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Fans wenden sich vom Profifußball ab: Auf der Suche nach Liebe
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Die zweiten und dritten Mannschaften der Bundesligavereine haben so viele Zuschauer wie selten. Die Teams bieten Zuflucht für jene, die vom Kommerz des Fußballgeschäfts enttäuscht sind. Einige haben sich bereits komplett vom Profisport abgewandt.

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Don_Draper 24.09.2014, 17:51
40. Der sogenannte

"echte" Fan, Ultras oder nicht, geht heute zu allererst in Satdion, um ein Gemeinschaftserlebnis zu haben und oft genung, um sich volllaufen zu lassen und um sich dann selbst zu Feiern.
In der "guten alten Zeit" von denen hier einige schwären, gab es doch solche Fans gar nicht, in den 60 und 70igern waren die Satdien auch voll und es gab Stimmung und das ohne "echte" Fans.

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besserbescheidwisser 24.09.2014, 17:55
41. Fans oder Ultras

Ich dachte ja erst im Artikel geht es um Fußball-Fans, dann war plötzlich von Ultas die Rede. Die Autoren sind wahrscheinlich der Meinung bei Ultras handle es sich um Fans. Hier noch mal zur Aufklärung:

Ein Fan ist ein Anhänger eines Fußball Vereins der ins Stadion geht um das Geschehen auf dem Spielfeld zu flogen und seinen Verein gegebenenfalls Auzufeuern oder zu Applaudieren.

Ein sog. Ultra geht zwar auch ins Stadion, interessiert sich dafür aber wenig bis überhaut nicht für das Geschehen auf dem Spielfeld. Sein Interesse gilt sinnlosen Gesängen und Parolen, dem Abfackeln von Feuerwerkskörpern, Bepöbeln der gegnerischen Fans und Ultras sowie Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften.

Aus Fairness den Fans gegenüber, bitte ich darum diese Differenzierung zukünftig zu beachten.

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Andr.e 24.09.2014, 18:04
42.

Zitat von mauerfall
Die Zweitvertretungen nerven, die will kein Mensch sehen. Die Stimmung bei denen ist bei den meisten Spielen ein schlechter Witz und sie blockieren Plätze für wirklich interessante Vereine wie Essen, Offenbach oder Jena... Und ja, ich kenne die Videos, bei denen sich BVB- oder Bayernfans versehentlich mal in größerer Zahl unters Stadiondach gestellt haben und sich feiern, wie laut sie sind...
Keiner hintert die genannten Vereine daran aufzusteigen. Die Zweitvertretungen finde ich allerdings auch überflüssig - wobei ich das gerade ziemlich genial finde. Letzten erst einen kurzen Clip über die Hannoveraner gesehen. Darin auch Stimmen der Stadion-Eventer gesehen, die ihr Bedauern über die nicht so gute Stimmung äußerten :-)

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Andr.e 24.09.2014, 18:07
43.

Zitat von AverageXY
Die Ultras verschwinden aus deutschen Stadien? Das ist doch mal eine gute Nachricht.
Das wurde schon lange vorbereitet. Schließlich kann man jetzt überall schön sitzen. Demnächst gibt es - neben dem Leinwandwürfel - noch Popcorn. Und um den asiatischen Markt zu bedienen, wird zukünftig nur noch um Mitternacht gespielt. Da heißt es dann: "Schatz, wollen wir heute ins Theater?" "Was gibt's denn?" "Red Bull Leipzig - Fanta Köln" "Klar Schatz, das machen wir!" :-)

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Andr.e 24.09.2014, 18:07
44.

Das wurde schon lange vorbereitet. Schließlich kann man jetzt überall schön sitzen. Demnächst gibt es - neben dem Leinwandwürfel - noch Popcorn. Und um den asiatischen Markt zu bedienen, wird zukünftig nur noch um Mitternacht gespielt. Da heißt es dann: "Schatz, wollen wir heute ins Theater?" "Was gibt's denn?" "Red Bull Leipzig - Fanta Köln" "Klar Schatz, das machen wir!" :-)

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territrades 24.09.2014, 18:09
45. Respekt

Respekt für die Fans, die sich konsequent abwenden und die kleineren Mannschaften unterstützen. Da folgen endlich mal Taten auf Worte, viele mosern ja nur rum, und gehen am Ende trotzdem hin - ob ins Stadion, zum Konzert oder ins Kino, überall das Gleiche.

