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Football und Gewalt: Kaputte Helden
AP

Wenn es hart wird auf dem Platz, die Helme aufeinander krachen - das ist Football. Ein Spiel, das Gewalt belohnt. Doch viele Stars fallen auch privat durch Aggressionen auf. Gehirnverletzungen könnten ein Grund sein. Sie bedrohen Amerikas Nationalsport.

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twister-at 30.01.2015, 15:08
20. Fehler oder Widerspruch?

"Häusliche Gewalt sei ein "gesellschaftliches Problem", sagt Easterbrook. "Jeder Fall ist einer zu viel, aber die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt, die von NFL-Spielern ausgeht, ist relativ gering."

Der Football habe ein gravierenderes Problem: Gehirnerschütterungen und deren mögliche Auswirkungen auf die Persönlichkeit der Spieler.

Und der Verdacht erhärtet sich, dass es eine Verbindung zwischen häuslicher Gewalt und Hirnschäden gibt. Dass die ständigen Erschütterungen und Verletzungen die Gehirne einiger Footballprofis so sehr verändern, dass sie aggressiver werden und es deshalb immer wieder zu Gewalt kommt. "

und wenn die Anzahl der sich wegen häuslicher gewalt strafbar machenden Personen so gering ist, wieso dann dieser Artikel? Ist da ggf. etwas falsch ausgedrückt worden?

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steeldust2001 30.01.2015, 15:08
21. Henne-Ei-Problem

Vielleicht ist es so, dass um ein erfolgreicher Profifootballer zu werden, eine gewisse Veranlagung zu Aggression Voraussetzung ist. Diese Überlegung scheint mir logischer als die im Artikel propagierte umgekehrte Version, dass der Sport aggressiv mache.

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twister-at 30.01.2015, 15:08
22. Fehler oder Widerspruch?

"Häusliche Gewalt sei ein "gesellschaftliches Problem", sagt Easterbrook. "Jeder Fall ist einer zu viel, aber die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt, die von NFL-Spielern ausgeht, ist relativ gering."

Der Football habe ein gravierenderes Problem: Gehirnerschütterungen und deren mögliche Auswirkungen auf die Persönlichkeit der Spieler.
Und der Verdacht erhärtet sich, dass es eine Verbindung zwischen häuslicher Gewalt und Hirnschäden gibt. Dass die ständigen Erschütterungen und Verletzungen die Gehirne einiger Footballprofis so sehr verändern, dass sie aggressiver werden und es deshalb immer wieder zu Gewalt kommt. "

und wenn die Anzahl der sich wegen häuslicher gewalt strafbar machenden Personen so gering ist, wieso dann dieser Artikel? Ist da ggf. etwas falsch ausgedrückt worden?

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spon-facebook-10000523851 30.01.2015, 15:13
23. Nur meine

"Football", wohl so genannt, weil die Spieler zu Fuss unterwegs sind. Ein Spiel, das 60 Minuten dauert und dazu geignet ist, die Pausen zwischen Viagra und Bierwerbung zu fuellen; schliesslich hockt man da 3 -3.5 Stunden vrom' TV. Von den 60 Minutren ist der Ball (ein Ei) mal gerade 12 - 15 Minuten im Spiel. Den Rest der Zeit verbringen Spieler damit, sich grunzend gegenueberzustehen und zu posieren. Spieler, die dann fuer ein paar Sekunden taetig werden, brechen unter ihrem Eigengewicht zusammen und muessen auf der Spielerbank mit Sauerstoff versorgt werden. Nun hat man festgestellt, dass "College Football" bereits $5Bio einbringt und der NFL Konkurrenz macht. Dies mit der Folge, dass nun auch die "Studenten" Millionen verdienen wollen. Bereits an den Highschools Trainer, die ein Mehrfaches der Lehrer verdienen und College Coaches mit Gagen in Millionenhoehe. Legionenheere, die jedes Jahr den $$$$$ nachrennen ? Das soll noch Sport sein ?

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sonnix 30.01.2015, 15:16
24. Qualitätsjournalismus

DAS ist doch mal richtiger Qualitätsjournalismus. Respekt an den Autor. Es würde mich freuen wenn andere, wichtigere Themenressorts ebenso ausführlich und kritisch betrachtet werden würden.

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Thomas Kossatz 30.01.2015, 15:25
25.

