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Fußball-Bundesliga: Hoffenheim macht Millionenminus
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In der vergangenen Saison wäre 1899 Hoffenheim beinahe aus der Bundesliga abgestiegen. Außerdem leistete sich der Club teure Einkäufe. Das Ergebnis: ein Minus von über vier Millionen Euro. Auch auf das neue Geschäftsjahr wird sich die sportliche Misere der vergangenen Saison wohl auswirken.

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Ignorant00 26.11.2013, 22:25
10.

Zitat von steellynx
darf geteilter Meinung sein, was deren Qualität angeht... allerdings kann man beileibe nicht davon reden, daß solche Vereine (zB auch Wolfsburg) die Bundesliga kaputt machen. Sie mögen langweilig sein, aber das Recht dazu hat jeder Mensch.
Nein, eben nicht: man darf nicht langweilig sein und solche Clubs machen die Bundesliga kaputt. Das ganze funktioniert ja nur durch Aufmerksamkeit!

Auf Dauer wird kein Sponsor das mitmachen, wenn es keiner schaut. Hoppenheim gegen Wolfsburg schaut kein Mensch! VW und Hoppenheim profitieren von Millionen Fans der "Traditionsclubs".

QED: schaut euch nur die Einschaltquoten bei Sky an oder die Besucherzahlen in den Stadien.

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der_ba_be 26.11.2013, 23:01
11. @rics

Das Eigenkapital wird sich vermutlich aus den Buchwerten der Spieler (Ablösesummen werden linear abgeschrieben), liquiden Mitteln (Bargeld, Schecks) Anlagevermögen etc. zusammensetzen. Das bedeutet NICHT das die das in Bargeld auf nem Festgeldkonto rumliegen haben...das nur so zum Verständnis...

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steellynx 27.11.2013, 00:09
12. .

Aber dieser wirtschaftliche Aspekt ist doch total irrelevant. In der Bundesliga soll es um Unterhaltung gehen, soweit ist ja klar. Und richtig ist, bei diesen Vereinen gucken wenig Leute zu. Aber warum ist das so? Doch wohl nicht zu einem geringen Teil weil sie echt schlechte Karten haben. Allein durch Gruppenzwang wird ein großer Teil der Jugend sich für andere Vereine "entscheiden". Aber gerechtfertigt ist das nur zum Teil. Denn Wolfsburg, Leverkusen oder Hoffenheim spielen oder haben richtig guten Fußball gespielt. Oder ein RB Leipzig. Die machen konsequenten Aufbau eines Fußballstandorts im Osten. Wenn das nazifrei klappt, super Sache! Für mich ist das Wichtigste, daß ich ein gutes Spiel gezeigt bekomme. Und das kann jeder "Retortenclub" ("Tradition" hat auch die TSG!) genauso gut wie die Etablierten mit Geschiebe langweilen können. Klar wünscht man dem favorisierten Club noch am ehesten den Sieg, das ist ganz logisch. Und völlig frei von Präferenzen wird da niemand sein. Aber genau solche Aspekte wie der Streit um Traditionen sind der Punkt, der bei mir den Fußballfan zumindest auf dem Gebiet "seines" Sports zu einem hirnlosen Idioten macht. Spiele genießen, Konkurrenz respektieren. Sowas scheint für viele einfach nicht möglich zu sein.

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rics 27.11.2013, 09:02
13. @der Babe, der Klugs...

sorry, mein Fehler. Hoppenheim hat natürlich in der Zeit, als sie von der RegionalLiga bis in die Bundesliga hoch sind, das Geld für die Neuzugänge selbst aufgebracht. Na dann ist ja alles gut.

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ForumAlias 27.11.2013, 09:06
14. Wir brauchen echtes Financial Fairplay.

Es stimmt, dass Vereine wie Hoffenheim oder Wolfsburg momentan die Liga und den Fussball nicht kaputt machen. Aber "wehret den Anfängen". Das was da passiert, ist doch Man City, PSG und Chelsea in klein. Und das ist wirklich brutale Wettbewerbsverzerrung ... nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene. Ein Projekt wie Hoffenheim als "Ausbildungsverein" finde ich ja noch halbwegs sympathisch: man spielt mal besser mal schlechter im Mittelfeld und verkauft dann Spieler wie Luis Gustavo mit Gewinn weiter. Sympathisch wird das ganze dann, wenn es sich auch finanziell trägt. (Immerhin hatten die Bayern auch eine Anschubfinanzierung in Form des Olympiastadions bekommen und ihre gesunde finanzielle Basis darauf gegründet.) Aber was Wolfsburg macht läuft lamgsam aus dem Ruder. Da fliesst zuviel und es geht eindeutig direkt zu Lasten von anderen, echten Clubs wie dem HSV, Stuttgart oder Bremen. Naja, da hat wahrscheinlich jeder seine Meinung und Anti- und Sympathien, aber was doch wohl klar ist, dass es einfach sowohl national und international ein echtes Financial Fairplay braucht. Aber das lässt sich mit den korrupten Verbandspräsidenten nicht durchsetzen. Ich sag nur PSG, Platini und sein Sohn.

