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Fan-Krawallen: DFB fordert Pokal-Ausschluss für Dynamo Dresden

Die Fan-Krawalle beim Pokalspiel in Dortmund könnten Dynamo Dresden teuer zu stehen kommen: Der Kontrollausschuss des DFB verlangt den Ausschluss des Vereins aus dem kommenden Pokal-Wettbewerb. Aber auch Borussia Dortmund droht eine Strafe.

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laribum 02.11.2011, 20:42
130. Oh Gott

Zitat von tud82
Ein, unter umfangreicher medialer Ausnutzung und Berichterstattung, geschickt eingefädelter Steigerungslauf, der im Ausschluss des Vereins Dynamo Dresden aus dem Profifussball enden wird.[...]
Zitat von alnemsi
Was wohl absolut angemessen wäre. Das Verhalten der Dynamo Fans war nun wirklich nicht nur in Dortmund auffällig, und wer in fremden Stadion die Heimmannschaft durch Schmähgesänge, Böller und Pyro beleidigen muss, um sich Respekt zu verschaffen, hat es nicht besser verdient.[...]
Pyro und Böller in JEDEM fremden Stadion? Meinen Sie nicht, dass das eine übertriebene Behauptung ist?

Und was die Schmähgesänge angeht, unabhängig davon, ob man diese nun gut findet oder nicht:
Dann dürfte überhaupt keine deutsche Mannschaft mehr im Profifußball spielen.

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Blackjack51 02.11.2011, 20:51
131. Und Hoppelheim?

Wenn Dresden mit dieser Strafe belegt wird, dann muss ja 1999 Hoppelheim wegen vorsätzlicher Körperverletzung für 10 Jahre von allen Spielen der Lizenzligen ausgeschlossen werden.

Weiter müsste 1999 Hoppelheim unter Berücksichtigung des gleichen Strafrahmens 100 Mio. Strafe an den DFB bezahlen.

Kann diese Strafe dann bei vorheriger Zahlung eines bestimmten Betrags auf bestimmte Schweizer Konten vermindert werden?

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adrianralle 02.11.2011, 20:52
132. Der DFB

Zitat von MichelangeloDD
- trotzdem wird hier im Forum so getan, als hätten der Präsident, der Geschäftsführer, der Trainer und der Platzwart die Bengalos verteilt und die Chaoten mit vorgehaltender Waffe dazu gezwungen, rumzurandalieren.
Stimmt teilweise, aber die andere Seite tut aber gleichzeitig so als hätte der Verein damit gar nichts zu tun. Wenn es den Verein nicht geben würde, wäre es in Dortmund wohl nicht so schlimm geworden, weil ein anderer 2. Rundengegner auf den BVB gewartet hätte. Ich glaube auch weniger, dass die Leute was gegen den Präsidenten etc. haben, sondern gegen die "Raufbolde". Um es primitiv auszudrücken: Ihnen ist es lieber die Raufbolde hauen einen nicht aufs Maul und es gibt den Verein nicht als wenn es anders herum wäre. Differenziertes Denken wäre da zwar angebracht, aber ein Stück menschlich ist die Reaktion schon. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass Leute anders argumentieren würden, würde der eigene Verein vor dem Aus stehen. Anders herum gilt es Dynamo Fans zu fragen, ob sie es denn nicht auch begrüßen würden, wenn Erzg. Aue bestraft werden würde bei häufenden Vorfällen (dann betrifft es einem ja nicht direkt und man hat einen Konkurenten weniger)

Zitat von MichelangeloDD
Der DFB verhängt Strafen, ohne klare Ansage, was eigentlich anders gemacht werden müsste - mir drängt sich der Eindruck auf, dass die Herren selbst keinen Plan haben.
Wissen wir das so genau? Vielleicht gab es in der Vergangenheit Vorschläge.

Zitat von MichelangeloDD
Nein, eine sinnvolle Strafe, die auch von den "normalen" Fans akzeptiert worden wäre - wäre gewesen: die nächsten 5 so genannten Risikospiele auswärts ohne Fans plus nächstes Jahr bei DFB-Pokal-Auswärtsspielen ohne Fans.
Soetwas klingt für mich auch ok, jedoch könnte es sein, dass der DFB so denkt "Jetzt ist es schon so oft vorgekommen, deshalb muss es jetzt richtig weh tun. So paar Spiele ohne Auswärtsfans, da lachen die doch drüber."

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anton_pinarello 02.11.2011, 20:53
133. Love it or hate it! Spiegel-Leser wissen mehr!

