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Formel 1: War Bianchis Unfall wirklich nur eine Verkettung unglücklicher Umstände?
DPA

Der Unfall des Franzosen Jules Bianchi in Suzuka hat die Formel 1 geschockt. Erstmals seit 20 Jahren hat es wieder ein so schweres Unglück gegeben. Hätte man es verhindern können? Die wichtigsten Antworten.

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Crossi71 06.10.2014, 13:08
1. Akzeptiert das Unglück

Ich finde es heuchlerisch, nun einen Schuldigen zu suchen. Vor allem die Aussage von Herrn Massa finde ich lächerlich, wenn zu viel Wasser auf der Strecke war, warum hat sich dann niemand Regenreifen geholt? Warum war Bianchi trotz doppelter Gelber Flagge zu schnell? Man sollte es als Unglück akzeptieren und Bianchi und seiner ganzen Familie fest die Daumen drücken. Besserwisser sind jetzt echt fehl am Platz.

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quezac 06.10.2014, 13:16
2. Das Murphy Prinzip

Die Sicherheit in der Formel 1 ist in allen Bereichen kontinuierlich erhöht worden. Das an einer gefährlichen Stelle gleich zwei Autos nacheinander die Strecke verlassen könnten, wurde wohl so nicht einkalkuliert. Wenn diese Wahrscheinlichkeit ins Kalkül bezogen wäre, hätte man sicher eine technische Lösung gefunden, die Folgen eines solchen Unfalls zu mildern:
Das Bergefahrzeug sollte mit einem Unterfahrschutz ausgerüstet werden-
Das ist seit Jahren bei sämtlichen LKW auf unseren Straßen pflicht.

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ekel-alfred 06.10.2014, 13:18
3. Motorsport is dangerous!

Zunächst einmal bin ich froh, dass kein Streckenposten verletzt oder gar getötet wurde! Diese Leute machen ihre Arbeit ehrenamtlich (geringe Aufwandentschädigung). Ohne diese Leute wären solche Events nicht durchführbar!

Ein F1 Fahrer weiß um das Risiko, wenn er ins Cockpit steigt. Viele von denen verdienen damit sogar eine Menge Geld.

Dieser Unfall hätte sicher nicht verhindert werden können, außer der Abschlepper hätte dort nicht mehr gestanden.

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svempa 06.10.2014, 13:21
4. Safety Car

Das Safety Car setzt sich an die Spitze des Feldes umd startet von der Box. Alle Fahrzeuge vor dem Safety Car fahren also mit recht hoher Geschwindigkeit, bis sie dann hinter dem Safety Car eingebremst werden. Man muesste mal schauen, wo Bianchi war, wenn das Safety Car herausgekommen wäre. Unter Umständen hätte dies gar nichts geändert.

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juergen.albrink 06.10.2014, 13:23
5. Schuldfrage!

Nachdem Sutil`s Auto von der Fahrbahn gerutscht war, gab es keine Veranlassung, das Safety-Car rauszuschicken. Er blockierte nicht die Strecke und es lagen keine Trümmer auf der Fahrbahn. Vor der Unfallstelle werden die Fahrer mit grellen gelben Blitzern vor der Gefahr gewarnt. Wenn Bianci trotzdem meint, dass er an dieser Stelle Vollgas geben muss, dann ist er selber schuld.

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uzsjgb 06.10.2014, 13:26
6.

Zitat von Crossi71
Vor allem die Aussage von Herrn Massa finde ich lächerlich, wenn zu viel Wasser auf der Strecke war, warum hat sich dann niemand Regenreifen geholt?
Es waren zu diesem Zeitpunkt insgesamt 7 Fahrer mit Regenreifen unterwegs. Massa selber allerdings nicht.

