Forum: Sport
Fall Hoeneß: Morddrohungen gegen den Bayern-Präsidenten
DPA

Ein anonymer Absender hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß mit dem Tod bedroht. Er sei "zum Abschuss freigegeben", heißt es laut "Süddeutscher Zeitung" in dem Drohbrief. Die Zeitung meldet zudem, Hoeneß habe sich bei seiner Selbstanzeige der Hilfe eines Steuerfahnders bedient.

Seite 13 von 27
chris__78 06.06.2013, 11:43
120.

Zitat von spon-facebook-HRW
Strafbar hat er sich trotzdem gemacht
Richtig und doch wäre eine wirksame Selbstanzeige dann strafbefreiend
Zitat von spon-facebook-HRW
und moralisch verwerflich ist sein Verhalten allemal.
Das auf jeden Fall..
Zitat von spon-facebook-HRW
Gute Gründe sich erst mal aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen und sich demütig in die Ecke zu stellen, statt feist und unverfroren seinen Wohlstandsbauch auf den Ehrentribünen der Fussballstadien in die Kameras zu halten und zu jubeln als ob nichts vorgefallen wäre.
Naja die Kameras halten ja auf ihn. Sie tun ja gerade so als ob Hoeness sich da jemandem aufdrängt. Hat er nicht, sondern sich im Gegenteil so weit wie möglich zurückgehalten. Wer sich nur ein bisschen für Sport interessiert, weiß wie wichtig die Erfolge der Bayern für Hoeness waren und kann nachvolziehen, dass er da dabei sein wollte. Und auch wenn er Steuern hinterzogen hat, sehe ich keinen grund dafür, dass man sich deswegen zu Hause einschließen müsste und nicht trotzdem weiter sein Tagwerk verrichten.
Zitat von spon-facebook-HRW
Woher wissen wir denn ob nicht noch in Übersee irgendwelche Konten existieren. Es gehört schon viel kriminelle Energie dazu soviel Geld vor der Steuer zu verstecken.
Und woher wissen wir, dass sie nicht auch ein Konto in der Schweiz haben und Steuern hinterziehen? Erstmal ist davon auszugehen, dass er alles offen gelegt hat, solange nichts anderes nachgewisen wird. Nur weil er jetzt die Steuerhinterziehung zugegeben hat, gleich darauf zu schließen, dass er noch mehr Vergehen begangen haben könnte, halte ich nicht für zulässig.
Zitat von spon-facebook-HRW
Im übrigen hat der Staat letztes Jahr über 13 Milliarden Euro für Lohn-Aufstocker ausgegeben. Das heisst übersetzt, dass das Geld als Gewinn für die Unternehmer, vom Steuerzahler finanziert, in deren Taschen wanderte. Wer weiss wieviel davon wieder in dunklen Kanälen verschwindet.
Was hat das mit dem Fall zu tun? Und warum geht das Geld an die Unternehmer? Das erhalten doch die Aufstocker. Wer glaubt, dass die Unternehmer das Geld sparen und normalerweise als Lohn zahlen sollten, macht es sich zu leicht. Dann gäbe es manche der Jobs eben einfach nicht.
Zitat von spon-facebook-HRW
Aber Morddrohungen müssen nicht sein. Man sollte ihn vielleicht schon mal vorsorglich " zum Schutz" in den Knast stecken. Da gehört er eigentlich auch hin.
Müssen nicht sein, aber eigentlich finden sie die schon ganz gut oder wie? Da können sie sich mit dem Sternfalken77 hier zusammentun. Man knnnte manch einem auch vorsorglich das Internet abstellen zum Schutz vor blöden Kommentaren, die sie sonst abgeben könnten

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kabian 06.06.2013, 11:47
121. Armes Opfer?

Zitat von Dette
Schlimm auch, das hier fast kein Wort darueber 'verschwendet' wird, wie ein krankes Hirn, aufgepeitscht durch die oeffentliche Diskussion, mit dem Tode droht.
Es ist ja unbekannt wer das war. Es könnte ein Gegner, aber auch ein Unterstützer von Herrn Hoeneß sein. Wir sind ja schon langsam die ungewöhnlichsten Nachrichten in der Causa Hoeneß gewohnt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
J_Curious 06.06.2013, 11:48
122. nein!

