Forum: Sport
Ex-Bundestrainer Klinsmann: Die Tragik des Jürgen K.
AFP

Deutschlands DFB-Auswahlen sorgen aktuell für Jubel. Der Grund für den Aufschwung liegt Jahre zurück, auch Ex-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann hatte einen Anteil. Heute redet über den WM-Held von 2006 fast keiner mehr.

Seite 4 von 9
Hans_Suppengrün 12.07.2017, 08:25
30.

Zitat von Bueckstueck
[...] Ich habe das seit 2006 immer gesagt, was die Nationalmannschaft(en) angeht, hat Deutschland dem Reformer Klinsmann unschätzbar viel zu verdanken. Dass das Hateboys wie du nicht einsehen wollen, ändert daran nichts.
Volle Zustimmung.

Und wenn man das jetzt noch vor dem Hintergrund sieht, dass in Deutschland zu diesem Zeitpunkt Magath und Neururer en vogue waren (gerade Neururer hat sich zu einigen Lästereien hinreißen lassen), wird die Leistung des J. Klinsmann gleich noch ein bisschen strahlender!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jujo 12.07.2017, 08:39
31. ...

Im Forum sind wieder viele Leute unterwegs die den Eindruck vermitteln Insider zu sein und mit auf der Trainerbank gesessen zu haben. 2006 hat Spaß gemacht. Meine subjektive Meinung ist eher, lieber einen Spaßmacher wie Klinsmann, als eine Spaßbremse wie Vogts. Was soll ich zu Löw sagen? Er hat Erfolg und somit macht er anscheinend das meiste richtig. Er sollte weitermachen über 2018 hinaus, was da an Spielern nachrückt läßt gar keinen anderen Eindruck zu als das über Fußballdeutschland die nächsten 10 Jahre weiterhin die Sonne scheint.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
conr0y 12.07.2017, 08:45
32.

Matthias Sammer war von 2006 bis 2012 Sportdirektor beim DFB. Ohne Löws/Klinsis (am Anfang eher durchwachsene Leistungen) als Coach für die DFB-Elf schmälern zu wollen: daß D heute in internationalen Turnieren so gut dasteht ist auch Sammers Verdienst. Sportdirektor ist aber nun mal so ein Job, der nicht direkt im Rampenlicht steht, dazu ist Sammer ein autistischer Kopfmensch, der lieber tief stapelt anstatt groß auf den Putz zu hauen mit Li-La-Sommermärchen und Flaggenschwenken-Heiopei und folglich nicht so ein Presseliebling wie Löw, Lahm, Neuer & Co. Dennoch hat seine Arbeit einen nicht zu unterschätzenden Anteil an den internationalen Erfolgen des DFB in den letzten Jahren. Nach der Zeit beim DFB ging er zu den Bayern und war auch da sehr erfolgreich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr.nick 12.07.2017, 08:56
33. Er ist halt kein guter Trainer...

und irgendwie haben das jetzt alle begriffen. Er ist mehr ein Reformer und Innovationstreiber. Das braucht man auch aber in den meisten Fällen wollen Vereine oder Nationalmannschaften eben einen Trainer. Und das kann er meiner Meinung nach eben nicht. Das ist ja auch nicht schlimm. Er war ja auch kein guter Torwart. Er muss halt seine Nische finden und würde dann sehr glücklich und erfolgreich werden. Nur wahrscheinlich nicht im Rampnelicht. Aber davon hatte er in seinem Leben eigentlich genug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr. phil. Collins 12.07.2017, 09:02
34. musste so kommen

Ich habe ihn nie als guten Trainer wahrgenommen. Als er zu den Bayern ging, gab ich ihm max. 12 Monate. Geworden sind es dann 10. QED

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ramon 12.07.2017, 09:07
35. Er hatte die Wahl zu bleiben...

