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Frankfurt-Sportchef beklagt Transferpolitik englischer Klubs: Kauft England der Bunde
DPA

"20 Millionen für Spieler, die dann irgendwo im Kader stehen" - Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner ärgert sich über das viele Geld der englischen Vereine und sieht die Bundesliga vor einem Ausverkauf. Stimmt das?

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andromeda793624 14.08.2018, 17:56
20.

Zitat von ayee
Es geht nicht darum, wieviel Geld man ausgibt, sondern, wie gut man arbeitet bzw. was man daraus macht. Wenn die englischen Vereine mit Geld um sich werfen, aber gleichzeitig im europäischen Ranking nicht so viel davon zu sehen ist, dann machen sie was falsch. Wenn sie Geld nach Deutschland pumpen und die deutschen Vereine besser arbeiten bzw. mehr aus dem Geld machen, dann ist das ein purer Grund zur Freude. Die englischen Fans subventionieren damit praktisch die deutschen Vereine. Der einzige, der keinen Grund zur Freude hat, ist folglich der englische Fußballfan.
Im Ranking ist die PL klar vor der BL! Das Problem der deutschen Klubs ist die hohe Fluktuation. Das bedeutet langfristig,dass man International den Anschluss verliert und Bayern immer DM wird. Da die Bajuwaren die einzigen sind,die langfristig mit ihren Spielern arbeiten können. BVB und Co droht daher der "Dauerumbruch". Sportlich keine gute Sache!

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Oihme 14.08.2018, 18:17
21. Dauerumbruch

Zitat von andromeda793624
Das Problem der deutschen Klubs ist die hohe Fluktuation. Das bedeutet langfristig,dass man International den Anschluss verliert und Bayern immer DM wird. Da die Bajuwaren die einzigen sind,die langfristig mit ihren Spielern arbeiten können. BVB und Co droht daher der "Dauerumbruch".
Nüchtern betrachtet ist das weitgehende Fehlen der für die PL interessanten, jüngeren Spitzenspieler und das vergleichsweise hohe Fußballalter der Leistungsträger der einzige Umstand, der es dem FC Bayern momentan noch erlaubt, längerfristig mit seinen Spielern zu arbeiten.
Sollten Spieler wie Gnabry, Goretzka und andere tatsächlich den internationalen Durchbruch schaffen, wird es auch für den FC Bayern sehr schwer sein, diese zu halten.

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Blindman68 14.08.2018, 18:46
22. ist doch offen sichtlich, dass

die BL insgesamt, im sportlichen Vergleich, immer weiter hinterher hinkt. Die 5-Jahreswertung der UEFA spiegelt Das wohl schon am Eindeutigsten wider. Die Liste an wechselwilligen Spielern aus der BL ist durchaus größer, als die im Artikel genannten paar Beispiele. Natürlich werden nicht Alle Spieler gen England ziehen, aber die Liga insgesamt wird weiter an Attraktivität einbüßen, je mehr andere Top-Ligen investieren können. Mein Interesse an der BL sinkt jedenfalls seit Jahren, da man als zahlender Zuschauer, viel zu wenig Niveau präsentiert bekommt. Bei mir läuft deswegen seit Beginn des Jahres nur noch DAZN statt Sky. Da stimmt einfach das P/L-Verhältnis.

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tingeltangel-bob 14.08.2018, 18:47
23.

Zitat von pariah_aflame
Man muss schon sehr blauäugig sein, um Hübner nicht zuzustimmen. Die Qualität geht nach zum großen Teil in die PL nach England. Das ist natürlich kein von heute auf morgen, sondern ein langfristiges Ausbluten der Bundesliga und anderer Ligen in Europa. Unter den 25 Vereinen, die im Sommer 2018 in Europa am meisten ausgegeben haben, sind 12 Vereine aus der PL. Da macht tatsächlich eher die Masse den Schaden, denn wenn schon so namhafte Vereine wie der FC Fulham nahezu 110 Millionen Euro ausgeben können, wird klar, dass die BL langfristig nur zweitklassig sein wird - wenn sich die Einnahmenseite nicht gravierend verbessert.
Jaja...Die böse Premier League. Das kann man alles auch von ´ner anderen Seite sehen: solange Bayern mit schöner Regelmäßigkeit anderen Bundesligavereinen die besten Spieler wegkauft (teils ohne die Spieler wirklich zu brauchen) jeden Wettbewerb an der Spitze damit verhindert und sich deren Spieler dann lustlos über den x-ten Meistertitel in Folge (mit Minimum 15 Punkten Vorsprung) freuen: wo sollen da mehr Fernsehgelder herkommen? Wer würde denn bitte ca. EUR 55.00/Monat (das sind in etwa die Kosten, die ein Sky-Abo in England kostet) dafür bezahlen, die Spannung im Abstiegskampf mitverfolgen zu können? Mal abgesehen davon, dass es zunehmend schwieriger wird gute Spieler aus dem Ausland in die BL zu lotsen und damit auch das internationale Interesse nachlässt. Solange der FCB sich hier nicht ein wenig zurücknimmt und den anderen Vereinen ein wenig Platz zum Atmen gibt, wird diese Liga in zwei, drei Jahren auf dem Niveau der niederländischen Liga sein.

