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"Er wird ja regelrecht geschlachtet": Tönnies erhält Beistand aus der Bundesliga
DPA/Patrick Seeger

Reaktionen aus der Bundesliga auf die rassistischen Äußerungen von Clemens Tönnies waren bisher rar. Nun stellten sich mehrere Offizielle gegen die Kritik am Schalke-Boss.

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sapalot 13.08.2019, 16:10
50. Tschuldigung und alles ist wieder gut

Als wärs so einfach: auch das hat CT nicht begriffen. Jeder weiß um die Lage Afrikas (nicht jeder um die Ursachen...). Aber sein Satz lässt sich doch nicht sezieren und auf die Probleme der Energieversorgung und Überbevölkerung reduzieren. Nein, das wäre zu einfach! Es kommt seit eh und je nicht nur darauf an, was man sagt, sondern auch wie man es sagt. Natürlich hat er sich in der Wortwahl vergriffen: und mir persönlich ist es egal, ob er dafür sich entschuldigt oder nicht. Denn ich weiß nun, wessen Geistes Kind er ist und DAS werde und kann ich ihm nicht entschuldigen!

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rambazamba1968 13.08.2019, 16:12
51.

Zitat von IngoLars
.... Er hat mit zweifelhaften Worten auf das Problem der Überbevölkerung in Afrika hingewiesen.
Bitte Fakten:
Asien 4,4 Milliarden, Afrika 1,2 Milliarden, Amerika 1 Milliarde und Europa 750 Millionen
Welche Überbevölkerung???????????
Bitte jetzt. Und wir sprechen nicht über irgendwelche Prognosen das Jahr 2025, blabla

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Hemohu 13.08.2019, 16:14
52.

Herr Tönnies ist ein erfolgreicher Unternehmer, der in dieser Funktion eine Festrede beim Tag des Handwerks gehalten hat. Da bereitet man sich vor, erstellt ein Redemanuskript und liest seinen Entwurf mehrmals. Insofern sind seine Ausführungen anders zu bewerten als nach dem x-ten Bier an der Theke in einer Altherrenrunde.
Wenn ich dann noch berücksichtige, dass er einem Sportverein vorsteht, der sich deutlich für Integration ausspricht und dessen Verband „no to rassism“ plakatiert, gibt es kein Argument, ihn weiter in diesem Amt zu lassen.

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zuckerfuchs 13.08.2019, 16:15
53. Man könnte auch sagen...

... wenn der Tönnies nachts das Licht ausmacht in seinen Fabriken, gäbs weniger furzende Schweine und Rinder auf dieser Welt und das Klima wäre deutlich besser...
Das ist auch nicht weit gedacht, aber entspricht dem Niveau seiner Aussagen.

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titoandres 13.08.2019, 16:23
54. „So etwas sagt man nicht“

Das Problem wird nicht verstanden. Aufgrund mangelnder Kenntnisse verstehen auch sowohl einige Fußball-Verantwortliche als auch Fans nicht, warum eine gewisse Empörung angemessen ist. Das Problem ist eben nicht, dass Tönnies etwas gesagt hat, was man (öffentlich) nicht sagt. Das Problem ist, dass Tönnies öffentlich rassistisches Gedankengut offenbart hat, welches sich eben hartnäckig hält, da Menschen wie Tönnies dieses weitertragen. WENN der Fußball Anti-Rassismus ernst nehmen würde, dürfte jemand wie Tönnies nach derartigen Aussagen nicht mehr tragbar sein.
Über einen Mord mit einem Schwert wird nur zwei Tage berichtet, weil der Täter verhaftet wurde und angeklagt wird. Damit ist das Interesse für die Öffentlichkeit nicht mehr gegeben. Berichtet wird sicher erneut, wenn die Verurteilung da ist. Über Tönnies würde man auch nicht mehr berichten, wenn die Ordnung wiederhergestellt wäre, indem der Schalker ihn vom Verein ausgeschlossen hätte. So steht jemand, der sich öffentlich rassistisch geäußert hat, an der Spitze eines großen Traditionsvereins in der Bundesliga.

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briancornway 13.08.2019, 16:24
55. Eigene Nase

Zitat von cossy
Klasse, das Eberl, Veh und Funkel Eier in der Hose haben ...
Vielleicht haben Sie die Aussagen nicht ganz gelesen ... ?

