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Fankongress in Berlin: Wie Gina Wild beim Papst

Der Fankongress 2012 ließ hunderte Fußballanhänger nach Berlin pilgern.* Doch die Bedeutung der Fanbasis scheint noch nicht bei jedem angekommen zu sein: Weder*DFB-Präsident*Theo Zwanziger noch die Polizei nahmen an den Diskussionen teil.

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Dick Enhals 15.01.2012, 21:55
20.

Zitat von n.holgerson
Sie meinen doch nicht die Typen die sich sexistisch (Männersport) dargestellt haben und zwar "eloquent" aber sich doch eindeutig nicht zu Gewaltfreiheit bekannt haben? Und ich würde nicht so naiv sein, zu glauben, dass diese Typen den typischen Vertreten zu solchen Sendungen schicken. Da schickt man ein paar Vorzeigetypen und Leute wie sie sind beeindruckt.... Gehen sie mal ins Stadion. Schauen sie mal nach, wo gibt es Randale, wo sind die Polizisten, wo die Sachbeschädigung, wo das Sicherheitspersonal, wo die Ausschreitungen... Wenn ich auf die Haupttribüne gehe, werde ich i.d.R. nicht kontrolliert, sehe so gut wie keine Ortungskräfte und ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals zu einer Sachbeschädigung bzw. Gewalttat gekommen ist. Ich könnte jederzeit einen kultivierten Freund, meine Frau bzw. Kinder mitnehmen...
Hey,

Ich weiß ja nicht in welchen Stadien du verkehrst, aber ich sehe ca. 100 Fussballspiele im Jahr und Randale findet im Stadion so unglaublich selten statt. Polizisten stehen übrigens in der Regel nicht im Block, Ordnungskräfte sieht man tatsächlich häufiger vor oder hinter den Fankurven, weil es Auflage des DFB ist.

Auch wenn der junge Herr gestern sexistisch daher kam, heißt das lange nicht, dass Ultras sexistisch sind. Es gibt viele Ultragruppen, die sich klar gegen Sexismus und Homophobie positionieren und so viele Frauen wie in deutschen Fankurven und Ultras Gruppen, siehst du in keinem Land Europas.

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ChristianW. 15.01.2012, 22:06
21.

Zitat von dreimalneun
Ich meine die besoffenen Spinner, die meinen sie wären sowas wie der Adel unter den Fans.
Wie kommen Sie darauf, dass "besoffene Spinner" meinen, sie wären "sowas wie der Adel unter den Fans."? Sagen diese "besoffenen Spinner" das von sich? Oder woran genau machen Sie das fest?

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ChristianW. 15.01.2012, 22:21
22.

Zitat von barlog
Naja, wenn sie sich aus zwei Verhaltensweisen, die sie in meinem Beitrag lesen, schon ihr Weltbild basteln können - froh zu sein, bedarf es wenig. . ..
Also bin ich dann doch kein echter Fan, oder wie? Jetzt bin ich verwirrt.

Gerne bitte ich um Erläuterung, was ein sogenannter echter Fan ist.

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Dick Enhals 15.01.2012, 22:24
23.

Zitat von mixolydisch
Und, ist dir dabei einer abgegangen? Man muss schon ein ziemlich schlichtes Gemüt sein, um eine 2000 Grad heiße Feuerquelle in einer Menschenmasse abzubrennen.
Ja, danke der Nachfrage, war echt ein imposantes Bild. In welcher Menschenmenge? Die pyrotechnischen Erzeugnisse wurden vor den Blöcken abgebrannt(vom DFB erlaubt

Die Pyromanie Definition ist recht interessant, verstehe ich aber in dem Kontext nicht wirklich.

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dandaman 16.01.2012, 00:04
24. Herrlich

wie hier teils argumentiert wird. Im Endeffekt ist es immer das Selbe, wobei eine Seite der Diskussionsführenden es schafft regelmäßig mit Stammtischparolen zu glänzen: Sexismus, Steuerzahler, wahre Fans, Minimalanforderung für Ultras= betrunken und randalierend etc.
Dem Ein oder Anderem sei wirklich geraten sich mal mit der Materie zu beschäftigen, bevor er Stellung bezieht.

