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Ex-Diskuswerfer Wagner über Doping: "Dreimal täglich Anabolika"
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Alwin Wagner sprach schon als Aktiver über Doping in der Leichtathletik. Dafür wurde der damalige Deutsche Meister im Diskuswurf abgestraft. Im Interview spricht er über Anabolika, Kaviar und das Schweigekartell im Sport.

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neu1197 05.04.2017, 09:24
60. nur noch peinlich

Zitat von carinanavis
waren anabole Steroide noch gar nicht verboten, daher war die Einnahme dieser Substanzen überhaupt kein Doping. Das Verbot erfolgte erst 1974 und die ersten Tests bei Olympia wurden 1976 durchgeführt. Bei den ganzen Enthüllungen wird in geradezu heuchlerischer Weise von der Masse der empörten Foristen so getan, als ob das BRD-Doping letztlich "gleich" war wie in der DDR. Nur sprechen alle Fakten dagegen. Das BRD-Doping war ganz offensichtlich völlig ineffizient oder unbedeutend, denn die Westathleten gewannen im Vergleich zu den DDR-Athleten bei EM. WM und Olympia in den 70er und 80er Jahren kaum Medaillen in den "Dopingsportarten". Besonders in doping-geeigneten Disziplinen wie Leichtathletik und Schwimmen gewann die DDR durchschnittlich 3-4-mal mehr Medaillen als die BRD. Dies sind unbestreitbare Tatsachen und bislang fehlt jede andere rationaleErklärung für die übermäßigen DDR-Erfolge, es sei denn das Doping dort war viel umfangreicher, gezielter und systematischer, d.h eine viel größere Anzahl von Athleten nahm das Zeug.
ist diese Argumentation. Wenn der Forist glaubt, dass man Olympiamedaillen mit ein paar Pillen kaufen kann, ist das einfach nur noch peinlich.
Noch einmal; Doping, von wem auch immer ist Ausdruck eines weltweiten Kampfes um Anerkennung und viel Geld.
Den Ost/West-Vergleich auf die Anzahl der Medaillen zu reduzieren ist also schlechthin doof.
Da gab es in Ost ja noch ein sehr ausgeprägter System der Sichtung, Talenteförderung, der Sportschulen, Spartakiaden, bei denen junge Sportler entwickelt wurden. Mit der Wende folgte eine Zeit, in der man sich sehr gern mit Medaillen aus dieser Entwicklung geschmückt hat. Es wurden weniger und weniger, warum...
Erfolgreiche Trainer wurden vergrault und haben weltweit wieder erfolgreich gearbeitet.
Natürlich kann man nun schlussfolgern, dass bei uns ja nicht gedopt wird und nur die anderen, falsch die Russen und Chinesen.
Träum weiter Väterchen!

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spmc-125128833252523 05.04.2017, 12:17
61. Glückwunsch

Was für ein toller Typ dieser Herr Wagner ist . Ich wünschte, es gäbe mehr davon und der Sport, speziell die Leichtathletik, würde endlich sauber!
Dschff

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zaunreiter35 05.04.2017, 13:51
62. Verletzt oder krank

Soo...und nun erklär mir mal bitte jemand, wie das geht, das eine deutsche Biathletin den halben Winter "erkältet" ist und doch Weltcup-Gesamtsiegerin wird, während ihren Verfolgerinnen in den letzten Rennen des Winters im wahrsten Sinne des Wortes "die Puste ausgeht".
Ich finde es schlimm, dass Biathlon mittlerweile so lukrativ geworden ist, dass da jeder mitverdienen kann.

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carinanavis 05.04.2017, 14:55
63. gut geschätzt ist ganz gewonnen

Zitat von yossariania
Satz ist unlogisch. Zunächst einmal scheint sich die Zahl der Doper abschätzen zu lassen. "Gut" abschätzen lässt sie sich nicht, wenn man das "gut" auf das Ergebnis bezieht. Um nämlich zu wissen, ob eine Schätzung gut wahr oder nixht, muss man die Schätzung an der Wirklichkeit ünerprüfen. Mann muss die Zahl der Doper also kennen, um sagen zu können,.....
In der Mathematik muss man den wahren Wert nicht kennen um Schätzungen abliefern zu können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schätzfunktion
https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrer_Wert

Lesen Sie erstmal da nach, bevor Sie sich in läppischen und völlig unlogischen Wortspielereien verlieren.

