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"Fairplay"-Wertung bei der WM: Das hat mit Fußball nichts zu tun
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Punkte gleich, Tore gleich - nur weil Senegal zwei Gelbe Karten mehr kassierte, ist das Team raus bei der WM, Japan im Achtelfinale. "Fairplay-Wertung" nennt das die Fifa, tatsächlich ist es das Gegenteil. Es gäbe eine viel bessere Lösung.

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TS_Alien 28.06.2018, 22:21
30.

Zitat von Bart JS
Aber dann Elfmeterschießen nach jedem Spiel, falls es in einem Dreiervergleich mit je 6 Punkten und identischen Resultaten untereinander zu einem Patt käme. Dann ist es (fast) unmöglich, dass es keine Entscheidung gibt.
Genau das ist nicht sinnvoll, weil dann die Mannschaften, die ein solches Elfmeterschießen verloren haben, mehr unter Druck gesetzt sind. Die spielen eventuell anders, d.h. offensiver, als ohne den Druck, was dem aktuellen Gegner zugute kommen kann. Das kann den gesamten Wettbewerb verzerren.

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tom_kay 28.06.2018, 22:28
31. Unentschieden abschaffen

Warum nicht einfach nach einem Unentschieden in der Gruppenphase direkt ein Elmeterschiessen?
Der Verlierer bekommt einen Punkt, der Gewinner zwei.
Das ganze ist kaum kraefteraubend, interessant fuer die Zuschauer und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass zwei oder mehrer Mannschaften am Ende der Vorrunde genau gleich sind deutlich.

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schorri 28.06.2018, 22:29
32. Ein Witz. Ein schlechter.

Wenn du die teilweise bodenlosen Schiedsrichterleistungen der WM siehst,
wenn du siehst, dass die FIFA nicht in der Lage ist, auch nur einen Hauch von Linie in die Spielleitung zu bringen, dann ist die Fair-Play-Regelung ein Witz.
Und zwar ein schlechter.
Die Leistung der deutschen Nationalmannschaft war sehr schlecht.
Die Leistungen der Schiedsrichter waren in Summen bodenlos.

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ajf00 28.06.2018, 22:32
33. Ich verstehe den Kommentar wirklich nicht

Zitat von MatthiasPetersbach
a ) den einzelnen Spieler betrifft b ) völlig abhängig ist von der Art der Begegnung C ) völlig abhängig ist von der Art der vom Schiri angelegten Zweikampftoleranz*.
Das gilt doch alles bei jedem anderen Kriterium auch.
a) Auch Tore werden von einem Spieler geschossen (aber das Team besteht nunmal aus der Summe der Spieler, das gilt fuer Tore wie fuer Fouls).
b) Auch die Anzahl der Tore ist von der Art der Begegnung abhaengig (ob der Gegner nun mauert oder volles Risiko geht beispielsweise kann einen grossen Einfluss haben).
c) Auch die Anzahl der Tore kann vom Schiri beinflusst werden (beispielsweise dadurch ob er einen Elfmeter gibt oder nicht).

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gryn 28.06.2018, 22:34
34.

In den Kommentaren wurden zwei interessante Vorschläge gebracht: Die Betrachtung der individuellen Strafen im direkten Vergleich und das Elfmeterschießen. Gesetzt den Fall, dass die Fair-Play-Wertung der beiden Mannschaften ebenfalls einen Patt ergibt, könnten die anderen Vorrundenspiele als nachgeordnetes Kriterium hinzugezogen werden. Ein generelles Elfmeterschießen bei Unentschieden fände ich auch sehr interessant. Wer dieses gewinnt, bekommt einen Extrapunkt. Damit würde auch die vergebene Gesamtpunktzahl pro Spiel angeglichen: in jedem Spiel werden drei Punkte vergeben - entweder 3:0 oder 2:1. vielleicht sollte auch der Schiedsrichter die Schützen und deren Reihenfolge in der Pause zwischen Spiel und Elfmeterschießen auslosen. Damit würde die sonst beim Elfmeterschießen übliche Taktiererei objektiviert und die Mannschaft, die das konsequent in der Breite trainiert, belohnt werden. Aber fast alles ist besser, als eine Münze in die Luft zu werfen.

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ajf00 28.06.2018, 22:35
35.

Zitat von TS_Alien
Genau das ist nicht sinnvoll, weil dann die Mannschaften, die ein solches Elfmeterschießen verloren haben, mehr unter Druck gesetzt sind. Die spielen eventuell anders, d.h. offensiver, als ohne den Druck, was dem aktuellen Gegner zugute kommen kann. Das kann den gesamten Wettbewerb verzerren.
Ob man nun unter Druck steht weil man wegen des Elfmeterschiessens hinten liegt oder wegen der Fairplaywertung ist doch Wurst. So oder so, wenn es ein Kriterium gibt, dann steht der hinten liegende unter Druck, egal was das Kriterium ist.

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Stefan_Schmidt 28.06.2018, 22:36
36. Losentscheid ist unfairer, denn

das hat mit den Mannschaften und ihren Spielen rein gar nichts zu tun, die Karten dagegen sehr wohl, daran ändert es auch nichts wenn der Autor davor inbrünstig die Augen verschließt. Auch den Nebeneffekt, dass Mannschaften nicht mehr ganz so gleichgültig, kaltblütig und taktisch Fouls einplanen, finde ich super. Wer dagegen Körperverletzung irgendwie sportlich und dazugehörig findet, der wird es natürlich unfair finden, wenn Karten auch im Gruppenentscheid Konsequenzen für die ganze Mannschaft haben. Bei Rot oder Gelbrot wird auch in Unterzahl weitergespielt, das trifft genauso die ganze Mannschaft, auch davor verschließt der Autor hier die Augen. Wichtigste Fußballregel für Fans ist anscheinend: früher war alles besser. Da trifft sich das Reaktionäre mit dem Patriotischen - wen wundert's?

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Tumtumo 28.06.2018, 22:38
37. Absolut unfair

Allein ein Endspiel um den Einzug ins Achtelfinale ist fair. Bei der Größe an unterschiedlichen Meinungen und Strenge der Schiedsrichter ist die Bewertung gleich eines Glücksspiels. Das hat gar nichts mit Leistung zu tun, schon gar nicht mit Fußball.

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smsderfflinger 28.06.2018, 22:39
38. Lob

Zunächst mal: ein guter Kommentar, der das Dilemma ausleuchtet und - im Gegensatz zu so vielen anderen hier auf SpOn - auch konkret Lösungen anbietet. Dabei ist es egal ob man dem Lösungsansatz zustimmt oder nicht, es ist jedenfalls eine gute Grundlage für eine Diskussion.
Mal schauen was kommt.
D

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mark e. ting 28.06.2018, 22:40
39. Unentschieden abschaffen

ganz einfach. direkt nach 90min 11er schießen. wenn wieder alles gleich ist dürfen aber die Entscheidungs11er nicht mitzählen. sonst wäre ein Team das 10:9 im 11er schießen gewinnt dem Team übervorteilt das 5:4 gewinnt. daher dann evtl Anzahl gehaltener 11er und/oder weniger am Tor vorbeigeschossene 11er. irgendwie so. das wäre alles machbar.

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