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Frankfurt-Sportchef beklagt Transferpolitik englischer Klubs: Kauft England der Bunde
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"20 Millionen für Spieler, die dann irgendwo im Kader stehen" - Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner ärgert sich über das viele Geld der englischen Vereine und sieht die Bundesliga vor einem Ausverkauf. Stimmt das?

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doppelnass 15.08.2018, 20:47
40. Puh

Zitat von Oihme
Sollten Spieler wie Gnabry, Goretzka und andere tatsächlich den internationalen Durchbruch schaffen, wird es auch für den FC Bayern sehr schwer sein, diese zu halten.
Das schreiben Sie seit Jahren, es trifft aber nie ein.

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Oihme 15.08.2018, 21:22
41. Abgesehen davon ...

Zitat von doppelnass
Das schreiben Sie seit Jahren, es trifft aber nie ein.
... dass sowohl Gnabry wie Goretzka erst seit dieser Saison das Bayern-Trikot tragen und somit solche Voraussagen meinerseits wohl kaum jahrealt sein können, hat Gnabry Vertrag bis 2020 und Goretzka bis 2022.
Vor 2019 bzw. 2021 werden wir die Frage, ob der FC Bayern - sollten sich beide oder wenigstens einer von ihnen in München durchsetzen! - ihn oder sie auch halten kann, somit kaum verbindlich beantworten können.

Das ist nun mal (Ausnahme Kimmich im März) völliges Neuland, welches der FC Bayern nach dem Neymar-Beben vom letzten Sommer hinsichtlich der Vertragsverlängerung mit jungen Spielern betritt.
Die Verträge etwa mit Alaba, Thiago, Süle und Tolisso wurden bekanntlich geschlossen, als noch niemand dreistellige Ablösesummen selbst für 19jährige für möglich hielt.

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Joinme66 16.08.2018, 09:30
42.

Zitat von neowave
Zunächst mal die Feststellung: Ein (nahezu) sachlicher Thread, den zu lesen durchaus Sinn macht - schön. Kommt so oft nicht vor. Zum Thema möchte ich zwei Dinge anmerken: Ich bin erstaunt, das hier niemand die Abschaffung der 50+1-Regel als vermeintliche Lösung in den Raum stellt. Gut so - würde, so wie ich das sehe, eh nur dazu führen, dass zwar alles teurer ( von den Karten bis zu Spieler-Kosten), aber nichts besser würde. Der Markt würde recht schnell dafür sorgen, das die gehabten (europäischen) Relationen wieder hergestellt werden. Und, damit wäre ich beim zweiten Punkt, einen Wettlauf insbesondere mit der englischen Liga können wir auf Sicht nicht gewinnen - eben weil nur wir deutsch sprechen, sonst kaum einer. Da ist das Commonwealth unaufholbar besser aufgestellt. Tendenziell gilt dies auch für den spanischen Sprachraum. Und, das insbesondere die Engländer Spieler unsere Spieler für teuer Geld kaufen - nur zu. Unsere Vereine werden das andererseits durchaus auch schätzen und auf Sicht zu nutzen wissen. Weiter gedacht: Eine englischesprachige, europäische Liga könnte in mehrfacher Hinsicht interessant sein, beispielsweise um das "Gefälle" in den einzelnen Ligen jeweils zu nivellieren.
An das mit den sprachlichen Vorteilen habe ich tatsächlich nur am Rande gedacht aber sie haben Recht. Ich sehe aber genau so positiv in die Zukunft. Ich sehe die allerdings auch darin das ich nicht glaube das für immer solche Summen in England bereit stehen werden. Klar die Welt spielt in Sachen Geld völlig verrückt. Aber geht es tatsächlich immer so weiter, dass Milliardäre, die nicht mehr wissen wohin mit der Kohle, als Steckenpferd einen englischen Verein deswegen unterstützen?
Mir fallen jetzt so 5 Vereine ein die ca. eine halbe Milliarde Euro in den letzten Jahren investiert haben und herausgekommen ist mehr oder minder wenig. Die eigentlichen englischen Fans können sich die Karten langsam nicht mehr leisten, die Stimmung in den Stadien lässt durch Fußballtouristen merklich nach.
Man stelle sich vor dem Investor geht doch mal wieder ein Licht auf, das auch mal was dabei rüberkommen muss und sportliches Image schon auch mal positiv sein sollte und kündigt bestehende Verträge auf. Vermutlich können durch die anderen Einnahmen nicht einmal 3 Stammspieler bezahlt werden. Da ist dann die Frage: geh ich nicht dorthin wo mein Gehalt sicher ist. Es kann im Grunde nicht immer so weiter gehen. Dies widerspricht jeglicher Wirtschaftslehre.
Vielleicht dauerte 10 Jahre oder 20. Irgendwann bricht der Krug. Und dann werden Vereine die seriös gearbeitet haben, wieder kommen.

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