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Fan-Krawallen: DFB fordert Pokal-Ausschluss für Dynamo Dresden

Die Fan-Krawalle beim Pokalspiel in Dortmund könnten Dynamo Dresden teuer zu stehen kommen: Der Kontrollausschuss des DFB verlangt den Ausschluss des Vereins aus dem kommenden Pokal-Wettbewerb. Aber auch Borussia Dortmund droht eine Strafe.

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Frankonius 03.11.2011, 12:21
170. konstruktiv oder destrukitv...

Zitat von JensDD
och mann - seien sie doch mal nicht gar so humorlos andere Frage - welches Stadion steht in Dresden gerade leer und wäre mietbar? vielleicht das Steyerstadion ;-)
Tja, Humor ist, wenn man trotzdem lacht... ;)

Fakt 1: Das Rudolf-Harbig-Stadion (temporäre Benennungen mag ich nicht) steht auf einem Grundstück, dass aufgrund einer Stiftung einem bestimmten Zweck dient. Diesem Zweck ist die Stadt verpflichtet.
Man hätte damals auch das alte Stadion stehen lassen können. Allerdings wurden z.b. in den beiden 2.Liga-Saison von Dynamo (2004-06) bereits höhere jährliche Kosten für Erhaltungsmaßnahmen nötig, als die Stadt jetzt für ein neues Stadion zahlt. (inkl. der "Zuschüsse für Dynamo", die in Wahrheit gar nicht an Dynamo, sondern an die Stadiongesellschaft gehen, deren Gesellschafter die Stadt mit ist)

Fakt 2: Dynamo hatte bereits ernsthaft mit einem (nach Möglichkeit temporären) Umzug nach Leipzig geliebäugelt. Teplice war sogar spruchreif, scheiterte nur an den DFB-Regularien.

Fakt 3: Das Steyer-Stadion ist eine Ruine, die noch dazu im Hochwasserschutzgebiet steht. Wer meint, dass die Stadt dort mit einer Sanierung oder einem Neubau billiger käme/gekommen wäre, verschließt die Augen vor der Realität. Nicht umsonst gab es bei der damaligen Planungsauschreibung für dieses OBjekt keine (!) Interessenten. Und das obwohl sogar Hilfen aus dem Hochwasser-Fond in Aussicht standen...

Noch kurz etwas persönliches: Ihre Äußerungen in dieser Diskussion empfinde ich als absolut nicht zielführend. Fakten falsch darzustellen und Beiträge fehlzuinterpretieren, nur um die eigene, vorgefasste Meinung unter die Leute zu bringen, ist destruktiv. Bringen Sie doch mal konkrete Vorschläge, was genau der Verein Dynamo Dresden besser machen könnte.

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adrianralle 03.11.2011, 12:48
171. ...

Zitat von TreyCincaid
Diese Art von „Vigilantismus“ einiger Polizeibeamter und die Polizeistrategie, tragen zur Verschärfung der aktuellen Lage bei.
Natürlich, aber ohne Gewaltbereite "Fußballfans" gäbe es keine aktuelle Lage. Warum beschweren sich Bochum Fans weniger über das Verhalten von Polizisten? Weil es weniger gewaltbereite Bochumer gibt. Das heißt nicht, dass ich das Verhalten der Polizeit generell angemessen finde.

Zitat von TreyCincaid
Man könnte ohne Bedenken den Hooligans, gewaltbereiten Fans, Polizeiuniformen anbieten, und ihr Verhalten „unter dem populistischen Deckmantel der Verteidigung höherer Werte und des Staates“ deklarieren. Gewalt bleibt Gewalt.
Das ist absoluter Quatsch. Die Polizisten gehen in der Regel nicht zur Polizei um sich zu schlagen.

Zitat von TreyCincaid
Die deutsche Polizei handelt zunehmend provozierend anstatt zu deeskalieren. Weitere Beispiele ( Stuttgart 21)
In dem Fall machen sie nichts anderes als manche Dynamos. Kehren Sie doch erstmal im eigenen Stall. Wann das gemacht ist, können Sie sich mit der Polizei befassen. Polizisten sind auch nur Menschen. Man sich nicht selbst Fehler eingestehen und den Anderen nicht.

Zitat von TreyCincaid
„Der Konflikt zwischen den Verbänden, der Polizei und den Ultras scheint mittlerweile zu eskalieren.“ Der Artikel kam noch vor dem Dortmund / Dresden Casus. Es war also nicht das einzige Fanal.
Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Wegen dem Konflikt gab es Gewalt. Ich wette in Dortmund haben einige zugeschlagen, die mit den Ultras nichts zu tun haben.