Zahlen der DDR-Doper sind in Akten festgehalten (siehe SPIEGEL vom 12.1.1998), insbesondere die annähernd 600 die zum Ende der DDR noch gedopt wurden. Daran gibt es nichts Imaginäres. Zudem ist bekannt, dass phasenweise gleichzeitig etwa 2000 Athleten gedopt wurden. Daraus lässt sich berechnen ("gut abschätzen"), dass es insgesamt 10000 gedopte DDR-Athleten gab.
siehe https://www.welt.de/print-welt/article473240/Nimm-das-ist-gut-fuer-dich.html Im Wikipediaartikel "Sport in der DDR" wird sogar eine Zahl von 12000 DDR-Dopern genannt. Ob dass jetzt 8912 oder 12063 waren ist für eine kritische Betrachtung nicht relevant. Auch aus den ca. 1000 schwerkranken Doping-Opfern lässt sich die Gesamtzahl der Gedopten hochrechnen.

Die bekannten Zahlen der BRD-Doper sind um ein Vielfaches geringer, vor allem auch die der Dopingopfer mit ähnlich schweren Leiden. "Auch im Westen" genügt eben nicht, um hier alles zu nivellieren, selbst wenn das die scheinbare Mehrheit der extrem naiven und realitätsblinden Foristen hier gerne so hätte. Was Herr Wagner und Herr Krivec schreiben mag ja alles richtig sein, wer aber daraus eine alternative Realität (West = Ost) konstruiert, wird zum Handlanger der wahren Großverbrecher und Megabetrüger.

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Lamentierer 05.04.2017, 15:23
64.

Zitat von carinanavis
In der Mathematik muss man den wahren Wert nicht kennen um Schätzungen abliefern zu können. https://de.wikipedia.org/wiki/Schätzfunktion https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrer_Wert Lesen Sie erstmal da nach, bevor Sie sich in läppischen und völlig unlogischen Wortspielereien verlieren. Zahlen der DDR-Doper sind in Akten festgehalten (siehe SPIEGEL vom 12.1.1998), insbesondere die annähernd 600 die zum Ende der DDR noch gedopt wurden. Daran gibt es nichts Imaginäres. Zudem ist bekannt, dass phasenweise gleichzeitig etwa 2000 Athleten gedopt wurden. Daraus lässt sich berechnen ("gut abschätzen"), dass es insgesamt 10000 gedopte DDR-Athleten gab. siehe https://www.welt.de/print-welt/article473240/Nimm-das-ist-gut-fuer-dich.html Im Wikipediaartikel "Sport in der DDR" wird sogar eine Zahl von 12000 DDR-Dopern genannt. Ob dass jetzt 8912 oder 12063 waren ist für eine kritische Betrachtung nicht relevant. Auch aus den ca. 1000 schwerkranken Doping-Opfern lässt sich die Gesamtzahl der Gedopten hochrechnen. Die bekannten Zahlen der BRD-Doper sind um ein Vielfaches geringer, vor allem auch die der Dopingopfer mit ähnlich schweren Leiden. "Auch im Westen" genügt eben nicht, um hier alles zu nivellieren, selbst wenn das die scheinbare Mehrheit der extrem naiven und realitätsblinden Foristen hier gerne so hätte. Was Herr Wagner und Herr Krivec schreiben mag ja alles richtig sein, wer aber daraus eine alternative Realität (West = Ost) konstruiert, wird zum Handlanger der wahren Großverbrecher und Megabetrüger.
Ich glaube, derjenige der Doping generell freigeben wollte lag am richtigsten, natürlich muss er für seine Spätfolgen zahlen und nicht über die Krankenkassen die Allgemeinheit belasten. Wie war das noch einmal mit dem Glenbuterol im Fleisch bei den Jamaika-Sprintern.? Ach ja, Rückstände von Clenbuterol im Fleisch der zum Verzehr getötenen Tiere.
Ich freue mich sogar, dass auch im Westen gedopt wurde, damit solche Experten wie Hajo Seppelt einmal in sich gehen dürfen, was sie natürlich nicht machen.
http://www.planet-wissen.de/gesellschaft/sport/doping_gefaehrliche_mittel/studie-humboldt-universitaet-100.html
Der Unterschied zwischen Denunziantentum und notwendiger Aufklärung ist minimal. Aber Nestbeschmutzer mag ich garnicht.
Egal wie die Rechercheteams namentlich heißen und um welche Gebiete der Recherche es sich handelt: Alles Schnüffler und davon haben wir 40 Jahre genug gehabt.

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