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Ex-Radprofi: Zabel gibt umfangreiches Doping zu
DPA

Lange hatte er sich gegen Vorwürfe gewehrt, nach den jüngsten Entwicklungen hat Erik Zabel nun aber doch jahrelanges Doping gestanden. Zwischen 1996 und 2004 habe er mit Epo, Cortison und Blutdoping betrogen, sagte der ehemalige Top-Sprinter der "Süddeutschen Zeitung".

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peterpahn 28.07.2013, 21:48
50. Was ist ein weiteres Geständnis wert?

Was ist ein weiteres Geständnis wert? Im Jahre 2007 haben Erik Zabel und Rolf Aldag eine riesen Show abgezogen auf der PK zum vermeintlichen Doping-Geständnis unter Tränen ("Wenn ich meinem Sohn wieder in die Augen sehen will *schnief* dann darf ich ihn nicht weiter anlügen"). Ich denke, das war u.a. der Grund für den Einbruch der Zuschauer-Quoten bei der Tour de France, weil schon damals niemand Zabel und Aldag glauben konnten. Aber wie tief muss man sinken, wenn man seinen Sohn heranzieht, um sich von Doping-Vorwürfen reinzuwaschen, damit die Show weitergehen kann?

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the0retisch 28.07.2013, 21:51
51. Weltmeister

Zitat von sysop
Lange hatte er sich gegen Vorwürfe gewehrt, nach den jüngsten Entwicklungen hat Erik Zabel nun aber doch jahrelanges Doping gestanden. Zwischen 1996 und 2004 habe er mit Epo, Cortison und Blutdoping betrogen, sagte der ehemalige Top-Sprinter der "Süddeutschen Zeitung".
Zabel gesteht, nur die "mitangeklagten" Herren Deschamps und Zidane sitzen die Sache weiter aus. Da fragt ja auch niemand nach, schließlich waren die 1998 "nur" Weltmeister...

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TLR9 28.07.2013, 22:01
52.

Zitat von Nörgelrentner
Das glaube ich nicht. Rudern ist total unpopulär und die Sportler haben praktisch keine Möglichkeit finanziellen Nutzen aus ihrem Sport zu ziehen. Wenn man mal Toplevel Rudern ansieht, z. B. das Boat Race (Oxford v. Cambridge) schaut, oder den Deutschlandachters, dann sieht man auch, dass diese Sportler überdurchschnittlich gut ausgebildet sind und nicht auf Profit aus ihren körperlichen Leistungen angewiesen sind. Warum dann die Gesundheit ruinieren und illegales riskieren?
Von Amateursportlern habe ich schon mitbekommen, dass Mediziner unter den Teilnehmern zu Dopingmittel greifen. Und in Italien wird weitaus mehr EPO konsumiert, als man in dortigen Krankenhäusern benötigt.

Doping ist halt das Peidukt einer Handelskette aus Pharmaindustrie, Medizinern, Betreuern und Sportlern. Die Journalisten machen es sich allzu leicht nur den Sportler an den Pranger zu stellen. Ärzten, die an diesem System beteiligt sind, sollte man auch eine Sperre oder lebenslanger Ausschluss von Sportwettkämpfen androhen können.

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Lasse 28.07.2013, 22:20
53. Ehemaliger Zabel-Fan

Ich war 2007 schon recht geschockt, weil ich Zabel als integer und ehrlich (im Gegensatz zu Ullrich) eingeschätzt hatte. Aber zumindest hatte ich bis jetzt gedacht, dass er mit dem damaligen Interview dann zumindest ehrlich war. Sah ja auch so aus damals mit seinen Tränen und der "Ehrlichkeit vor seinem Sohn" (oder so ähnlich). Absolut unfassbar, dass das auch Lüge war. Es gibt keinen Grund mehr, ihm noch irgendetwas zu glauben, was auch immer er in dem Interview erzählt.

