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Fans vs. Führung beim VfL Wolfsburg: Entfremdet von der Basis
AFP

Vor dem Schicksalsfinale am Samstag ist die Stimmung in Wolfsburg auf dem Tiefpunkt. Einige Anhänger sehen einen Abstieg sogar als Chance, den Klub zurückzuerobern.

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omasturm 11.05.2018, 17:14
40.

Zitat von verruca
400 Mio Transferminus? Wolfsburg? In welchen Spielern soll das Geld denn stecken? Darf ich fragen, welche Quelle diese absurd hohe Summe belegen könnte?
Widower+2 ist da wohl etwas durcheinander......

In der Zeit unter Allofs wurden bei Wolfsburg 400 Mio bewegt.
Dies beinhaltet aber sowohl Einnahmen als auch Ausgaben.

Tatsächlich hat Wolfsburg in den letzten 10 Jahren ein Transferminus von 127,40 Mio angehäuft. Und die einzigen wirklichen Jahre wo es einen Transferüberschuss gab, waren die Jahre in denen De Bruyne und Draxler verkauft wurden.

Kleine Randnotiz:
Der Verein der in den letzten 10 Jahren das größte Transferminus in Höhe von 353,10 Mio gemacht hat....ist der FC Bayern.

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lukas--braun 11.05.2018, 17:22
41. Sportlich fairer Wettbewerb,

dann muss man auch Vereine wie Bayern oder Dortmund verdammen bzw alle Leute die Fans dieser Vereine sind. Dadurch das diese Vereine eine Vielzahl an Fans haben entsteht auch eine Ungerechtigkeit. Das die Stadt Wolfsburg nur 121.000 Einwohner hat und somit nicht die Voraussetzungen wie andere Städte, empfinde ich ebenfalls als nicht gerecht. Welche Chancen hätte der VfL Wolfsburg sonst?
Nur weil Vereine mehr Geld zu Verfügung haben, heißt das nicht das sie einen direkten Vorteil haben.
Ich finde es unfair, dass der VfL Wolfsburg soweit hinten drin steht.
Ich finde es ebenfalls unfair, dass man als VfL Fan ebenfalls immer diesen Mist mitmachen muss.
Man muss sich und seinen Verein im Internet beleidigen lassen und hat sportlich Sorgen wie sie kaum größer sein könnten.
Die größte Frechheit aber ist, dass Sie mir die Charakterfrage stellen. Ich stelle Leute wie Ihen die Charakterfrage, weil Sie hier grundlos gegen den VfL hetzen und etwas absurdes von unfairem Wettbewerb erzählen.
Und ja, den Verein sucht man sich nicht aus, gebe ich Ihnen sogar recht, deshalb bin ich seit Kindheitstagen, genauer gesagt seit November 1998 VfL Wolfsburg Fan. Ich war damals 7 Jahre alt.
Und um nochmal auf die Charakterfrage zurück zukommen, wer einem Verein den Abstieg wünscht, bei dem stellt sich ebenfalls die Charakterfrage.

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widower+2 11.05.2018, 18:13
42. @lukas_braun

Dieser Satz sagt alles: "Nur weil Vereine mehr Geld zu Verfügung haben, heißt das nicht das sie einen direkten Vorteil haben. "

Natürlich ist jeder Euro mehr in einer Profiliga ein direkter Vorteil. Was denn sonst? Die entscheidende Frage in Bezug auf die Fairness des sportlichen Wettbewerbs ist, woher diese Euros kommen und in welchem Verhältnis die Einnahmen aus Sponsoring oder Mäzenatentum zu den Einnahmen aus Kartenverkäufen und Marketing stehen. Und da steht Wolfsburg ganz hinten, weil Marketingeinnahmen und Erlöse durch Eintrittskarten eben nur einen Bruchteil des Etats ausmachen. Und das ist unfair!

