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Frankfurt-Sportchef beklagt Transferpolitik englischer Klubs: Kauft England der Bunde
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"20 Millionen für Spieler, die dann irgendwo im Kader stehen" - Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner ärgert sich über das viele Geld der englischen Vereine und sieht die Bundesliga vor einem Ausverkauf. Stimmt das?

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volkerrachow 14.08.2018, 13:50
1. Das Problem sind die Berater, nicht die Ablösesummen

Die Sklavenhändler, Berater genannt, sind das Problem. Sie sorgten und sorgen dafür, daß Spieler permanent wechseln und die Verträge nichts gelten. Und sei der Wechsel für den Spieler noch so unsinnig. Wenn der moderne Sklavenhandel eingedämmt würde, würde sich vieles andere auch erledigen bzw. auf ein normales Maß reduzieren. Aber dafür halten in dem Bereich zu viele die Hände auf.

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kub.os 14.08.2018, 13:54
2. Solange...

...in England solch aberwitzige Summen gezahlt werden, ist die Schraube in Deutschland noch nicht überdreht. Ein wenig Demut würde weiterhelfen. Unsere Europameister in der Leichtathletik müssen mit 1.500 Euro/Mo. auskommen. Wird irgendwie verdrängt oder vergessen.

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misterknowitall2 14.08.2018, 13:54
3. Ist doch super!

Endlich können die Vereine der BL noch mehr Geld abschöpfen und damit tolle Dinge tun. Wenn sie jetzt hier die Manager beschweren, wollen sie eigentlich sagen, dass mehr Geld vom TV (oder sonst wem) haben wollen. Die Wahrheit ist doch, dass jeder Fußballer ersetzbar ist. Ab mit den Stars nach England und hier wieder junge Talente nach vorne bringen. Finde ich gar nicht so blöd. Auf die CL können wir gerne verzichten, ist eh reserviert für 6-8 Vereine, die aufgrund des Modus immer nach vorne kommen.

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pariah_aflame 14.08.2018, 14:14
4. Recht hat Hübner

Man muss schon sehr blauäugig sein, um Hübner nicht zuzustimmen. Die Qualität geht nach zum großen Teil in die PL nach England. Das ist natürlich kein von heute auf morgen, sondern ein langfristiges Ausbluten der Bundesliga und anderer Ligen in Europa.

Unter den 25 Vereinen, die im Sommer 2018 in Europa am meisten ausgegeben haben, sind 12 Vereine aus der PL. Da macht tatsächlich eher die Masse den Schaden, denn wenn schon so namhafte Vereine wie der FC Fulham nahezu 110 Millionen Euro ausgeben können, wird klar, dass die BL langfristig nur zweitklassig sein wird - wenn sich die Einnahmenseite nicht gravierend verbessert.

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jowitt 14.08.2018, 14:26
5. @ volkerrachow heute, 13:50 Uhr

Zitat von volkerrachow
Die Sklavenhändler, Berater genannt, sind das Problem. Sie sorgten und sorgen dafür, daß Spieler permanent wechseln und die Verträge nichts gelten. Und sei der Wechsel für den Spieler noch so unsinnig. Wenn der moderne Sklavenhandel eingedämmt würde, würde sich vieles andere auch erledigen bzw. auf ein normales Maß reduzieren. Aber dafür halten in dem Bereich zu viele die Hände auf.
Es mag ja sein, dass Berater auch einen gewissen Einfluß auf die Transfers haben, sie und diese Praxis allerdings "Sklavenhalterei" zu nennen ist schon eine zynische Verharmlosung von echter Sklavenhalterei:

1. : Nenenn Sie mir einen Sklaven, der sich seine Halter selbst aussucht. Die Spieler können jederzeit ihre Berater wechseln.

2.: Nennen Sie mir einen Sklaven, der Millionen verdient.

Soplche sprachlichen Übertreibungen sind leider heute gang und gäbe und tragen in unsäglicher Weise zur Verrohung unserer Sprache bei.

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jowitt 14.08.2018, 14:30
6. @kub.os Heute, 13:54

Zitat von kub.os
...in England solch aberwitzige Summen gezahlt werden, ist die Schraube in Deutschland noch nicht überdreht. Ein wenig Demut würde weiterhelfen. Unsere Europameister in der Leichtathletik müssen mit 1.500 Euro/Mo. auskommen. Wird irgendwie verdrängt oder vergessen.
Sie können nunmal mit Leichtathletik keine Millionen verdienen. Dazu müssten hunderttausende Woche für Woche zu Leichtathletikwettbewerben in die Stadien strömen und die Einschaltquoten bei Übertragungen müssten ähnlich hoch sein wie im Fussball.

Wer soll denn unseren Leichtathleten mehr Geld geben? Wollen Sie noch mehr Steuergeld für so etwas ausgeben?

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troy_mcclure 14.08.2018, 14:46
7. Scheinheilig

Und was genau macht Frankfurt (und nicht nur die) anders?
Man muss es sich doch vorstellen wie eine Nahrungskette, und Frankfurt kauft halt dann bspw. einen Verteidiger aus der zweiten französischen Liga oder einen Torwart aus der dänischen Liga.

Beklagt sich da jemand? Nein.

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Oihme 14.08.2018, 15:29
8. Ausverkauf der Bundesliga?

Letztendlich eine übertriebene Sorge!
Die PL mag zwar mehr Geld haben, aber auch in den englischen Klubs dürfen pro Team bekanntlich immer nur 11 Spieler gleichzeitig aufs Feld. Und gute Spieler, die in England auf der Bank versauern, gehen oft schnell wieder die umgekehrte Richtung. In letzter Zeit auch verstärkt junge, englische Talente.

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ziehenimbein 14.08.2018, 15:50
9. Was macht die Bundesliga denn anders?

Die deutschen Vereine kaufen ihre Spieler doch auch woanders ein, nur halt nicht in England, Spanien oder Italien. Ich sehe da keinen Unterschied. Im Gegenteil, die deutschen Vereine können dadurch doch ordentlich viel Geld einstreichen, für Spieler die sie selber günstig eingekauft haben. Dass es im Fußball nur ums Geld geht, ist doch allgemein akzeptiert. Wieso sonst kann es eine Weltmeisterschaft im Katar geben, einem Land was wahrscheinlich weniger einheimische Fußballspieler hat, wie Luxemburg.

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