Zitat von peter_z.
… Lediglich der Polizeigewerkschafter ist anscheinend über jegliche Kritik erhaben und ist anscheinend auch nicht der Meinung, dass es in einer Diskussion nötig ist auf die Positionen der anderen Gesprächsteilnehmer einzugehen.
Jaja, der war wirklich der Beste. Die Polizei ist absolut jeglicher Kritik erhaben und braucht auch nicht verantworten, wenn von ca.800 verletzten ca. 400 durch den „sinnlosen“ Einsatz von Pfefferspray verletzt wurden.
Die Argumentation war, sofern ich das noch in meinem Geist zusammen bekomme, dass die Polizisten ja auch einiges ertragen müssen und das Maß irgendwann auch voll sei. Allerdings lässt sich m.E. auch hinterfragen, ob es gerechtfertigt ist, Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Soweit ich weiß, hat man (außer dem Pfefferspraybeispiel) in Hannover weniger Probleme mit Gästefans, weil man ein anderen Modell des Konfliktmanagements betreibt und möchte einfach mal den Namen Detlev Kofbringer einbringen, der es scheinbar regelmäßig schafft mit 1000 Ultras alleine klarzukommen, wo sämtliche Aufgebote an Turtles und Robocops versagen. Vielleicht ist es Hexerei, vielleicht aber auch nur eine Form von „Deeskalation“.

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Guckamaamol 16.01.2012, 09:03
25. So lange es nötig ist

Für mich stellt sich die Frage der Erlaubnis für die Pyrotechnik nicht, solange es die Fangruppierungen nicht auf die Reihe bringen die Ruhe in ihren eigenen Reihen zu bringen. Es gibt immer ein paar die denken sie sind was besseres und nehmen sich mehr raus als andere und werden dann auch noch von den anderen Fans gedeckt. Wenn die merken das sie mit Ihrer Art nicht ankommen und sogar Probleme bekommen, ist es vielleicht möglich sich Gedanken zu machen Pyrotechnik unter Aufsicht zu erlauben. Aber wenn ich das Hallentunier in Hamburg oder das Pokalspiel in Dortmund usw. anschaue und niemand von den anderen Fans den Mut aufbringt diejenige an den Pranger zu stellen und dafür zu Sorgen das solche Chaoten in kein Stadion kommen, ist jede Diskussion überflüssig.

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Bundeskanzler20XX 16.01.2012, 13:38
26. Dumm bleibt dumm

Zitat von sysop
Der Fankongress 2012 ließ hunderte Fußballanhänger nach Berlin pilgern.* Doch die Bedeutung der Fanbasis scheint noch nicht bei jedem angekommen zu sein: Weder*DFB-Präsident*Theo Zwanziger noch die Polizei nahmen an den Diskussionen teil.
Reden ist immer gut, aber bevor man redet muss man sich informieren.
Gerade was die Wünsche der Ultragruppierungen angeht fehlt eine sachliche Begutachtung der Richtlinien und Gesetzeslage.
Bevor die Gruppen sich für eine Pyrotechnikfreigabe aussprechen, hätten sie z.B. geltende Gesetze lesen oder sich mit der Feuerwehr beraten können.

Wer glaubt die Entscheidung zur Freigabe von Bengalos etc. läge beim DFB oder den Vereien der täuscht.

Der Gesetzgeber verbietet das Abbrennen von Signalfackeln und anderer Pyrotechnik. Silvester bildet eine Ausnahme, die auch nur für wenige Stunden gilt.
Die einzigen die mit Pyrotechnik ganzjährig arbeiten dürfen sind die Pyrotechniker.
Und auch kein Pyrotechniker darf ohne Genehmigung zündeln (in der Regel arbeiten die ja mit größerem Feuerwerk).
Kein Feuerwerk ohne Feuerwehr!

Seitens der Feuerwehr würde es niemals zu einer Freigabe kommen und auch Vater Staat wird mit Sicherheit auch keine Änderung am Gesetz aufgrund von zündelfreudigen Fußballfans anzetteln.

Und welcher Fan der mit dieser Szene möchte gerne einen "angetrunkenen" Pyromanen mit Fackel in der Hand neben sich stehen haben?
Am besten fällt dann auch ein Tor...

Wenn die Gruppen wirklich Gehör für ihre Interessen erlangen wollen, dann sollten sie vielleicht erstmal Umfragen in ihren Vereinen starten.
Dann würden sie vielleicht die Stimme der gesammten Fangemeinschaft hinter sich haben, was ich stark bezweifel.
Doch wissen auch die Ultras, das ihre Interessen nicht die Interessen aller Fans sind.

