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Erste Trainerin im Männerfußball: Das schnelle Ende einer schönen Geschichte
imago/ foto2press

Als erste Frau trainiert Imke Wübbenhorst ein Männerteam in den ersten fünf deutschen Fußballligen. Am Ende der Saison ist aber schon wieder Schluss beim BV Cloppenburg. Das wirft Fragen auf.

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Schartin Mulz 29.03.2019, 19:32
10. Wer

Zitat von jjpreston
Aber vier Spiele sieglos ist ja viel schlimmer, weil es eine Frau ist, ne?
als Interimstrainer einen Abstiegskandidaten übernimmt und keinen Erfolg hat, wird im Falle des Abstiegs normalerweise nicht als neuer Trainer festangestellt.
Nur weil es sich hier um eine Frau handelt, wird das im Spiegel groß thematisiert.

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Calen 29.03.2019, 20:04
11. Geschmäckle

Nach vier Spielen kann sich keiner ein Bild machen, ob das was wird oder nicht. Daher ist die Entscheidung fragwürdig, wenn es keine andere Gründe gibt.
2 von 12 Punkten unterirdisch. Der arme Huub Stevens tut mir jetzt schon leid....

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Crom 29.03.2019, 20:35
12.

Trainerentlassungen kommen bei Männern ja überhaupt nicht vor. *augenroll*

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cm1 29.03.2019, 20:52
13. 5. Liga

Was verdienen denn die Herren in Liga 5? Ich dachte, mann bekommt nur in Liga 1 bis 3 Geld, aber im Fußball rollt der Rubel anscheinend selbst dort, wo man's nicht erwartet.

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jjpreston 29.03.2019, 23:12
14.

Zitat von supergrobi123
Trotz Punkteschnitt von 0.8 wurde er gefeuert.
Er wurde nicht gefeuert. Olaf Blancke ist nach einem Jahr beim BVC zum Ligarivalen Atlas Delmenhorst gegangen. Sehr wahrscheinlich, weil er beim chronisch klammen BVC keine Perspektive sah, irgendwas zu entwickeln.

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jjpreston 29.03.2019, 23:21
15.

Zitat von Schartin Mulz
als Interimstrainer einen Abstiegskandidaten übernimmt und keinen Erfolg hat, wird im Falle des Abstiegs normalerweise nicht als neuer Trainer festangestellt.
Imke Wübbenhorst ist schon seit 2011 - mit einer dreimonatigen Unterbrechung für einen Abstecher nach Spanien zu Sporting Huelva - beim BV Cloppenburg angestellt. Zunächst als Spielerin in der 2. und zwischenzeitlich auch 1. Bundesliga, ab 2016 als Spielerin und zusätzlich Co-Trainerin unter Tanja Schulte und von Januar bis Dezember 2018 als hauptverantwortliche Trainerin in der 2. Bundesliga. Und das mit einem Kader, der einen Altersschnitt von 20,5 Jahren hat. Da erwarten Sie, dass sie als Frau rausreißt, was ein Mann vor ihr auch schon nicht geschafft hat? (Übrigens ist "Abstiegskandidat" reichlich untertrieben - der BVC hatte bei noch 12 zu absolvierenden Partien als Tabellenletzter 5 Punkte Rückstand aufs rettende Ufer, als Blancke abgehauen ist. Nur um mal die Relationen klarzustellen.)

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Martin Karl Konrad 29.03.2019, 23:31
16. Fragezeichen erlaubt?

Leider hat man keine Hintergrundinformationen. Doch als jahrelanger Vorsitzender eines Fußballvereins frage ich mich doch, wie man in Cloppenburg mit einer verdienstvollen Trainerin umspringt. Immerhin hatte Imke Wübbenhorst in der Saison 2017/18 die Frauenmannschaft zur Qualifikation für die eingleisige 2 Bundesliga geführt (aus meiner Sicht ein überragender Erfolg für den vergleichsweise kleinen Verein) und in der laufenden Saison stand dieses Team nach der ersten Halbserie auch über dem (Abstiegs-) Strich in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. In der Winterpause musste sie dann als Notnagel herhalten, weil sich der Männertrainer verflüchtigte. Da hatte der Vorstand entweder keine andere Idee oder kein Geld für eine externe Lösung, oder war die Zeit zu knapp ...
Nun wird nach gerade einmal 4 Spielen durch den Vorstand das Ende der Trainertätigkeit für den Sommer festgelegt. Als betroffene(r) Trainer(in) würde ich diese Schmach nicht bis dahin aushalten, sondern sofort das Weite suchen. Vielleicht ist ein anderer Verein auch finanziell etwas flüssiger ...

