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Formel 1: Pirelli kontert Vettel-Kritik
REUTERS

Pirelli wirft Ferrari vor, selbst für Sebastian Vettels Ausscheiden in Spa verantwortlich zu sein. Der Deutsche hatte dem Hersteller zuvor die Schuld an dem Reifenplatzer gegeben.

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milub 24.08.2015, 15:38
30. das Geschwätz von gestern..

Wenn am Auto urplötzlich ein sicherheitsrelevantes Teil versagt, dann schießt erst einmal das Adrenalin ins Blut. Vettels deutliche Worte kann ich verstehen. Ihm ist klar, dass nicht viel fehlte, und er wäre mit 300km/h ungebremst irgendwo eingeschlagen.

Gut so, da kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen, besonders angesichts der üblichen sinnarmen Fahrerstellungnahmen. Klar, Rennsport ist gefährlich. Durch die Reifenpolitik und Pirellis Monopol wird die F1 offenbar erneut zum Russischen Roulette. Muss erst ein Pilot, Streckenposten oder gar Zuschauer das Leben verlieren?

In Ecclestones F1-Zirkus kommt zunächst die „Kohle“ und dann erst die Moral. RTL sollte sich von Lauda trennen, da seine Argumentationen seit Antritt des Postens bei Mercedes nur noch parteilich sind. Wenn es in 2 Wochen Hamilton mit einem solchen Reifenplatzer erwischen sollte, wird Lauda den Reifenhersteller in der Luft zerreißen und ihn sein Geschwätz von gestern keinen Deut mehr kümmern…

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Skuamato 24.08.2015, 15:57
31. Die Sache ist kompliziert

Die Medaille hat wie immer zwei Seiten: Zum einen ist es natürlich irgendwo gerechtfertigt, dass sich hier sowohl die Fahrer als auch einige meiner Vorredner über die Reifen beschweren, und Reifenplatzer aus heiterem Himmel sind natürlich immer ein Sicherheitsrisiko. ABER: Die Rennen sind durch die Pirelli-Pneus wesentlich spannender geworden, es gibt um einiges mehr Überholmanöver (wer behauptet, da reiche auch nur DRS allein, macht sich was vor), von daher haben die Reifen durchaus ihre Berechtigung. Man sehe sich an, was in der Bridgestone-only-Zeit los war: JEDER Fahrer hat (aufgrund der weich-hart-Regel), genau einmal gestoppt, damit hatte es sich dann, es wurde wenig bis gar nicht überholt, Spannung kam nur über Ausfälle. Da bin ich doch mit dem heutigen System deutlich zufriedener. Spannung durch taktische Spielchen muss in der Formel 1 nunmal dazugehören, um die Rennen spannend zu machen (will man auf Einheitsteile verzichten, um die Autos dadurch speedtechnisch näher zusammenzubringen). Die Alternative ist, Tankstopps wieder einzuführen, das wurde aber aus sichheitstechnischen Gründen auf Eis gelegt. Folge: Entweder man akzeptiert die Pirelli-Pneus, wie sie sind, oder man schafft sie ab und akzeptiert die Rückkehr zu so langweiligen Rennen wie in der pre-Pirelli-Zeit (nachdem Tankstopps abgeschafft wurden, versteht sich).
Anmerkung: Wer glaubt, dass ein Wettbewerb der Reifenhersteller alle Probleme löst, schaue sich mal bitte das Indianapolis-Rennen 2005 an...

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solomnia 24.08.2015, 16:09
32. ...strategische Komponente

Zitat von moev
Wieso? Gehört der Reifen nicht zum Auto? Der Sport ist um eine strategische Komponente ärmer geworden. Wieso nicht gleich alle ins Einheitsauto? Dann kommt es wirklich nahezu ausschließlich auf den besten Fahrer an
Das ist ja mal eine hervorragende Idee von Ihnen die Formel 1 in ein "Einheitsauto" zu stecken. Dann sorgen Sie bitte auch dafür, dass die Formel 1 ohne das Budget von Mercedes, Ferrari, RedBull und McLaren noch funktioniert!
....selten so gelacht über eine neue strategische Komponente!
Und logisch gehört der Reifen zum Auto, aber er darf auf keinen Fall die beherrschende Komponente sein!

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moev 24.08.2015, 16:18
33.

Zitat von solomnia
Und logisch gehört der Reifen zum Auto, aber er darf auf keinen Fall die beherrschende Komponente sein!
Wieso? Ob Motor, Aerodynamik, etc. wo ist da der Unterschied zur Bereifung?

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derkanzler 24.08.2015, 16:34
34. War

Nicht vor ein paar Jahren auch noch Bridgestone in der Formel 1 tätig? Dürfen die da keine Reifen mehr anbieten oder haben die sich freiwillig zurückgezogen?

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solomnia 24.08.2015, 16:58
35. Emotionalität

Zitat von moev
Wieso? Ob Motor, Aerodynamik, etc. wo ist da der Unterschied zur Bereifung?
Der wichtigste Grund ist die Emotionalität: Motor, Aerodynamik/Design, Fahrer und selbstredend auch die Marke sind "emotionale Faktoren"... die Reifen nicht! Oder saßen Sie in den Jahren von Bridgestone und Michelin mit einer Michelin-Fahne auf dem Sofa zuhause und Auto und Fahrer waren Ihnen egal?
Außerdem hat man dies - einen Reifen-Wettbewerb - über Jahre in der Formel 1 ausprobiert. Das Ergebnis war niederschmetternd (bitte dazu sich eben die Historie mit Bridgestone und Michelin anschauen).
Fakt ist: Bei Abnutzung des Reifens muss dieser langsamer werden; aber er darf einem nicht bei Tempo 300 um die Ohren fliegen.

