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Ex-Diskuswerfer Wagner über Doping: "Dreimal täglich Anabolika"
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Alwin Wagner sprach schon als Aktiver über Doping in der Leichtathletik. Dafür wurde der damalige Deutsche Meister im Diskuswurf abgestraft. Im Interview spricht er über Anabolika, Kaviar und das Schweigekartell im Sport.

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M. Vikings 04.04.2017, 12:03
40. Es bleibt das Problem mit den Kindern und Jugendlichen.

Zitat von InesH
Verzeihung, falls dies nicht rüberkam oder falsch ausgedrückt wurde. An Olympischen Spielen und sonstigen imageträchtigen Großwettbewerben, auch EM und WM sollten ohnehin keine Jugendlichen teilnehmen. Kinder sowieso nicht. Dieser sogenannten Sportelite wird neben der Kindheit auch die Jugend gestohlen. Von körperlichen Schäden, auch ohne Doping, sag ich lieber nichts. Und ob sich alte, sabbernde Funktionäre oder Politiker an einer rumänischen oder chinesischen Kinderturnerin ergötzen möchten oder an einer Franzi van Almsick oder anderen Kindern - das ist mir egal. Kinder und Jugendliche haben im Leistungssport solange nichts zu suchen, wie dieser ein Politikum ist. Und da sich dies nicht mal mittelfristig ändern wird - Dopingfreigabe für Erwachsene - und Kinder/Jugendliche raus aus diesem Hamsterrad psychisch gestörter Eltern und erbarmungsloser Vermarkter. DAS wäre ehrlich. Doch ich sehe dies nicht. LG InesH
Auch wenn denen der Start bei den Großwettbewerben verboten wird.
Zwei meiner Schulkameraden (Westdeutschland/Leichtathletik)
sind mit 16 in den 70ern "leistungsfördernde Mittel" empfohlen
worden.
Bei dem Einem haben die Eltern den Spuk beendet.
Der Andere hat mit seinem Leistungsport weitergemacht.

Und wenn Sie Höchsstrafen für die verantwortlichen
Eltern oder Trainer fordern,
müssen die minderjährigen Sportler auch kontrolliert werden.
Dann kann man das auch bei allen machen.

Wir sind mittlerweile beim Gendoping angekommen.
Da trägt die Gesellschaft auch Verantwortung
für den Nachwuchs der volljährigen Sportler.

Ich halte die Freigabe von Doping für falsch.

LG Thomas

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bloub 04.04.2017, 12:04
41.

Zitat von carinanavis
Dies sind unbestreitbare Tatsachen und bislang fehlt jede andere rationaleErklärung für die übermäßigen DDR-Erfolge, es sei denn das Doping dort war viel umfangreicher, gezielter und systematischer, d.h eine viel größere Anzahl von Athleten nahm das Zeug.
rationale erklärung? gilt, das ost-sportler durch explizit geschaffene strukturen im gegensatz zum grossteil ihrer west-konkurrenz sich absolut auf training konzentrieren konnten, als rational genug? im osten waren sportler beispielsweise offiziell in ihren betrieben angestellt, mussten aber nie arbeiten, solange sie den sport betrieben. heute sehen wir ja ein ähnliches konzept bei den sportsodlaten/polizisten, nur das die nicht ganz frei aufs training konzentrieren können durch diverse verpflichtungen.

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pizzerino 04.04.2017, 12:24
42.

das alles war bekannt und ist bekannt. der Spitzensport braucht mich nicht und ich brauch ihn nicht.

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neu1197 04.04.2017, 12:25
43. zun 38

Das wäre nicht nur so, ist auch so!
Die Dopingdiskussion wurde und wird nur zu politischen Zwecken angewendet. Da geht es nicht im geringsten um die Menschen, sondern nur um Diffamierung des anderen!!!
So und nicht anders in der Politik, wie im Sport.

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M. Vikings 04.04.2017, 13:19
44. Die Erklärung ist einfach.

