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Fußball-Transfers: Zweite Liga, erste Klasse
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Fünf Spieler, fünf Geschichten, eine Erkenntnis: Talent allein reicht oft nicht, um es nach ganz oben zu schaffen. Diese Profis haben sich durchgebissen und könnten schon bald ihre zweite Chance nutzen.

supergrobi123 06.01.2019, 12:47
1. Zweite Liga - Popelliga

Ich hätte da noch ein Beispiel parat: Simon Terodde!
Schon 2015 wurde er mit 17 Buden Vize-Torschützenkönig in der 2. Liga.
2016 dann schnappte er sich Platz 1 mit satten 25 Treffern, verteidigte 2017 diesen Titel sogar mit nochmals 25 Dingern!
Aktuell steht er wieder einsam an der Spitze, mit 22 Treffern in 17 Spielen (doppelt so viele Tore wie der Zweitplatzierte).
Ein Wahnsinn! Einer der krassesten Spieler der Ligageschichte!
Doch es gibt da einen Haken: Zwischendrin lag die Saison 17/18. Terodde musste sich in Liga 1 beweisen... und scheiterte. Erst bei Stuttgart aussortiert, dann mit dem FC abgestiegen. Am Ende standen 7 Saisontore auf der Uhr - Mittelmaß für einen Mittelstürmer, nun spielt er wieder zweitklassig.
Was lernen wir daraus? Ausnahmeleistungen in der 2. Popelliga sagen kaum etwas über die Leistungsfähigkeit in Liga 1 aus. Eine wichitige Rolle spielt das Alter, das bei jungen Spielern auf zusätzliche Entwicklung und Anpassungszeit hoffen ließe. Bei den ganzen genannten Ü25 Spelern darf man aber getrost schwarz sehen.

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LapOfGods 06.01.2019, 13:34
2. Popelliga? Schnöseliger geht es kaum.

Zitat von supergrobi123
Ich hätte da noch ein Beispiel parat: Simon Terodde! Schon 2015 wurde er mit 17 Buden Vize-Torschützenkönig in der 2. Liga. 2016 dann schnappte er sich Platz 1 mit satten 25 Treffern, verteidigte 2017 diesen Titel sogar mit nochmals 25 Dingern! Aktuell steht er wieder einsam an der Spitze, mit 22 Treffern in 17 Spielen (doppelt so viele Tore wie der Zweitplatzierte). Ein Wahnsinn! Einer der krassesten Spieler der Ligageschichte! Doch es gibt da einen Haken: Zwischendrin lag die Saison 17/18. Terodde musste sich in Liga 1 beweisen... und scheiterte. Erst bei Stuttgart aussortiert, dann mit dem FC abgestiegen. Am Ende standen 7 Saisontore auf der Uhr - Mittelmaß für einen Mittelstürmer, nun spielt er wieder zweitklassig. Was lernen wir daraus? Ausnahmeleistungen in der 2. Popelliga sagen kaum etwas über die Leistungsfähigkeit in Liga 1 aus. Eine wichitige Rolle spielt das Alter, das bei jungen Spielern auf zusätzliche Entwicklung und Anpassungszeit hoffen ließe. Bei den ganzen genannten Ü25 Spelern darf man aber getrost schwarz sehen.
Bundesligatauglich zu sein heißt nicht den FC Bayern mit 30 Toren zur Meisterschaft zu schießen, sondern z.B. mit Fortuna Düsseldorf oder Hannover 96 die Klasse zu halten. Dafür können mittelmäßige 7 Tore absolut reichen.

Entscheidender ist, dass der Spieler zur Spielweise passt, die sich zwischen den Ligen unterscheiden mag. Bobby Wood, Guido Burgstaller oder Rouven Hennings zeigen, dass man auch nach x Jahren 2.Liga noch im fortgeschrittenen Alter in der Bundesliga bestehen kann. Nicht auf der Bayern-Einkaufsliste sondern als Mittelmaß und das reicht ja.

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treime 06.01.2019, 13:40
3. @ 1.

Terrode ist so ein typischer Kandidat: in Liga 2 alles treffen, in Liga 1 geht dann gar nichts mehr.... Einfach mal bei allen letzten Aufsteigern schauen, was die Stürmer in Liga 2 gerissen und in Liga 1 haben vermissen lassen.... Gibt genügend Beispiele. Terrode wird in Liga 1 keine 10 Tore schiessen, wenn überhaupt.

#2 hat Recht. Bundesligatauglich ist, wer sich dort durchsetzen kann und dem Team zum Klassenerhalt verhilft, was nicht unbedingt Tore sein müssen.

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jean-baptiste-perrier 07.01.2019, 08:53
4. Mannschaftssport!

Ein Spieler ist doch extrem abhängig von seiner Mannschaft. Wenn eine Zweitliga-Mannschaft aufsteigt, dann liegt es daran, dass sie eine Spitzenmannschaft in der 2. Liga ist. Angekommen in Liga 1 ist diese dann zwangsläufig eher im untersten Qualitätsniveau angesiedelt. Das ist doch dann auch logisch, dass deren Top-Scorer aus Liga 2 viel weniger Unterstützung in der Offensive erhalten, da die gesamte Mannschaft defensiv in jedem Spiel um ihr Überleben kämpft. Würde ein Christian Ronaldo nach Kaiserslautern zwangsversetzt, dann könnte er mit 15 Toren pro Saison hoch zufrieden sein. Ein Terrode in Köln oder Freiburg in Liga 1 macht vielleicht 10 Tore. Ein Terrode als Stammspieler bei Bayern oder dem BVB würde eher 20 machen. Es ist am Ende immer nur ein Spieler unter insgesamt 10 Feldspielern. Von daher kann man einen Spieler immer nur relativ zu seinen Mitspielern bewerten.

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supergrobi123 07.01.2019, 11:33
5. Hui!

Zitat von LapOfGods
Bundesligatauglich zu sein heißt nicht den FC Bayern mit 30 Toren zur Meisterschaft zu schießen, sondern z.B. mit Fortuna Düsseldorf oder Hannover 96 die Klasse zu halten. Dafür .....
Bobby Wood? Ja, eine echte Granate der Kerl! Chancentod beim HSV (5 und 2 Saisontore, Endergebnis: Abstieg), nun Bankdrücker beim Tabellenvorletzten. Hennings? Dank Aufstieg nach oben gestolpert, nun 2 Saisontore, wirklich beeindruckend!
Einzig Burgstaller konnte überzeugen, ist inzwischen aber auch schon wieder raus und war gerademal 2 Jahre in der 2. Liga unterwegs. Aber hey, immerhin sind Sie in der Lage satte eins Spieler zu nennen, die mal halbwegs was gerissen haben.
Es tut mir sehr leid, aber die 2. Liga ist definitionsgemäß zweitklassig, da ist es völlig egal, ob Sie das "schnöselig" finden.
Wer da nicht spätestens mit 25 raus ist, hat nicht ausreichend Talent um oben was zu reißen. Mehr als Erstliga-Mittelmaß wird da dann nicht bei rum kommen.
Also, nichts gegen Mittelmaß, wird auch gebraucht! Aber dem Mittelmaß einen eigenen Artikel zu widmen, ist schon merkwürdig.

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