Liebe Dynamo-Fans,
das Verhalten einiger Fans in Dortmund ist nicht zu akzeptieren. Die hysterische Reaktion von Herrn Porschmann war eine Sternstunde der Berichterstattung. Es ist sinnlos, in Internet-Foren über Dynamo zu diskutieren. Es bringt auch nichts, auf andere Vereine zu zeigen. Liebe Dynamos, jammert nicht! Haltet das einfach aus! Jammern überlassen wir anderen. Gejammert wird über die bösen Bayern, weil sie talentierte Spieler von anderen Vereinen kaufen. Gejammert wird über Bayer, Wolfsburg oder Hoffenheim, weil die so reich sind. Gejammert wird, wenn die deutsche NM im eigenen Stadion von den türkischen Fans ausgepfiffen wird. Über den italienischen Fußball wird geringschätzig geredet und gejammert wird, wenn die Italiener unsere NM wieder mal nach Hause schicken.
Forza Dynamo!

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MichelangeloDD 02.11.2011, 21:13
134. Ungerecht!

Zitat von adrianralle
Stimmt teilweise...
Ich selbst bin Dynamo-Fan und: nein. Ich finde, Rivalitäten zwischen den Vereinen sollten nicht so entschieden werden. Fußball lebt von Emotionen. Nur eben gehört Gewalt nicht dazu!
Die Denkweise: gäbe es Dynamo nicht, hätte es in DO keine Probleme geben ist... naja, sehr naiv, ums vorsichtig zu sagen. So etwas zu akzeptieren löst eine ganz andere Gedankenketten aus. Würde Daimler nicht so schnelle Autos bauen, könnte niemand die Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreiten. Deswegen muss Daimler die Strafe zahlen... Und das würde doch BMW freuen, oder?
Und jetzt bitte: Die SG Dynamo hat die Ordner und die Polizei in Dortmund informiert, was und wer kommt. Was bitte kann der Verein dafür, wenn die Polizei sich nicht an Absprachen hält? Soll der Verein die Polizei zwingen?
Ich habe im Vorfeld des Spiels nicht verstanden, wieso dieser "Fanmarsch" überhaupt genehmigt wurde. Das war großer Mist!

Zitat von adrianralle
Wissen wir das so genau? Vielleicht gab es in der Vergangenheit Vorschläge.
Die gab es definitiv nicht. Das Problem ist ja auch nicht neu. Wenn es also einen "Masterplan" des DFB geben würde, wäre der unter Garantie bekannt. Wäre ja auch massiv blöd zu sagen. Wir wissen, was zutun ist, aber wir sagen es niemanden. Ne, ne...

Es liegt mir fern, die Probleme kleinzureden. Ich bin lang genug dabei um zu wissen, welche Probleme es in der Fanszene in Dresden gibt. Aber mal ehrlich... es ist soweit, dass Dynamo Dresden sich von Leuten distanzieren muss, die zu einem Gerichtstermin mit Dynamo-Schal erscheinen und vom Richter verknackt werden. Das ist doch Irrsinn!
Jeder muss für das zur Verantwortung verknackt werden, was er verbockt hat.
Man muss ich mal vorstellen, was in dem Land los wäre, wenn alle Insassen einer Straßenbahn zahlen müssten, weil einer Schwarz gefahren ist und niemand was dagegen getan hat. Aber bei Fußballvereinen ist das wohl akzeptabel. Ich finde das ungerecht und unfair.

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Dr. Fuzzi 02.11.2011, 21:27
135. Absolut wunderbar,

wenn die "Maximalstrafe" des Pokal-Ausschlußes gegen Dynamo Dresden, den Dresdner Bengalo-Fans direkt und eindeutig eins in ihre verblödeten Fressen gibt!

Weg mit dem Dreck, der die deutliche Mehrheit der ganz "normalen" Fussball-Fans, deutlich unterdrückt und massiv gefährdet!.

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laribum 02.11.2011, 21:53
136. Nun ja...

Zitat von Dr. Fuzzi
wenn die "Maximalstrafe" des Pokal-Ausschlußes gegen Dynamo Dresden, den Dresdner Bengalo-Fans direkt und eindeutig eins in ihre verblödeten Fressen gibt![...]
Ich finde es super, dass Sie so unglaublich sachlich und vernünftig argumentieren.

Aber eines scheinen Sie nicht verstanden zu haben: Die Strafe trifft eben in erster Linie nicht die "verblödeten Fressen" sondern den Verein.

Dem Verein (als juristische Person) kann man, wie bereits von anderen Foristen bemerkt, allerdings kein Vergehen vorwerfen. Und was das angeht, völlig unabhängig von Dynamo, besteht hier meiner Meinung nach eine widersprüchliche Situation, die man ändern sollte.