Zitat von carinanavis
waren anabole Steroide noch gar nicht verboten, daher war die Einnahme dieser Substanzen überhaupt kein Doping. Das Verbot erfolgte erst 1974 und die ersten Tests bei Olympia wurden 1976 durchgeführt. Bei den ganzen Enthüllungen wird in geradezu heuchlerischer Weise von der Masse der empörten Foristen so getan, als ob das BRD-Doping letztlich "gleich" war wie in der DDR. Nur sprechen alle Fakten dagegen. Das BRD-Doping war ganz offensichtlich völlig ineffizient oder unbedeutend, denn die Westathleten gewannen im Vergleich zu den DDR-Athleten bei EM. WM und Olympia in den 70er und 80er Jahren kaum Medaillen in den "Dopingsportarten". Besonders in doping-geeigneten Disziplinen wie Leichtathletik und Schwimmen gewann die DDR durchschnittlich 3-4-mal mehr Medaillen als die BRD. Dies sind unbestreitbare Tatsachen und bislang fehlt jede andere rationaleErklärung für die übermäßigen DDR-Erfolge, es sei denn das Doping dort war viel umfangreicher, gezielter und systematischer, d.h eine viel größere Anzahl von Athleten nahm das Zeug.
Während in der BRD Sportler ziemlich planlos Pillen einwarfen,
die Trainer es wussten, Ärzte außer Rezepte auszustellen
keine wesentliche Rolle spielten, die Funktionäre wegguckten,
und der Staat zahlte,
wurde das Doping in der DDR von Anfang an
von Medizin- und Sportwissenschaftlern begleitet.
Es war systematischer und gezielter.
Aber nicht nur das Doping- sondern das ganze Sportsystem.

Die Auswahl der Sportler und die Zuordnung zu den Disziplinen,
fand bereits bei der Einschulung statt.

Ein DDR Fußballtrainer sagte einmal,
Kopfballungeheuer wie Horst Hrubesch hatten wir nicht,
die baumstarken Männer saßen bei uns alle im Ruderachter.

Katharina Witt sagte,
als ich der Trainingsgruppe von Jutta Müller zugeordnet wurde,
wusste ich das ich Olympiasiegerin werden kann.
Da war sie zwölf Jahre alt.


Die Beurteilung welches System für die Sportler
besser oder schlechter war überlasse ich Ihnen.

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carinanavis 04.04.2017, 13:28
45. das ganze ausmaß

Zitat von bloub
rationale erklärung? gilt, das ost-sportler durch explizit geschaffene strukturen im gegensatz zum grossteil ihrer west-konkurrenz sich absolut auf training konzentrieren konnten, als rational genug? im osten waren sportler beispielsweise offiziell in ihren betrieben angestellt, mussten aber nie arbeiten, solange sie den sport betrieben. heute sehen wir ja ein ähnliches konzept bei den sportsodlaten/polizisten, nur das die nicht ganz frei aufs training konzentrieren können durch diverse verpflichtungen.
Offenbar haben Sie eine mehr als rosarote Brille aufsitzen und verklären die Sportwelt der DDR zur dopingfreien Wohlfühlzone, während die böse kapitalistische BRD alltägliches Massendoping betrieb.

Die Fakten sehen aber ganz anders aus. Am 12.01.1998 war folgendes im SPIEGEL zu lesen: "DDR-DOPING Beweise aus dem Archiv ... Der Potsdamer Historiker Giselher Spitzer, der im Auftrag von Bundestag und Bundesinnenministerium den DDR-Sport erforscht, stieß auf eine sogenannte Anwendungskonzeption. ... Die von Spitzer entdeckten Dokumente lassen genaue Schätzungen über das Ausmaß des Dopings zu. Danach waren beim Untergang der DDR noch rund 600 Kaderathleten im offiziellen Dopingprogramm, in früheren Jahren wurden sogar bis zu 2000 Sportler gleichzeitig gedopt. Insgesamt haben in der DDR bis zu 10 000 Athleten auf Geheiß der Sportführung Anabolika bekommen.

Das schreiben Sie sich und die anderen "schreckliches BRD-Doping" krakeelenden Foristen mal hinter die Ohren.

10 000 DDR-Athleten waren gedopt. Mit den bislang 31 der BRD lässt sich gegen diese gewaltige Übermacht natürlich kein Blumentopf bei Olympia gewinnen.

Ich kann nur nochmals feststellen, dass Herr Krivec und das folgende Medientratra die Realität völlig verzerren. Doch die Naivität der manipulierbaren Masse ist so gewaltig, dass jeder Blödsinn geglaubt wird, solange es den Anschein kritischer Enthüllungen hat. Es ist klar, dass Herr Krivec vor 10 000 Fällen kapituliern musste und sich lieber auf das überschaubare Minidoping der BRD gestürzt hat. Das lässt sich auch als "Sensation" viel besser vermarkten.

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yossariania 04.04.2017, 13:34
46. Das stimmt

Zitat von steingärtner
Bei den Russen reicht das dicke als Nachweis für systemisches Doping. Und bei den Ost-Sportlern sowieso.
so nicht.
Bei den Russen reicht es aus, wenn ein Russe sagt, er kennt einen, der dvon gehört hat, das jemand ein Röhrchen mit Tabletten bekommen hat. Und das ist dann noch der ultimative Beweis: weil mit nichts genaues weiß, hat's der FSB verschleiert.