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andromeda793624 14.08.2018, 18:58
24.

Zitat von Oihme
Nüchtern betrachtet ist das weitgehende Fehlen der für die PL interessanten, jüngeren Spitzenspieler und das vergleichsweise hohe Fußballalter der Leistungsträger der einzige Umstand, der es dem FC Bayern momentan noch erlaubt, längerfristig mit seinen Spielern zu arbeiten. Sollten Spieler wie Gnabry, Goretzka und andere tatsächlich den internationalen Durchbruch schaffen, wird es auch für den FC Bayern sehr schwer sein, diese zu halten.
Ach das können die schon schaffen! Bayern ist finanziell immer noch sehr potent und hat auch die Größe,die alle anderen Bundesligisten nicht haben.
Die Bayern sind schlau! Sollte Bayern mal ne schlechtere Saison spielen,dann werden sie die Geldschatulle öffnen und um die Gnabrys und Goretzkas(Falls sie den Durchbruch schaffen sollten) einen starken Kader aufbauen inkl. finanziellen Versüßungen.

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hjanko 14.08.2018, 19:47
25. Hallo, jetzt machen wir uns mal alle wieder etwas ......

..lockerer.

Die PL hat immense TV Gelder - wie lange noch nach einem Brexit? 55€ pro Monat sind viel Geld. Die Eintrittsgelder dort würde ich nicht zahlen (ich bin DK Inhaber Gegengerade seit 20 Jahren) Dazu wird es plötzlich auch schwierig mit Arbeitgenehmigungen. Nicht EU Profis müssen momentan ihren Wert nachweisen durch soundsoviele Berufungen in den Nationalkader ihres Landes. Nach dem Brexit kommt das auch für die EU Profis aufs Tablett. Un d um unsere internationale Leistungsfähigkeit mache ich mir weniger Sorgen, wer ist denn besser? Die PL etwas, LaLiga ist die beste Liga der Welt, Italien mit deren maroden Stadien und krimineller Fankultur und sinkenden Zuschauerzahlen? Frankreich mit den paar Zuschauern? Wenn gibt es denn noch?
Und wenn Fulham sein Geld über euraopa verstreut na und, die sind eh keine Konkurrenz bei den Europäischen Wettbewerben. Und wirklich ambitionierte Kicker bgehen nicht zu den PL - Mittelklasse Klubs, da sie dort keine Chance haben international zu spielen. Denn auch dort sind die ersten 6 Plätze quasi zementiert.
Mir ist die Bundesliga ohne so superduper Steuerhinterziehern wie Messi und Konsorten (Uli ist da ein kleines Lichtlein) lieber und mit der 50 +1 Regelung sind wir langfristig besser dran.

Ein paar Stellschrauben bei der Jugendförderung neu gestellt und wir werden wieder genug neue Profis bekommen um auch wieder Konkurrenzfähig zu sein.
Bringt das Plus an Geld mehr gute Spieler? Nein lediglich die Berater und die ganzen Schmarotzer rundherum haben eine Möglichkeit mehr den enfachen Leuten, die letztlich den Fußball finanzieren etc, das Geld aus der Tasche unach oben Umzuverteilen.

