligisten haben dieses Problem gut im Griff und die Stadien gleichen heute schon Hochsicherheitstrakten. Und zwar durch den privaten Ordnungsdienst. NICHT durch die Polizei. Ich habe heutzutage keinerlei Bedenken, mit meinem neunjährigen Sohn ins Stadion zu gehen. In den Achtzigerjahren hätte ich jedem abgeraten. Heute ist es im Stadion richtig entspannt und ein Erlebnis für die ganze Familie.
Ich finde "Hochsicherheitstrakt" und "entspannt" aber schon etwas konträr. Und wie übel muss die Situation sein/gewesen sein dass so etwas erforderlich ist?

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Werder 13.09.2013, 18:04
183. Soll die Polizei

- selbstverständlich auch bei Fußballspielen - vor den Stadien, Plätzen, Bahnhöfen etc. für Ordnung sorgen; IM Stadion soll der jeweilige Verein, der ja sonst gerne auf sein Hausrecht pocht, einen Sicherheitsdienst, der den Namen auch verdient!!, einsetzen. Diese dürfen sich dann gerne mit dem Teil der "Fans", die den Namen nicht verdienen, die Köpfe einhauen.

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WHO23 13.09.2013, 18:08
184. 111

Zitat von widower+2
In den Achtzigerjahren hätte ich jedem abgeraten. Heute ist es im Stadion richtig entspannt und ein Erlebnis für die ganze Familie.
Da waren selbst Spiele in der Oberliga, Erkenschwick-Waltop oder gegen Herne gefährlicher.

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Eimsbüttler 14.09.2013, 00:06
185. häusliche Gewalt

Zitat von Werder
- selbstverständlich auch bei Fußballspielen - vor den Stadien, Plätzen, Bahnhöfen etc. für Ordnung sorgen; IM Stadion soll der jeweilige Verein, der ja sonst gerne auf sein Hausrecht pocht, einen Sicherheitsdienst, der den Namen auch verdient!!, einsetzen. Diese dürfen sich dann gerne mit dem Teil der "Fans", die den Namen nicht verdienen, die Köpfe einhauen.
Wess' Brot ich ess, des' Lied ich sing'!

Einer hauseigenen Schlägertruppe mit Discotürstehermentalität sind die "Schildkröten" allemal vorzuziehen.
Ordner ordnen den normalen Betiebsablauf, mehr nicht. Bei häuslicher Gewalt, Kneipen- und Jahrmarktschlägereien ist die Polizei zuständig. Dafür wird sie vom Steuerzahler bezahlt.

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widower+2 14.09.2013, 00:26
186. Stimmt!

Zitat von zensorsliebling
da lernt der Bengel eh nur die Randale und das Gegröle der Fußballdeppen kennen. Bei keiner anderen Mannschaftssportart braucht es Polizei in der Sportstätte. Nicht beim Handball, Basketball, Volleyball oder Eishockey. Alle Fußballstadien für 4 Wochen komplett für's Publikum dichtmachen. Dann tut sich endlich was, garantiert.
Und beim Fußball braucht man auch keine Polizei in der Sportstätte.

Da ist alles friedlich. Waren Sie in den letzten 10 Jahren mal bei einem Bundesligaspiel?

Von wem ging denn die Gewalt bei dem Spiel aus, das den Artikel für diesen Thread geliefert hat?

Einzig und allein von der Polizei! Wetten Sie dagegen? Sie würden verlieren. Die Polizei, die keiner zu disem Spiel eingeladen hat, prügelt um sich und zieht sich dann beleidigt zurück, wenn man ihr Verhalten kritisiert.

Nein?

Dann einfach mal die Klappe halten!

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widower+2 14.09.2013, 00:41
187. Absolut richtig!

Zitat von sachgerecht
Warum sollen die vom Veranstalter beauftragte Ordnungsdienste nicht dessen Interessen und Ordnungspflichten unter gewissen Voraussetzungen, bei Wahrung der Verhältnismäßigkeit notfalls sogar unter Gewaltanwendung durchsetzen können??? § 229 BGB regelt die Durchsetzung berechtigter privater Interessen, worüber Störer aus dem Stadion entfernt werden können und §127 BGB deckt die Festnahme durch jedermann bei aktuellen Straftaten, wie z.B. Körperverletzung und Landfriedensbruch (§ 125 StGB), bis die sofort benachrichtigte Polizei übernehmen kann. In anderen Fällen kann der Ordnungsdienst auch im Rahmen der Notwehr oder Nothilfe (§ 32 StGB) verhältnismäßige Gewalt anwenden. Die berechtigte Gewaltanwendung kann notfalls auch mit Hilfsmitteln, im Bedarfsfall sogar durch den Einsatz von Pfefferspray ausgeübt werden, sie muss nur verhältnismäßig sein. Damit haben auch private Ordnungsdienste die notwendigen Befugnisse um ihre Aufgabe wirkungsvoll zu erfüllen. Es müssen dafür sicher nicht bei kommerziellen Fußballveranstaltungen ganze Hundertschaften der Polizei über 7-8 Stunden gebunden werden, die allemal wichtigere gesellschaftliche Aufgaben zu erfüllen haben, als den privaten Fußballvereinen dabei zu helfen ihre Betriebskosten zu minimieren.
Stimmt alles. Also wer braucht noch die Polizei im Stadion?

Niemand!

Und dass ganze Hundertschaften über 7 oder 8 Stunden gebunden werden, können Sie sicherlich belegen.

In der Regel laden die sich selbst ein und werden nicht gebunden.

Diese Hundertschaften haben übrigens in der Regel ihr Pfadfindercamp weit ab vom Stadion, während die verdienten Beamten 50+ mit ihrer Funkgerätattrappe im Stadion sitzen und sich das Spiel ansehen.

Zur gleichen Zeit hat der vereinseigene Ordnungsdienst die gesamte Spielzeit über den Rücken zum Spielfeld und den Blick auf die Tribünen gerichtet.

Würde jetzt bundesweit der Rückzug der Polizei aus den Stadien beschlossen, würde ich am lautesten jubeln und die Polizisten im Forum am lautesten protestieren. Wetten, dass?

Außerdem stehen 200 Millionen Kosten für Polizeieinsätze im Fußballbereich 1,8 Milliarden an gezahlten Steuern und eine Wirtschaftsleistung als Beitrag zum BIP von mindestens 6 Milliarden Euro gegenüber (jeweils pro Jahr).

Da kann ich doch nur sagen: Nie wieder Papstbesuch oder Kirchentag. Die sind richtig teuer.

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