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franz.v.trotta 04.04.2017, 14:53
47.

Zitat von M. Vikings
Während in der BRD Sportler ziemlich planlos Pillen einwarfen, die Trainer es wussten, Ärzte außer Rezepte auszustellen keine wesentliche Rolle spielten, die Funktionäre wegguckten, und der Staat zahlte, wurde das Doping in der DDR von Anfang an von Medizin- und Sportwissenschaftlern begleitet.
Sie irren. Westdeutsches Doping-Zentrum war die Universität Freiburg. Dort wurde von sehr namhaften Forschern/Professoren Doping-Forschung betrieben, jahrzehntelang; viele namhafte Sportler wurden dort auch ärztlich "betreut", zur Leistungssteigerung. Finanziert wurde das aus Steuermitteln.

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steingärtner 04.04.2017, 15:08
48. Sicher hat die DDR gedoped

Zitat von carinanavis
Offenbar haben Sie eine mehr als rosarote Brille aufsitzen und verklären die Sportwelt der DDR zur dopingfreien Wohlfühlzone, während die böse kapitalistische BRD alltägliches Massendoping betrieb. Die Fakten sehen aber ganz anders aus. Am 12.01.1998 war folgendes im SPIEGEL zu lesen: "DDR-DOPING Beweise aus dem Archiv ... Der Potsdamer Historiker Giselher Spitzer, der im Auftrag von Bundestag und Bundesinnenministerium den DDR-Sport erforscht, stieß auf eine sogenannte Anwendungskonzeption. ... Die von Spitzer entdeckten Dokumente lassen genaue Schätzungen über das Ausmaß des Dopings zu. Danach waren beim Untergang der DDR noch rund 600 Kaderathleten im offiziellen Dopingprogramm, in früheren Jahren wurden sogar bis zu 2000 Sportler gleichzeitig gedopt. Insgesamt haben in der DDR bis zu 10 000 Athleten auf Geheiß der Sportführung Anabolika bekommen. Das schreiben Sie sich und die anderen "schreckliches BRD-Doping" krakeelenden Foristen mal hinter die Ohren. 10 000 DDR-Athleten waren gedopt. Mit den bislang 31 der BRD lässt sich gegen diese gewaltige Übermacht natürlich kein Blumentopf bei Olympia gewinnen. Ich kann nur nochmals feststellen, dass Herr Krivec und das folgende Medientratra die Realität völlig verzerren. Doch die Naivität der manipulierbaren Masse ist so gewaltig, dass jeder Blödsinn geglaubt wird, solange es den Anschein kritischer Enthüllungen hat. Es ist klar, dass Herr Krivec vor 10 000 Fällen kapituliern musste und sich lieber auf das überschaubare Minidoping der BRD gestürzt hat. Das lässt sich auch als "Sensation" viel besser vermarkten.
Aber darum geht es bei diesen ganzen Dopingdiskussionen auch gar nicht wirklich. Es geht darum alles, also wirklich alles aus den 40 Jahren DDR zu delegitimieren. Sieht man bei ihnen sehr schön an ihren "Fakten".
Aus geschätzten Zahlen werden bei ihnen im nächsten Absatz schwuppdiewupp tatsächliche 10000 Sportler.
Und wissen sie, 10000 Ostdoper zu nur 31 Westdopern ? Glauben sie das selbst ?
Aber nochmal : Auch die DDR hat gedoped.

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carinanavis 04.04.2017, 15:13
49. klümper stümper

Zitat von franz.v.trotta
Sie irren. Westdeutsches Doping-Zentrum war die Universität Freiburg. Dort wurde von sehr namhaften Forschern/Professoren Doping-Forschung betrieben, jahrzehntelang; viele namhafte Sportler wurden dort auch ärztlich "betreut", zur Leistungssteigerung. Finanziert wurde das aus Steuermitteln.
Kapieren Sie es immer noch nicht? Gegenüber dem extrem professionellen und hocheffizienten DDR-Dopingsystem war das BRD-Doping drittklassiges Amateurstümpern, sowohl was die Qualität als auch die Quantität angeht. "Jahrzehntelang" brachte man es nicht auf die Reihe auch nur annähernd an die Erfolge der DDR-Athleten heranzukommen.

Ende der 90er litten laut SPIEGEL vom 12.01.1998 noch 1000 Ex-DDR-Athleten an Herz- und Leberschäden, den Folgen des Dopings. Allein diese Zahl übersteigt die Zahl der BRD-Doper (gerade 31 sind in der Krivec-Studie bekannt geworden) um ein Vielfaches. Und bei diesen Opfern handelt es sich um nur 10% aller DDR-Dopingathleten!

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