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Schartin Mulz 30.03.2019, 12:08
17. Was soll das?

Zitat von jjpreston
Imke Wübbenhorst ist schon seit 2011 - mit einer dreimonatigen Unterbrechung für einen Abstecher nach Spanien zu Sporting Huelva - beim BV Cloppenburg angestellt. Zunächst als Spielerin in der 2. und zwischenzeitlich auch 1. Bundesliga, ab 2016 als Spielerin und zusätzlich Co-Trainerin unter Tanja Schulte und von Januar bis Dezember 2018 als hauptverantwortliche Trainerin in der 2. Bundesliga. Und das mit einem Kader, der einen Altersschnitt von 20,5 Jahren hat. Da erwarten Sie, dass sie als Frau rausreißt, was ein Mann vor ihr auch schon nicht geschafft hat? (Übrigens ist "Abstiegskandidat" reichlich untertrieben - der BVC hatte bei noch 12 zu absolvierenden Partien als Tabellenletzter 5 Punkte Rückstand aufs rettende Ufer, als Blancke abgehauen ist. Nur um mal die Relationen klarzustellen.)
Ich weiß nicht, was Sie da eigentlich wollen.
Ein Trainer, der einen Tabellenletzten übernimmt und keinerlei Verbesserungen erzielt, hat doch kein Anrecht,
als fester Trainer angestellt zu werden.
Das gibt es nirgendwo.
Kein Schwein regt sich auf, wenn ein Interimstrainer am Ende der Saison wieder aufhört. Das passiert hunderte Male am Ende jeder Saison.
Nur weil es sich um eine Frau handelt, wird das zum Skandal aufgebauscht. Das ist grotesk.
Und fällt Ihnen nicht auf, dass Ihr Satz " Da erwarten Sie, dass sie als Frau rausreißt, was ein Mann vor ihr auch schon nicht geschafft hat?" diskriminierend ist? Wenn es schon ein Mann nicht geschafft hat, wie kann ich es von einer Frau erwarten?
Ich bin dagegen der Meinung, dass es keinen Unterschied macht, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Frau Wübbenhorst wird so behandelt, wie es ein Mann an ihrer Stelle auch würde. Klingt doch irgendwie nach Gleichberechtigung, oder?

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im_ernst_56 31.03.2019, 19:39
18. Ganz einfach

Zitat von Schartin Mulz
Ich weiß nicht, was Sie da eigentlich wollen. Ein Trainer, der einen Tabellenletzten übernimmt und keinerlei Verbesserungen erzielt, hat doch kein Anrecht, als fester Trainer angestellt zu werden. Das gibt es nirgendwo. Kein Schwein regt sich auf, wenn ein Interimstrainer am Ende der Saison wieder aufhört. Das passiert hunderte Male am Ende jeder Saison. Nur weil es sich um eine Frau handelt, wird das zum Skandal aufgebauscht. Das ist grotesk. Und fällt Ihnen nicht auf, dass Ihr Satz " Da erwarten Sie, dass sie als Frau rausreißt, was ein Mann vor ihr auch schon nicht geschafft hat?" diskriminierend ist? Wenn es schon ein Mann nicht geschafft hat, wie kann ich es von einer Frau erwarten? Ich bin dagegen der Meinung, dass es keinen Unterschied macht, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Frau Wübbenhorst wird so behandelt, wie es ein Mann an ihrer Stelle auch würde. Klingt doch irgendwie nach Gleichberechtigung, oder?
Es geht hier nicht um Fußball, es geht um Wichtigeres. Wir sind hier beim SPIEGEL und nicht beim KICKER oder der SPORT-BILD. Weil eine Frau als Trainerin einer Männermannschaft Vorbildcharakter hat (schlimm genug, dass sie nur einen Fünftligisten trainieren durfte), hätte man Frau Wübbenhorst eine Chance für eine längerfristige Tätigkeit in dieser Funktion geben müssen.

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spon_5004421 31.03.2019, 20:07
19. Tja, wenn man in dem Verein

nicht wirtschaften kann und kurz vor der Pleite steht (..."Den Klub plagen seit Jahren Geldprobleme"... "Mehrfach schon konnten Spieler nicht bezahlt werden"..."Nun, im Jahr seines hundertsten Geburtstages, musste der BV Cloppenburg mitteilen, dass der Verein für den Erhalt des Spielbetriebs der laufenden Saison mindestens 250.000 Euro benötige...), sollte man so ehrlich sein zuzugeben, dass man sich weder Spieler noch Trainer(in) leisten kann.


"

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