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hansolo&chewbacca 24.09.2014, 18:25
46.

Das Operetten- und Familienpublikum kann natürlich auch ohne Ultras richtig Stimmung machen. Ich erinnere mich an vor ein paar Jahren als Arjen Robben von einigen "echten Fans" ausgepfiffen wurde. Woher kamen die Pfiffe? Genau! Von den Sitztribünen, wo sich besagtes Publikum aufhält. Die Fans aus der Südkurve würden nie im Leben auf die Idee kommen einen ihrer Spieler auszupfeifen. Beim Rückspiel gegen Madrid letzte Saison verließen einige Anhänger dieses Publikums vorläufig das Stadion, während die Fans aus der Südkurve "Erfolgsfans raus" skandierten, um ein Zeichen zu setzen. So sähe also Unterstützung aus, hätte man keine Ultras mehr im Stadion. Sogar in Dortmund; das gleiche Bild letzte Saison. Wie das Ganze ohne Ultras im Stadion ablaufen würde, sieht man jedes Mal bei den Länderspielen. Null Stimmung, man kann regelrecht hören, wie sich die Ersatzspieler auf der Bank miteinander unterhalten. Die traurige Wahrheit: einer der besten Stürmer Europas wird gnadenlos ausgepfiffen. Da sieht man wie es ablaufen kann, wenn die echten Fans, die mit dem albernen Singsang, nicht vorhanden sind. Das ist dann echte Untersützung und "echte Liebe". Die Mannschaft wird sich freuen.

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hdudeck 24.09.2014, 18:26
47. Endlich koennen wieder Familien mit kleinen Kindern

sich in die Stadien trauen, ohne mit traumatisierten Kindern nach Hause zu kommen. Der Profi Fussball in Deutschland wird das ueberstehen. Was wuenschenswert waere ist, das dieser Zustand dauerhaft ist. Die Vereine sollten die Chance nutzen und diese Bloecke umgehend mit normalen Fans fuellen, um ein Wiedereinfallen dieser Idioten zu verhindern.

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ginotico 24.09.2014, 18:35
48.

Zitat von kascnik
NIEMAND muss Angst in deutschen Stadien haben.Das ist doch populistischer Schwachsinn.Danke Spiegel fürs abdrucken!
Vielleicht muss man im Stadion keine Angst haben. Aber auf dem Weg dorthin schon.

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Anno2012 24.09.2014, 18:38
49. Brot und Spiele

Hallo,

vorneweg: ich liebe Fan-Gesänge und friedliche Choreografien. Wenn ich allerdings die Wahl habe zwischen volltrunkenen, pöpelnden und randalierenden Pseudofans die gerne auch mal Affenlaute von sich geben und alternativ einem eher ruhigen Stadion, in das ich auch gerne meine Kinder mitnehme, dann fällt meine persönliche Wahl auf Zweiteres.

Fußball ist für mich ein Hobby und da schau ich mir Altona 93, FC St. Pauli oder den HSV gerne mal an. Schleierhaft sind mir diese "wahre Liebe" Brabbler für die es scheinbar nur noch Bier und Spiele (und ein kleinwenig Randale) gibt. Die wahren Fans trifft man bei -20 Grad in Moskau oder +35 Grad irgendwo in Südportugal oder als einen von zehn Zuschauern in der Kreisklasse.

Als Verein würde ich einfach etwas Geld in die Hand nehmen und mir ein paar friedliche Profijubler in die Fanecke stellen. Das dürfte geldtechnisch günstiger sein als die Strafen, Reinigungsmehrkosten, Polizeieinsatzkosten, etc. für die Ultras. Und um was anderes geht es bitteschön als den Kommerz? Die Gelder des Profifußballs kommen nicht von den Eintrittskarten, sondern von TV-Geldern, Sponsering und Merchandising.

Nur wo können in Zukunft dann die Ultras ihre überschäumenden Aggressionspotentiale ausleben?
Wie langweilig wenn keine Massen, keine Kamera, etc. mehr zuschaut.

Fazit: Keiner vermißt die "sich enttäuscht abwendenden".

Anno 2012

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