Zitat von TreyCincaid
Natürlich, sind auch die Chaoten schuld, aber eine Teilschuld der Polizei (Zunehmende Gewalt, kein Dialog), Ordner (Kontrolle), Medien (Berichterstattung), DFB (Sankt-Florian-Prinzip), kann ich jedenfalls nicht ausschließen.
Ja, viele sind daran beteiligt. Aber das sollte den Dynamo Fans ziemlich egal sein, denn NUR die haben die Probleme. Wie können die Probleme am besten beseitigt werden? Indem Selbstreinigung stattfindet.

Zitat von probstheida
Alle Spieler mit Bundesliganiveau haben in diesem ersten Jahr der fußballerischen Wiedervereinigung die Ost-Clubs in Richtung Westen verlassen. Sogar schon davor!
Und was hätte man tun sollen? Hätte man den Spielern das Geld vorenthalten sollen und sie nicht wechseln lassen dürfen? Das hätte mit einem freien Staat nichts zu tun.

Zitat von probstheida
Da bleiben/blieben nämlich immer ein HAufen guter Spieler übrig, die sich dann an Westclubs verkaufen mußten.
Das klingt irgendwie paranoid. Was sind da schon für gute Spieler. Ein Robert Koch könnte vielleicht Bundesliga spielen, dann hört es aber auch langsam schon auf.

Zitat von probstheida
Beim Zwangsabstieg von Dnyamo in die 3. Lia beispielsweise war der Club von einem Tag auf dne anderen ohne MAnnschaft. Und da kein Spieler einen Drittligavertrag hatte, bekam Dynamo auch keine Ablöse. Quasi ein Sondernagebot.
Der Lizenzentzug kam nicht wegen der guten Spieler sondern wegen fehlender Zahlungsfähigkeit.

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JensDD 03.11.2011, 12:50
172. ...

[QUOTE=Frankonius;9054960Bringen Sie doch mal konkrete Vorschläge, was genau der Verein Dynamo Dresden besser machen könnte.[/QUOTE]
Eine GmbH für den Spielbetrieb gründen - dann können die Vereinskasper ihren Zirkus machen und die GmbH kümmert sich ums Geschäft, sprich die eigentliche Arbeit des Vereins ohne sich in jeden Mist reinquatschen lassen zu müssen - aber gerade das wird immer wieder verhindert weil jeder Hansel was zu melden haben will - glauben Sie Hoeneß würde sich mit so einer Situation abgeben?

Und noch was persönliches - welche Fakten habe ich falsch dargestellt? Ich schreibe das gern "Achtung Ironie" davor, falls ich wieder mal das marode Steyerstadion als Alternative ins Spiel bringe ;-)
Wäre schon witzig gewesen, wenn alle Dynamo-Heimspiele in Leipzig stattgefunden hätten - vielleicht wäre das RHS zur Dauerspielstätte der Monarchs geworden - auch nicht schlecht, und so polizeifrai...

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adrianralle 03.11.2011, 13:02
173. ...

Zitat von k.none
Welches Rechtsverständnis liegt dem ganzen Blabla zugrunde? Der Verein ist Opfer, nicht Täter!
Na bestimmt das Konzept der Gewaltverringerung.

Zitat von k.none
Kosten für Polizeieinsätze bei Wohnungseinbrüchen auf die Bestohlenen übertragen?
Naja, die Bestohlenen machen auch nicht so viel Geld mit ihrer Veranstaltung, die gar keine ist.

Zitat von k.none
Und wenn es nicht besser wird, den Laden schließen, da er ja kriminelles Gesindel anzieht?
Eigentlich schon, denn besser ein Laden ist zu als, dass es zu vermehrter Gewalt kommt, oder nicht? Oder steht das Wohl der friedlichen Ladenkäufer über dem Wohl der Gewaltopfer?

Zitat von k.none
Wie hätten die alten Männer denn reagiert, wenn man die DFB-Elf damals nach dem Fall Nivel von der nächsten WM ausgeschlossen hätte?
Na die hätten sich beschwert und es hätte trotzdem nichts gebracht. Zumal es nur 1 Fall war und nicht so viel wie bei Dynamo.

Zitat von k.none
Vielmehr besteht hier noch die Gefahr, den Märtyrer-Status zu erneuern und eine breite Solidarisierung verschiedenster Gruppierungen hervor zu rufen.
Und wer hat dann den Schaden? Die Dynamofans. Also tut was. Es geht um Euren Verein. Und das geht nicht indem man die Schuld anderen zuschiebt.

