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Ex-Bundestrainerin: Steffi Jones rechnet mit DFB-Spitze ab
Maja Hitij / Getty Images

"Meine Karriere war von Neid und Missgunst geprägt": Ex-Bundestrainerin Steffi Jones kritisiert im SPIEGEL die Seilschaften beim DFB - und zeigt Verständnis für homosexuelle Fußballer, die sich lieber nicht outen.

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Karla Winterstein 08.06.2019, 20:22
80. So ein Quatsch

Zitat von citi2010
Es war doch jahrelang Gang und Gäbe - also vor 2006 - dass sich Frauen nur sehr vereinzelt für den Männersport Fussball interessierten. Ich denke die Gleichberechtigung muss doch jetzt auch gelten: verlangt bitte nicht von Männern, dass sie Frauenfussball interessant finden. Schaut kein Mann ausser die Ü60 Fraktion, die nicht weiss wie man bestimmte Videos im Netz schaut ohne dass Witwe Bolte davon was mitbekommt.
Wenn Sie mal die Zuschauer bei Vereins-und Länderspielen ansehen, dann werden Sie feststellen, dass Frauenfussball ein ziemlicher Familiensport ist, bei dem oft genug Grosseltern bis Enkelkinder zusammen zu sehen sind.

Bei Frauenfussball spielt die Mannschaft als solche eine deutlich grössere Rolle, als bei Männerfussball, wo immer wieder der Superspieler als wesentlich angesehen wird.

Wer also von sich aus bei einem Mannschaftssport mehr Wert auf Disziplin und Team-Organisiertheit legt, als auf individuelle Darstellungen, dem gefällt Frauenfussball oft mehr, als Männerfussball - wenn überhaupt ein Interesse an Fussball existiert.

Warum sind nun die männlichen Zuschauer bei Frauenfussball durchschnittlich älter, als beim Männerfussball?

Die Antwort ist eigentlich sehr naheliegend. Männer und Jugendliche unter 30 stehen seitens ihrer Mentalität überwiegend nicht auf Taktik, sondern auf individuelle Action, was völlig normal ist. Das gibt sich aber im Laufe der Zeit.

Es ist natürlich auch eine kulturelle Geschichte. Wer Rugby kennt, weiss, das es dort so diszipliniert zugeht, dass ein Spieler von sich aus nicht einmal den Schiedsrichter ansprechen darf, ohne dass er sofort den Platz verlassen muss. Wer beim Rugby versucht seine individuellen Fähigkeiten nicht bedingungslos der Mannschaft unterzuordnen, wird sich bald nicht mehr in der Mannschaft befinden.

In meinem Bekanntenkreis interessieren sich viele Leute für Rugby, aus einer Familie spielt sogar jemand in der 2. Bundesliga. Von diesen Leuten interessieren sich aber viele auch für Frauenfussball, denen der Männerfussball oft zu undiszipliniert und rowdyhaft ist, was auch das Umfeld betrifft.

Wenn man die Spielweisen bei Männern und Frauen einmal unvoreingenommen vergleicht, wird man recht schnell feststellen, das teilweise völlig unterschiedlich agiert wird.

Das alles sind die wohl in erster Linie die Unterschiede bezüglich der Zuschauer.

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