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Fußball-Champion USA: Weltmeister des Willens
Richard Heathcote/Getty Images

Sie waren das beste Team der WM, doch die Niederlande machte es ihnen lange schwer. Nur mit viel Geduld haben die USA den Weltmeistertitel geholt. In Gefahr war der Finalsieg aber nicht.

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hdwinkel 08.07.2019, 09:47
1. Kick and Rush

Nun ja, die Niederländerinnen waren jetzt nicht soo schlecht, aber das Spiel haben die US-Amerikanerinnen die meiste Zeit mehr oder weniger allein machen müssen. Die Niederländerinnen haben sich nur hinten reingestellt und ausschließlich auf Konter gewartet. Diese Konstellation gab es häufiger bei dieser WM und ist wohl der Tatsache geschuldet, daß die meisten Teams individuell zu schlecht sind, um selbst das Spiel zu machen. Besonders das Halbfinale zwischen Schweden und den Niederlanden war Sinnbild dessen, was dabei herauskommt, wenn zwei Kick and Rush Mannschaften aufeinandertreffen. Nichts.
Es gehört zur Tragik dieser WM, daß die spielstärkeren Mannschaften sich zumeist gegenseitig rausgekegelt haben, oder wirklich Pech hatten (Japan).
Auch die US-Amerikanerinnen hatten unglaublich viele technische Fehler, aber immer noch weniger als der Rest. Da ist insgesamt noch viel zu tun.

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hl007 08.07.2019, 11:02
2. Sehr einseitige Sichtweise

Die Bevorzugung der Amerikanerinnen während des Turniers war auch gestern wieder zu beobachten. So wurde eine Holländerin für ein eher harmloseres Foul relativ früh mit gelb verwarnt, während eine Amerikanerin, die mit offener Sohle ihre Gegenspielerin umgesenst hatte, mit einer Ermahung davon kam.

Die Diverin Morgan hatte schon in der ersten Halbzeit versucht, einen Elfmeter zu schinden. In der zweiten Hälfte hatte sie mit ihrem theatralischen Sturz dann Erfolg. Für mich war dies kein Elfemeter, Aber wenn man diesen gibt, dann hätten zuvor die Holländerinnen auf jeden Fall einen bekommen müssen, aber da schwieg der VAR, warum nur?

Überhaupt der VAR ist ein noch unsinnigeres technisches "Hilfsmittel" als die Torlinientechnik. Der Platzverweis von Messi ist ein weiterer Beleg für die Unsinnigkeit des VAR. Bei diesem Platzverweis war bereits in normaler Geschwindigkeit erkennbar, dass Messi rein gar nichts getan hat, was eine Karte rechtfertigt. Dass die Rote Karte trotz VAR nicht zurückgenommen wurde, ist fast unerklärlich. Aber Gedanken an unseriöse Motive verbieten sich natürlich.

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Flinger 08.07.2019, 11:47
3. Zweifelhafter Elfmeter

Ich fand den Elfer auch zweifelhaft. Es hat zwar eine Berührung stattgefunden, und das Bein van der Gragts war gestreckt und zu hoch. Andererseits erfolgte die Berührung mE in einer Weise, die Alex Morgan in ihrer Laufbahn gar nicht oder allenfalls unwesentlich behindert hat: Die Bewegungsrichtung des Beins führte an Morgan vorbei, sie wurde nicht mit offener Sohle, sondern mit dem Bein nur beiderseits seitlich und nur leicht touchiert. Der spektakuläre Sturz von Alex Morgan war - um es mit Arien Robben zu sagen - "clever", allerdings sicher nicht der Berührung geschuldet. Früher wäre das für einen Elfmeter sicher zu wenig gewesen.

Jedenfalls schade, dass das Spiel so entschieden wurde.

