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"Fairplay"-Wertung bei der WM: Das hat mit Fußball nichts zu tun
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Punkte gleich, Tore gleich - nur weil Senegal zwei Gelbe Karten mehr kassierte, ist das Team raus bei der WM, Japan im Achtelfinale. "Fairplay-Wertung" nennt das die Fifa, tatsächlich ist es das Gegenteil. Es gäbe eine viel bessere Lösung.

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wilfried.becker.50 29.06.2018, 19:04
120.

Zitat von jutta_weise
Wurde ja schon Ich fände eine Lösung à la Icehockey nicht schlecht, der Spieler der fault, für 2-3 Min. raus!
Wurde ja schon mal probiert, wollte nur keiner so wirklich.
Es waren 10 min., 2-3 bringt ja wohl nix. So lange dauert ja schon fast ein Einwurf.

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schnitteuk 29.06.2018, 19:11
121.

Zitat von Pudi
Die Lösung ist eigentlich ganz einfach. Wird und wurde auch schon oft bei Turnieren angewendet. Im Falle eines Unentschiedens gibt es ein 11er-Schiessen direkt nach dem Spiel. Dauert max 30 Minuten und wird dann im Falle einer solchen Konstellation, wie zwischen Senegal und Japan gezogen.
Und was machen Sie bei Fernduellen, wenn die beiden gleichplatzierten Teams am letzten Spieltag überhaupt nicht gegeneinander spielen? Dann klappt das mit dem Elfmeterschießen "direkt nach dem Spiel" nicht.

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schnitteuk 29.06.2018, 19:12
122.

Zitat von MatthiasPetersbach
das ist doch garnicht der Punkt.. Der Punkt ist, daß Foulspiel NICHT dadurch definiert werden kann, wer am meisten Verwarnungen kassiert. Die Anzahl der Karten hat wenig bis GARNIX mit der Frage zu tun, ob die Mannschaft fair oder unfair ist - und eignet sich nicht als Gradmesser dafür. Aber wie immer: Wer etwas als wenig tauglich kritisiert, dem wird gleich vorgeworfen, daß er den Missstand gutheißt. Vielleicht bräuchten wir nicht nur neue Bundestrainer und Spieler, sondern eher neue Foristen.
Wie sollte man sonst Fair Play definieren und messen, wenn nicht über die gezogenen Karten?

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s.giuliano 29.06.2018, 20:44
123. Unfussballer

Ganz sicher eine nicht weise Regelung. Vermute Urheber fehlt es an Fußball - und Fairnessverstand. Losentscheid ist auch brutal, wenn auch logistisch schlank. Dann lieber direkter Vergleich nach Torverhältnis und wenn es nicht reicht Losentscheid, wenn im direkten Spiel einander eine Verlängerung mit Elfmeterschießen nicht durchführbar ist. FairPlay-Regelmäßig ist einfach unklug.

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countcamelot 29.06.2018, 20:48
124. Die einfachste Lösung

Im Jugendbereich wird bei sog. Blitzturnieren mit nur wenigen Spielen jeder gegen jeden bei Unentschieden das Unentschieden zwar gewertet, aber es gibt noch ein Elfmeterschiessen, dass für eben den Fall des absoluten Gleichstands am Ende der Vorrunde oder des Turniers gewertet wird.Kennen Fifa und Spon Redakteure nicht.

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Pudi 29.06.2018, 23:38
125. Wohl doch zu schwer

Zitat von schnitteuk
Und was machen Sie bei Fernduellen, wenn die beiden gleichplatzierten Teams am letzten Spieltag überhaupt nicht gegeneinander spielen? Dann klappt das mit dem Elfmeterschießen "direkt nach dem Spiel" nicht.
Sorry, ist wohl doch etwas schwerer zu verstehen.
Beispiel Senegal und Japan. Punkt- und Torgleich. Direktes Duell ging unentschieden aus. Hätte man nun direkt nach dem direkten Duell zwischen Senegal und Japan, welches ja unentschieden ausging, ein 11er Schiessen veranstaltet, dass sagen wir mal Senegal gewonnen hätte, dann hätte man etwas, was man für solche Fälle einsetzen könnte und nicht solch eine Fairplaywertung.
In diesem Fall hätte es den Japanern gar nichts gebracht, dass Fussballspielen einzustellen, um ja nicht noch einen Gegentreffer zu kassieren, sondern sie hätten zumindest versuchen müssen, den Ausgleich zu erzielen.
Ein pauschales 11er Schiessen bei einem Unentschieden ist so etwas wie ein Punkt im Sinn für das siegreiche Team in diesem 11er Schiessen.
Keine Ahnung, was daran so schwer zu verstehen ist.

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wallot10 30.06.2018, 02:03
126.

natürlich kann eine gelbe Karte auch eine Art Kollektivstrafe sein. Wenn ein Spieler bereits Gelb hat, wird er womöglich anders in den Zweikampf gehen, als wenn er keine gelbe Karte bekommen hat. Wenn ein Spieler bestimmte Zweikämpfe vermeidet, kann das auch das Team schwächen und ist somit auch eine Kollektivstrafe. Und spätestens wenn ein Spieler in einem Spiel zwei gelbe Karten sieht, ist es eine Kollektivstrafe. Deshalb finde ich die fair play-Wertung gar nicht so schlecht. Wenn man es doch wieder ändern sollte, würde ich eher die Weltrangliste nehmen, anstatt einem Losentscheid.

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MatthiasPetersbach 30.06.2018, 09:17
127.

Zitat von schnitteuk
Wie sollte man sonst Fair Play definieren und messen, wenn nicht über die gezogenen Karten?
Weiß ich doch nicht. Aber so gehts eben nicht.

Nicht, wenn die Schiedsrichter solche Unterschiedlichen Niveaus anlegen. Müssen sie aber - weil jedes Spiel seine eigene "Aufregerkurve " hat. Es gibt für 1:1 genau gleiche Situationen eben mal ne Karte, mal nicht. Also für mögliche Unfairness einmal ne Strafe und einmal keine.

Da fehlt die Grundlage.

Noch dazu ist "Fairness" was ganz anderes als nur Foul. Dazu gehören auch das ewige Meckern, das völlig doofe Reklamieren des Einwurfsrechts und so ziemlich alles, was die Leute in der Hauptsache auf dem Patz so tun.

Man kann als Wertung die Karten heranziehen, wenn einem nichts mehr anders einfällt - klar. Aber man sollte dann das Wort "FAIRNESS" vermeiden. Das ist ganz im Allgemeinen ne super unfaire Bande, die da aufläuft. Ud das ist gewollt. Sonst würden die Schiris auch Trikotziehen und Klammern ahnden - und bei nem "taktischen" (also absichtlichen) Foul gäbs Rot.

Ein Foul ist ein "Betriebsunfall" - ne Panne beim Ballerobern. Ein absichtliches Foul ist eine Tätlichkeit. Gerne mit der Konsequenz der Privatklage hinterndran.

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wallot10 01.07.2018, 13:57
128.

Ich lasse auch nicht gelten, dass bei gelbe Karten möglicherweise mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird. Das kann nämlich bei Toren genauso sein. Der eine Schiedsrichter gibt für ein Foul einen Freistoß, der zum Tor führt und der andere Schiedsrichter lässt weiterlaufen.

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