Die Einwohnerzahl ist übrigens recht unerheblich. Kaiserslautern hat weniger Einwohner als Wolfsburg, aber mehr Fans. Hoffenheim (ein anderes Negativbeispiel) hat erheblich weniger Einwohner als mein kleines Dorf im Ammerland, von dem Sie wahrscheinlich noch nie gehört haben.

Der VFL Wolfsburg hat übrigens für die gegenwärtige Saison Spieler für insgesamt 67 Millionen Euro verpflichtet. Woher kam das Geld? Selbst Sie müssten doch einsehen, dass Fans von Vereinen wie Freiburg, Mainz oder Werder, die regelmäßig auf Transferüberschüsse angewiesen sind und diese auch erzielen, eine gewisse Schieflage und Beeinträchtigung der Fairness sehen.

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verruca 11.05.2018, 18:17
43.

Zitat von omasturm
Kleine Randnotiz: Der Verein der in den letzten 10 Jahren das größte Transferminus in Höhe von 353,10 Mio gemacht hat....ist der FC Bayern.
Das ist natürlich keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass für Spieler wie z.B. Robben, Ribery, Alonso, etc. Geld in die Hand genommen wurde und diese dann nicht mehr weiterverkauft werden, sondern sich beim FCB zur Ruhe setzen. (Im Falle von Rib+Rob Stand heute: vermutlich!)

Ihre damaligen Transfersummen haben zumindest die drei Obengenannten mehr als wieder reingespielt. Dass jetzt ein Ribery aus buchhalterischer Sicht als ein Transferminus von 25 Mio verbucht werden kann, ist auch in Anbetracht der heutzutage gezahlten Transfersummen lächerlich. Die Gegenrechnung taucht bei www.transfermarkt.de (oder wo auch immer) nämlich nicht auf. Ein Weiterkommen in diversen Wettbewerben, ein Pokal, ein Sympathiewert und damit Zuspruch in Form von Fanartikelverkauf, Stadionbesuchen, etc. ... das lässt sich nicht wirklich messen.

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verruca 11.05.2018, 19:30
44. Was www.transfermarkt.de nicht rüberbringen kann:

Zitat von omasturm
Kleine Randnotiz: Der Verein der in den letzten 10 Jahren das größte Transferminus in Höhe von 353,10 Mio gemacht hat....ist der FC Bayern.
Jau, der FCB ist kein Ausbildungsverein. Ab und zu schafft's einer aus der eigenen Jugend, aber die Latte liegt einfach viel höher als bei z.B. Freiburg. Von den erheblich besseren finanziellen Voraussetzungen mal abgesehen, sind auch viele FCB Transfers "final" und damit aus buchhalterischer Sicht negativ. Bei z.B. Alonso war klar, dass er anschließend nicht mehr weiterverkauft werden konnte. (Von irgendwelchen Chinesen oder USAmerikanischen Statisten mal abgesehen.)

Bei Ribery dagegen war's vor gut 10 Jahren NICHT klar. Er wird aber voraussichtlich beim FCB seine Karriere beenden. Also 25 Mio. Transfergebühr für die Statistik im Ofen! Was aber durch ihn reingekommen ist, dürfte diese - aus heutiger Sicht läppische Summe - bei weitem übersteigen.

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lukas--braun 11.05.2018, 20:08
45. @widower+2