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juri_schlünz 14.08.2018, 19:58
26. Problem erkannt, die Lösung nicht

Hübner hat mit seiner Beobachtung natürlich Recht. Englische Vereine sind den Bundesligisten finanziell überlegen und in der Lage, die 'Stars' von allen Bundesligisten zu utopischen Preisen zu kaufen. Das ist m.M.n. aber kein Problem, weil die deutschen Vereine ja von den Ablösesummen profitieren. Es wird aber zu einem Problem, wenn diese Gelder schlecht verwendet werden. Damit meine ich, dass die Vereine das englische Modell eins zu eins kopieren und ihrerseits im Ausland 'wildern'. Die Premier League Vereine blockieren ihren mittlerweile sehr gut ausgebildeten Jugendspielern durch ihre Einkaufspolitik den Weg in die Spitze. Und das gleiche gilt nach aktuellem Stand der Dinge auch für die BL. Ausgerechnet Frankfurt hat Probleme, auf die Mindestzahl von Spielern mit deutschem Pass zu kommen. In Frankreich haben die Vereine die Probleme der Bundesligisten schon viel länger. Seit Jahrzehnten mussten die besten Spieler ins finanzstärkere Ausland (inkl. Bundesliga) abgegeben werden. Allerdings haben die französischen Vereine konsequent auf die eigene Ausbildung und die Durchlässigkeit in den Profibereich geachtet. Das Ergebnis ist eine Fülle von herausragenden französischen Fußballern und ein Weltmeistertitel.

D.h. der deutsche Fußball hat es selbst in der Hand. Ich behaupte, dass die BL nicht an Attraktivität verlieren würde, wenn Vereine wieder vermehrt auf regionale Talente und Identifikationsfiguren bauen würde. Solange die Zuschauer ins Stadion kommen, um ihren Verein zu unterstützen, bleibt eine Liga stimmungsvoll und attraktiv. Das hat weniger mit extrovertierten Starspielern zu tun. Natürlich kann man damit eher weniger Zuschauer in Fernost oder USA überzeugen, aber das ist mir persönlich auch egal. Für eine gute Ausbildung im Jugendbereich und vernünftige Gehälter sind die Vermarktungsmöglichkeiten in Deutschland absolut ausreichend. Und wenn die Spieler weg möchten, um mehr Geld zu verdienen, sollen sie gehen.

Und noch zwei Anmerkungen, die ich nirgends besonders geschmeidig einbinden konnte. Erstens, auch die wunderliche Sogwirkung der italienischen Liga hat steuerliche Gründe und ist nicht durch den schönen Fußball dort zu erklären. Junge Menschen und ihre Berater schauen einzig und allein aufs Geld und das muss man einfach aushalten und sie ihrer Wege gehen lassen. Aber man muss diesen Weg nicht mitgehen.
Zweitens, die vermeintlich ausbleibenden Effekte der Einkaufspolitik englischer Vereine an ihrem Abschneiden in der CL festzumachen ist falsch, sondern wieder durch finanzielle Anreize zu erklären. Relativ gesehen lässt sich für Bayern, Dortmund, Madrid, Sevilla usw. einfach viel mehr Geld in der CL oder der EL verdienen als in der heimischen Liga, weshalb ein gutes Abschneiden in internationalen Wettbewerben eine höhere Priorität genießt als bei englischen Vereinen. Hier passt der abgedroschene Pokal-Spruch "Der Pokal hat seine eigenen Gesetze", um zu erklären, warum Favoriten überraschend scheitern. Der DfB-Pokal hat genausowenig eigene Gesetze wie die intern. Wettbewerbe. Auch hier greifen finanzielle Anreize, die für unterklassige Vereine relativ gesehen ungleich höher sind als für den finanziell besser gestellten Favoriten

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andromeda793624 14.08.2018, 20:12
27.

