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EM-Euphorie: Warum "wir" nicht Europameister werden
DPA

Deutschland ist Weltmeister. Und Deutschland kann Europameister werden. Aber deshalb muss nicht jeder Mensch in Deutschland jubeln. Das sollten auch ARD und ZDF wissen.

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Ambrosicus 06.07.2016, 13:53
120.

Auch in München wohnen eigewanderte Berliner Herta-Fans, trotzdem sind wohl Münchner Fußballclubs und deren Fans das "Wir" in München - und kein Münchner Einwohner oder Medium muss sich auch nur Gedanken darüber machen, dieses "wir" zu benutzen.

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Barillapestoistliebe 06.07.2016, 13:55
121. Warum?

Dieser Kommentar ist einfach nur sinnlos.. Wer möchte denn bitte Kommentatoren im TV die noch sachlicher sind. Ist schon öde genug bei ARD und ZDF.
Wer mit Fußball nichts anfangen kann, soll es halt nicht schauen. Aber so einen Kommentar kann man sich bitte sparen. Schreiben Sie über irgendetwas, wovon Sie eine Ahnung haben. Vielleicht Dressurreiten? Da gibt es sicher kein wir! Danke.

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Tikkahahn 06.07.2016, 13:55
122. Man kann es.....

aber auch wirklich ganz eng sehen. Ist doch nur Fußball. Lasst den Leuten doch den Spaß.

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duanehanson 06.07.2016, 13:55
123. Pars pro toto?

Zitat von tyres
Wenn ich lesen oder hören muss "Ganz Deutschland trauert", "Ganz Deutschland ist geschockt", "Ganz Deutschland jubelt" und ähnliche Aussagen der Medien, frag ich mich immer woher mich der jeweilige Autor denn kennt, da er ja zu wissen meint wie meine Reaktion auf die jeweilige Thematik ist.
Von dem Satz haben Sie wohl noch nichts gehört? Natürlich weiß jeder, dass das nicht wörtlich zu nehmen ist. Also anscheinend jeder außer Ihnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pars_pro_toto

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5b- 06.07.2016, 13:56
124. Selbstidentifikation und Symbolik

In diesem Artikel werden wohlwollend Grenzen gezogen um dann darüber zu stehen. Auf der objektiven Seite ist Nationalität etwas das man durch einen Reisepass nachweisen kann. Man kann auch zwei haben. Man kann die Nationalität auch wechseln. In Ausnahmefällen kann man auch ohne Nationalität sein.
Es wird schnell klar, dass es hier nicht um Nationalitäten geht sondern um Zugehörigkeitsempfinden. Es ist etwas zutiefst subjektives und somit sehr individuell. Wir sehen den starken Zusammenhang mit objektiver Nationalität. So nehmen wir zurecht an, dass sich ein in D. von in D. geborenen Eltern Geborener in der Regel als deutsch wahrnimmt. Es gibt aber eine Diskrepanz. Das Zugehörigkeitsempfinden ist ein symbolisches Konstrukt welches angelernt ist. Die Tatsche dass, z.B., eine Sohn seinen Vater als solchen empfindet, ist nicht gleich der Tatsache. Tatsachen sind unabhängig von jedweden Emotionen. So ist der biologische Vater auch, dann der Vater, wenn er dem Kind nicht bekannt ist und es überhaupt kein Zusammengehörigkeitsgefühl gibt.
So sollten wir, wenn es um Fußball geht Tatsachen von Emotionen trennen. Ja, ein Spieler der Nationalelf muss die deutsche Nationalität besitzen. Ob die Fans (Fanatiker?) der Nationalelf nun die deutsche Nationalität besitzen ist aber irrelevant. Wenn man die Nationalmannschaft als unsere Jungs sieht, so ist dies Ausdruck eines Zusammengehörigkeitsgefühl. Man identifiziert sich als Teil von etwas, zu dem auch die Nationalelf gehört. Das sollte man natürlich auch zuweilen kritisch beäugen, man darf es aber nicht schlecht reden. Wenn nun jemand mit einem Zugehörigkeitsempfinden zu "den Deutschen" für seine Jungs ist, kann das auch einer mit ausländischer Nationalität sein. Wir sollten jenen und auch den Deutschen mit Migrationshintergrund dies nicht absprechen. Wir Deutsche sind keine Nazis. Wir sind bunt und tolerant. Alle, die sich als deutsch identifizieren, gehören zu uns. Wir sollten uns aber darüber im Klaren sein, dass Identifikation auch Abgrenzung bedeutet da man eine Gruppe erst durch ihre Unterschiede zu anderen erkennen kann. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl sollte nicht dazu führen andere abschätzig zu betrachten.