Was für einen Vorteil, das sieht man ja. Jedes Jahr den gleichen Mist hier erleben zu dürfen. Das ist ganz und gar kein Vorteil, weil der VfL Wolfsburg nicht mit Geld umgehen kann. Bis zu seiner Ausgliederungn 2001 und die dirketen jahre danach, als es auch noch nicht so viel Geld gab, war man seltener im Abstiegskampf als aktuell. Damals lediglich einmal, in der ersten Bundesligasaison 1997/1998. Für mich schlichtweg der Beweis das Geld keine Tore schießt, oder nicht unbedingt.
Erlöse durch EIntrittpreise machen selbst bei Borussia Dortmund oder Bayern München nur einen kleinen Anteil der Einnahmen aus. Der größte Teil besteht aus Fernsehgeldern und Sponsoreneinnahmen. Dies ist im heutigen Fußball völlig normal.
Ein Verein wie Kaiserslautern, der erstes früher zahlreiche Titel gewann, und in dieser Zeit zahlreiche Fans gewann und zweitens ein viel größeres Einzugsgebiet als Wolfsburg hat, ist nicht mit unserem VfL zu vergleichen. Auch das Einzugsgebiet von Hoffenheim, ist nicht kleiner als das von Wolfsburg. Städte wie Heidelberg gehören dazu. Zudem ist Hoffenheim ein Stadtteil von Sinsheim, welches immerhin 35.410 Einwohner hat (stand 2017, laut wikipedia).
Und innerlich habe ich mich übrigens damit abgefunden, dass es morgen runtergehen wird. Nächste Saison können Sie dann sagen, es wäre Unfair, wenn der VfL mit einem Etat von 60 Mio Euro im Unterhaus antreten wird.

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sylkeheimlich 12.05.2018, 10:02
46.

Zitat von lukas--braun
Was für einen Vorteil, das sieht man ja. Jedes Jahr den gleichen Mist hier erleben zu dürfen. Das ist ganz und gar kein Vorteil, weil der VfL Wolfsburg nicht mit Geld umgehen kann. Bis zu seiner Ausgliederungn 2001 und die dirketen jahre danach, als es auch noch nicht so viel Geld gab, war man seltener im Abstiegskampf als aktuell. Damals lediglich einmal, in der ersten Bundesligasaison 1997/1998. Für mich schlichtweg der Beweis das Geld keine Tore schießt, oder nicht unbedingt. Erlöse durch EIntrittpreise machen selbst bei Borussia Dortmund oder Bayern München nur einen kleinen Anteil der Einnahmen aus. Der größte Teil besteht aus Fernsehgeldern und Sponsoreneinnahmen. Dies ist im heutigen Fußball völlig normal. Ein Verein wie Kaiserslautern, der erstes früher zahlreiche Titel gewann, und in dieser Zeit zahlreiche Fans gewann und zweitens ein viel größeres Einzugsgebiet als Wolfsburg hat, ist nicht mit unserem VfL zu vergleichen. Auch das Einzugsgebiet von Hoffenheim, ist nicht kleiner als das von Wolfsburg. Städte wie Heidelberg gehören dazu. Zudem ist Hoffenheim ein Stadtteil von Sinsheim, welches immerhin 35.410 Einwohner hat (stand 2017, laut wikipedia). Und innerlich habe ich mich übrigens damit abgefunden, dass es morgen runtergehen wird. Nächste Saison können Sie dann sagen, es wäre Unfair, wenn der VfL mit einem Etat von 60 Mio Euro im Unterhaus antreten wird.
Ich gebe Ihnen Recht, dass der sportliche Erfolg nicht nur vom Geld abhängig ist. Das beste Beispiel ist hier der HSV und natürlich Ihr Verein. Man braucht im Verein Leute mit Fußballsachverstand. Die hat der VW-Club aber leider nicht. Mir ist es übrigens egal, wer absteigt. Wünschen tue ich es keinem Fan. Was mich an Wolfsburg allerdings stört ist, dass man bei CL-Spielen nicht mal das eigene Stadion voll bekommt. Ich finde, dass da was gewaltig schief läuft.

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Der_schmale_Grat 12.05.2018, 12:36
47. Sympathie bei Abstieg

Ich glaube, dass es noch nie so einfach war für VW..., pardon: VfL WOB in einem einzigen Spiel so viele Sympathien zu bekommen, wenn sie absteigen sollten. Der HSV kann sich dann auch auf ein Spießrutenlaufen selbst bei erfolgreicher Relegation gefasst machen und der VfL wäre auf einen Schlag sympathischer.

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