Zitat von rudig
bei einer Selbstanzeige ist er wohl nicht unschuldig, oder? Ausserdem hat das nichts mit Neid zu tun, sondern mit Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist etwas anderes als Neid, auch wenn das einige wie Sie nicht wahrhaben wollen!
Aber genau diese Annahme ist doch juristisch schlicht falsch! Er ist vor dem Gesetz unschuldig, da es (noch) keinen Richterspruch gibt.
Es ist unstrittig, dass der mann Steuern hinterzogen hat - aber ob diese moralische Verfehlung strafbar ist, ist völlig offen. Und genau darauf will ich hinaus: Es ist gut möglich, dass dieses moralische Fehlverhalten nach den Buchstaben des Gesetzes nicht strafwürdig ist - nämlich dann, wenn die Selbstanzeige korrekt war.

Ich teile die Verurteilung des Verhaltens von Hoeness! Ich teile nicht die absolut unverhältnismässige Wut und Verachtung, die in dieser Debatte von vielen zum Ausdruck gebracht wird, die von Neid befeuert ist - und nicht von verletztem Gerechtigkeitsempfinden.

Es gibt Gründe, warum der Mercedesstern das am häufigsten benötigte Ersatzteil war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ChaosXL 06.06.2013, 11:53
123. Woher wissen Sie das alles?

Zitat von rudyf
Nur der Bewegungsradius trotz Kaution ist doch bei Prominenten wesentlich höher und wird wesentlich lockerer gesehen wie bei Otto-Normal-Steuerzahler. Wieso kann der Herr Hoeness nach der Selbstanzeige in Europa sich frei bewegen? noch nicht mal eine Einschränkung auf seinen Wohnort hier in Deutschland noch nicht mal das. Auch keinerlei Meldeauflagen wie in anderen ähnlich gelagerten Fällen wo man sich sehr wohl bei der polizeilichen Dienststelle an seinem Wohnort melden und PERSÖNLICH vorsprechen muss und das dann jeden TAG! sowie Morgens und Abends! Das wäre angesagt bis das eigentliche juristische Verfahren dann seinen Lauf nimmt! Eine Einstellung ist nicht zu begrüßen denn dann kann Otto-Normal-Steuerzahler mit den Verweiss auf unsere Verfassung argumentieren insbesondere zur Gleichbehandlung denn diese findet immer ohne Ansehen der Person statt so steht es geschrieben! Selbst wenn man aus finanziellen Gründen nicht mehr in der Lage ist im Juristischen Kontext nun Sachsteuern zu zahlen, exemplarisches Beispiel hier die Kraftfahrzeugsteuer wird der Vollzug angedroht und auch unmittelbar als Vollstreckung umgesetzt das ist Rechtsprechung. Das kann sogar und hat mancherorts nicht zu selten unmittelbar BEUGEHAFT zur Folge haben. Mit Verlaub diese Vorgehensweise zur Persona Hoeness ist schlicht und ergreifend nicht mehr vermittelbar und auch nicht mehr zu rechtfertigen und vom Stauerzahler dem ehrlichen auch nicht nachvollziehbar. Denn vor dem Gesetz sind ALLE GLEICH
Woher wissen Sie, dass er keine Meldeauflagen hat? Die müssen auch nicht zwingen sein, dass er sich jeden Tag melden muss. Meldeauflagen können verschieden sein. Vielleicht muss er sich nur einmal die Woche melden. Vielleicht hat er vorher eine ausdrücklich Erlaubnis eingeholt, nach London fahren zu dürfen. Wie kommen Sie dazu das alles zu wissen, wo es doch ausser den Beteiligten sonst keiner weiss?

Bislang ist in diesem Verfahren, soweit bekannt, nun wirklich nichts abgelaufen, was nicht in jedem anderen entsprechenden Verfahren auch so gelaufen wäre. Informieren Sie sich doch bitte erstmal über die entsprechende Rechtslage, bevor Sie hier so einen Unsinn schreiben. Eine irgendiwe geartete Bevorzugung von Hoeneß liegt, soweit bekannt, bislang schlicht nicht vor. Es handelt sich um den ganz normalen Gang eines solchen Steuerstrafverfahrens.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rudyf 06.06.2013, 11:54
124. Geschichte

Zitat von verdi49
und abgestumpft ist der Hinweis, dass Bayern auch mal Empfänger war. Sie haben sich bemüht um es anders zu machen, im Gegensatz zu anderen Bundesländer, die ewig die Hand aufhalten. (Die Kohle wird schon irgendwo herkommen, wir brauchen uns nicht anstrengen). Fast könnte man bösartig sein und es den Sozis in die Schuhe schieben!
Nun ja Bayern hatte das Glück das damals noch nicht die Wiedervereinigung war und als die dann kam Bayern sehr Finanz stark war und bis heute noch ist.