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TICKundTOOF 06.10.2014, 13:44
7. Kluge Worte

Aber dennoch falsch. Hinterher kann man immer dumme Kommentare geben.
Schon am Anfang des Rennens flog jemand in der Kurve ab. Schon Anfang des Rennens, als es noch geschifft hat, meinte u.a. Hamilton, dass er schon auf Intermediates fahren will als vorne das Safety Car noch fuhr (hat dann aber als letzter darauf gewechselt!). Und Massa - wenn es so gefährlich gewesen wäre, dann hätte er halt in die Box fahren sollen. Aber so viel Eier hatte wohl nur Niki Lauda - so unsympathisch er auch sein mag - und schenkte damit sogar die WM einem Konkurrenten. Die Fahrer, die da laut ins Mikro brüllen, sind zu 99% nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Wenn ein Massa oder Hamilton ein Vorteil für sich oder das Team sehen, dann ist die Strecke wahlweise trocken oder unbefahrbar! Lediglich Vettel meinte anfangs, dass er bei 80 Aquaplaning hat.
Und bis jetzt ist ein technischer Defekt noch nicht ausgeschlossen. Bei dem vielen Wasser kann es schon mal einen Kurzen geben und wenn die Elektronik oder der Motor ausfällt, irgendwas bricht oder ein Reifen platzt, dann hift alles nichts mehr.
Dem Fahrer kann man nur alles Gute wünschen, aber den Bildern nach zu urteilen hat der hintere Teil des Helms gefehlt bzw. war im desaströsen Zustand.
Wichtig ist nur für die Zukunft zu lernen. In der DTM wird wegen jeder Mücke auf der Windschutzscheibe ein Safety Car herausgeholt, was nicht verkehrt ist.Vermutlich wird sich so ein Unfall nie wieder ereignen, dennoch wird die Formel 1 daraus so viel lernen, dass selbst ähnliche Unfälle in Zukunft nicht so tragisch enden werden.
Und dass die Formel 1 gefährlich sein kann wissen alle, auch die Fahrer. Wie man leider bei Schumacher gesehen hat braucht es aber nicht Tempo 350 und eine Mauer um sein Leben in die Hände von Gehirnchirurgen legen zu müssen.

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uzsjgb 06.10.2014, 13:44
8.

Zitat von quezac
Das Bergefahrzeug sollte mit einem Unterfahrschutz ausgerüstet werden.
Und die Streckenposten, die auf der Strecke arbeiten, auch dick in Watte packen? Denn Bianchi hätte auch diese erwischen können.

Nein, die einzige Lösung ist zu verhindern, dass ein Auto unter gelben Flaggen von der Strecke fliegt. Und der einzige Weg dahin ist die Vernunft der Fahrer. Andere Möglichkeiten gibt es nicht oder sie würden den Sport völlig zerstören.

In Suzuka wurden am Wochenende mehrfach Autos per Bergefahrzeug geborgen, während der Betrieb auf der Strecke weiterlief. Wie in unzähligen Rennen vorher auch. Hier immer ein Safety-Car rauszuschicken ist keine Lösung. Vor allem, weil es meistens 1-2 Runden dauert, bis alle Fahrer eingesammelt sind und die Fahrer bis dahin auch so schnell fahren können, wie sie wollen. Wer doppelt geschwenkte gelbe Fahnen ignoriert, der wird vielleicht auch seine Geschwindigkeit hinter dem Safety-Car nicht umbedingt verringern.

Aber jetzt bricht eine völlig unnötige Diskussion los, symptomatisch dafür ist dieser Artikel. Schlecht informiert wird nach einem Schuldigen gesucht. Krampfhaft wird versucht jemanden einen Strick zu drehen. Und es werden Lösungen gesucht, welche den Fahrern noch mehr Verantwortung entziehen.

Aber ehrlich gesagt, die Fahrer waren alle vor der Gefahrensituation gewarnt, sowohl durch die geschwenkten Fahnen der Streckenposten, als auch durch die Warnleuchten im Cockpit. Bianchi selber hatte die Unfallstelle bereits einmal passiert. Wenn er dann trotzdem die Entscheidung trifft am Limit an der Unfallstelle vorbeizufahren, entgegen der Regeln und jeglicher Vernunft, dann ist das seine ganz eigene persönliche Entscheidung.

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henryb_de 06.10.2014, 13:59
9. Schlimme Unfälle ...

gabe es auch auft genug noch nach 1994. Auch wenn dort keine Fahrer starben.

Es starben Streckenposten durch herumfliegenden Reifen. Schuhmacher hatte 1999 eine schlimmen Crash in Silverstone. Kubika (Schreibw.) in Kanada usw.

Es ist zynisch, hier nur auf Fahrer und und Tote unter ihnen zu schauen.

Und wie der Schreiberling zu der Aussage kommt, die Indy-Car-Serie sei unterklassig? (Vielleicht aus europäischer Sicht?) Villeneuve kam wohl von da und wurde recht schnell Weltmeister.

Viele Grüße

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