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kajoter 08.07.2019, 12:01
4. @ #2

Zitat von hl007
Die Bevorzugung der Amerikanerinnen während des Turniers war auch gestern wieder zu beobachten. So wurde eine Holländerin für ein eher harmloseres Foul relativ früh mit gelb verwarnt, während eine Amerikanerin, die mit offener Sohle ihre Gegenspielerin umgesenst hatte, mit einer Ermahung davon kam. Die Diverin Morgan hatte schon in der ersten Halbzeit versucht, einen Elfmeter zu schinden. In der zweiten Hälfte hatte sie mit ihrem theatralischen Sturz dann Erfolg. Für mich war dies kein Elfemeter, Aber wenn man diesen gibt, dann hätten zuvor die Holländerinnen auf jeden Fall einen bekommen müssen, aber da schwieg der VAR, warum nur? Überhaupt der VAR ist ein noch unsinnigeres technisches "Hilfsmittel" als die Torlinientechnik. Der Platzverweis von Messi ist ein weiterer Beleg für die Unsinnigkeit des VAR. Bei diesem Platzverweis war bereits in normaler Geschwindigkeit erkennbar, dass Messi rein gar nichts getan hat, was eine Karte rechtfertigt. Dass die Rote Karte trotz VAR nicht zurückgenommen wurde, ist fast unerklärlich. Aber Gedanken an unseriöse Motive verbieten sich natürlich.
Genau, so einseitig kann eine Sichtweise sei.
Alex Morgan wurde in der ersten Hälfte ein klarer Elfmeter aberkannt. In der Zeitlupe konnte man eindeutig erkennen, wie die Holländerin sie mit einer robusten Umarmung zu Boden riss. Die ausgleichende Gerichtigkeit folgte dann in der 2. Hälfte, als sie durch ein hohes Bein getroffen wurde. Auch dieses war in der Zeitlupe klar erkennbar.

Außerdem: Sie schreiben von Bevorzugung der Amerikanerinnen. Bei den Gegnern, die sie zu spielen hatten, kann davon aber keine Rede sein, denn die waren das Schwerste, was man in dieser WM hätte bekommen können.

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M. Vikings 08.07.2019, 12:19
5.

Zitat von hl007
Die Bevorzugung der Amerikanerinnen während des Turniers war auch gestern wieder zu beobachten. So wurde eine Holländerin für ein eher harmloseres Foul relativ früh mit gelb verwarnt, während eine Amerikanerin, die mit offener Sohle ihre Gegenspielerin umgesenst hatte, mit einer Ermahung davon kam. Die Diverin Morgan hatte schon in der ersten Halbzeit versucht, einen Elfmeter zu schinden. In der zweiten Hälfte hatte sie mit ihrem theatralischen Sturz dann Erfolg. Für mich war dies kein Elfemeter, Aber wenn man diesen gibt, dann hätten zuvor die Holländerinnen auf jeden Fall einen bekommen müssen, aber da schwieg der VAR, warum nur?
Was das angebliche Schinden eines Strafstoßes von Morgan angeht,
Morgan wurde im Strafraum weg- bzw. umgestoßen.
Beide Arme von Bloodworth waren dabei ausgestreckt.
In anderen Spielen hat es dafür einen Strafstoß gegeben.

Der Strafstoß der gegeben wurde musste gegeben werden.
Gragt trifft Morgan mit gestrecktem hohen Bein Morgan,
knapp unterhalb der Schulter, mit der Fußfläche.
Das ist auf dem ganzen Spielfeld ein Foul.
Im Strafraum gibt es dann zu Recht einen Strafstoß.

http://mediathek.daserste.de/FIFA-Frauen-WM-2019/USA-Niederlande-2-0/Video?bcastId=62245136&documentId=64606488

Sie sollten sich auch unbedingt mit dem Regelwerk beschäftigen,
dann können Sie begründete weniger emotionale Beiträge schreiben,
die dann auch eher den Tatsachen entsprechen.
Das Regelwerk ist nämlich die Grundlage der Entscheidungen,
die die Schiedsrichterinnen treffen.

https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/179710-AU1801301_Fussballregeln_2018_LowRes.pdf

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M. Vikings 08.07.2019, 12:28
6. Es gab da keine Laufbahn.