Zitat von hjanko
..lockerer. Die PL hat immense TV Gelder - wie lange noch nach einem Brexit? 55€ pro Monat sind viel Geld. Die Eintrittsgelder dort würde ich nicht zahlen (ich bin DK Inhaber Gegengerade seit 20 Jahren) Dazu wird es plötzlich auch schwierig mit Arbeitgenehmigungen. Nicht EU Profis müssen momentan ihren Wert nachweisen durch soundsoviele Berufungen in den Nationalkader ihres Landes. Nach dem Brexit kommt das auch für die EU Profis aufs Tablett. Un d um unsere internationale Leistungsfähigkeit mache ich mir weniger Sorgen, wer ist denn besser? Die PL etwas, LaLiga ist die beste Liga der Welt, Italien mit deren maroden Stadien und krimineller Fankultur und sinkenden Zuschauerzahlen? Frankreich mit den paar Zuschauern? Wenn gibt es denn noch? Und wenn Fulham sein Geld über euraopa verstreut na und, die sind eh keine Konkurrenz bei den Europäischen Wettbewerben. Und wirklich ambitionierte Kicker bgehen nicht zu den PL - Mittelklasse Klubs, da sie dort keine Chance haben international zu spielen. Denn auch dort sind die ersten 6 Plätze quasi zementiert. Mir ist die Bundesliga ohne so superduper Steuerhinterziehern wie Messi und Konsorten (Uli ist da ein kleines Lichtlein) lieber und mit der 50 +1 Regelung sind wir langfristig besser dran. Ein paar Stellschrauben bei der Jugendförderung neu gestellt und wir werden wieder genug neue Profis bekommen um auch wieder Konkurrenzfähig zu sein. Bringt das Plus an Geld mehr gute Spieler? Nein lediglich die Berater und die ganzen Schmarotzer rundherum haben eine Möglichkeit mehr den enfachen Leuten, die letztlich den Fußball finanzieren etc, das Geld aus der Tasche unach oben Umzuverteilen.
Ob Brexit oder nicht! Die PL wird immer irgendeinen Weg finden. Es ist schließlich die traditionsreichste und bekannteste Liga der Welt. Ja klar in Italien sind die Stadien marode und es gibt den einen oder anderen brutalen Fan. Trotz alle dem würd ich schon sagen,dass die italienische Spitze mit Juve,Napoli,Roma und Inter doch besser ist als die in der Bundesliga. Zu dem machen 20000 Roma Fans mehr Stimmung als 80000 BVB-Fans. In Frankreich gibt s weniger Zuschauer,aber deren Nachwuchsarbeit ist besser als die in Deutschland und die Klubs werden immer stärker.
Natürlich bringt mehr Geld mehr gute Spieler. Denn dort wo das Geld ist,sind auch die Top-Spieler oder nicht?

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Marzus1 14.08.2018, 22:02
28. Ein sehr bescheidener Artikel von SPON...

...der versucht, Hübner zu widerlegen, indem völlig irrelevante Punkte aufgegriffen werden: ob nun die Spieler in England auf der Bank sitzen oder regelmässig zum Einsatz kommen, spielt doch gar keine Rolle. Genausowenig, ob die deutschen Vereine kurzfristig von den Ablösesummen aus England profitieren oder nicht. Der Punkt ist einfach, dass die Bundesliga für Top-Spieler zunehmend uninteressant wird, weil man sich die international üblichen Summen hier nicht leisten kann. Das kann man richtig finden oder nicht, aber in der Konsequenz wird die Bundesliga international immer schwächer, weil sie ausblutet. Man muss sich nur mal die internationalen "Erfolge" der Bundesligisten in den letzten Jahren anschauen. Die Bayern können als Letzte da noch halbwegs mithalten, aber auch das wird bald vorbei sein...

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andromeda793624 14.08.2018, 22:33
29.

Also Vereine wie Schalke haben doch vermehrt auf regionale Talente gesetzt. Was ist daraus geworden? Wie sollen regionale Talente zu Identifikationsfiguren werden,wenn sie nach 1-2 Jahren eh wieder weg sind? Ich gehe mit ihnen eine Wette ein! Wetten dass das Supertalent vom BVB Moukoko nie ein Bundesliga-Stadion als aktiver Profi von innen sehen wird(Okay EC-Wettbewerbe mal ausgeklammert)? Er wird eh bald weggekauft werden.
Also das mit den regionalen Identifikationsfiguren wird schon allein wegen des Marktes scheitern.Höchstens für Bayern ist dieses Modell machbar.
In Italien wurde nicht viel schlechterer Fußball als in der Bundesliga gespielt. Vor allem letzte Saison war der Fußball in der Buli nicht sehr ansehnlich. Dass Spieler nur wegen des Geldes und Steuern in die Serie A gehen,ist wohl eher eine Unterschätzung der immer noch vorhandenen Zugkraft der Großklubs dieser Liga. Vergessen wir nicht dass die Serie A mit Juventus,Milan und Inter gleich 3 Klubs haben,die sich vom Renommee nicht vor Bayern verstecken müssen. Noch immer kann ein Spieler mit Stolz das Trikot des AC Milan tragen,auch wenn die großen Zeiten vorbei sind.
So viele Großklubs hat die Bundesliga nicht aufzubieten.

Nun wenn die Wettbewerbe nur noch wegen des Geldes interessant sind,dann würde ja in Zukunft der Länderfußball wie WM und EM weit hinter dem Vereinsfußball zurückfallen. Wenn man auch noch bedenkt,wie unattraktiv die letzten beiden großen Turniere(EM 16 und WM 18) verlaufen sind und das mal mit den CL-Spielen vergleicht,dann muss man sich fragen ob man vielleicht doch auch in Deutschland in Zukunft mehr auf den Vereinsfußball setzen sollte. Sprich 50+1 abschaffen!

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