Als Uwe Seeler seine Karriere beendete, erschien ein Buch, in dem es an einer Stelle sinngemäß heißt, ein Arzt habe seine Krankengeschichte und seine Röntgenbilder gezeigt bekommen und geurteilt: Kein Zweifel, der Mann is Invalide.

Erinnert sich jemand an Joe Deckarm? In einem Europacup-Spiel im März 1979 erlitt er nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Spieler bei einem harten Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, in dessen Folge er monatelang im Koma lag und bis heute auf Hilfe angewiesen ist.

Sicher sollte man aus den Untersuchungsergebnissen Schlüsse ziehen. Den Schutz von Sportlern kann man immer weiter verbessern. Aber niemand sollte sich zu sicher sein: Auch andere Sportarten bergen schwere Risiken, wenn sie falsch ausgeübt werden oder das Schicksal zuschlägt.
Deshalb sollte man die Diskussion von der vordergründigen NFL-Kritik lösen.
Vielleicht sollte man einmal überlegen, die Schutzausrüstung so weit zu reduzieren. Es ist ja interessant zu sehen, dass Rugby nicht erwähnt wird, sondern gerade Sportarten in Ritterrüstung, z.B. Eishockey.

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ach_du_lieber_gott 30.01.2015, 15:41
26. @ Jimmy Cliff

Keine Ahnung aber mal kurz was abgesondert oder ?

Im Football sind Dinge erlaubt, die sie sich im Rugby noch nicht mal vorstellen wollen.

Nur mal kurz überlegen wer im Rugby und wer im Football wen in welchen Situationen attackieren darf, aber solche Feinheiten dürften an ihnen vorbeigehen ;-)

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ach_du_lieber_gott 30.01.2015, 15:42
27. @ Jimmy Cliff

Keine Ahnung aber mal kurz was abgesondert oder ?
Im Football sind Dinge erlaubt, die sie sich im Rugby noch nicht mal vorstellen wollen.

Nur mal kurz überlegen wer im Rugby und wer im Football wen in welchen Situationen attackieren darf, aber solche Feinheiten dürften an ihnen vorbeigehen ;-)

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beteigueze 30.01.2015, 16:06
28. Fußball vs. Football

Zitat von bilang
Fußball verursacht ebenfalls Hirnschäden, durch Kopfbälle. Dieser Kommentar (http://www.bostonglobe.com/opinion/2014/05/17/ban-heading-youth-soccer/F0jPt3oMlfajNfuphDFO8J/story.html) verlinkt mehrere Studien, weitere lassen sich schnell ergooglen. Auch CTE wurde schon .....
Kann man imho nicht miteinander vergleichen. Beim Fußball kommen nie im Leben solche Gewalten vor, wie beim Football, denn man wird vom Ball getroffen, nicht von einem 120 kg Defender. Zudem dürften hier auch nur Verteidiger betroffen sei, die die sog. "langen Bälle" zurück köpfen. Ein Stürmer, der Tore mit dem Kopf erzielt, gibt dem Ball ja nur eine Richtungsänderung, die g-Kräfte dürften wohl vernachlässigbar sein.

Die von Ihnen angeführten Studien weisen i.Ü. allesamt den Nachteil auf, dass die Zahl der Probanden zu niedrig ist, um hier repräsentative Ergebnisse zu zeigen (das steht zumindest so in den Conclusions).

Viel gefährlicher beim Fußball ist der Einsatz von Faust und Ellenbogen beim Kopfballduell. Es wird hier zwar schon einiges zurück gepfiffen, imho aber disziplinarisch zu wenig geahndet. Wenn der Ellenbogen (Absicht oder nicht) zum Kopf des Gegners geht, sollte dieses als grobes Foul gewertet und mit glatt Rot bestraft werden.

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BigDaddy_XDD 30.01.2015, 16:06
29. Nicht der Football hat sich geändert...

Nicht der Football hat sich geändert, sondern der Medikamentenkonsum. Anabolika und Wachstumshormone machen die Spieler schwerer, kräftiger, schneller und aggressiver. Schmerzmittel lassen sie noch spielen, wenn der Körper schon längst sagt: Es reicht!
Erstaunlich wie die NFL es schafft, das Thema von sich fernzuhalten. Da sind sie schlauer wie der Radsport.

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