...und weiter zu machen, aber hat sich für das Gegenteil entschieden. Der Klinsi ist eher der sprintertyp und weniger der Ausdauerläufer wie Löw es ist. Auf Dauer hätte er sich dann doch abgenutzt und das wusste er auch. Mit seinem Rücktritt konnte er dann auch das Image des Innovators, der er zweifellos sein kann, bewahren. Genau aus diesem Grund haben ihn ja auch die Bayern geholt, um aus der Post Hitzfeld Lethargie herauszukommen. Aber er konnte weder bei den Bayern noch in den USA den Schritt von einem Guru zu einem gewissenhaften Erfolgstrainer machen. Der WM Titel war das Ergebnis eines Prozesses der sogar im jämmerlichen Scheitern unter Ribbeck bei der EM 2000 seinen Anfang nahm. Erst danach konnte man es nicht mehr leugnen, dass irgendetwas mit dem deutschen Fußball nicht stimmt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sapiens-1 12.07.2017, 09:08
36. Guter Artikel...

...der vor allem die Ursprünge der deutschen Fußball Renaissance beleuchtet. Es war Klinsmann zu verdanken, daß der DfB durchgeschüttelt wurde und - da mag sein einziger richtiger Verdienst liegen - Mayer-Vorfelder damals Matthäus verhindert zu haben, was von der BILD ja schon mächtig promotet wurde.
Klinsmann hat seinerzeit die Strukturen durchgeschüttelt und den Wandel der Spielweise durchgesetzt. Dazu hatte nur er den Willen und die Angstfreiheit es damals durchzuziehen, auch nach schlechten Ergebnissen (erinnert sich jemand an die schlimme Niederlage in Italien im Frühjahr 2006, als alle seinen Kopf forderten?).
Die Mannschaft wurde von Relikten entrümpelt (Kahn!) und mit jungen Spielern bestückt, auch wenn es nicht immer funktionierte (Huth). Aber es tat sich was in die richtige Richtung.
Und zu denen die behaupten, eigentlich hab ja Löw alles gemacht. Mag sein, daß dieser im Training mehr getan hat als JK, zeigt das aber nicht, daß Klinsmann sich nicht als alleiniger Zampano im Vordergrund sah (Delegationskompetenz)?.
Zudem: Wer glaubt denn, daß Löw 2004 als Bundestrainer auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätte, nach durchwachsensten Ergebnissen als Vereinstrainer in der Türkei und Karlsruhe. Er konnte doch nur unter den Fittichen Klinsmanns sich zu dem entwickeln, der er wurde und damit letztlich den Ruf bekommen, den er auch erst seit 2014 hat.
Wenn Klinsmann heute nicht die berechtigte Genugtuung bekommt, die ihm eigemntlich zusteht, so liegt das immer noch am Einfluß der Boulevardmedien, voran der BLÖD-Zeitung, denen er nie paßte und die eben mehr Einfluß auf den deutschen Fußball-MIchel hat, als man glaubt und seiner uneitlen Art, diersen Respekt einzufordert. Wozu auch, deutsche Fußball Kleingeistigkeit braucht ihn in Amerika nicht zu scheren, da steht er drüber, wie die Bhuddas in München, die übrigens auch nicht seine Idee waren, sondern die der Archtekten, weit bevor er kam.
Er war der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt, das sollte man schätzen und würdigen, nicht mehr und nicht weniger! Wie sagen die Schwaben dazu: Nicht geschimpft ist genug gelobt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cs01 12.07.2017, 09:08
37.

Zitat von Paspill
Den WM-Titel 2014 verdanken wir nicht Löw, sondern dem Umstand, dass wir nicht auf den Gruppenkopf C1 gelost wurden, oder glaubt tatsächlich jemand, dass wir im Viertelfinale gegen Brasilien gewonnen hätten?
Wenn ich mich nicht täusche, haben wir Brasilien im Halbfinale7:1 geschlagen. Warum hätte es im Viertelfinale so viel anders ausgehen sollen? Auch da hätten wir sehr gute Chancen gehabt, Brasilien zu schlagen. Vieleicht nicht so glatt, aber davon auszugehen, dass wir verloren hätten, ist Schwachsinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
123Valentino 12.07.2017, 09:10
38. Herr Klinsmann,

muss einem aufrichtig leid tun. Kaum beschäftig, wenig beachtet, Job verloren. Wie hält man das nur aus.
Der Spiegel wird sicherlich eine Job finden, Herr Klinsmann, beim DFB wird doch immer schnell eine Position frei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
swf3 12.07.2017, 09:17
39. In München wurden dem überschätzten Klinsmann,

in der Position als Trainer, nach sehr kurzer Zeit, die Grenzen seiner Möglichkeiten aufgezeigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 9