Zitat von Flinger
Ich fand den Elfer auch zweifelhaft. Es hat zwar eine Berührung stattgefunden, und das Bein van der Gragts war gestreckt und zu hoch. Andererseits erfolgte die Berührung mE in einer Weise, die Alex Morgan in ihrer Laufbahn gar nicht oder allenfalls unwesentlich behindert hat: Die Bewegungsrichtung des Beins führte an Morgan vorbei, sie wurde nicht mit offener Sohle, sondern mit dem Bein nur beiderseits seitlich und nur leicht touchiert. Der spektakuläre Sturz von Alex Morgan war - um es mit Arien Robben zu sagen - "clever", allerdings sicher nicht der Berührung geschuldet. Früher wäre das für einen Elfmeter sicher zu wenig gewesen. Jedenfalls schade, dass das Spiel so entschieden wurde.
Morgan hatte keinen Bodenkontakt als Sie getroffen wurde.
Bitte noch mal anschauen.
Auch für Sie nochmal die Links zum Video und zum Regelwerk.

http://mediathek.daserste.de/FIFA-Frauen-WM-2019/USA-Niederlande-2-0/Video?bcastId=62245136&documentId=64606488

https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/179710-AU1801301_Fussballregeln_2018_LowRes.pdf

Insgesamt haben die Schiedsrichterinnen,
mit Unterstützung des VAR bei dieser WM,
eine gute bis sehr gute Leistung gezeigt.
Es wird immer grenzwertige Entscheidungen geben,
die Entscheidung zum Strafstoß gestern war es nicht.

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roenga 08.07.2019, 12:36
7.

In diesem Final war mal wieder zu sehen, wo die Defizite im Frauenfußball liegen - mit Ausnahme der Amerikanerinnen hat kein Team in der Offensve auf breiterer Front zielgerichtete Aktionen gestartet und abgeschlossen. Auch die Holländerinnen haben sich in ihren Offensivbemühungen weitgehend blamiert. Verstolperte Bälle, grotesk schlechte Flanken und Pässe, Probleme bei der Ballannahme und im Abschluss. Nichts hat funktioniert, wie sehr oft auch bei fast allen anderen Teams diese Defizite zu sehen waren. Die Bälle hinten rauszuschlagen und durch das Mittelfeld zu rennen ist eine Sache, aber wenn praktisch jede Angriffsbemühung an den eigenen Unzulänglichkeiten scheitert kommt es zu dem erwartbaren Resultat. Sieg der USA. Das war gestern keine Werbung für den (Frauen)Fußball, außer in den USA

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birka12 08.07.2019, 12:46
8. Schauspielerinnen

Morgan hat sich in jedem Spiel theatralisch hingeworfen, aus jeder Kleinigkeit eine grosse Sache gemacht. Ähnlich verhält sich die Schwedin Asllani. Lässt sich beeindruckend aus dem Stadion tragen und spielt drei Tage später wie neu geboren. Wer sie kennt wusste schon Bescheid. Sie spielen guten Fussball, versuchen aber auch das Spiel unsportlich zu beeinflussen. Trotzdem waren die USA trotz dem etwas zweifelhaften Elfmeter die klar bessere Mannschaft und haben völlig verdient gewonnen.

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M. Vikings 08.07.2019, 12:51
9. Die US-Amerikanerinnen sind zu Recht Weltmeisterinnen.

Sie haben ihr Programm konzentriert abgearbeitet.
Von Beginn an,
ohne auch nur eine Sekunde vor dem Ausscheiden zu stehen.

In der Finalrunde haben sie
mit Spanien, Frankreich, England und den Niederlanden,
die schwersten Gegner dieser WM besiegt.
Das Glück mit der Auslosung,
das Deutschland bei seinem Olympiasieg in Rio hatte,
hatten sie nicht.

Der US-Frauenfußball hat ein deutlich höheres Potenzial
wie der anderer Länder und so viele Talente.
Das wird auch in Zukunft das Hauptproblem ihrer Gegner sein.

Welches andere Frauen-Fussball-Team wäre,
zum 8000 km entfernten Endspiel auf einem anderen Kontinent,
von ca. 20.000 Fans begleitet worden?

Am Ende bleibt da nur die sportliche Gratulation.

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