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Formel 1: Fia will Boxengasse sicherer machen
DPA

Aus Angst vor einem erneuten Unfall wie auf dem Nürburgring hat der Automobilweltverband Fia durchgegriffen. Schon ab dem kommenden Grand Prix dürfen nur noch Formel-1-Teammitglieder und Streckenposten während Rennen und Qualifikation in die Boxengasse.

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eschbaum 10.07.2013, 13:53
1. Wie wär's mit 'ner Rüstung ?

Sämtliche Besucher und Betreuer dieser Veranstaltungen sollten zukünftig eine Rüstung tragen. Zur Unterscheidung der Kategorien gibt es eine unterschiedliche Farbe der Handschuhe bzw. des Schilds. Wer sich bei BE unbeliebt gemacht hat, dessen Dose wird geöffnet und er muß ohne in die Boxengasse.
Entweder man nimmt diesen Sport, wie er ist, oder man geht nicht hin. Ganz einfach.

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mist3ri0 10.07.2013, 13:57
2. sicherheit

um die psychische gesundheit der zuschauer zu gewährleisten sollte man auch mal über ein generelles streckenverbot für kai ebel und seine rtl hohlbirnen nachdenken!

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Peter-Lublewski 10.07.2013, 14:00
3. Aufweichung

Zitat von sysop
Schon ab dem kommenden Grand Prix dürfen nur noch Formel-1-Teammitglieder und Streckenposten während Rennen und Qualifikation in die Boxengasse.
Warum ist denn diese Vorschrift jemals aufgeweicht worden? Wer hat denn da außer den von Ihnen genannten Personen etwas verloren?

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Stelzi 10.07.2013, 14:06
4.

Zitat von eschbaum
Entweder man nimmt diesen Sport, wie er ist, oder man geht nicht hin. Ganz einfach.
Eine besonders simple Sicht der Dinge. Also weg mit der Sicherheit, jeder darf dort rumlaufen und wer stirbt hat halt Pech gehabt?

Nuhr's Spruch passt auch hier hervorragend.

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fjr 10.07.2013, 14:16
5. Sicherheit

Was soll denn dieser Vorschlag an mehr Sicherheit bringen? Webber war, als sich das Rad löste, sicher noch keine 60 km/h geschweige denn 100 km/h schnell. Aber ich hätte da einige Vorschläge:

1. Bernie Ecclestone darf sich einem Formel 1-Rennen nicht mehr auf weniger als 3000 km nähern. Seine derzeitige Reifenpoker-Politik ist schliesslich maßgeblich an solchen Unfällen schuld. Ebenso Niki Lauda, Kai Ebel und Christian Danner. Deren Gesülze lenkt alle Beteiligten zu sehr ab. Und wenn sie sich mit Grausen abwenden, dann übersehen sie vielleicht den einen oder anderen Crash-Bruder.

2. Die Reifen halten künftig auf jedem Fahrzeug mindestens 60 % der Renndistanz ohne entscheidend an Performance zu verlieren. Das würde die Anzahl der Boxenstopps reduzieren. Und ein nicht gemachter Boxenstopp ist ein sicherer Boxenstopp.

3. Wer als Rennteam einen Boxenstopp versaut, und dabei Personen gefährdet oder gar schädigt (Reifen, die sich lösen, Fahrzeuge, die zu brennen anfangen, unsafe release, ...) wird sofort disqualifiziert. Und zwar das ganze Team mit beiden Fahrzeugen. Danach erhält das Team unter Aufsicht die Gelegenheit unter Realbedingungen Boxenstopps zu üben. Und das auf einer permanenten Rennstrecke. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke wird dabei auf 120 km/h begrenzt, damit sie keinen Vorteil daraus ziehen können. Und erst wenn 100 Stopps nacheinander fehlerfrei unter 3 Sekunden absolviert sind, dürfen sie wieder an Rennen teilnehmen. Sollten 99 gelungen und der 100. misslungen sein, dann beginnt alles wieder von vorne. Ach ja: Die Fahrer bei den Übungseinheiten sind die im Rennen mit dem Zwischenfall eingesetzten Fahrer.

Alles andere ist eine Alibiaktion, sonst nix.

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Doc Holliday 10.07.2013, 14:30
6.

Zitat von sysop
Aus Angst vor einem erneuten Unfall wie auf dem Nürburgring hat der Automobilweltverband Fia durchgegriffen. Schon ab dem kommenden Grand Prix dürfen nur noch Formel-1-Teammitglieder und Streckenposten während Rennen und Qualifikation in die Boxengasse.

Zwischen 1975 und 1980 war ich bei jedem Brasil GP in der Boxengasse in Interlagos. Unter anderem beim Auspacken und Zusammenbau der Autos, und im Training.
Ich war in den Boxen von Niki Lauda, Gilles Villeneuve, Mario Andretti, Ronnie Petersen, Carlos Reuteman und Jody Scheckter.
Es gab nicht einen Zwischenfall, ausser dass ich beim Ueberqueren der Rennstrecke einmal fast von Emerson Fittipaldi ueberfahren wurde. Die Geschwindigkeiten sind schlecht abzuschaetzen, wenn man vorher noch im Strassenverkehr herumlief.

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clubzwei 10.07.2013, 14:45
7. Übertriebene Reaktion.

Wenn keine Kameraleute mehr vor Ort sein dürfen bei einem Boxenstopp, ist das der Spannung und der Qualität der Berichterstattung sehr abträglich. Es gibt doch kaum Unfälle! Eine komplette Überreaktion!

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Vito.Andolini 10.07.2013, 14:47
8. Es war ein RAD!!!

Vielleicht sollten wenigstens die Redakteure, die über Motorsport schreiben, den Unterschied zwischen einem Reifen und einem Rad kennen (Reifen+Felge=Rad). In dem hier beschriebenen Fall hat sich das komplette Rad vom Auto gelöst und nicht etwa nur der Reifen!!!

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Gerdd 10.07.2013, 14:51
9. Und jetzt Panik?

Nun ja, dass da Kameraleute und dergleichen bei Boxenstops zwischen den Technikern herumwuseln, ist und war auch bisher sicher nicht vertretbar. Dass da Teams in der Gegend herumstehen und den Fahrern nebenan im Wege stehen, ist auch nicht einzusehen. Und ein Helm ist immer gut - sagt ja auch der Bundes-Fahrrad-Minister - auch wenn so ein Helm weder das Schluesselbein noch im Zweifelsfall das Genick schuetzen wuerde. Und, ja, bisher ist noch kaum ein Fahrer mit einem losen Rad auf Tempo 100 gekommen - es ist also wenig wirklich Hilfreiches aus diesem Beschluss gekommen.

Bleibt nur das Eine: Pirelli-Reifen, so wie sie auf Bernies Wunsch sind - garantieren mehr Boxenstopps und somit mehr Risiko, dass jemandem Teile um die Ohren fliegen. Ja, ohne eine Boxenstrategie waere die Formel 1 wirklich fast nur noch ein stupides Im-Kreis-Fahren. Aber so ist das mit diesem Sport insgesamt: Es soll angeblich alles so sicher sein, wie moeglich. Aber es sollen doch moeglichst viele spannende - sprich: gefaehrliche - Situationen stattfinden. Dazu gehoeren ja auch Ueberholmanoever, fuer die man extra das DRS erfunden hat (und die Schikanen ...)

Frueher hatten wir auch noch Boxenstopps zum Tanken. Heute nehmen die Jungs den ganzen Sprit von Anfang an mit. Das dabei noch nichts passiert ist ...

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