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Fankongress in Berlin: Wie Gina Wild beim Papst

Der Fankongress 2012 ließ hunderte Fußballanhänger nach Berlin pilgern.* Doch die Bedeutung der Fanbasis scheint noch nicht bei jedem angekommen zu sein: Weder*DFB-Präsident*Theo Zwanziger noch die Polizei nahmen an den Diskussionen teil.

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ChristianW. 15.01.2012, 17:30
1.

Ein überflüssiger und total überschätzter Kongress. Worin das enden wird, ist eh klar. Wenn es in ein paar Wochen in irgend einem Stadion brennt (Und das wird es) dann lautet die Moral von DFB/DFL/Polizei "Seht ihr, WIR sind auf EUCH zugekommen, aber IHR lernt es einfach nicht, IHR seid unbelehrbar".

Es gibt eben gute Gründe, warum von einigen Vereinen/Szenen niemand an dieser Bauchpinseleiveranstalung teil nimmt. Wer wirklich glaubt, dass sich etwas zum positiven hin für die Fans verändern würde, der ist entweder total naiv, oder hat die letzten Treffen und die "Ergebnisse" vergessen/verdrängt.

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iron mace 15.01.2012, 18:00
2. So einfach ist es nicht

Zitat von ChristianW.
Wer wirklich glaubt, dass sich etwas zum positiven hin für die Fans verändern würde, der ist entweder total naiv, oder hat die letzten Treffen und die "Ergebnisse" vergessen/verdrängt.

Es wäre schon angebracht nicht alle Fans über einen Kamm zu scheren.

Diese selbsternannten "Fanvertreter" repräsentieren ja nicht alle Fans oder Stadionbesucher, sondern nur eine kleine und Wirtschaftlich unbedeutende Gruppe von Besuchern.

In allen Bundesliga Stadien sitzen oder stehen diese Herren auf subventionierten Plätzen, bezahlt von den Leuten die im Stadion Fussball sehen wollen, keine Feuerwerke, keine grölenden Chaoten, oder besoffene Spinner.

Wie unwichtig diese Ultragruppen sind zeigt sich ja gerade darin das keiner der auch nur etwas in einem Club zu verantworten hat zu solchen Treffen kommt.
Warum auch, der Ackermann steht ja auch nicht parat wenn ein paar Hanseln ihren Kredit bei der Deutschen Bank nicht bezahlen können.

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barlog 15.01.2012, 18:21
3.

Zitat von ChristianW.
... . . Wenn es in ein paar Wochen in irgend einem Stadion brennt . . ..
Man sollte besser schreiben: Wenn in ein paar Wochen wieder ein paar besoffene Deppen ein Fußballspiel nutzen, um mit pubertären Zündeleien echte Fans in Mißkredit zu bringen.

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DerExperte 15.01.2012, 18:28
4.

Zitat von ChristianW.
Ein überflüssiger und total überschätzter Kongress. Worin das enden wird, ist eh klar. Wenn es in ein paar Wochen in irgend einem Stadion brennt (Und das wird es) dann lautet die Moral von DFB/DFL/Polizei "Seht ihr, WIR sind auf EUCH zugekommen, aber IHR lernt es einfach nicht, IHR seid unbelehrbar". Es gibt eben gute Gründe, warum von einigen Vereinen/Szenen niemand an dieser Bauchpinseleiveranstalung teil nimmt. Wer wirklich glaubt, dass sich etwas zum positiven hin für die Fans verändern würde, der ist entweder total naiv, oder hat die letzten Treffen und die "Ergebnisse" vergessen/verdrängt.
Wo sind die Verbände oder die Polizei denn überhaupt mal auf die Fans zugekommen? Die einzigen, die den Kontakt gesucht haben, waren die Fans selbst - und wurden letztlich abserviert, weil der DFB nach dem Weggang von Spahn plötzlich anscheinend keine Lust mehr hatte.

Das Letztere ist absolut falsch. Die Vereine haben noch nicht zur Gänze verstanden (aber schon sehr viel gelernt), dass der Kontakt zu den Fans äußerst hilfreich sein kann.
Sie haben wahrscheinlich nur das mediale Bild von Prügeleien usw. im Kopf. Sie haben sich anscheinend überhaupt nicht mit den letzten Ergebnissen beschäftigt. Es wäre gut, beschäftigten Sie sich mal intensiver mit den Hintergründen.

Zitat von iron mace
Diese selbsternannten "Fanvertreter" repräsentieren ja nicht alle Fans oder Stadionbesucher, sondern nur eine kleine und Wirtschaftlich unbedeutende Gruppe von Besuchern.
Das ist falsch. ProFans ist nicht nur für Ultras da, sondern tritt für alle Arten von Fans und deren Rechte ein. Außerdem sorgt diese "kleine" Gruppe dafür, dass Gesänge im Stadion angestimmt werden und dass Choreografien dargeboten werden. Für den Werbeeffekt sind diese Fans tausend Mal wertvoller als der VIP oder die oftmals desinteressierten Gestalten auf der Haupttribüne.

Zitat von iron mace
In allen Bundesliga Stadien sitzen oder stehen diese Herren auf subventionierten Plätzen, bezahlt von den Leuten die im Stadion Fussball sehen wollen, keine Feuerwerke, keine grölenden Chaoten, oder besoffene Spinner.
Subventioniert? Diese Leute bezahlen wie jeder andere auch ihre Dauerkarte. Sie haben daher auch die selben Rechte wie ein anderer Stadionbesucher. Sie dürfen ihre Persönlichkeit ausleben, wie sie es für nötig halten, ob sie nun grölen oder sich besaufen, bleibt ihnen überlassen, soweit sie niemanden anderen gefährden. Ob Sie das wollen oder nicht, ist nicht Ihr Problem. Außerdem ist man selbst schuld, stellt man sich in den Hardcore-Block und hat dann Fahnen vor der Nase. Dies ist von den Vereinen gewünscht. Fußball ist seit den späten 70ern schon mehr als nur "Zuschauen". Wer damit nicht klarkommt, kann sich ja ein sky-Abo besorgen.