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pefete 27.11.2013, 10:09
15. optional

eins verstehe ich nicht. jeder mittelständische betrieb müsste insolvenz anmelden. aber im fussball gelten andere gesetze?

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raihower 27.11.2013, 11:05
16. Wie kommen sie denn darauf?

Zitat von pefete
eins verstehe ich nicht. jeder mittelständische betrieb müsste insolvenz anmelden. aber im fussball gelten andere gesetze?
Wo steht, dass "jeder mittelständige Betrieb" in solchem Fall Insolvenz anmelden müsste?

Nur ein Tipp: Solange ausreichend Vermögen da ist, z.B. in Form von Bankguthaben und/oder Betriebsvermögen (Spieler, Gelände, Immobilien etc.) und solange ausreichend Einnahmen vorhanden sind - solange kann das ohne Probleme "weggesteckt" werden. Nicht auf Dauer, aber sehr wohl vorübergehend.

Wenn man dann noch die Saison 12/13 anschaut, als eingekauft wurde ohne Ziel, als 3-4 Trainer verbraucht wurden und als der sportliche Erfolg nahe Null ging - dann ist es erklärbar. Dazu kommt, dass bereits umgesteuert wurde und dies wiederum ebenfalls bereits erkennbar Wirkung zeigt.
Also wäre ein mittelständiger Betrieb in gleicher Situation kein Fall für die Insolvenz.
War das jetzt etwas zu differenziert? Sorry.

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m-k-b 27.11.2013, 13:57
17. Eigenkapital

Ich sehe Hoffenheim finanziell auf einem guten Weg. Hier ist mit Sicherheit ordentlich Anschubhilfe geflossen, was auch nicht jeden passen muss. Aber der Verein versucht sich doch langsam frei zu schwimmen. Und die anderen - Respekt z.B. an Schalke - Eigenkapitalquote von -44,3%. Und hier wird von Lizenzen gesprochen? Die etablierten haben doch bewiesen dass Wirtschaft und Fussball nicht immer zusammen passen. Bayern ist einzige Ausnahme, BVB auf dem Weg dort hin. Dies sind zwei Unternehmen, der Rest spielt nur Fußball weil sie eine Lobby haben.

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aurichter 27.11.2013, 17:41
18. Jetzt fehlt nur noch

weil hier ständig das Wort Traditionsverein hoch gehalten wird, daß in Zukunft eine Traditionslegitimation zum Aufstieg in die jeweiligen Ligen gefordert wird. Wenn man sonst nichts hat als Fan und nur stets und ständig Tradition hinausschreit, dann ist das sehr dünn und mittlerweile auch total fehl am Platze. Wenn darüberhinaus auch ständig darauf aufmerksam gemacht wird, daß die Vereine eher Unternehmen gleichen, dann sollte man sich mal Gedanken darüber machen was man zu Firmengründungen sagt, die keine Tradition vorweisen können. Dieses ganze Gesabbel von wegen Tradition ist langsam mehr als ermüdend und driftet ab in Langeweile. Und sich als Nichtinsider über die Finanzen von diesem oder jenem Club auszulassen ohne einen blassen Schimmer, der hat ganz offengestanden den Schuß nicht gehört. Hoffenheim wird, so die Aussage von Hopp schon vor längerer Zeit, sich selbst über den Spielbetrieb und Vermarktung selbst tragen müssen. Andere Vereine haben nach Ihrem empfinden eine geerbte Dauerpartnerschaft bei bestimmten Sponsoren und neuere Vereine eben Unterstützung durch ptivates Sponsoring. Was ist daran so anstößig? Rein gar nichts, ausser der Neid anderer Vereine, die diese Einnahme und Unterstützung nicht haben. Glauben Sie allen ernstes daß ein xbeliebiger Verein in der Bundesliga meine Millionen ablehnen würde falls ich diese anbiete? Nein würde kein Verein, nicht einer. Deshalb ist in meinen Augen diese Diskussion mehr als verlogen.

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bocklos851 29.11.2013, 19:48
19. @ 15: pefete

Schauen Sie nach Spanien: REAL und Barca sind keine "Mittelständischen Betriebe".
Die haben ihr Festgeldkonto am Mittelpunkt der Erde begraben.

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