Einerseits werden Gastvereine bei Problemen mit Strafen belastet, haben aber im Prinzip keine Handhabe, selbst das Geschehen im fremden Stadion zu beeinflussen, die liegt einzig beim Hausrecht innehabenden Gastgeber.
Ich denke, die u.a. vom Dynamo- Präsidenten geäußerte Idee, in den Gästeblöcken konsequenterweise auch dem Gastverein ein teilweises Hausrecht (Kontrollen, "Entfernen" von Spinnern,...) einzuräumen, wäre hierfür hilfreich.
Erstens könnte so vermutlich besser verhindert werden, dass potentielle Randalierer ins Stadion kommen, weil die "eigenen" Ordner ihre Problemfälle kennen. (Woher soll ein Dortmunder Ordner auch wissen, ob z.B. jemand in Dresden Stadionverbot hat?)

Und zweitens könnte der Gastverein beim Auswärtsspiel tatsächlich "etwas tun", Randale und Gewalt zu verhindern. Passiert dann trotzdem etwas, wäre die Bestrafung des Vereins wenigstens richtig adressiert. Momentan ist sie das nicht wiklich.

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adrianralle 02.11.2011, 22:06
137. Kein Holzmichel

Zitat von MichelangeloDD
Würde Daimler nicht so schnelle Autos bauen, könnte niemand die Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreiten. Deswegen muss Daimler die Strafe zahlen... Und das würde doch BMW freuen, oder?
Kein schlechtes Gegenargument. :) Jedoch wäre es doch im Interesse von Daimler, wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, dass besonders ihre Kunden oft das Gaspedal überstrapazieren. Und irgendwie schimpfen auch viele über die Daimler-Fahrer, weil es immer mal auffällt, dass sie zu nah auffahren, obwohl es genug vernünftige Daimler-Käufer gibt. Man könnte sagen, dass sie nichts dafür können, aber es ist nunmal wie es ist und vielleicht kann man doch etwas dagegen wirken (was ja bei Dynamo auch der Fall ist).

Ist das Zufall, dass es bei anderen Vereinen besser klappt? Der Verein kann wirklich nichts dafür? Z.B. das Ordnerproblem, wussten sie das nicht, dass Ordner auch Täter sind und Gewaltbereiten Zutritt gewähren? Ich kannte 2 Hooligans, keiner musste deshalb Eintritt zahlen (klar das könnte auch Getue gewesen sein, glaub ich aber nicht).

Zitat von MichelangeloDD
Und jetzt bitte: Die SG Dynamo hat die Ordner und die Polizei in Dortmund informiert, was und wer kommt. Was bitte kann der Verein dafür, wenn die Polizei sich nicht an Absprachen hält? Soll der Verein die Polizei zwingen? Ich habe im Vorfeld des Spiels nicht verstanden, wieso dieser "Fanmarsch" überhaupt genehmigt wurde. Das war großer Mist!
Ich kann da auch nichts erkennen, was man hätte anders machen sollen. Die Strafen kommen vermutlich nicht wegen diesem einen Pokaltag, sondern wegen der Summe der Vorfälle. Viele kleine Fouls ziehen irgendwann die gelbe Karte nach sich. Fanmarsch versteh ich auch nicht.

Zitat von MichelangeloDD
Aber mal ehrlich... es ist soweit, dass Dynamo Dresden sich von Leuten distanzieren muss, die zu einem Gerichtstermin mit Dynamo-Schal erscheinen und vom Richter verknackt werden. Das ist doch Irrsinn!
Ich sage ja. Beim Islam läuft es genauso. Wenn sich Moslems nicht von Gewalt distanzieren denken viele, dass alle so sind. "Der baut vielleicht ne Bombe hier, nein, der wird kein Untermieter." . Wenn Du 3 Mal von Moslems (bzw. sie behaupten es zu sein) überfallen wurdest und sonst mit der Religion nichts am Hut hast und dann noch die Medien dagegen schießen, denkst Du vielleicht auch dass alle so sind. Da braucht es jemanden, der sich dagegen stellt, am besten möglichst viele.

Zitat von MichelangeloDD
Jeder muss für das zur Verantwortung verknackt werden, was er verbockt hat.
Natürlich.

Zitat von MichelangeloDD
Man muss ich mal vorstellen, was in dem Land los wäre, wenn alle Insassen einer Straßenbahn zahlen müssten, weil einer Schwarz gefahren ist und niemand was dagegen getan hat. Aber bei Fußballvereinen ist das wohl akzeptabel. Ich finde das ungerecht und unfair.
Hier ist es jedoch so, dass das keiner ahnen kann. Wenn aber jemand zuschlägt und keiner macht was, wäre das in der Konsequenz richtig.