Zur Wahrheit gehört auch das damals schon lange vor der Wiedervereinigung die Länder sich gegenseitig mit Steuergeschenken die Firmen und Investoren abluchsten :)

Ja und das man selbst in der Nähe von München Bauland quasi fast umsonst nach geworfen bekam :) Aber NRW - HESSEN - BADEN-WÜRTHENBERG waren da auch nicht besser.

Nach der Wiedervereinigung haben das einige Länder im Osten, erfolgreich ebenfalls praktiziert, Kohl sagte ja vom Westen lernen heisst ....... Firmen wanderten aus dem Westen, Nord-Westen Süd-Westen dann ein und die Steuergelder/geschenke aus Landesmitteln so wie subventioniertes Bauland fingen dann an zu sprudeln während am alten Standorten Geisterstädte zBsp Teile von Duisburg entstanden und die Arbeitslosigkeit sich in schwindelerregende Höhen begab.

Zudem flossen auch noch aus diesen verarmten Kommunen Gelder ja in den Osten.

So im Zonenrandgebiet verzogen sich etliche Firmen dann ab nach Polen ganz Mutige nach Ungarn das WAR mal ganz hip natürlich auch mit Kohle der EU

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leser161 06.06.2013, 12:00
125. Mal halblang

Eine Morddrohung ist natürlich genauso strafbar wie Steuerhinterziehung. Und das ist auch richtig so. Aber da sieht man mal wie hoch der Dampfdruck bei einigen Zeitgenossen ist. Das Vertrauen in den Rechtsstaat schwindet halt, wenn Steuerbetrüger so leicht davonzukommen scheinen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chris__78 06.06.2013, 12:03
126.

Zitat von sternfalke77
Ich denke mal, dass ihm da eher jemand ein paar schlaflose Nächte bereiten will, weil er ja von der Justiz eine Art VIP-Behandlung erfährt. Deshalb mein " lapidarer Kommie " dazu ! Wenn unsereinem so etwas angedroht würde, würde gesagt : " Solange nichts geschehen ist, können wir leider nichts unternehmen zu Ihrem Schutz ..... " !
Inwieweit VIP Behandlung? Nach der Selbstanzeige wurden Ermittlungen aufgenommen. Man hat sein Haus durchsucht und einen Haftbefehl ausgestellt und gegen Kaution ist dieser außer Vollzug. Man könnte noch über Auflagen diskutieren, aber auch da sehe ich kein Problem, weswegen man Hoeness z.B. die Ausreise nach London hätte verbieten sollen. Fluchtgefahr bestand auch da nicht.
Weswegen genau der Haftbefehl war, ist meines Wissens nicht bekannt, bei einer Selbstanzeige ist der Haftbefehl an sich schon ungewöhnlich.

Und falls sie mal eine Morddrohung erhalten würden ganz sicher auch Ermittlungen aufgenommen werden. Mehr passiert ja im Fall Hoeness nun auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stasiraus 06.06.2013, 12:04
127. Thema kassieren

[wieviel hat eigentlich NRW vom sogenannten Kohlepfennig kassier? 30 Mulliareden, 50 Milliarden, oder waren es noch mehr?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kabian 06.06.2013, 12:08
128. Das wußte ich nicht

Zitat von ChaosXL
Die Staatsanwaltschaft Bochum, die diese CD ja angeblich erhalten haben soll, hat dies bereits eindeutig dementiert. Eine solche CD mit dem Namen Hoeneß hat es schlicht nicht gegeben. Daher hat auch das Finanzamt München keine entsprechenden Informationen erhalten können, weil es keine solchen Informationen gab.
Das ist mir neu. Dann stimmt der Zeitpunkt Mitte letzten Jahres auch nicht? Oder gab es gar keine CD?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hank Hill 06.06.2013, 12:08
129. @Dirk Ahlbrecht,

wer hat denn jahrelang die Hand aufgehalten ? Das war der Freistaat Bayern. Als die Kohle in NRW noch reichlich gefoerdert wurde, das war die Zeit wo Bayern jedes Jahr mit Millionen unterstuetzt wurde. Zugegeben es ist schon etwas her, aber die Bayern sollten das nicht vergessen. Wir in NRW haben mit anderen Laender zusammen gerne gegeben. Scheint so die Bayern sind ein undankbares, kleingeistiges, vergessliches Volk. LOL

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 27