Funkel: Tönnies habe sich in der Wortwahl vergriffen, einen schweren Fehler gemacht
Eberl: "Wir können jede Empörung verstehen, denn wir waren auch empört"

Das war keine Kritik gegen "links-grün-gedrehte Rekakteure" sondern gegen Leute, die sich gerne und schnell über irgendwas empören.

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theinvisibleone 13.08.2019, 16:24
56. Relativ unbeliebt

Ohne seine Aussage in irgend einer Weise zu bewerten; so weit ich das beurteile stand Tönnies in den letzten Jahren sowieso nicht unbedingt positiv im Rampenlicht, weder bei Fußballfans, noch bei den Medien. Vielleicht ist das daher auch nur ein willkommener Zeitpunkt weiter und intensiver an seinem Stuhl zu sägen.

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j.vantast 13.08.2019, 16:26
57. Aha

Zitat von leiendeu
Alle, die sich hier zu den unsäglichen Aussagen des Herrn Tönnies äußern, sollten sich das Interview mit Herrn Thomas Fischer (Kollumnist des Spiegel und ehemaliger Bundesrichter) in der letzten Woche im WDR2 anhören. Er bezeichnet die Aussagen als nicht akzeptabel aber keineswegs als rassistisch. Dem ist nichts hinzuzufügen - genau informieren und dann urteilen. Gottseidank gibt es Menschen wie Funkel und Rolfes, die zu differenzieren in der Lage sind.
Und weil irgendein Herr Fischer oder Herr Funkel oder Herr Rolfes da jetzt eine Meinung vertreten hat die jeder anzunehmen? Geht´s noch?
Was hat das mit Information zu tun?
Wie wäre es mit selber denken anstatt kritiklos irgendwelche Meinungen zu vertreten ohne auch nur ein einziges eigenes Argument zu bringen?
Und was hat es damit zu tun dass der Herr Fischer ehemaliger Bundesrichter ist? Selbst Präsidenten eines grossen Landes jenseits des Atlantiks sind ja bekanntlich intellektuell nicht weiter entwickelt als ein Regenwurm, wobei das schon eine Beleidígung der Regenwürmer ist.

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poetdale 13.08.2019, 16:27
58. Tönnies soll weder enteignet noch lebenslang eingesperrt

oder gar geschlachtet werden. Er soll lediglich öffentlich sichtbare Ämter, die mit einer Vorbildfunktion verbunden sind, aufgeben.
Jeder Politiker, Handwerkspräsident oder DAX Vorstand wäre nach diesen Aussagen untragbar geworden.
Aus einem energischen Widerspruch, eine Hetzjagd oder gar ein Abschlachten zu konstruieren, zeigt wie weit die Stilmittel rechter Rhetorik mittlerweile Eingang in fast alle gesellschaftlichen Diskussionen gefunden haben.
Einst sagte Gauland :"Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben" . Diese unverhohlen rassistische Äußerung erntete Widerspruch, dennoch sitzt der von vielen als Rechtsextremist und Nazi bezeichnete Gauland weiter in vielen Talksendungen. Auch er lavierte sich um eine klare Entschuldigung herum.
"Wehret den Anfängen" war über Jahrzehnte in der Bundesrepublik Konsens. Kaum sind fast alle Zeitzeugen des 2. Weltkriegs verstorben, da feiert der Rechtsextremismus fröhliche Urständ.

"Mit einem Demagogen in München hat es einmal begonnen, mit einem Mann, der die dumpfen Instinkte der Masse wachtrommelte und sich selbst den Trommler nannte. Aus diesen Anfängen ist mehr entstanden, als irgendeines Menschen "Schulweisheit sich träumen" ließ: ein zweiter Weltkrieg und millionenfacher Mord und ein Folgezustand, für den die alten Namen "Not", und "Elend" hoffnungslos unzulänglich sind." schrieb bereits 1947 die Zeit.
Ich hoffe die Demokraten stehen auf und stellen sich den Höckes, Gaulands, Weidels aber auch latenten Rassisten wie Tönnies entgegen.

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haarer.15 13.08.2019, 16:37
59. Törichte Aussage

Herrn Tönnies Aussage war schon ziemlich krass. Und das kann nicht mit einer Entschuldigung einfach so weggewischt werden. Die Betroffenen selbst blieben ja auch noch außen vor. Entscheidend ist, ob sich an der Geisteshaltung dieses Herrn was ändert. Solange das nicht der Fall ist, ist leider gar nichts in Ordnung.

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