Zitat von alnemsi
Wenn ich zum Auswärtsspiel fahre, pisse ich nicht die gesamte Innenstadt voll, pöble Einheimische an und provoziere Dutzende Zwischenfälle mit der Polizei und einheimischen Fans.
Und hier gibt es Fans, die das nicht tun. Die sollten also dafür bestraft werden, dass es andere tun? Ja oder nein?

Zitat von alnemsi
Es muss Grenzen geben, und es geht nicht an, dass ein Verein nicht in der Lage ist, zu verhindern, dass dutzende Krawalltouristen überallhin mitkommen.
Also ist doch der Verein verantwortlich? Hier gibt es ja Stimmen die meinen, dass der Verein nicht viel machen kann? Wer hat nun recht?

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Frankonius 03.11.2011, 13:05
174. Fakten, Strukturen, Unwissen

Zitat von JensDD
Eine GmbH für den Spielbetrieb gründen - dann können die Vereinskasper ihren Zirkus machen und die GmbH kümmert sich ums Geschäft, sprich die eigentliche Arbeit des Vereins ohne sich in jeden Mist reinquatschen lassen zu müssen - aber gerade das wird immer wieder verhindert weil jeder Hansel was zu melden haben will - glauben Sie Hoeneß würde sich mit so einer Situation abgeben?
Sie mögen Herrn Callmund, richtig? ;)

Die Monarchie hatten wir bereits in Dresden. Die derzeitige Satzung inkl. Mitspracherecht ist ein Resultat dieser der 90-er Jahre. Ein Herr Otto und auch ein (von Ihnen genannter) Herr Ziegenbalg hatten - neben anderen Beteiligten - mehr oder weniger freie Hand und mit eben selbiger den Verein zugrunde gerichtet. Wobei ich die Hauptschuld beim Erstgenannten sehe.
Das dies bei einem Herrn Hoeneß gut klappt, ist schön für Bayern. Das dies aber absolut Personenabhängig ist, beweißen andere Bundesliga- oder eben Nichtmehrbundesliga-Vereine.

Letztlich ist es wie in der Politik: Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. In der Demokratie wie in der Diktatur, in der Republik wie in der Monarchie, irgendwer baut imemr Sch...

Wer allerdings meint, Dynamo wäre in der Geschäftsstelle noch im Jahre 1994 stehengeblieben, ist schlecht informiert. Vor allem seit der Mitarbeit von Volker und auch Herrn Menze sind einige Steine ins Rollen gekommen. Wer sich mal die Mühe macht und das Entschuldungskonzept von VO durchliest, wird dies feststellen. Aber Vorsicht: 180 Seiten sind nix für Leute, die sonst nur an populistische Phrasen gewöhnt sind. ;)

Aber kurz noch die Frage: Was haben jetzt die Strukturen in der Vereinsführung mit den "bürgerkriegsähnlichen Zuständen" (soviel zu meiner täglichen Portion Humor)in Dortmund zu tun?

Zitat von JensDD
Und noch was persönliches - welche Fakten habe ich falsch dargestellt? Ich schreibe das gern "Achtung Ironie" davor, falls ich wieder mal das marode Steyerstadion als Alternative ins Spiel bringe ;-) Wäre schon witzig gewesen, wenn alle Dynamo-Heimspiele in Leipzig stattgefunden hätten - vielleicht wäre das RHS zur Dauerspielstätte der Monarchs geworden - auch nicht schlecht, und so polizeifrai...
Ihr "Faktenwissen" habe ich gestern um 16:14 mit Beitrag Nr. 120 widerlegt. Was nicht gelesen wird, werde ich kein zweites Mal schreiben. ;)

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Frankonius 03.11.2011, 13:11
175. Es menschelt, auch in der Polizei

Zitat von adrianralle
Das ist absoluter Quatsch. Die Polizisten gehen in der Regel nicht zur Polizei um sich zu schlagen.
Nunja, direkt nicht. Aber was USK, BePo und andere Sondertruppen betrifft, ziehen diese genauso wie die Bundeswehr und halt auch bestimmte Fangruppierungen ein gewisses Klientel an.
Das heißt natürlich nicht, dass alle so sind, aber es ist eben genauso wie bei Fangruppierungen eine Differenzierung angebracht. Auch Polizisten sind Menschen und unter ihnen gibt es solche und solche.

Ich habe es selbst schon erlebt, dass sich nach einem Spiel im Grünwalder die "Grünen" sich für das Verhalten der "Schwarzen" entschuldigt haben...

