Forum: Sport
Fußball-Bundesliga: Internationaler Finanzinvestor KKR steigt bei Hertha BSC ein
Getty Images

Hertha BSC löst auf einen Schlag seine Finanzprobleme: Der Finanzinvestor KKR glaubt an ein internationales Potential des Bundesligisten und beteiligt sich nach SPIEGEL-Informationen mit vielen Millionen Euro am Hauptstadtclub.

Seite 5 von 7
hfftl 31.01.2014, 15:24
40.

Zitat von aurichter
Jetzt läuft es sportlich gut evtll sehr gut mit einer kleinen Chance auf Europa und endlich wird das Potential auch in der Wirtschaft erkannt.
Eine Heuschrecke wie KKR ist nicht "die Wirtschaft".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Morrison 31.01.2014, 15:34
41.

Zitat von sysop
Hertha BSC löst auf einen Schlag seine Finanzprobleme: Der Finanzinvestor KKR glaubt an ein internationales Potential des Bundesligisten und beteiligt sich nach SPIEGEL-Informationen mit vielen Millionen Euro am Hauptstadtclub.
Da kann man der Hertha ja nur gratulieren und hoffen, dass auch andere Investoren in die Bundesliga einsteigen!
Für alle Sozialromantiker und Stehplatzkarteninhaber:
Fussball ist eine Unternehmung wie jede andere auch und unterliegt den selben marktwirtschaftlichen Gesetzen.
Wenn man schaut, wie zum Teil völlig unprofessionell so mache Drittlaga Mannschaft im Fussball aber auch in der 1.BBL gemanagt werden, so haben wir hier noch viel Aufholbedarf. Die Zeit der Provinzfürsten/-Patriarchen ist längst vorbei! Hier geht es um ein Milliardengeschäft und der Zuschauer ist Teil dieser Show, so oder so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hfftl 31.01.2014, 15:35
42. .

Zitat von gehfott
Was stört Sie denn, bei TeBe hat sich doch nichts verändert. :)
Sie wissen nicht gerade gut Bescheid, oder? Gerade TeBe ist so ziemlich das falscheste Beispiel für einen Club, bei dem sich in den letzten Jahrzehnten "nichts verändert" hat. Und eines der besten Exempel, wie Größenwahn, verklebt mit Inkompetenz, einen Verein zugrunde richten kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
phboerker 31.01.2014, 15:45
43. Refinanzierung

Zitat von ziaphira
Bei Hertha dagegen will der Investor unmittelbar aus den zukünftigen Einnahmen Herthas Profit erzielen. Sprich, er will im Verlauf der sieben Jahre 60 Millionen + die Summe X (wohl Minimum 10%) zurückbekommen. Der Deal ist nur dann für beide Seiten ein Erfolg, wenn es Hertha schafft mittels der 60 Millionen so viel sportlichen Erfolg zu generieren, dass man trotz der Rückzahlung der 60 Millionen + der Summe X noch etwas übrig behält.
Das ist eigentlich nicht richtig, weil Sie auf den zu generierenden sportlichen Erfolg abzielen. Tatsächlich ist es ein Ding der Unmöglichkeit, mit so wenig Geld langfristig einen größeren sportlichen Erfolg zu finanzieren. Andere verpulvern hunderte Millionen und schaffen das doch nicht.

Im Artikel stand aber, dass Hertha mit dem Geld allerlei Vermarktungsrechte zurückkaufen wird. Diese Rechte wurden zum Teil in einer wirtschaftlich wie sportlich sehr prekären Situation veräußert. Diese Rechte könnten angesichts der massiv gesteigerten internationalen Aufmerksamkeit, die die Bundesliga aktuell genießt, eventuell in deutlich besseren Deals wieder verschachert werden, so dass tatsächlich eine recht gute Chance auf einen kurzfristig erzielbaren Gewinn bestehen könnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doc.burton 31.01.2014, 15:47
44.

