Forum: Sport
Formel 1: Pirelli kontert Vettel-Kritik
REUTERS

Pirelli wirft Ferrari vor, selbst für Sebastian Vettels Ausscheiden in Spa verantwortlich zu sein. Der Deutsche hatte dem Hersteller zuvor die Schuld an dem Reifenplatzer gegeben.

Seite 5 von 7
freddygrant 24.08.2015, 19:12
40. Ja, mir scheint ...

... eher, dass Vettel Ursache und Wirkung verwechselt.
Alle anderen F1-Fahrer wussten um das Risiko der Haltbarkeit der Pneus. Alle haben rechtzeitig und ein mal öfters als Vettel gewechselt. Als Erwachsener und erfahrener Pilot weiß Vettel genau, dass er gezockt - oder besser sich verzockt - hat. Wenn dem so ist, sollte er auch wissen auf welche Art und Weise im die Firma sein Verhalten und Äuüerungen danken wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KarlSchaffert 24.08.2015, 19:16
41. Wie viele Runden ?

Ich werde erst wieder Pirelli-Reifen fahren, wenn man mir mitteilt, wieviel Kilometer ich mit einem Satz Reifen fahren kann ! Daß Lauda mit seiner Kritik an Vettel Rosberg ebenfalls grundlos kritisiert (vielleicht ist er ja zu schnell gefahren ?) ist für mich nicht nachvollziehbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dont_think 24.08.2015, 19:31
42.

Wenn die Jungs zu feige sind, sich echten Rennbedingungen zu stellen, sollten sie mir Rasenmähermotoren in der Seifenkiste fahren!
Mit einer "Königsklasse" hat das jedenfalls nichts mehr zu tun.
Jeder Tour-de-France-Teilnehmer nimmt ein höheres Risiko, und ich habe noch keinen Radprofi heulen gesehen.
Davon abgesehen: die Radsportler tun tatsächlich etwas für ihr Geld, da ist der Körper der Motor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
niska 24.08.2015, 19:42
43.

Zitat von Bueckstueck
Wenn die Reifen grundsätzlich 40 Runden halten sollen, also sich die Lauffläche nicht bei 300km/h explosionsartig von der Karkasse löst, dann darf das, was man da so schön in bewegten Bildern gesehen hat, nicht nach 27 Runden passieren. Basta. Das der Reifen nicht mehr top gearbeitet hat, sah man an den Rundenzeiten, aber er war noch gut genug, sodass Vettel den ansich schnelleren Grosjean vergleichsweise gut hinter sich halten konnte. Wenn dann der Reifen einfach so auseinanderfällt, dann kann sich der Hersteller nicht wie beim Platzer von Rosberg zuvor, mit der Standardausrede herausreden sondern muss beweisen was er da behauptet. Schon alleine wegen Pirellis fragwürdiger Historie bezüglich Reifenplatzern...
Genau. Die Reifen waren bei Vettel im gelben Bereich (bei Nico nichtmal das). Und der gelbe Bereich in dem der Reifen sich noch sicher fahren lässt aber langsam schlechter wird, ist genau der, der Strategien erst zulässt.
Pirelli bietet nun Reifen, die von Grün direkt in dunkelrot bisch Schwarz wechseln.
Logische Konsequenz um das Leben der Fahrer zu schützen wäre dann Pflichtboxenstopps für alle in einer bestimmten Runde (22) oder in einem kleinen Rundenbereich (22-24) vorzuschreiben.
Das würde aber dem Rennen jegliche Spannung nehmen, da Strategien nicht mehr möglich wären.
Um zum Thema von Pirelli, dass der Vorschlag mit der Maximallebensdauer von 50% der Rennrunden abgelehnt wurde: Warum hat dann Pirelli nicht einfach selbst die Maximaldauer auf 50% angegeben. Als Hersteller dürfen die das. Stattdessen sagt man aus Werbegründen 40 Runden und schiebt den schwarzen Peter auf Bernie und die Teams und Fahrer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bermany 24.08.2015, 19:50
44. Kindisch

In der Formel 1 ist alles auf Hochleistungssport getrimmt. Die Autos, die Fahrer und eben auch die Reifen. Man fährt massiv am Limit, das ist den Fahrern nicht nur bewusst, sie werden dafür auch in Millionenhöhe entlohnt. Vettel sollte darüber mal Nachdenken, wenn er den nächsten Fototermin auf seiner Super-Luxusyacht hat. Oder: Wenn es ihm wirklich um Sicherheit geht, den Empfehlungen des Herstellers folgen. Alternative: Beim nächsten Rennen mit einem VW Käfer antreten. Der ist zwar nicht schnell aber rollt und rollt und rollt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
smsderfflinger 24.08.2015, 22:01
45. Zu # 20 @wollny21