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Frankonius 03.11.2011, 13:13
176. Miete

Zitat von JensDD
vielleicht wäre das RHS zur Dauerspielstätte der Monarchs geworden - auch nicht schlecht, und so polizeifrai...
Mal so ganz humorfrei: Wieviel zahlen die Monarchs eigentlich an Miete? ;)

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schwarz-weiss-grün 03.11.2011, 13:31
177. Und weiter

Zitat von adrianralle
Natürlich, aber ohne Gewaltbereite "Fußballfans" gäbe es keine aktuelle Lage. Warum beschweren sich Bochum Fans weniger über das Verhalten von Polizisten? Weil es weniger gewaltbereite Bochumer gibt. Das heißt nicht, dass ich das Verhalten der Polizeit generell angemessen finde.
Vieleicht weil es nicht in der Presse steht ;).

Zitat von adrianralle
Das ist absoluter Quatsch. Die Polizisten gehen in der Regel nicht zur Polizei um sich zu schlagen.
Die Freiwilligenquote in den jeweiligen Hundertschaften wäre mal interessant. Meines Wissenstands gibt es dort schon ein paar, wie auch in den Alarmhundertschaften der einzelnen Dienststellen. Die Polizei ist auch nur ein Querschnitt unserer Gesellschaft. Soll schon öfters vorgekommen sein, das Polizisten bei "Treffen" verschiedener Lager gesichtet wurden.

Zitat von adrianralle
In dem Fall machen sie nichts anderes als manche Dynamos. Kehren Sie doch erstmal im eigenen Stall. Wann das gemacht ist, können Sie sich mit der Polizei befassen. Polizisten sind auch nur Menschen. Man sich nicht selbst Fehler eingestehen und den Anderen nicht.
Richtig, aber dennoch darf man die Fehler der Polizei nicht verschweigen. Neben "menschlichem" Versagen (siehe oben), kommt es oft zu Fehlern in der Einsatzleitung und diese entscheidet über den Verlauf der Veranstalltung.

Zitat von adrianralle
Ja, viele sind daran beteiligt. Aber das sollte den Dynamo Fans ziemlich egal sein, denn NUR die haben die Probleme. Wie können die Probleme am besten beseitigt werden? Indem Selbstreinigung stattfindet.
Richtig mit Hilfestellung des Vereins.

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adrianralle 03.11.2011, 14:13
178. ...

Zitat von schwarz-weiss-grün
Vieleicht weil es nicht in der Presse steht ;).
Ironie oder ernst gemeint? Auf jeden Fall beschweren sich die VfL Bochum Fans weniger nech.

Zitat von schwarz-weiss-grün
Meines Wissenstands gibt es dort schon ein paar, wie auch in den Alarmhundertschaften der einzelnen Dienststellen.
Das ist schon klar. Wenn jedoch die "Fußballfans" friedlicher wären, gäbe es auch weniger Möglichkeiten für die Polizei etwas falsch zu machen (u.a. weil sie dann nicht vor Ort sein müssen).

Zitat von schwarz-weiss-grün
Richtig, aber dennoch darf man die Fehler der Polizei nicht verschweigen. Neben "menschlichem" Versagen (siehe oben), kommt es oft zu Fehlern in der Einsatzleitung und diese entscheidet über den Verlauf der Veranstalltung.
Da bin ich der gleichen Meinung. Was aber nicht sein kann ist, die Gewalt der eigenen Reihen mit dem Polizeieinsatz zu erklären. Auf dem einen Video sieht man es. Da beschwert man sich, dass Pfefferspray genutzt wurde. Tja, wer hat denn angefangen und wer hat "Bullen-Schweine" gerufen, was ja schon eine Straftat ist. "Dynamo-Schweine" hat die Polizei bestimmt nicht gerufen.

Zitat von Frankonius
Ich habe es selbst schon erlebt, dass sich nach einem Spiel im Grünwalder die "Grünen" sich für das Verhalten der "Schwarzen" entschuldigt haben...
Das ist ja ok. Nur deshalb muss ich ja nicht gleich auf Polizisten losgehen. Ich verstehe aber diese Polizisten nicht. Haben die nicht Angst ihren Job zu verlieren?

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JensDD 03.11.2011, 14:56
179. ...

Zitat von Frankonius
Mal so ganz humorfrei: Wieviel zahlen die Monarchs eigentlich an Miete? ;)
ehrlich?
ich weiß es nicht

aber man spart sich bei denen die Kosten für den Polizeieinsatz ;-) und für Aufräumarbeiten in der Stadt - vielleicht findet sich ein BWLer der beide Kalkulationen gegenüber stellt...

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