Zitat von Morrison
Da kann man der Hertha ja nur gratulieren und hoffen, dass auch andere Investoren in die Bundesliga einsteigen! Für alle Sozialromantiker und Stehplatzkarteninhaber: Fussball ist eine Unternehmung wie jede andere .....
Sie allerdings vergessen, dass der Zuschauer nur solange Teil dieser Show ist, solange er sie akzeptiert. Wendet er sich von ihr ab, gibt es keine Zuschauer mehr. Ohne Zuschauer keine Einnahmen. Ob es ihnen als Plastikfan nun gefällt oder nicht, der deutsche Fussball lebt von seiner Tradition und den Klubs die diese verkörpern. Füllen sie die Liga komplett mit Teams wir RB Leipzig und Hoffenheim, und sie dürfen bei allem Glanz und Gloria feststellen, dass Kunstprodukte keine attraktiven Produkte sind, ebensowenig wie wir vergessen wollen, dass Tradition und Professionalismus sich einander nicht ausschliessen, genausowenig wie Kunstprodukte automatisch professioneller geführt werden. Dazu muss man sich nur anschauen was in Hoffenheim abgeht. Das ist nicht einmal viertligatauglich. Hat schon seinen Grund warum die TSG über 18,5 Millionen Euro ausgeben musste, um knapp mit 2 Punkten Vorsprung in die erste Liga aufzusteigen. Die Possen der letzten Jahre unterstreichen das umso mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
raly 31.01.2014, 15:48
45.

Zitat von ziaphira
Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen den Investoren bei Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg und nun auf der anderen Seite Hertha. Die Investoren der Erstgenannten wollen keinen unmittelbaren finanziellen Profit aus ihrem Engagement ziehen. Sprich, sie zahlen weit mehr Geld ....
das sehe ich aehnlich, es ist ein Zweckbuendnis KKR will rendite und Hertha will sich neu strukturieren. Natuerlich ist Hertha von nun an grossem Druck ausgesetzt aber das kann auch befluegeln. Es ist Moeglich, dass beide von der Allianz gewinnen (moeglich ist natuerlich auch, dass beide verlieren etc.). Aber manchmal lohnt es sich ein wenig zu spielen und der Hertha wird es bestimt gut tun etwas effizienter und schneller zu werden. Die Bundesliga ist ja auch kein Kindergarten!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
G111 31.01.2014, 15:54
46. Geld regiert die Welt

Ich empfehle Herrn Preetz dringend die in der Überschrift genannte ARD Dokumentation. Ich mag die Hertha nicht, aber das hat Sie nicht verdient! Sollte die Hertha in den nächsten Jahren nochmal absteigen, geht es ganz runter ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pepe_sargnagel 31.01.2014, 15:56
47.

Zitat von cologne237
Fast alle Vereine mussten die Kasse beim Stadionumbau öffnen. In Berlin übernahm das der Steuerzahler. Die Bahn mag zwar formell ein Privatunternehmen sein, wird aber mit Bundeszuschüssen, also Steuergeldern, gepampert. Die DB schmeißt Hertha als Trikotsponsor die Kohle hinterher. Hat sie deshalb einen einzigen Fahrgast mehr? Da ist doch ein Fortschritt, wenn echte private Investoren in Berlin ihr Geld versenken.
Wieso versenken? Sie sagen doch selbst, dass in Berlin der Steuerzahler drin steckt. Also macht es Sinn als "Investor" das Geld herauszuziehen (bzw. mehr als nur von der Substanz zu leben) und es dem Steuerzahler nachstrecken zu lassen. Man muss dann nicht mal die Ticketpreise erhöhen, wenn man keine Wartungen mehr durchführt - der Steuerzahler könnte es ja richten.

Ich bin mir nur nicht so sicher, ob der Steuerzahler bei Herta weniger tief drinsteckt als bei anderen Vereinen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Boesor 31.01.2014, 16:05
48.

Natürlich haben die Investoren/Eigentümer bei Wolfsburg etc. andere Ziele. Im Endeffekt pumpen sie aber dennoch viel Geld in ihre Vereine, mit dem Segen der Ausnahmegenehmigung durch die DFL.
Und das zwingt die anderen Vereine sich ebenfalls Geld zu beschaffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luigi2011 31.01.2014, 16:06
49.

Zitat von kraijjj
Der Unterschied zu England ist, das man bei uns nicht mehr als 49% des Vereins kaufen kann. Bei Hertha laut Artikel sogar nur 33%. Ein Unternehmen/Verein, das einem nicht gehört kann man nicht zerschlagen, noch an die Wand fahren. Insofern sehe ich die Nachricht erst einmal postitiv. Was das Geflame in Richtung des Herthamanagements angeht kann ich nur darauf verweisen, das nach Hoeneß Weggang seriös gewirtschaftet wird (soweit man das von außen beurteilen kann). Die PR-Arbeit in der Abstiegssaison war nicht sonderlich gut von Seiten M.Preetz aber er scheint daraus die richtigen Schlüsse gezogen zu haben.
Dass der Verein die Zügel in der Hand behält, sagte auch Niebaum damals in Dortmund.
Sie wissen, wohin das geführt hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 7