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TreyCincaid 02.11.2011, 22:10
138. Retar a muerte!

Die Karthasis, der cholerischen Dynamo Dresden Fans ist ein Resultat der Kriminalisierung durch Polizei & Medien. Die Polizeieinsätze werden immer extremer und unverhältnismäßiger, wer dieses Interview vom Polizeidirektor in Dortmund, Peter Andres, gesehen hat, zweifelt an der Deutschen Polizei. Mehr Populismus und Voreingenommenheit habe ich selten gehört.

Fans werden häufig in einem "Wanderkessel" zusammengefasst, bei dem Polizisten die Fangruppe einkreisen, sie filmen. (Der „Wanderkessel“ der Dynamo Fans. http://www.youtube.com/watch?v=Q1LQsZX3Mgg ) Auf Privatheit von „normalen“ Fans scheint keine Rücksicht genommen zu werden.

Auf Auswärtsspielen werden die „Fans“ in ein extra für sie vorbereitetes Zugabteil verfrachtet. Damit haben die Deutschen. in ihrer jüngeren Geschichte, schon einiges an Erfahrung gesammelt. Nur am Ende kommt hier nur Pfefferspray zum Einsatz. Man sollte anmerken, es handelt sich um Fans und keine Hooligans!

Hier zwei weitere Beispiele für extreme und unverhältnismäßige Polizeieinsätze:

23.10.2011
36 verletzte Anhänger beim Spiel Hannover 96 gegen FC Bayern München aufgrund der Stürmung von Polzei, Grund: Vermutung Pyrotechnik. Fund: Nichts. [1]

02.10.2011
Am Karlsruher Bahnhof griff die Ordnungsmacht, nach übereinstimmenden Berichten, vorschnell zu Pfefferspray und Schlagstock und hat dabei einige Kleeblatt-Fans zumindest leicht verletzt. [2]

Der DFB und die Polizei fordert geradezu einen “Retar a Muerte“ heraus. Einen Kampf auf Leben und Tod. Die adaptive Fähigkeit von Lebewesen oder Gesellschaften, resultiert in nichts anderem.

Ein Gastkommentar zur Sportberichterstattung beim ZDF:

http://www.flurfunk-dresden.de/2011/...gastkommentar/

[1] http://www.spiegel.de/sport/fussball...795107,00.html

[2] http://www.kleeblatt-bagasch.de/neui...polizeieinsatz

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probstheida 02.11.2011, 22:34
139. ...

Zitat von schwarz-weiss-grün
Das ist doch ein Witz, wieso sollte man 10 Ostvereine in die Bundesliga lassen. Alleine schon bedingt durch die Einwohnerzahl blödsinn. Sportlich waren die Vereine auch nicht besser als die damaligen Bundesligisten, oder ist plötzlich Rostock Serienmeister geworden, oder Dynamo? Und wo ist die Sauerrei? Lassen wir 2 Vereine zu wenig sein, dann wäre es doch ein leichtes gewesen die anderen ehemaligen Erstligisten der ehemaligen DDR in die Bundesliga zu führen in den Jahren direkt nach der Wende? Dann hätte in der zweiten Saison nach Wiedervereinigung ja 3 ostvereine aufsteigen müssen, wenn die ja eigentlich Bundesliganiveau hatten.
Sie vergessen da nur eine Kleinigkeit: Alle Spieler mit Bundesliganiveau haben in diesem ersten Jahr der fußballerischen Wiedervereinigung die Ost-Clubs in Richtung Westen verlassen. Sogar schon davor! Legendär war der Fischzug eines gewissen Rainer Calmun, der in wenigen Tagen die drei besten Spieler der DDR, Thom, Kirsten und Sammer zu Bayer Leverkusen holte. Nur eine politische Intervention von Helmut Kohl persönlich sorgte dafür, das Sammer dann zu Stuttgart kam.

Ohne bundesligataugliche Spieler war aber auch kein Aufstieg mehr hinzubekommen. Und man kann im Zwangsabstieg von Dynamo und in dne jetzigen Forderungen nach einem Ausschluß Dynamos auch sehr wohl Kalkül der Westclubs erkennen: Da bleiben/blieben nämlich immer ein HAufen guter Spieler übrig, die sich dann an Westclubs verkaufen mußten.

Beim Zwangsabstieg von Dnyamo in die 3. Lia beispielsweise war der Club von einem Tag auf dne anderen ohne MAnnschaft. Und da kein Spieler einen Drittligavertrag hatte, bekam Dynamo auch keine Ablöse. Quasi ein Sondernagebot.

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