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geando 06.07.2016, 13:57
125. Völlig überflüssiger Kommentar

Der Kommentar unterstellt dem deutschen Fussballfan in subtiler Weise Nationalismus und Ausgrenzung anderer. Spitzfindig mokiert der Autor, das sprachlich nicht fein genug unterschieden werde zwischen Deutschen, die für das deutsche Team im Turnier halten und solchen, die es nicht tun. Ein Sprachpolizeilicher Ansatz, den wir schon z.B. beim Gender-Sprech der Grünen finden. Diesen selbsternannten Kommunikations-Sherrifs geht es aber letztlich gar nicht um die Sache, sondern um eine Aufwertung der eigenen Person: Ich bin wichtig, ich bestimme wie ihr sprechen dürft. Ein Fussballkommentar im Deutschland der Post-PC Phase sieht dann etwa so aus: "Ein*e Weltbüger*In im Universal-Trikot der Weltmannschaft bzw. Frauschaft bzw. Transgenerschaft schiesst den Ball ins Tor- unhaltbar- Wieder ein grosser Jubel für den Teil der Menschheit, der/ die sich dafür Interessiert. An dieser Stelle müssen wir darauf hinweisen, das sich aber nicht alle Menschen*Innen für die Fussballspiele der Weltmannschaft interessieren."

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person012 06.07.2016, 13:59
126. .

Zitat von JolietJakeblues
Dass die hierzulande alles andere als "neutral" kommentieren merkt man wohl nur, wenn man nicht für Deutschland ist. Für meine Begriffe bringen die schon "Herzblut" ein. Ich denke da nur an den hyperventilierenden Tom Bartels in 2014. Der war für neutrale Zuschauer stellenweise nur schwer zu ertragen...
Wie wärs, wenn man in dem Fall einfach den Ton ausschaltet?
Der Großteil der Zuschauer eines deutschen Senders ist aller Wahrscheinlichkeit nach nunmal für die deutsche Nationalmannschaft und stört sich nicht daran, wenn der Kommentator ebenfalls "parteiisch" ist. Im Gegenteil.

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stonecold 06.07.2016, 13:59
127.

Verzeihung, aber was für ein sinnloser Artikel. Man soll also mit "wir" vorsichtiger sein, weil sich jemand "ausgegrenzt" fühlen könnte. Abgesehen davon, dass sich sowieso bei weitem nicht alle für Fußball begeistern, sollte man denen, die das tun, nicht durch Moralpredigten den Spaß an der Sache verderben. Wenn man die Intention des Artikels zuende denkt, könnte man vielleicht auch gleich die Staatsflagge abschaffen, oder den Begriff "Deutschland"? Vielleicht wäre "Gebiet zwischen Frankreich und Polen, bewohnt von allen möglichen Ethnien" weniger ausgrenzend?

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Leser161 06.07.2016, 13:59
128. Das mal gar nicht das Problem

Die witzigen Fragen sind doch: Wer ist denn überhaupt Deutscher? Was zählt? Pass, Selbsteinschätzung oder Vorfahren? Oder was Aneres?

Wenn das geklärt ist.

Spielt die DFB-Auswahl überhaupt für die Deutschen (s.o.) oder geht es den Akteuren eher darum ihren Marktwert zu steigern.
Je nach dem wie diese Fragen beantwortet werden - macht es Sinn wenn die Deutschen die DFB-Auswahl anfeuern oder nicht?
Wenn wir schon mit philosophieren anfangen, dann richtig.

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f-rust 06.07.2016, 14:00
129. was will uns der Kommentator

eigentlich sagen? weiß er selbst es bei seinem Herumlavieren? schöne Spiele noch - egal wer gewinnt.

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