Forum: Sport
Emotionen im Fußball: Warum Fans einen Erzrivalen brauchen
Getty Images

Neuling Leipzig gegen den Traditionsklub BVB - ein brisantes Duell, das jetzt wieder ansteht. Warum Rivalitäten im Fußball wichtig sind und wie man Fan-Gewalt verhindert, erklärt Sportökonom Johannes Berendt.

Seite 1 von 3
Chico73 02.03.2018, 15:42
1. glaub ich nicht

Bin zwar alles andere ein Kenner der Dortmunder Fanszene, aber ich glaube nicht, dass es so etwas wie Rivalität zwischen BVB und Rasenballsportleipzig auch nur im Ansatz jemals geben wird. Allenfalls grundtiefe Abscheu und Ablehnung dieses Labels. Aber für Rivalität ist schon ein wenig mehr von Nöten. Soviel Ehre wird den Kunstprodukten und Retortenvereinen wie SGH, Wolfsburg, Bay04 und eben Rasenballsportleiptzig nicht gerecht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gnarze 02.03.2018, 15:46
2. Druck aus dem Kessel

Es würde schon reichen, wenn die Verantwortlichen vor solchen Spielen verbal den Druck aus dem Kessel nehmen würden, anstatt noch weiter die Kleingeister einzuheizen.
Aber nein, da bringt z.B. der BVB eine Meldung, zum EL Spiel gegen Salzburg wegen des Bullens nicht den üblichen Fanschal aufzulegen.
Man kann sich also wieder auf "Fandemos" einstellen, inkl. häßlicher Plakate und Co.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ein_mitforist 02.03.2018, 15:50
3. Rivale

Als böser Leipziger "Retortenfan" sehe ich den BVB nur auf die 1. BL beschränkt als Rivalen. Für mich sind die Schwarz-Gelben aus dem Tal der Ahnungslosen der "Erzfeind" ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lektra 02.03.2018, 16:02
4. "Nichts ist schlimmer als ignoriert zu werden." - Wie wahr!

Schwer ist es auch, wenn Rivalität einseitig gewünscht wird und ins Leere läuft, denn "Nichts ist schlimmer als ignoriert zu werden. Das kann das Identitätskonzept negativ beeinflussen." So ein Fall ist Bayer Leverkusen. Aus der Sicht seiner Fans ist der 1. FC Köln "der" Rivale, das ist deren "Derby". Für Kölner Fans ist jedoch klar: Es gibt nur ein Derby, und zwar das mit Mönchengladbach. In Leverkusen versuchen deshalb sogar die Spieler, eine Reaktion durch zweifelhafte Ansagen Richtung Köln hervorzurufen. Zum Beispiel Stefan Kiessling, der sich mit Megafon vor die L'kusener Fankurve stellte und versprach, "die Sch***-Kölner" zu schlagen. Oder Julian Brandt, der ungeachtet seines Schwiegermutters-Lieblings-Appeals, vor Kameras erklärte, man müsse im folgenden Spiel gegen die Kölner, auf die am Boden Liegenden "drauftreten". Da muss man halt etwas stärker einsteigen, um Emotionalität zu bewirken und Identität zu stiften.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Franke aus Hamburg 02.03.2018, 16:07
5. Sollte ...

... der HSV ansteigen, werden sich die Bremer ein Wochenende freuen und dann trauern, weil mindestens zwei Derbies ausfallen. Schlimmer finde ich hinsichtlich der Rivalität, dass Bremen am letzten Spieltag gegen Mainz spielt. Theoretisch könnte der Besserplazierte durch Verweigerung den HSV in die zweite Liga fallen lassen. Dieses Geschmäckle würde dann für Jahrzehnte bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cirus27 02.03.2018, 16:17
6. ch glaube nicht, daß das ergebnis mainz 05 - werder bremen

am letzten spieltag für den hsv noch eine rolle spielen wird.
eher schon für den 1. fc köln. oden den vfl wolfsburg.
aber warten wir's ab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
static2206 02.03.2018, 16:21
7. Absteigen ist wie Sitzenbleiben in der Schule

Wenn die Leistung einfach nicht stimmt, bleibt man sitzen (oder steigt ab)
Viele stellen sich an als wäre das der Weltuntergang. Aber es kann auch ein Neuanfang sein. Der HSV wurde über Jahre hinweg systemamtisch kaputt gemacht. Der Preis ist seit Jahren dieses Trauerspiel. Der Dino soll absteigen, sich umkrempeln und neu aufstellen und dann in 1-2 Jahren wieder frisch aufsteigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stäffelesrutscher 02.03.2018, 16:43
8.

Einen Erzrivalen für Hoffenheim wird man vermutlich in der siebten nordbadischen Liga suchen müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
briancornway 02.03.2018, 17:10
9. Erb-Erz

Zitat von ein_mitforist
Als böser Leipziger "Retortenfan" sehe ich den BVB nur auf die 1. BL beschränkt als Rivalen. Für mich sind die Schwarz-Gelben aus dem Tal der Ahnungslosen der "Erzfeind" ;)
Gibt es da wirklich eine Rivalität ?
Eine alte, geerbte aus den Zeiten von Markranstädt, oder eine unspezifische zwischen Dresdner und Leipziger Fußballklubs ?
Der vom Staat "bevorzugte" Verein war ja ein anderer Dynamo ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3