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Volksverretter 24.08.2015, 17:04
36.

Zitat von DMenakker
.... Im übrigen. Wenn Pirelli sagt, die Reifen müssten 40 Runden halten, dann ist das eine Aussage. Ohne Einschränkung. Vettel ist ein Durchschnittsfahrer, kein Reifenfresser, aber auch kein Reifenflüsterer. Vettels Ärger ist also mehr als verständlich.
Und die sind alle immer schoen aus der Eau Rouge ueber die Kerbs geschrubbt. Leichte links, der rechte hintere schoen unter Last.
Ich wage mal zu behaupten, wenn die Fahrer sich mal auf den Bereich, der schwarz ist, beschraenken wuerden, statt dauern ueber rot/weiss rueberzuhoppeln, halten die Reifen gleich etwas laenger.

@athene noctua
Die 40 Runden war auf diesen Kurs berechnet, ~280km
Wuerde sonst in Monaco sonst ja nur fuer 50% plus 1 Runde reichen (z.B.)

Solange nichts festgestellt und kundgetan wird, woran der Reifen verstarb, bei Rosberg war es ja wohl offiziell eine Schnitt'wunde', ist Vettels Aerger verstaendlich. Und Pirellis Verteidigung auch.
Ob nun allerdings, nach so einem Angriff, noch etwas anderes rauskommen kann, wo alles in Pirellis Haenden ist?

Ausser das es in die Reifenproduktion fuer die naechsten Rennen einfliesen koennte, stillschweigend. Wenn was an der Konstruktion, ausser Ballonreifen halt, schuld war.

Leute, entledigt euch der 13 Zoeller, nehmt 19 oder 20 Zoll Felgen. Und schwups, mit den Problemen fuer Bremsen, Querlenkern, ect.pp, koennte die naechste Season ne etwas interessantere werden. Obwohl ich natuerlich annehme, das die 'reichen' Teams das schneller zum Funktionieren bringen, als die Kleinen.
Wie beim Motor auch.

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ricki1 24.08.2015, 18:09
37. Reifen doch absichtlich schlecht

Man darf hier nicht Pirelli die Schuld in die Schuhe schieben, denn die würden auch viel lieber bessere Reifen (für die Formel 1) produzieren, aber sollen es ja nicht, damit das Rennen spannender wird. Solche Reifenplatzer und Unfälle sind ja gerade die Spannung beim im Kreis fahren, aber sollten eigtl. nichts mit echten Rennen und Können der Fahrer zu tun haben. Dennoch ist es wohl sehr teuer, wenn zwei konkurrierende Reifenhersteller tatsächlich gute und teure Reifen herstellen und sich die Teams auf einen Reifenpartner festlegen müssten (früher gab es ja noch Michelin im Wettbewerb der Formel 1). Jetzt ist es fast schon geschäftsschädigend, wenn Pirelli immer weiter so schlechte Reifen produzieren muß, die schnell abbauen und nicht mal eine halbe Rennstrecke halten sollen. Jeder Reifenhersteller kann das besser, aber es wird ja ein möglichst schlechter Reifen für die Strategie verlangt. Vermutlich ist die Formel 1 doch am Ende, weil der Schwachsinn mit Bremsenergierückgewinnung seit Jahren nur Defekte produziert. Bei deutschen PKWs wird z.B. auch immer fragwürdig und nur theoretisch ein halber Liter dadurch eingespart, aber das ist wohl Theorie, kostet viel Geld und Gewicht. Es wäre vielleicht einmal toll, ein echtes Rennen in die Formel 1 reinzubringen, ohne Funk, Reifenstrategie und Elektromotorschmarrn.

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sarkosy 24.08.2015, 18:16
38. Pirelli-Reifen

waren noch nie das Gelbe vom Ei und das seit vielen Jahrzehnten;auf dem Markt für Normalautos werden sie ja auch eher im Niedrigpreissektor gehandelt !Es wäre interessant zu wissen,wer und nach welchen Kriterien Pirelli -Reifen für die Formel 1 selektiert wurden.FIFA und Olympisches Komitee sind ja keine Einzelgänger oder Selbstläufer.Man muss schon wirklich dumm sein,Geld für gigantische Sportereignisse mit bezahlten Teilnehmern auszugeben.

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tsaag 24.08.2015, 19:12
39. Vettel ist ein schlechter Verlierer

Er hat wieder einmal taktiert und hat dabei verloren. Leider ist er nicht Mann genug um zu seiner falschen Entscheidung zu stehen. Er sucht lieber sein Heil in Schuldzuweisungen an Pirelli. Dumm nur dass der Reifenhersteller zuvor eine 2 oder gar 3 Stop-Strategie empfohlen hat. Dumm nur, dass die anderen sich daran gehalten haben - und gut über die Runden gekommen sind.

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