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tre.2013 28.07.2013, 22:21
54. Zynismus hilft nicht

Ständig heißt es: gedopt wurde immer - warum regt ihr euch über Doping auf - wenn alle gedopt sind ist es doch gerecht. Die dummen Zyniker wissen nicht was Sport ist: Einfache Regeln, die alle Beteiligten und Zuschauer kennen und die eingehalten werden. Und der sportliche Wettkampf darf beginnen. Wenn jetzt alle gedopt sind, müssten also die Dopingmittel klassifiziert werden. Jeder darf sich dann für ein Pharma-Team begeistern. Wenn sich dann alle penibel an ihre Dopingmittel halten, kann man Doping auch wieder ganz weg lassen.

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zeany 28.07.2013, 22:34
55. Was...

...jetzt wohl sein Sohn sagen wird? Wahrscheinlich wird er nie wieder mit diesen Lügner und Betrüger reden. Radsport macht mich krank. Man müsste diese Sportart statt Ringen aus den olympischen Programm nehmen, es hat doch schon lange seine Glaubwürdigkeit verloren.

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WehrtEuch 28.07.2013, 23:09
56. Wer nimmt die Radler eigentlich noch ernst?

Zitat von stevie76
soso. vor 6 jahren sagte er sinngemäß, er wolle seinem kleinen sohn wieder in die augen blicken können. oder so ähnlich. warten wir mal ab, wohin zabel noch so alles glotzen will, wenn wieder neues nachgewiesen wurde und leugnen sinnlos wäre.
Diese Witzfiguren schaue ich mir schon seit Jahren nicht mehr an. Wer findet Live-Übertragungen von Radrennen noch geil? Sagt bitte, warum.

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Boandlgramer 28.07.2013, 23:38
57.

Ich wusste bereits Anfang der 80er Jahre, dass die Profis alles eingepfiffen haben, was irgendwie hilfreich sein konnte. In den 80ern fehlte vielleicht noch ein wenig die Systematik und wissenschaftliche Begleitung - aber ohne Doping ist da schon niemand mehr um Geld gefahren.

Aber wie sagt Pispers so schön: Die sollen das auf's Trikot schreiben, damit man im Ziel erkennen kann, was funktioniert! ;)

Dann treten auch die unerwarteten Herzinfarkte der Spitzensportler nicht mehr ganz so unerwartet, wenngleich auch immer noch nicht planbar, auf.

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nachalinanachalnova 29.07.2013, 00:20
58. Das kann überhaupt nicht sein!

In den letzten Jahrzehnten hat man uns immer wieder erklärt, dass es Doping nur in den maroden kommunistischen Diktaturen der DDR, UdSSR oder China gegeben hat. Genau so ist es doch auch mit der flächendeckenden Bespitzelung von unbescholtenen Privatpersonen, der ruinösen Staatsverschuldung, der Armut, der unfreien Presse, den Gefangenenlagern, der der Folter, Umweltverschmutzung und vielen anderen bösen Sachen. Demnach sagt Herr Zabel also die Unwahrheit. Oder hat uns unsere freie Presse vielleicht jahrelang einseitig informiert? Und warum sollte sie das getan haben?

fragt sich
Alina

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olli_b 29.07.2013, 01:42
59. Warum Doping?

Zitat von Nörgelrentner
Warum dann die Gesundheit ruinieren und illegales riskieren?
Mir gab es zu denken, als es mal im Radio zu diesem Thema hieß, daß selbst Freizeitsportler Schmerzmittel nehmen. Das ist bei mir hängengeblieben, weil ich kurz davor nach einer Operation welche verschrieben bekam. Ok, das ist nicht direkt Doping und vermutlich nicht mal bei den Profis verboten, aber auch nicht gesund. Und da geht es um nichts.

@cruiser87:
Ich weiß leider nicht mehr, um welchen Fahrer es da ging, aber bei einem hat sich ein (dopender) Kollege wohl darüber ausgelassen, daß er nichts nehmen wollte.

Ansonsten hatte Jan Ulrich irgendwie recht damit, daß er niemanden betrogen hat. Die Sponsoren wollten sich im Glanz der Erfolge sonnen, die Leute vom Fernsehen hätten sich am liebsten zu ihm aufs Fahrrad gesetzt, Presse+Zuschauer haben sich lautstark beschwert, wenn nicht die erwartete Leistung kam und von den anderen Fahrern haben sich etliche andere auch nicht nur auf das verlassen, was mit Talent und Training zu holen ist.

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