Zitat von wolly21
Ist es nicht möglich für die Reifenindustrie, Renn-Reifen zu produzieren, welche die Renndistanz von rd. 300-350 km durchhalten? Möglichst auch in 2 Härtegraden? Und warum läßt man nicht Konkurrenz mit anderen Herstellern (Michelin, Bridgestone, Continental,.... zu ? Wenn im Reglement schon 2 unterschiedliche Härtegrade vorgeschrieben werden, warum schreibt nicht gleichzeitig auch unterschiedliche Hersteller im Rennen für jedes Team vor?
Ich denke schon, dass das möglich ist. Aber da das Reglement - zur Bespassung der Zuschauer durch Einbau einer Fehlerquelle - einen Reifenwechsel vorschreibt, ist es nicht nötig. Pirelli gibt für jeden Grand Prix zwei Reifentypen unterschiedlicher Härtegrade frei, und nur diese dürfen benutzt werden.
Ein Reifen, der eine oder 90% einer Renndistanz sicher durchhält, dürfte deutlich schwerer und langsamer sein, als die zur Zeit benutzten. Das würde m.E (bin kein Ingenieur) die Aufhängungen erheblich mehr belasten. Diese müssten als verstärkt werden, was wiederum das Wagengewicht erhöhen würde, was wiederum die stärkeren Motoren bevorteilen... etc.
Zitat:
"Und warum läßt man nicht Konkurrenz mit anderen Herstellern (Michelin, Bridgestone, Continental,.... zu ?"

Sie sind hier nicht der Einzige, der dies vorschlägt. Ich vermag allerdings keine Logik dahinter zu erkennen. Woher nehmen Sie die Zuversicht, dass durch die Konkurrenz mehrerer Reifenhersteller ausgerechnet die Haltbarkeit der Reifen gesteigert würde? Ist es nicht wahrscheinlicher, dass es dazu führen würde, dass die ihre Anstrengungen auf bessere Haftung, und damit noch höhere Kurvengeschwindigkeiten ausrichten? Das würde wiederum...Siehe oben.
D

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nasenrübe 24.08.2015, 23:00
46.

Zitat von deus-Lo-vult
Berufsrisiko. Und dieses Risiko wird auch noch fürstlich entlohnt!
Nicht zu fassen, welche charakterlichen Abgründe der widerwärtige Sozialneid auftut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nasenrübe 24.08.2015, 23:08
47.

Zitat von chavezding
Pirelli macht sich lächerlich. Der Reifen hält unter den Bedingungen 22 Runden. Und danach platzt er einfach oder wie? An Unfähigkeit kaum zu überbieten.
Genau das ist der Punkt: es war ja gewünscht, daß ein Reifen langsamer wird, wenn die Standzeit überschritten ist. Das war die Forderung der FIA, um die Rennen durch mehr Reifenwechsel abwechslungsreicher und attraktiver zu machen, und diese Forderung hat Pirelli dann ja auch folgerichtig korrekt umgesetzt.

Was aber trotzdem unter keinen Umständen passieren darf, ist, daß ein Reifen dann einfach platzt, nur weil er 20 oder 30% über die berechnete Standzeit hinaus oder besonders intensiv genutzt worden ist. Wer derartige Reifen baut, spielt mit dem Leben der Fahrer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nasenrübe 24.08.2015, 23:16
48.

Zitat von wolly21
für die Reifenindustrie, Renn-Reifen zu produzieren, welche die Renndistanz von rd. 300-350 km durchhalten? Möglichst auch in 2 Härtegraden? Und warum läßt man nicht Konkurrenz mit anderen Herstellern (Michelin, Bridgestone, Continental,.... zu ?
Zur ersten Frage: doch, das ist möglich, aber von der FIA ganz ausdrücklich nicht gewünscht. Die Reifen sollen nach FIA-Vorstellungen nach einer gewissen Dauer und Belastung stark abbauen, um die Fahrer zu zwingen, mit ihrer Bereifung ordentlich zu haushalten. Das ging in die gleiche Richtung wie die Spritverbrauchs-Regularien, mit denen die Fahrer gezwungen werden sollten, mit ihrem Kraftstoff zu haushalten.

Zur zweiten Frage: man hatte diese Konkurrenz ja lange Zeit, bis der vorletzte Hersteller Bridgestone angeblich aus Kosten-, in Wahrheit aber wohl auch aus Marketing- und Prestigegründen ausgestiegen ist. Bridgestone hat nämlich keinen Reifen bauen wollen, der nach ein paar Runden schon ausgelutscht ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frenchhornplayer85 24.08.2015, 23:55
49.

einige hier scheinen nicht zu verstehe warum sich vettel eigentlich aufregt!
der reifen hat null anzeichen gegeben, die auf eine überschreitung der lebensdauer hindeuteten. die zeiten blieben konstant, man es gab keine probleme bei traktion und grip.
ergo war der reifen auch nicht über dem limit. und wenn er das nicht war ist ein plötzlicher platzer eben eine sache schlechter qualität!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 7