Deshalb ist es nur verständlich, dass seitens des DFB/DFL Polizei usw. kein Iteresse an einer Diskussion besteht.
Wer nur eigene Interessen vertritt und die Augen vorm Gesetz verschließt, der braucht sich wegen fehlender Resonanz nicht beschweren.

Ich verstehe aber auch nicht, warum der DFB nicht mit der geltenden Gesetzlage sein Nein zu Pyrotechnik untermauert.

Eine Freigabe der Pyrotechnik vom DFB mit einem grundsätzlichem Verbot vom Gesetzgeber wäre eine Lachnummer ohne gleichen.

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Ebby-Thust 16.01.2012, 14:44
27. in ALLEN Stadien????

Zitat von iron mace
In allen Bundesliga Stadien sitzen oder stehen diese Herren auf subventionierten Plätzen, bezahlt von den Leuten die im Stadion Fussball sehen wollen, keine Feuerwerke, keine grölenden Chaoten, oder besoffene Spinner.
Woher haben Sie das denn bitte?

Wenn man davon ausgeht dass die Fläche die der einzelne Zuschauer mit seinem Platz in Anspruch nimmt auf die Ticketpreise umgerechnet wird das ist das Gegenteil der Fall.
Der STEHplatzbesucher subventioniert Sitzplatzkarten - und das sicher nicht nur hier in Mönchengladbach!

Oder WISSEN sie mehr?

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peter_z. 16.01.2012, 16:36
28. Wer im Glashaus sitzt...

Zitat von Bundeskanzler20XX
Reden ist immer gut, aber bevor man redet muss man sich informieren. Gerade was die Wünsche der Ultragruppierungen angeht fehlt eine sachliche Begutachtung der Richtlinien und Gesetzeslage. Bevor die Gruppen sich für eine Pyrotechnikfreigabe aussprechen, hätten sie z.B. geltende Gesetze lesen oder sich mit der Feuerwehr beraten können. Wer glaubt die Entscheidung zur Freigabe von Bengalos etc. läge beim DFB oder den Vereien der täuscht...blablablablablabla...Eine Freigabe der Pyrotechnik vom DFB mit einem grundsätzlichem Verbot vom Gesetzgeber wäre eine Lachnummer ohne gleichen.
Und bevor man so einen Unsinn verzapft, sollte man sich vielleicht auch mal informieren und nicht mit irgendwelchem Halbwissen um sich werfen!
Es ist gesetzlich nämlich durchaus möglich Pyrotechnik im Stadion zu nutzen. So schon geschehen in Chemnitz auf Veranstaltungen die nicht durch den DFB organisiert waren, in Absprache mit Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und Vereinsführung. Lediglich der DFB stellt sich quer und verhängt via Sportgericht immer wieder Strafzahlungen.

Auch hier verweise ich wieder auf das ZDF-Sportstudio vom Samstag.

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boulomane 16.01.2012, 17:27
29.

Zitat von dandaman
Jaja, der war wirklich der Beste. Die Polizei ist absolut jeglicher Kritik erhaben und braucht auch nicht verantworten, wenn von ca.800 verletzten ca. 400 durch den „sinnlosen“ Einsatz von Pfefferspray verletzt wurden.
Das ist auch für mich eines der ganz großen Probleme. Die Polizei hat mit Sicherheit auch ein Gewaltproblem, man muss sich nur die entsprechenden Studien (attraktiver Beruf für Menschen aus dem politisch rechten Spektrum etc.) anschauen, dann kann man sich ausrechnen, welches Klientel auch (auch !!!) unter Helm und Maske stecken kann. Manchmal auch ohne Helm, siehe Polizeieinsatz bei Stuttgart 21. So lange sich die Polizeiführung, im speziellen Fall ein Vertreter der Polizeigewerkschaft, nicht klar von den (sicherlich nur wenigen) gewaltorientierten Polizeibeamten distanziert, sie abmahnt oder gar entlässt, läuft sie Gefahr, dass der Ruf unserer "Freunde und Helfer" noch mehr leidet. Eine Kennzeichnung der Beamten - gerne codiert, so dass nur der Dienstherr weiß, wer hinter der Nummer steckt - ist längst überfällig. Polizeibeamte verdienen unseren Respekt und unser Vertrauen, allerdings muss die Polizeiführung etwas dafür tun, dass Respekt und Vertrauen erhalten bleiben, bzw. wieder aufgebaut werden.

Das weiter oben zitierte Hallenfußballturnier in Hamburg ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie ein Polizeieinsatz absolut nicht ablaufen sollte. Wer sucht, wird problemlos weitere Beispiele finden.

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