Zitat von iron mace
Wie unwichtig diese Ultragruppen sind zeigt sich ja gerade darin das keiner der auch nur etwas in einem Club zu verantworten hat zu solchen Treffen kommt. Warum auch, der Ackermann steht ja auch nicht parat wenn ein paar Hanseln ihren Kredit bei der Deutschen Bank nicht bezahlen können.
Innerhalb der Vereine gibt es regelmäßige Treffen zwischen Fans und Vorstand, in Hamburg sitzen sogar einige im Vorstand. So unwichtig scheinen die ja nicht zu sein.
Der Ackermann-Vergleich hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun.

Auch Sie scheinen nicht das nötige Hintergrundwissen zu besitzen... :/

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DerExperte 15.01.2012, 18:31
5.

Zitat von barlog
Man sollte besser schreiben: Wenn in ein paar Wochen wieder ein paar besoffene Deppen ein Fußballspiel nutzen, um mit pubertären Zündeleien echte Fans in Mißkredit zu bringen.
Die Geschichte von den echten Fans ist mal wieder köstlich. Es gibt keine "echten" und "unechten" Fans. Die einen drücken ihre Fankultur nur anders aus. Man ist nicht ein besserer Fan, nur weil man sich jedes Jahr für 80 € ein Trikot des Vereins kauft.

Zur Pyrotechnik: Die hat in den 80ern und 90ern hierzulande alle einen feuchten Kericht interessiert. Da wurde gezündelt und alle fanden es toll. Heute verteufelt man es in jeder Art, ob nun behördlich kontrolliert oder nicht - es sei immer schlecht.

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barlog 15.01.2012, 18:58
6.

Zitat von DerExperte
Die Geschichte von den echten Fans ist mal wieder köstlich. Es gibt keine "echten" und "unechten" Fans. Die einen drücken ihre Fankultur nur anders aus. Man ist nicht ein besserer Fan, nur weil man sich jedes Jahr für 80 € ein Trikot des Vereins kauft. Zur Pyrotechnik: Die hat in den 80ern und 90ern hierzulande alle einen feuchten Kericht interessiert. Da wurde gezündelt und alle fanden es toll. Heute verteufelt man es in jeder Art, ob nun behördlich kontrolliert oder nicht - es sei immer schlecht.
Köstlich - das ist genau die Antwort, die ich auf meinen Beitrag erwartet habe.

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dreimalneun 15.01.2012, 19:04
7. Und wer bezahlt

Zitat von DerExperte
Subventioniert? Diese Leute bezahlen wie jeder andere auch ihre Dauerkarte. Sie haben daher auch die selben Rechte wie ein anderer Stadionbesucher. Sie dürfen ihre Persönlichkeit ausleben, wie sie es für nötig halten, ob sie nun grölen oder sich besaufen, bleibt ihnen überlassen, soweit sie niemanden anderen gefährden. Ob Sie das wollen oder nicht, ist nicht Ihr Problem. ... :/
die Polizeibeamten die bei diesen Veranstaltungen aufgeboten werden müssen, um Randale zu verhindern. Das darf der Steuerzahler übernehmen. Sie müssen zugeben, dass Alkohol ein Stimmungsverstärker ist, da aber naturgemäß die eine Hälfte der Fans mies drauf sind, ergeben sich zwangsläufig Ausschreitungen. So ist das nunmal, alles andere ist nicht realistisch .

Das bischen Stimmung im Stadion durch die Fans, ist die Sache nicht wert.

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ChristianW. 15.01.2012, 19:30
8.

Zitat von iron mace
Es wäre schon angebracht nicht alle Fans über einen Kamm zu scheren. Diese selbsternannten "Fanvertreter" repräsentieren ja nicht alle Fans oder Stadionbesucher, sondern nur eine kleine und Wirtschaftlich unbedeutende Gruppe von Besuchern. In allen Bundesliga Stadien sitzen oder stehen diese Herren auf subventionierten Plätzen, bezahlt von den Leuten die im Stadion Fussball sehen wollen, keine Feuerwerke, keine grölenden Chaoten, oder besoffene Spinner. Wie unwichtig diese Ultragruppen sind zeigt sich ja gerade darin das keiner der auch nur etwas in einem Club zu verantworten hat zu solchen Treffen kommt. Warum auch, der Ackermann steht ja auch nicht parat wenn ein paar Hanseln ihren Kredit bei der Deutschen Bank nicht bezahlen können.
Moment, dass will ich jetzt verstehen. Im ersten Satz schreiben Sie "Es wäre angebracht nicht alle Fans über einen Kamm zu scheren" um anschließend von "grölenden Chaoten" und "besoffenen Spinnern" zu reden. Wie passt das zusammen?

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ChristianW. 15.01.2012, 19:31
9.

Zitat von barlog
Man sollte besser schreiben: Wenn in ein paar Wochen wieder ein paar besoffene Deppen ein Fußballspiel nutzen, um mit pubertären Zündeleien echte Fans in Mißkredit zu bringen.
Also ist man ein "echter Fan", wenn nicht besoffen ist und nicht zündelt? Interessante Definition. Dann bin ich ja ein "echter Fan", obwohl mir das oft genug abgesprochen wird. Hurra! Mein Abend ist gerettet.

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