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Falsche Kritik an Brasilien-Star: Der Weltklassespieler, den niemand sehen will
REUTERS

Zu viel Theater, zu sehr mit sich selbst beschäftigt: Die Kritik an Neymar zieht sich durch die WM. Doch sie ist falsch. Nicht der Spieler ist das Problem - wir Zuschauer sind es.

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D.E. 07.07.2018, 23:44
40.

Zitat von northernnative
Es geht hier mit Sicherheit nicht - auch nicht unterschwellig - um einen Entwurf von Männlichkeit der von Neymar dekonstruiert wird. Denn das würde ja umgekehrt bedeuten, im Frauenfussball wäre so ein Verhalten Gang und Gäbe. Habe schon einige Spiele der Frauen verfolgt, kann mich aber nicht erinnern, jemals solche Allüren gesehen zu haben.
Die Frauen müssen leider auch unbedingt beweisen, dass sie "männlich" sind und nicht aus Zucker - um von Männern respektiert zu werden. Abgesehen davon können Frauen mehr Schmerz aushalten als Männer, das wurde schon nachgewiesen, weshalb ich tatsächlich erwarte, das Neymar als erstes schreit.

Das sind echt tolle Fans, die gerne ihren Spielern (weiblichen wie männlichen) dabei zugucken, wie sie sich verprügeln lassen. Da braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn sich einer mal wieder bis zum Herztod läuft oder das Leben nimmt.

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rekeho 07.07.2018, 23:45
41. Heidenei...

...ich habe schon lange nicht mehr so einen Schwachsinn gelesen. "Entwurf von Männlichkeit" "grösste Last"...ist das Ihr ernst? Und wo ist denn bitte Neymar das Opfer? Und irgendwelche Zahlen heranzuziehen. Lächerlich. Selbst unsere Mannschaft war führend in der ein oder anderen Statistik.
Ich erinnere nur an das peinliche Weinen nach Abpfiff von Neymar in der Gruppenphase. Als wenn er das Finale gewonnen hätte. Und die ewigen Schwalben. Vor diesem Hintergrund einen solchen Kommentar zu verfassen lässt mich wirklich mit dem Kopf schütteln.

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D.E. 07.07.2018, 23:47
42.

Zitat von Böttinger
Neymar ist ein Bewegungskünstler, mehr noch als Messi.
Ja, schade das Ballakrobatik nix mehr zählt. Ich finde es immer am Schönsten und Intelligentesten, wenn die Spieler sich an den anderen vorbei tricksen. Von dem wüsten Geschupse der Belgier im Torraum halte ich gar nichts.

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Vex 07.07.2018, 23:53
43.

Neymar wirkt nicht aufgrund seine fehlenden Männlichkeit unsympatisch sondern wegen seiner dauernden Betrugsversuche.
Es geht nicht darum das er weinerlich ist wenn er gefoult wurde sondern das er weinerlich ist wenn er nicht gefoult wurde oder nicht in dem Umfang der eine solche Reaktion gerechtfertigt.

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D.E. 07.07.2018, 23:55
44.

Zitat von Karlsson auf dem Dach
Sorry, aber selten so einen Murks gelesen. Herr Montazeri sitzt dem Irrglauben auf, dass der Vorwurf fehlender "Männlichkeit" als Abgrenzung zur "Weiblichkeit" zu sehen sei. Darum geht es überhaupt nicht.
So so, andere Spieler im Torraum zu blenden, indem man ihnen in die Augen greift (was die Belgier getan haben) aber das ist reif. Wenn Sie ein bisschen gelesen hätten, dann hätten Sie gesehen das auch andere (Anti-Neymar) Komentatoren Schmerz aushalten für etwas Männliches halten. Sie spielen hier orwellsche Sprachspielchen weil Sie nicht in der Lage sind Kritik anzunehmen. Ist das jetzt ein Zeichen von mangelnder Männlichkeit oder mangelnder Reife? Sie haben das jetzt irgendwie alles durcheinander gebracht, deshalb kann ich mich nicht entscheiden.

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Stäffelesrutscher 08.07.2018, 00:00
45.

Kleine Präzisierung: Das, was Layún gemacht hat, war kein »Foul«, sondern eine »Tätlichkeit«. Es war abgepfiffen, und der Mexikaner ist dem am Boden liegenden Neymar mit voller Absicht, langsam und wohldosiert auf den Knöchel getreten. Sergio Ramos lässt grüßen.

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hörtauf 08.07.2018, 00:05
46. Entwurf von Männlichkeit?

Herrschaften - man muss dem Kolumnisten ja deine Meinung zugestehen, aber wenn es übertrieben wird, wirkt es lächerlich.
Nein - niemand zweifelt an den fußballerischen Qualitäten eines Neymar - doch nach dieser WM zweifelt auch niemand mehr an der schauspielerischen Talentlosigkeit.
Wer gefoult wird und echte Schmerzen hat, der benimmt sich nicht so.
Und da trifft nicht nur auf Neymar zu - es gab auch Einlagen anderer Spieler. Das ist in einer Kolumne lediglich als „peinlich“ und „armselig“ zu bezeichnen.

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Meckerameise 08.07.2018, 00:33
47.

"Athleten haben physisch hart zu sein, die besten von ihnen auch mental. Das körperliche Leiden, das Neymar so offen zur Schau stellt, entspricht nicht dem, was wir Zuschauer von Fußballern erwarten."
Das sehe ich anders. Auch die Schwergewichte können auch mal zu Boden gehen und stehen wieder auf. Das große Problem ist die babyhafte, surrealistische Theatralik mit der manche Spieler auf dem Boden künstlich rumwälzen, als hätte ihnen jemand gerade mit einem Messer die Achillessehne durchtrennt oder mit einem Vorschlaghammer gerade den Knöchel zertrümmert. Es ist verständlich, wenn ein Spieler am Boden liegt, weil er gestolpert oder auf den Boden geworfen wurde. Aufstehen und weitermachen oder wirklich liegen bleiben und den Sani kommen lassen. Es ist aber armselig und lächerlich, wenn ein Spieler, der sechs-, sieben, acht- oder sogar neunstellige Summen verdient und am Boden mindestens eine genauso gute Vorstellung abgibt, als stehend auf dem Feld und es fand keine Verletzung statt.

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thunderstorm305 08.07.2018, 00:38
48. Das sehe ich anders!

M.E. aber wenn sich ein Spieler vier Minuten auf dem Boden wälzt um eine rote Karte zu schinden und danach unvermittelt aufsteht und spielt als ob nichts gewesen ist, dann hat die damit verbundene Kritik nichts mit fehlender "Männlichkeit" zu tun, sondern mit bewusster Täuschung. Wir Zuschauer sind nicht das Problem sondern in dem Fall der Spieler der sich in der Rolle eines Schauspielers wiederfindet.

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Müller123456 08.07.2018, 00:39
49. Was sagt...

die Anzahl der Schüsse aus. Nichts, sondern es geht um die Erfolgsquote (Spanien hat immer noch die meisten angekommen Pässe und ist gar nicht mehr im Turnier usw.) Ich fand Neymar in diesem Turnier auch recht gut, aber sicher nicht weltklasse. Und wenn er ständig durch die Gegend schwalbt (wie auch im letzten Spiel gg Belgien), er sich krümmt und windet nachdem er leicht berührt worden ist, dann hat das nun wirklich rein gar nichts mit "Athleten haben physisch hart zu sein" zu tun. Nicht mal wenn ich versuche den Artikel als leichte Provokation zu lesen, wäre er gut...

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